Heißes Getränk für kalte Zeiten: Gin Hot Toddy

Wie es aussieht, hat der Winter doch wieder Einzug gehalten. Es ist kalt, in einigen Gegenden schneit es und die Erkältungswelle rollt schon wieder. Spürt ihr auch schon so ein Kratzen im Hals? Höchste Zeit für Gegenmaßnahmen! Wie wäre es mit einem Hot Toddy? Mit Whisky ist er ein beliebtes und traditionelles Heißgetränk, doch auch mit Gin kann er Leib und Seele ganz vorzüglich wärmen.

Die Grundrezeptur für einen Gin Hot Toddy ist denkbar einfach:
4 cl Dry Gin, 2 cl Zitronensaft, 1 TL Honig in einem Glas verrühren
nach Belieben Gewürze dazu wie Sternanis, Kardamom oder Gewürznelken, wie ich sie gewählt habe. Mit kochend heißem Wasser auffüllen, mit einer Zimtstange verrühren – fertig!

Toddy KombiMorgen tausche ich dann vielleicht den Zitronensaft gegen Orangensaft aus und nehme statt des Edinburgh Gin den Elephant. Oder wäre vielleicht Grapefruitsaft und Windspiel Gin auch ein super Gin Hot Toddy? Na, übermorgen ist ja auch noch Winter….

Gin, Mixen

Neuer Gin im Glas: Über eine giniale Nacht

Kann man ein neues Jahr besser starten als mit dem Tasting neuer Gins? Am ersten Januarwochenende traf sich die kleine Runde, die ihr schon aus einem Bericht im August kennt, um sich gemeinsam ganz neugierig an einige Gins heranzuschnuppern. Es blieb nicht beim Schnuppern, denn auch der Geschmack ist ja nicht ganz unwesentlich…. Alles geschah natürlich im Namen der Wissenschaft und um beim Schreiben von Blog- und Fachbeiträgen und beim Durchführen von Tastings ausreichend Bescheid zu wissen. Na ja, ein wenig Spaß hatten die drei Damen Julia Nourney, MargareteMarie und Petra Milde (= „Sharing Angels“) dabei auch in dieser langen Nacht….

Jpeg
Neben Gin standen auch Whiskys und Rum auf dem Programm, aber hier soll es um die Eindrücke der verkosteten Gins gehen. Kurz und knapp, ohne ausschweifenden Hintergrundgeschichten. Wenn ihr die Gins auch bereits im Glas hattet, teilt uns gerne eure Eindrücke in einem Kommentar mit. Geschmack ist schließlich relativ und vielleicht habt ihr einige tolle Tipps für passende G&T-Kombis. An Tonic standen übrigens an diesem Abend Indi Tonic, Thomas Henry, 1724 und Schweppes zur Verfügung.

JpegEdelstahl Gin
Die märkische Spezialitätenbrennerei in Hagen setzt bei ihrem neuen Produkt auf 20 Botanicals. Neben klassischem Wacholder, Karadamo, Koriander, Zitronen- und Orangenschalen und Iriswurzel sind es beispielsweise Veilchen, Fenchel und Schlehe, die dem Edelstahl Gin eine feine geschmackliche Note geben. Vor allem die Schlehe setzt einen besonderen Akzent und ist bereits in der Nase präsent. Am Gaumen wird der Dry Gin mit seinen 44,6 % vol. seiner Klassifizierung gerecht und ist sehr schön trocken. Die Kombination mit Thomas Henry stellt sich als sehr süß heraus. Auch 1724 kann als Partner für den Edelstahl Gin nicht wirklich überzeugen. Das Indi classic hingegen bringt die Zitrusnoten sehr gut heraus und präsentiert einen erfrischenden G&T. Fever-Tree kommt hier auch sehr gut, wie eine der Tasterinnen bereits aus Erfahrung berichten konnte.

JpegNapue Gin
Von Kyrö aus Finnland kommt dieser neue Gin, einer kleinen innovativen Brennerei mit sehr inter-netten Einblicken auf der Homepage :-) , auf der allerdings bisher nur von einem Rye Whiskey die Rede ist. Der Napue Gin basiert auch auf Roggen und kommt uns aus dem Glas mit Wacholder entgegen, begleitet von ungewöhnlichem anderem Aroma. Könnt ihr mit der Assoziation etwas anfangen: „Gras, dass nach dem Mähen eine Weile liegt und warm und leicht „angegangen“ riecht.“? Am Gaumen ein blumiger Charakter. Parfüm/Aftershave. Vielleicht etwas mentholig. Auf jeden Fall ein Gin mit besonderem Charakter. Indi Tonic macht ihn auch als G&T zu etwas Besonderem. „Nach hinten heraus“ bekommt er eine leicht bittere, aber sehr angenehme Note. Wir empfehlen das Verhältnis von 1:4. Versucht etwas Rosmarin als Garnish dazu – im Sommer ist das sicher toll erfrischend!

Jpeg5 Continents Gin
Auf Gut Basthorst bei Hamburg stellt Fabian Rohrwasser seinen 5 Continents her. Ein deutscher Gin also, doch der Name verrät sofort: Die verwendeten Botanicals, 22 insgesamt, sind international, jeder Kontinent steuert etwas bei. Heraus kommt ein sehr würziger, deutlich vom Wacholder geprägter Gin mit Pfeffernoten, vermutlich dem verwendeten Guineapfeffer oder dem Ingwer zu verdanken. Frische vom Eukalyptus, florale Noten vom Lavendel – der 5 Continents Gin schmeckt uns pur ohne Eis am besten. Wenn es Gin Tonic sein soll, dann Thomas Henry mit einem Orangenschnitz.

JpegSmuggler’s Gin
Seit einigen Wochen auf dem deutschen Markt, verfolgt der Smuggler’s Gin der Londoner Thames Distillery ein Konzept, das einen deutlichen Gegenpol zur starken Premium-Tendenz des Gin Marktes bietet: Ein klassischer, guter Gin um die 20 Euro mit 40% vol. Trinkstärke. Und er ist das, was er sein will: Ein easy-drinking-Gin, in der Nase leicht floral-grasig, im Geschmack frisch mit angenehmen Zitrusnoten. Fruchtig leicht. Wir hatten Indi und Orangenschnitz dazu. Lecker.

JpegWindspiel Gin
In der Nase, am Gaumen: Ein richtig klassischer Gin. Ausgewogen, feinwürzig, angenehm, typisch. Auf Alkohol aus Kartoffeln aufgebaut, was nicht wirklich rauszuschmecken ist. Im Ginobility-Shop ist dieser Gin seit einer Weile zu haben und vielleicht kennt ihr ihn deshalb bereits. Dort in den Produktinfos zum Windspiel Gin wird Fever Tree oder Fentimans empfohlen, hatten wir aber beides nicht zur Hand. Thomas Henry hat sich aber als würdiger Vertrete erwiesen. Tipp: Ein, zwei Himbeeren als Garnitur geben eine angenehme fruchtige Note.

Zusätzlich zu diesen neuen Gins standen noch einige weitere auf dem Tasting-Programm, die schon länger auf dem Markt sind, aber trotzdem in der Nacht dabei waren. Über die berichte ich dann in Kürze ebenfalls noch.

Jpeg

Gin, Tasting

Gin Cocktail zu Silvester? New Year’s Clover Club!

Kaum sind die Weihnachtstage vorbei, geht es los mit den Planungen für die Silvesterparty. Spontankäufe haben auch ihren Reiz, doch wenn ihr euren Gästen Cocktails anbieten wollt, empfehlen wir einige Vorüberlegungen und gezielte Einkäufe. Was wollte ihr anbieten? Was fehlt, was muss unbedingt noch besorgt werden?

Wer noch nach einem Rezept für einen ultimativen Silvestercocktail sucht, dem hilft vielleicht ein Tipp aus einer Pressemitteilung von Diageo’s World Class weiter. Internationale Spitzen-Bars standen Pate für einige Silvestercocktails und es ist auch ein Gin Cocktail darunter, dessen Rezept wir gerne an euch weiter geben. „New Year’s Clover Club“ heißt er nach der Bar im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Ganz wie es sich für Silvester gehört sorgt Champagner für eine prickelnde Note:

New Years Clover ClubNew Year’s Clover Club

Zutaten:
5 cl Tanqueray No.Ten
3 cl Ananassaft
4 Himbeeren
2 TL Zucker
1 cl Eiweiß
Champagner als Topping

Alle Zutaten (außer dem Champagner) in einem Shaker auf Eiswürfeln sehr kräftig und lange schütteln. Durch ein Sieb in ein Coupette-Glas abseihen und mit Champagner auffüllen.

Na dann: Prosit Neujahr!

Bild: Diageo/Häberlein&Maurer

Mixen ,

Besuch im Clouds: Tasting mit Andreas Kloke

SONY DSCDer Prime Tower ragt majestätisch in den blauen Himmel und auf seiner gläsernen Front spiegeln sich die wenigen Wolken, die der wunderschöne Novembertag zu bieten hat. Ganz oben in diesem höchsten Gebäude Zürichs ist die Clouds Bar zuhause und dort habe ich eine Verabredung mit Barchef Andreas Kloke. Anlass ist das Release einer Limited Edition des Clouds Gin, die ich unbedingt kennen lernen möchte. Weiterlesen »

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Lee Daniel Hobbs mixt Spring Cocktails im Herbst

Welche Cocktails er denn für den nassgrauen Herbst empfehlen könne, hatten wir Lee Daniel Hobbs vor einer Weile gefragt. Und ohne Witz: Er hat uns neben dem Colombian Snapper, den wir euch an Halloween vorgeschlagen haben, zwei Cocktailrezepte präsentiert, die beide den Begriff „Spring“ im Namen führen. Beide sind trotzdem wunderbar passend für die kühle Jahreszeit. Und karamelisierte Apfelscheiben sind doch ideal für den ersten Advent heute, oder? Also: An die Gläser –fertig – los!

Spring GimletSpring Gimlet

5 cl Gin Colombian White
2 cl Rosés lime juice
1,5 cl Chambord
1 Bandan Blatt
1 Rosmarin Zweig
1 Thymian. Zweig

Den Gin mit dem Pandanblatt, dem Thymian und dem Rosmarin in ein Gefäß geben und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Danach werden die Kräuter herausgenommen. Wir geben Rosés Lime Juice Cordial und Chambord hinzu, alles wird in einem Rührglas kalt gerührt. Dann seihen wir den Drink in einen mit Würfeleis gefüllten Tumbler. Zu guter Letzt wird der Drink mit einer Orangenzeste abgespritzt und mit Kräutern garniert.

Spring GinSpring Gin

5 cl Gin (Windspiel)
2 cl Limettensaft
2 cl Campari
1/4 Apfel
2-3 Stängel Minze
6 cl Schweppes Ginger B
1 Dash Angostura Bitters

Alle Zutaten bis auf das Ginger B in den Shaker geben und mit dem Apfel und der Minze zerstoßen. Dann wird der Drink in ein mit Eis gefülltes Longdrink Glas doppelt abgeseiht und mit Schweppes Ginger B aufgefüllt. Abschließend den Drink mit einer Minzkrone und karamelisierten Apfelscheiben garnieren.

Gin, Mixen

Clouds Gin Limited Edition erschienen

Gin Clouds Limited Edition 70clHoch über der Skyline von Zürich empfängt die Clouds Bar ihre Besucher nicht nur mit einer phantastischen Aussicht, sondern auch mit einem grandiosen Ginangebot. Dazu gehört seit einiger Zeit der hauseigene Clouds Gin, über den wir euch Anfang des Jahres ausführlich durch Interviews mit Barmanager Andreas Kloke und Brenner Lorenz Humbel berichteten. Jetzt hat der preisgekrönte Bio-Gin einen Bruder bekommen, den Clouds Gin Limited Edition. Der Name verrät: Er ist nur begrenzt erhältlich, ganze 1.000 Flaschen gibt es davon.

Clouds Gin Limited Edition setzt auf besondere Kräuter

Neun Monate lang haben Andreas Kloke und Lorenz Humbel an der Rezeptur für den Clouds Gin Limited Edition gefeilt. Auch diesmal galt ihr Hauptaugenmerk wieder der Einbeziehung vieler geschmacksintensiver Kräuter und wie auch beim Clouds Gin ist der Salbei ganz oben in der Liste der Botanicals zu finden. Daneben ist in der Pressemitteilung aber auch die Rede von Verveine, Ringelblume, Holunderbeere, Zitrone- und Orangenschale. Ein buntes Mix also, das ein besonderes Geschmackserlebnis verspricht.
Diese limitierte Abfüllung ist in der Clouds Bar in Zürich und direkt beim Hersteller Humbel erhältlich. Den Clouds Gin „Standard“ könnt ihr natürlich nach wie vor über den Ginobility Shop beziehen.

Bild: Clouds Gastro AG

Gin , ,

Gin zum Frühstück: Ganz besonderes Quittengelee

Keine Sorge, wir möchten euch nicht dazu verführen, schon früh am Morgen ein Glas Gin aufzutischen. Aber wer schon einmal Marmelade oder Gelee mit Rum, Whisky oder Wein verfeinert hat, der wird vielleicht gerne auch diesen Rezepttipp aufgreifen: Quittengelee eignet sich ganz vorzüglich dazu, mit Gin aromatisch abgerundet zu werden und so zum Star auf dem Frühstückstisch zu werden. Könnt ihr euch schon denken, welchen Gin ich verwendet habe? Richtig, Ferdinand’s Saar Quince Gin, der mit Birnenquitten veredelt wird. Na ja, eigentlich ist der Ferdinand’s Saar Quince Gin kein Gin ihm eigentlich Sinn, sondern ein Likör, aber für meinen Zweck ist er ideal geeignet. Und damit das Quittengelee einen besonders abgerundeten Geschmack mit besonderer Note bekommt, habe ich zusätzlich einen Dash Ferdinand’s Bitter Riesling Quitte hineingetan. So entsteht ein Hauch Bitterkeit, der mit dem Quittenaroma perfekt harmoniert.

Quittengelee Quitten kombiWer keinen Quittenbaum im Garten hat, kann sie auf dem Markt oder oft auch in Obstabteilungen von Supermärkten kaufen. Ich habe sie von einem ungarischen Bauernmarkt mitgebracht. Sie waren noch mit Flaum bedeckt, der bei den hier im Handel erhältlichen Quitten meist entfernt wurde. Mit einem Tuch könnt ihr diesen Flaum einfach abreiben. Und so kocht ihr das Quittengelee:

1 kg Quitten waschen, aufschneiden, Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Schälen der Quitten ist nicht nötig.
Mit 1 Liter Wasser und 2 Esslöffeln Zitronensaft zum Kochen bringen und etwa eineinhalb Stunden köcheln lassen.
Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen und die abgekochten Quitten darauf geben. Eine Stunde ablaufen lassen und dann durch das Passiertuch vorsichtig ausdrücken. Wenn ihr ganz klares Gelee gewinnen wollt, verzichtet ihr auf das Ausdrücken, dann ist die Ausbeute aber etwas geringer.
Den Saft mit der nötigen Menge Gelierzucker aufkochen. Ich hatte 800 ml Quittensaft und habe von meinem 2:1 Gelierzucker demnach 400 Gramm verwendet.
Drei bis vier Minuten sprudelnd kochen lassen, vom Herd nehmen und 8 ml Ferdinand’s Saar Quince Gin und einen kräftigen Dash vom Ferdinand’s Bitter Riesling Quitte dazugeben.
Umrühren, sofort heiß in Gläser einfüllen und diese fest verschließen.

Quittengelee Gedeck

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Fundsache: Neue Bombay Sapphire Brennerei in Berichten und Videos

Bombay SapphireVor wenigen Wochen wurde die neue Bombay Sapphire Distillery im Süden Englands eröffnet. Nicht nur die gesamte Produktion des bekannte Gin wurde auf das Gelände der ehemaligen Papiermühle Laverstoke Mill in Hampshire verlagert, auch ein großes Besucherzentrum begeistert jetzt die Gin-Freunde und gibt Einblicke in die Kunst der Gin-Herstellung. Besonders beeindruckend: In zwei stylishen Gewächshäusern lassen sich die 10 für den Bombay Sapphire verwendeten Botanicals entdecken.

Es gibt etliche Berichte über das neue Bombay Sapphire-Zuhause, in dessen Architektur alte und neue Elemente verschmelzen. Empfehlen können wir den ausführlichen Artikel auf TheDrinksbusiness und den bei unseren Kollegen von Gin-Foundry. Wer einen deutschen Text bevorzugt, findet hier bei drinkmix auch die offizielle Pressemitteilung von Bacardi zur neuen Laverstoke Mill Brennerei.

Und wenn ihr euch die beeindruckende Anlage gerne mit eigenen Augen anschauen möchte, aber gerade keine Gelegenheit zu einem Abstecher nach Hampshire habt, könnt ihr euch auf Youtube kleine Videos darüber anschauen:

https://www.youtube.com/v/mP9sn9O7DPQ?hl=de

https://www.youtube.com/v/din-7zJq1c8?version=3

 Bild: Bacardi Limited

 

 

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