Interview mit Paul Kerstens: INDI TONIC

PAUL KERSTENS INDI TONICSeit kurzem haben wir bei Ginobility die Marke INDI & CO. Botanical Water exklusive für Deutschland im Programm. Wir haben Paul Kerstens gebeten, uns ein wenig über die Hintergründe dieses ganz besonderen Tonic Waters aus Spanien zu erzählen. Er ist bei Casalbo verantwortlich für den Export.
(For the original English version please scroll down)

Wenn wir den komplexen und ungewöhnlichen Herstellungsprozess des Indi Tonics betrachten, können wir dann eigentlich von einem herkömmlichen Tonic Water sprechen?
Paul: Aus der Sicht unserer Produktphilosophie ja. Was wir mit unserem besonderen Herstellungsprozess versuchen ist ein Maximum an Aromen und Geschmack anzubieten. Das erreichen wir mit unserem besonderen Herstellungsprozess. Deshalb würde ich gerne von einem authentischen Tonic Water sprechen.

Vielleicht könntest du unseren Lesern, die Indi Tonic bisher noch nicht kannten, erklären, welche Produktionsschritte besonders und bemerkenswert sind?
Paul: Einzigartig wäre die Mazeration der getrockneten Botanicals in Wasser und Alkohol, ein Prozess, der zwei Monate dauert. Danach die Destillation in hundert Jahre alten kupfernen Pot Stills, die nach der Wasserbad-Methode erhitzt werden. Durch diesen Prozess, der insgesamt ungefähr drei Monate dauert, soll ein Konzentrat entstehen, das reich ist an Aromen und Geschmack. Diesem besonderen Konzentrat fügen wir kohlensäurehaltiges Wasser und natürlichen Zucker hinzu. Der dritte Aspekt, der vielleicht betont werden sollte, ist unser Bemühen, ein stabiles, aber sanftes Sprudeln zu erzielen.

Die Botanicals, die für Indi Tonic verwendet werden, sind sorgfältig ausgesuchte Spezialitäten aus der ganzen Welt. Werden sie frisch geliefert oder getrocknet? Vielleicht kannst du uns einen kurzen Überblick geben?
Paul: Sie werden alle in getrocknetem Zustand geliefert und deshalb wenden wir diesen Mazerations- und Destillationsprozess an, um sie wieder „zum Leben zu erwecken“. Und beim INDI &Co. Lemon und Orange – ja, da fügen wir natürliches Fruchtkonzentrat hinzu.

indi_co_tonic_waterGin ist ein ziemlich dominanter Partner in einem Gin & Tonic und liefert intensive Aromen. Einige der feinen Geschmacksnuancen, die durch die Herstellung des Indi Tonics hervorgebracht werden, könnten überdeckt werden. Worauf sollte man bei der Kombination von Gin und Indi Tonic achten? Gibt es Gins, die besonders gut passen oder andere, die du nicht zur Kombination mit Indi Tonic empfehlen würdest?
Paul: INDI &Co. Tonic Water ist großartig in einem klassischen Gin & Tonic. Das war für uns entscheidend, als wir das Produkt entwickelten. Wir wollten eine Alternative zu den bestehenden Marken bieten, die bekanntlich im Bereich Tonic Water sehr limitiert sind. Unserer Meinung nach mussten wir also ein Tonic Water erschaffen, das die besondere Charakteristik jedes klassischen London Dry Gins hervorbringt. INDI &Co. Tonic hat die Schärfe des Chinins zu bieten, ein gutes Sprudeln, verwendet natürlichen Zucker und macht so aus jedem Gin & Tonic einen eleganten und weichen Drink.
Jedoch möchte ich betonen, dass es uns auch sehr wichtig ist, eure Leser dazu einzuladen Indi Tonic und die anderen Geschmacksrichtungen Lemon, Orange und Black als Erfrischungsgetränk auszuprobieren. Indi Tonic sollte auch ohne Kombination mit Alkohol genossen werden. Wir wollen also auf keinen Fall nur einen Mixer anbieten, sondern auch qualitative und handwerklich gemachte Erfrischungsgetränke.

Neben dem “klassischen” Indi Tonic bietet ihr auch Indi Lemon und Indi Orange an. Gibt es große Unterschiede zu den normalen Aromen?
Paul: Nun, wir wenden für jedes Gewürz denselben Prozess der Mazeration und Destillation an, obwohl es natürlich auf der Hand liegt, dass wir unterschiedliche Zutaten benutzen. Indi Lemon ist ein Tonic mit mehr Zitronen- und Zitruseinfluss, wenngleich mit Chinin. Das passt sehr gut zu einigen Gins und wir fordern die Bartender weltweit dazu auf ihre perfekte Gin & Tonic Zusammenstellung für unser Indi Lemon Tonic zu finden.
Das Orange ist mehr fruchtsaftgesteuert, es enthält 30% konzentrierten Fruchtsaft und es ist einfach ein phantastisches und ich würde sagen erwachseneres Orangen-Erfrischungsgetränk. Ich liebe es mit Vodka oder einem rassigen Rum.

Auf eurer Homepage habe ich den Indi Black entdeckt, der mir völlig neu ist. Erzählst du uns das Geheimnis dieses Produkts? Womit ist es aromatisiert und warum ist es so dunkel?
Paul: Indi Black enthält Kolanuss, daher hat es ein sehr dominantes Cola-Aroma. Die Cola-Welt wird offensichtlich von zwei großen Marken dominiert. Durch unseren besonderen Herstellungsprozess wollen wir sie auf eine weitere Stufe heben. Abgesehen von der Kolanuss ist das Veilchen eine besondere Zutat, das ein besonderes blumiges Aroma beisteuert. Trotz des süßen Cola-Stils sorgen die natürlichen Citrus-Zutaten für Frische und Ausgewogenheit. Die Farbe des Indi Black entsteht durch natürliche Färbung mit gebranntem braunen Zucker.

Es ist Sommer, die beste Jahreszeit für Cocktails und Gin & Tonic. Welcher ist dein bevorzugter Cocktail? Oder hast du vielleicht einen persönlichen Tipp für uns, wie du deinen Indi Tonic am liebsten magst?
Paul: Für mich ist es entscheidend, dass ein Gin und Tonic gut gemacht ist. Die beste Art einen Gin & Tonic zu servieren findet man in Spanien. Ein großes Burgunderglas, feste und große Eiswürfel, Zitronen-und Limettenschale und vielleicht einige getrocknete Wacholderbeeren, so mag ich es, weil ich ein Fan des klassischen Gin & Tonic bin. Ich möchte wirklich betonen, dass die perfekte Serviermethode äußerst wichtig ist, für mich ist der spanische Gin & Tonic der Schlüssel zum Erfolg.

Vielen Dank für das Interview und die tollen Einblicke!

Das Indi Tonic findet ihr im Ginobility Shop und zwar hier.
Und zur Homepage von INDI & CO. geht es hier

 

Regarding the complex and unusual manufacturing process of the Indi Tonic can we actually speak of a customary Tonic Water?
Paul: In our way of product philosophy we think yes. What we try to do with our unique production process is offering the maximum in aromas and flavour. We achieve this by our unique production process. So I would like to speak of an authentic tonic water.
Perhaps you can explain to our readers who didn’t know Indi Tonic yet which steps of the production are special and remarkable?
Paul: Unique would be the maceration process of the dried botanicals in water and alcohol, a process which takes two months. After that the distillation process in centenary copper pot stills which work by the „au bain marie“ warming process. This labour which altogether take about three month is to achieve the concentrate, rich in aromas and flavours. To this unique concentrate we ad carbonated water and natural sugars. Maybe a 3rd aspect to emphasise would be our care we take to obtain a solid but gentle bubble.
The Botanicals that are used for Indi Tonic are well selected specialities from all over the world. Are they all delivered fresh or are some of them dried? Perhaps you can give us a short review.
Paul: They are all delivered in dried conditions and it´s therefor that we apply the maceration and distillation process, to „bring them to live again“. As for the INDI &Cº Lemon and Orange, yes we ad natural fruit concentrate.
Gin is a rather dominating partner in a gin & tonic and delivers intensive aromas. Some of the fine nuances in flavour that are brought out by the production of the Indi Tonic may be covered. What should be paid attention for combining Gin and Indi Tonic? Are there gins that fit specially well or others that you wouldn’t recommend for the combination with Indi Tonic?
Paul: INDI &Cº Tonic water is great in a classic Gin & Tonic. For us this was key when we developed the product. We wanted to offer an alternative to the existing brands, which as you know in the category of Tonic Water are very limited. So in our opinion we needed to create a Tonic Water which brings out the unique characteristics of any classic London Dry Gin. INDI &Cº Tonic offers the bite of the Quinine, offer a good bubble, use natural sugars and so allow every G&T made with INDI&Cº to be an elegant and gentle drink.
Though I want to stress that for us also extremely important is to invite your readers to try INDI&Cº Tonic and the other flavours, Lemon, Orange and Black, as a refreshment drink. INDI &Cº should be enjoyed also without any combination of alcohol. So we definitely not want to be only a mixer, but offer quality and artisanal refreshment drinks.
Beside the „classic“ Indi Tonic you also offer Indi Lemon and Indi Orange. Are there huge differences to the normal aromas?
Paul: Well we apply to all our flavours the same production process of maceration and distillation, tough it´s obvious we use different ingredients. INDI Lemon is a Tonic whit more lemon and citric influence, though with Quinine. It is very suitable for many Gins, and we challenge the Bar Tenders around the wold to find their prefect G&T serve for our INDI Lemon Tonic.
As for Orange, this is more juice driven, it has 30% of concentrated juice and it´s just a fantastic, I would say more adult, Orange refreshment drink. I love it with Vodka or a “Spicy” Rum.
On your homepage I discovered the Indi Black that is completely new for me. Do you tell us the secret of this product? What is it flavoured with and why is it that dark?
Paul: Black includes the Cola Nut, so it´s very dominant with it´s Cola flavour. The world of Cola´s is obviously dominated by the two big brands. With our unique production process we like to take it to another level. Apart from the cola nut, a unique ingredient is the Violet, which gives a unique flower taste. Though it´s a sweet style of Cola, the natural Citric ingredients make sure it´s refreshing and balanced. As for the colour of the INDI &Cº BLACK, we use natural colouring of burned brown sugar.
It’s summer now, best season for cocktails and gin& tonic. What is your favourite cocktail? Or do you have a personal tip how you love your Indi Tonic best?
Paul: For me it´s key that the Gin and Tonic is well served. Today the best serve for a G&T you can find in Spain. Big Burgundy glass, strong and big ice cubes, lemon and lime peel, and maybe some dried Juniper berries, would work for me, as I am a fan of classic G&T. But I need to stress that the perfect serve is extremely important, for me the Spanish G&T is the key to the success.

Thank you for the interview and the fantastic insights!

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Kurzweiliger Lesestoff gefällig? “It’s Gintime”

Its GintimeWir haben überlegt, was wir euch im Ginobility-Blog noch an Themen anbieten könnten und sind auf “Bücher über Gin” gekommen. In lockerer Folge wollen wir euch Literatur dazu vorstellen. Wenn ihr lesenswerte Bücher in die Hände bekommt, die sich mit Gin beschäftigen, dann freuen wir uns über einen kurze Hinweis!

Den Anfang macht ein Buch, das im März dieses Jahres erschienen ist: It’s Gintime haben die Herausgeber Melanie Jonas, Jürgen Kaffer, Margitta Schulze Lohoff ihr Buch genannt, das im Delius Klasius Verlag herauskam und für das in diversen Spirituosenmagazinen die Werbetrommel gerührt wurde. Somit ist vom Titel her schon einmal unsere Grundbedingung für die Buchvorstellung erfüllt: Es geht wohl um Gin. Alle drei Herausgeber kommen aber weder aus der Barszene noch aus der Spirituosenindustrie, sondern hatten mit dem Thema Gin zuvor nur als Liebhaber und Hobbymixer zu tun. Melanie Jonas ist Diplom-Kauffrau und hatte die Idee zu dem Buch nach eigener Aussage während des Bestellens von Gin&Tonic im Indien-Urlaub. Jürgen Kaffer ist Designer und Margitta Schulze Lohoff freie Journalistin.

Beim ersten Durchblättern zeigt sich schnell, dass jeder Versuch It’s Gintime einer bestimmten Kategorie zuzuordnen, misslingt. Es ist keine Enzyklopädie zum systematischen Vorstellen unterschiedlicher Gin. Es ist auch kein Barführer mit dem Anspruch, die Ginszene detailliert widerzuspiegeln. Wir haben weder ein Rezeptbuch zum Mixen aller bekannten Gincocktails in der Hand noch ein Geschichtsbuch, das die Entwicklung und Bedeutung des Gins über die Jahrhunderte entfaltet. Irgendwie ist es aber von allem ein bisschen, denn alle diese Elemente werden in It’s Gintime munter gemixt und machen breiten einen bunten Fächer an Informationen und Unterhaltung vor uns aus.

It’s Gintime soll Lust machen auf Gin

Genau das war nach eigener Aussage die Intention der Herausgeber: Ihr Buch soll herausstechen aus der sachlichen Informationsliteratur und dem Leser Lust machen, darin herumzustöbern und die Welt des Gin’s zum ersten Mal oder auch ganz neu zu entdecken. Ergänzt durch stimmungsvolle Fotografien von Gabor Ekecs laden die kurzweiligen, von unterschiedlichsten Gastautoren verfassten Beiträge dazu ein, sich dem Thema Gin von verschiedenen Seiten zu nähern:
„It’s Gintime“ meint da beispielsweise ein Bartender und gibt Einblicke in seine Lebens- und Arbeitswelt. Buchauszüge aus Romanen zeigen die Präsenz der beliebten Spirituose in der Literatur, ein Arzt schildert die Auswirkungen von Alkohol auf Körper und Stoffwechsel und zwei Freundinnen nehmen die Leser mit auf einen Bummel durch London. Eine Laudatio auf die Gin liebende Queen Mum darf natürlich  in einem Gin-Buch eben sowenig fehlen wie Rezepte für bekannte oder auch etwas andere Cocktails oder eine kleine Gläserkunde. Und da ist noch vieles mehr, untergebracht auf den 144 stabilen Seiten, die matt bedruckt sind. Das Buch ist laut Verlagsangabe “flexibel gebunden”. Was auch immer das fachmännisch bedeutet – was ich da in der Hand habe, macht einen soliden äußeren Eindruck auf mich.

Das Blättern in It’s Gintime ist kurzweilig und lässt ständig neue und vielseitige Themen entdecken. Wer sich im Bereich Gin weiterführende Kenntnisse holen möchte, wird mit diesem Buch allerdings nicht befriedigt, aber das ist ja auch nicht die Intention dieses Gin Buches. Es will unterhalten und dabei Grundlegendes über Gin vermitteln. Vielleicht als ideale leichte Lektüre bei einem Feierabend-Gin&Tonic oder im Liegestuhl am Strand. Oder auch als Geschenk für den Freund, der neulich gesagt hat: “Was hast du nur immer mit deinem Gin…”.

Melanie Jonas/Jürgen Kaffer/Margitta Schulze Lohoff
It’s Gintime
144 Seiten, 18×29 cm, flexibel gebunden
Delius Klasing Verlag „Edition Delius“, Bielefeld
ISBN 978-3-7688-3780-4
19,90 Euro (D) / 20,50 Euro (A) / 28,90 sFr (CH)

Bild: Delius Klasing Verlag GmbH

Gin ,

Fundsache: Spiegel Online Bericht über junge Brenner

Unter dem Titel “Junge Schnapsbrenner – Geist ist geil” ist auf Spiegel Online ein kurzer Artikel über deutsche Nachwuchsdestillateure erschienen. Im Fokus steht dabei unter anderem Korbinian Achternbusch (Feel! Munich Dry Gin). Er wird ebenso wie Alexander Stein (monkey 47) als Beispiel für die jungen Quereinsteiger genannt, die derzeit die deutsche Ginszene aufmischen. Und dann ist da noch Julian Machinek, der den Beruf des Destillateurs von der Pike auf lernt. Karrieren im deutschen Brennereiwesen – so unterschiedlich können sie laufen!
Zum Artikel geht’s hier: Spiegel Online

Destillerien ,

Tom Richter erzählt von TOMR’S Tonic

IMG_0403Mit TOMR’s Tonic begann 2007 der Siegeszug der Tonic Sirups. Es gibt mittlerweile etliche ähnliche Produkte, aber das Original ist und bleibt nun mal das Original. Ginobility ist stolz darauf, den exklusiven Vertrieb in Europa innezuhaben und euch den TOMR’s Tonic anbieten zu können. (Ihr findet ihn hier im Shop)

 

TOM R ichter hat uns auf unsere Bitte hin einige Fragen zu seinem Baby beantwortet. (For the English version please scroll down)

Bevor wir über TOMR’S Tonic reden würden wir gerne etwas über den Mann hinter dem Produkt erfahren: Wer ist Tom Richter? (Der Name klingt deutsch, aber ich vermute, das bist du nicht…). Erzählst du uns wie du deinen Tag verbringst, wenn du gerade mal keine Flaschen für TOMR’S Tonic spülst? :-)

Tom: Ich habe einen großen Teil meines Lebens als professioneller Schauspieler verbracht. Ich hatte auch das große Glück auf dem Broadway zu arbeiten. Jetzt bin ich eingetaucht in die Craft Cocktail Szene in New York City. Letztes Jahr war ich in den USA “Bols Around the World”-Champion und Finalist in Amsterdam. Ich verbringe meine Zeit als Bartender im Dear Irvin, Milk&Honey und Attaboy.

Gin & Tonic ist ein sehr verbreitetes Getränk und es gibt etliche Tonic Waters um es auf unterschiedliche Weise zu genießen. Was hat dich also zur Entwicklung von TOMR’S Tonic veranlasst? Göttliche Eingebung? Langeweile? Der Wunsch, Millionär zu werden?

Tom: Ich war einfach unglücklich mit den Tonics, die vor sieben Jahren erhältlich waren. So etwas wie mein Produkt gab es da draußen nicht und ich brauchte es … also hab ich’s gemacht! Ich hatte nicht beabsichtigt eine Firma zu gründen oder eine neue Getränkekategorie zu erfinden, aber es ist passiert und da bin ich also!

tomrs_founderTOMR’S Tonic ist handgemacht. Wessen Hände arbeiten denn da?

Tom: Bei der Produktion packe ich selbst aktiv mit an. Ich beaufsichtige die kleine Produktionsstätte und es wird noch alles in Handarbeit gemacht, aber in großen Mengen.

Reden wir über die Zutaten: Woraus wird TOMR’S Tonic Sirup gemacht und was ist das Geheimnis seines Geschmacks?

Tom: Das ist ganz einfach: Chinarinde, Zitronensäure, Bio-Zucker, Bio-Zitrusfrucht, einige Kräuter und Gewürze und Wasser. Das Geheimnis des Geschmacks hat mit dem Boden zu tun, dem die Chinarinde entstammt. Ich habe Zeug aus der ganzen Welt probiert und habe ein ganz bestimmtes Geschmacksprofil ausgewählt. Die Rinde spiegelt wirklich ihre Herkunft wieder.

Woher bekommst du die Botanicals für TOMR’S Tonic und wie kannst du sicherstellen, dass sie deinem hohen Qualitätsanspruch entsprechen?

Tom: Ich importiere jetzt direkt um die Beschaffenheit sicherzustellen.

Dein Standardrezept, das du auf TOMR’S Tonic weitergibst, ist 1:2:3. Es ist hilfreich eine Richtlinie zu haben, aber abgesehen von allen Standards: Hast du einen heißen Tipp für uns wie wir das Tonic auf besondere Weise einsetzen können oder in einem erstklassigen Cocktail?

Tom: Ich denke es ist wirklich gedacht für den BESTEN Gin&Tonic, den du je hattest… Es kann auch als komprimierter Tonic benutzt werden, ebenso als Bitter in dunklen Spirituosen – im Manhatten und anderen traditionellen Cocktails, aber die Einsatzmöglichkeiten sind grenzenlos!.

Wohin vertreibt ihr TOMR’S Tonic inzwischen – außer den USA und Deutschland?

Tom: Über meine deutschen Importeure Ginobility sind wir, glaube ich, in Griechenland, Italien, im Vereinigten Königreich, Russland, Ungarn – das ist, was mir bekannt ist. Außerdem haben wir gerade in Hong Kong begonnen, wir werden in Australien vertrieben, in Canada und wir sind gerade dabei Seol anzugehen.

Und natürlich möchten wir auch etwas über Pläne und die Zukunft hören: Gibt es ein neues Projekt? Etwas, auf das wir neugierig sein können?

Tom: Ich werde mehr Sirups machen…. Und andere Produkte, die Bitter und aromatische Bestandteile enthalten.

Dankeschön!!!

 

Before talking about TOMR’S Tonic let’s learn a bit about the man behind the product: Who is Tom Richter? (The name sounds German, but I suppose you aren’t…) Can you tell us how you spend your days when you are not washing bottles for TOMR’s Tonic? :-)

Tom: I had spent a large chunk of my life as a professional actor. Had the great fortune of working on Broadway as well. Now I am immersed in the craft cocktail scene in NYC. Last year I was the Bols Around the world Champion for the USA and was a finalist in Amsterdam. I share my Bartending time with Dear Irving, Milk & Honey, and Attaboy

Gin & Tonic is a very common drink and there are several Tonic Waters to enjoy it in different ways. So what let you start thinking about creating TOMR’S Tonic? Devine inspiration? Boredom? The desire to become a millionaire?

Tom: I was just unhappy with the tonic available 7 years ago. There was nothing like my product out there, and I needed it…so I made it. I had no intention of starting a company or of creating a new beverage category, but it happened and here I am!

TOMR’S Tonic is handcrafted. Whose hands?

Tom: I am very hands on in the production. I supervise the Little production facility, and it is all still done by hand, but in large quantities.

Let’s talk about the ingredients: What is TOMR’S Tonic Syrup made of and what are the secrets of its flavor?

Tom: It is very simple…cinchona bark, citric acid, organic sugar, organic citrus, a couple herbs and spices, and water….The secret to the flavor is involved with the terreoir of the cinchona bark. I’ve tried the stuff from all over the world and I selected a very specific flavor profile. The bark really reflects its origin.

Where do you get your botanicals for TOMR’S Tonic and how can you assure they are of that high quality you demand?

Tom: I import direct now, assuring consistency.

Your standard recipe given on TOMR’S Tonic is 1:2:3 – useful to have a guideline but beside of standards: Do you have a hot tip for us to try it in a special way or in superb cocktail?

Tom: I think it is really meant for the BEST tonic and gin you have ever had….it can also be used as a compressed tonic, much like a bitters with dark liquors – in manhattan and old fashioned sytle cocktails, but the uses are becoming infinite

Where do you sell TOMR’S Tonic meanwhile – except USA and Germany….?

Tom: Through my German importers-Ginobility – I believe we are in Greece, Italy, UK, Russia, Hungary, – that I know of. Also we just went into Hong Kong, we are distributed in Australia, Canada, and we are about to go into Seol

And of course let’s hear about plans and future: Is there a new project? Something we can be curious about?

Tom: I will be making more syrups…and other products involving bitter and aeromatic elements.

THANK YOU!!!!

 

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Edinburgh Gin: Besuch der neuen Brennerei und Bar

EG 1Für Ginfreunde gibt es seit kurzem eine Adresse, die bei einem Besuch in Edinburgh unbedingt auf der Must-See-Liste stehen sollte: Die Heads & Tales Bar in 1a Rutland Place. Doch die Bar, die sich im Basement des renommierten „The Huxley“ befindet, hat sogar mehr zu bieten als ein riesiges Repertoire der besten Gins aus aller Welt: Sie beheimatet auch eine beeindruckende Schaudestillerie, die ab sofort Produktionsstätte des Edinburgh Gin ist.

Alex Nicol will an die Gintradition in Edinburgh anknüpfen

EG 3Alex Nicol ist der Mann hinter der Spencerfield Spirit Company. Er blickt auf viele Jahre Erfahrung im Whiskybusiness zurück, beispielsweise bei Whyte and Mackay oder als Marketing Director bei Glenmorangie. Sein Wissen und sehr viel Enthusiasmus und Liebe zum Brennen bringt er jetzt gemeinsam mit seiner Frau in das eigene Unternehmen ein, das auf einer Farm seit einigen Jahren sehr erfolgreich Whisky (Sheep Dip, Pig’s Nose) und den kometenhaft durchgestarteten Edinburgh Gin herstellt. Der wird nun künftig seinem Namen gerecht und entsteht hier bei Heads & Tales.

Edinburgh und Gin haben eine große gemeinsame Vergangenheit. Über 40 Gindestillerien gab es hier im 18. Jahrhundert und mit Heads & Tales will Alex Nicol an diese Tradition anknüpfen. Genau hier ins Stadtzentrum gehört diese Bar, meint er, hierhin, wo die EG 7Edinburgher selbst arbeiten, leben und sich am Abend auf einen Drink treffen. Natürlich sind auch Touristen gerne gesehen, meint er und die Schaudestillerie wird sicher viele anziehen. Auch Tastings sind geplant. Rund 200 Liter Edinburgh Gin sollen hier täglich hergestellt werden. Unter höchstmöglichen Sicherheitsvorkehrungen und großen Sicherheitsauflagen natürlich, befindet sich die Brennerei doch im Kellergeschoss einer stark frequentierten Bar und einem großen Hotel mitten in der dicht bebauten Innenstadt am westlichen Ende der Princess Street.

Eine Privatführung durch die neue Heimat des Edinburgh Gin

EG 6Einer der ersten Besucher, der sich die Brennerei des Edinburgh Gin und die Bar ansehen durfte, war wohl ich. Gegen Ende meines Schottlandsurlaubs komme ich nach Edinburgh und Wochen zuvor hatte mir Alex bei unserem Mailverkehr signalisiert, dass die Bar bis dahin geöffnet sein würde. Wie sich herausstellte, war dem nicht so.  Heads & Tales war noch nicht ganz fertig gestellt und eröffnete leider erst eine Woche später. Kein Problem, meinte Alex aber, dann gibt es eine Privatführung. Vieles ist schon fertig: Die Bar, die Sitzecken, die meisten Installationen. Auch die Brennblasen für den Gin sind bereits da und während meines Besuches wird fleißig geschraubt, um die Anlage fertig zu stellen. Ob er denn sicherstellen kann, dass sich der Edinburgh Gin in Charakter und Geschmack nicht ändert, wenn er künftig aus einer komplett neuen Brennanlage kommt. EG 5Alex Nicol hat daran keinen Zweifel. Er arbeitet intensiv mit der Heriot Watt University zusammen und Mazeration der Botanicals sowie Brennvorgang sind bis ins Kleinste ausgefeilt. Und nicht nur den beliebten Edinburgh Gin will Alex hier herstellen, es sollen auch andere Gins nach historischen Vorlagen entstehen. Wir dürfen gespannt sein!

Die Fotos hier im Beitrag habe ich von meinem Besuch der neuen Geburtsstätte des Edinburgh Gin mitgebracht. Zusätzlich hat mir Alex Nicol noch das folgende Bild geschickt, das nach der Eröffnung von Heads & Tales entstand. Vielleicht macht es euch Lust auf einen Edinburgh Trip. Oder wenigstens auf ein Glas Edinburgh Gin, den ihr natürlich im Ginobility-Shop kaufen könnt und zwar hier.

Und wenn ihr mehr über den Edinburgh Gin und die Spencerfield Spirit Company erfahren wollt, geht es hier zur Homepage des Unternehmens.

Bild: Spencerfield Spirit Company

Bild: Spencerfield Spirit Company

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Bavarian Dry Gin: Im Gespräch mit Gerhard Liebl

Bavarian Dry GinGin auf einer ausgesprochenen Whiskymesse wie der Whiskyfair in Limburg? Eigentlich war ich dort, um mich über neue Single Malts zu informieren, doch dann bemerkte ich, dass einige Aussteller auch Gin im Repertoire dabei hatten. So auch Gerhard Liebl, der mit seinem Whisky eine feste Größe im Bereich des deutschen Whiskys ist. Den präsentierte er in Limburg natürlich hauptsächlich, hatte aber auch seinen Bavarian Dry Gin dabei, über den wir im Messegeschehen kurz ins Gespräch kamen. Das liegt zwar nun schon fast  zehn Wochen zurück, aber ich möchte es euch trotzdem noch präsentieren:

Seit wann ist der Whiskymacher Liebl auch im Bereich Gin aktiv?

Gerhard Liebl: Begonnen haben wir mit der Ausarbeitung der Rezeptur letztes Frühjahr Februar/März; wir haben mit den Zutaten gespielt, ein paar Destillationsversuche gemacht. Und es dauerte einige Zeit, bis alles von der Etikettierung bis zur Flasche unseren Vorstellungen entsprochen hat. Seit Oktober 2013 sind wir jetzt mit dem Bavarian Dry Gin auf dem Markt.

Worauf liegt Ihr Schwerpunkt bei Geschmack und den Botanicals des Bavarian Dry Gin?

Gerhard Liebl: Wir haben Wert gelegt auf eine ausgewogene Rezeptur. Ich wollte keinen Gin haben, der extrem kräuterbetont ist, wo beispielsweise Koriander oder auch Pfeffer im Vordergrund steht. Wacholder gefällt mir persönlich von jeher sehr gut. Deshalb war mir wichtig, dass Wacholder und Zitrusnoten ein schönes ausgewogenes Verhältnis gefunden haben.

Stichpunkte Regionalität und Qualität – Was fällt Ihnen dazu ein?

Gerhard Liebl: Wir haben im Bayrischen Wald ja auch Wacholder, können ihn also wild sammeln. Letztes Jahr haben wir im Herbst mit einem Gin begonnen, der dann Gerhard Lieblvermutlich dieses Jahr als Destillers Edition auf den Markt kommt, für den wir den kompletten Wacholder im Bayrischen Wald in Höhenlagen gesammelt haben. Dann haben wir jetzt auch eigenen Lavendel angebaut und können den künftig zum Destillieren verwenden. Bei den anderen Botanicals tun wir uns mit Regionalität schwer. Für Zitrusfrüchte beispielsweise ist der Bayrische Wald nicht so geeignet. Aber da gehen wir dann, wie bei unseren Obstbränden auch, dorthin, wo absolut hochwertige Rohstoffe zu bekommen sind. Da bekommen wir beispielsweise die Zitrusfrüchte als Bioware ganz frisch aus Sizilien vom Hang des Ätnas. Dort haben wir einen Obstbauern, von dem wir Blutorangen, Mandarinen und Zitronen in absoluter Qualität bekommen. Das schlägt sich natürlich auch im Produkt wieder.

Und wie trinken Sie den Bavarian Dry Gin am liebsten?

Gerhard Liebl: Mittlerweile meist pur. Ich dachte nicht, dass man Gin auch pur genießen kann, man kennt ihn ja hauptsächlich zum Mixen von Cocktails oder für Gin & Tonic. Deshalb hatte ich Gin bei mir auch früher gar nicht auf der Agenda und war mehr der Whiskytrinker. Bis ich dann auch einmal ein paar tolle Gins verkosten konnte: Es geht ja auch anders. Durch eine gute Rezeptur kann man ein Gin auch am Abend wie ein gutes Glas Whisky genießen.

Vielen Dank für das Gespräch im Messegetümmel! 

Im Ginobility-Shop ist der Bavarian Dry Gin hier zu finden.

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Fundsache: Welche Botanicals dürfen in einen Gin?

Längst sind es nicht mehr nur Wacholder, Angelikawurzel, Koriander und andere typische Botanicals, die bei der Ginherstellung zum Einsatz kommen. Kreativ und phantasievoll zeigen sich die Produzenten moderner Gins im New Western Style. Wie weit darf sich ein Gin vom üblichen Geschmacksmuster eines klassischen Dry Gins eigentlich entfernen? Ist es andererseits nicht erst gerade die neue Vielfalt, die zum neuen Gin Boom beigetragen hat?  Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Artikel, der heute im “The Spirits Business”   erschienen ist und den ich euch empfehlen möchte: Have strange botanicals taken gin too far?  Als besonderes Beispiel wird übrigens der deutsche Ferdinands Saar Dry Gin genannt.

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Wannborga Ö Gin: Interview mit Marc Tarrida Dalhuijsen

Wannborga Ö GinKennt ihr schon den schwedischen Wannborga Ö Gin? Hier haben wir einige Hintergrundinformationen zu diesem Bio-Gin in der stylishen royalblauen Flasche für euch.
Marc Tarrida Dalhuijsen ist bei der kleinen Brennerei auf Öland zuständig für Verkauf und Marketing und hat sich die Zeit genommen, uns Rede und Antwort zu stehen (for the original English form scroll down).

Schweden ist ja nun nicht unbedingt als Land des Gins bekannt – wieso stellt eine schwedische Brennerei Gin her?

Marc: Wir haben uns aus verschiedenen Gründen dazu entschlossen, Gin herauszubringen. Der erste Grund ist, dass wir dachten es passt sehr gut zur Tradition der Kräuterspirituosen auf der Insel Öland. Und außerdem gibt es reiche Erträge von Wacholder auf der Insel auf Grund ihrer besonderen Wetterverhältnisse. Wir haben eine sehr spezielle Naturlandschaft, Alvaret genannt, die eine richtig trockene Tundra mit Wacholder-Büschen ist.

In Deutschland erleben wir gerade einen regelrechten Gin-Hype und eine Brennerei nach der anderen bringt einen Gin heraus. Gibt es diesen Trend in Schweden derzeit auch?

Marc: Nicht wirklich, obwohl wir einen Anstieg des Verbrauchs in den letzten Jahren verzeichnen.

Die Spirituosenpreise in Schweden sind sehr hoch, verglichen mit vielen anderen Ländern so wie Deutschland. Gibt es denn trotzdem einen Markt dort für den Wannborga Ö Gin oder geht er hauptsächlich in den Export?

Marc: Wir exportieren hauptsächlich und zwar aus zwei Gründen: Der erste ist, wie du erwähnt hast, die sehr hohen Preisgestaltung durch die schwedische Alkoholsteuer. Zweitens sind es die besonderen Verkaufswege: In Schweden hat die Regierung ein Verkaufsmonopol für Alkohol. Wir selbst dürfen öffentlich nur in den drei der Destillerie nächstgelegenen Shops verkaufen und das beschränkt unsere öffentliche Verkaufskapazität sehr.Im Export sind wir neben Deutschland auch in Dänemark, Holland, Spanien, Italien, Portugal und Andorra aktiv und dieses Jahr werden wir auch beginnen nach Mexico und in die USA zu exportieren.

Etwas, das den Wannborga Ö Gin auszeichnet, ist seine zu 100% kontrolliert biologische Herstellung. Was hat Sie bewogen, sich für diese hochwertige Wannborga GINProduktionsmethode zu entscheiden?

Marc: Wir haben uns entschieden, Bio-Spirituosen zu produzieren, weil die Brennerei und die Wannborga Farm schon seit vielen Jahren biologische Landwirtschaft betreiben. Wir hatten über 300 Schafe, das über viele Jahre hinweg bei Top Restaurants sehr beliebt war. Das Fleisch war zu 100% bio-zertifiziert. Seit fünf Jahren stellen wir bio-zertifizierten Alkohol her und dieses Jahr werden wir unseren ersten Bio-Whisky herausbringen.

Die Botanicals, die Sie für den Wannborga Gin verwenden, sind zum großen Teil aus kontrollierter, heimischer Herkunft, ist auf Ihrer Homepage zu lesen. Verraten Sie uns, welche es sind (9 sollen es ja insgesamt sein) und welche Sie – vermutlich weil sie im schwedischen Klima nicht heranwachsen – importieren lassen? Interessant auch: Wie stellen Sie sicher, dass die importierten Botanicals den hohen Bio-Anforderungen genügen?

Marc: Unser hauptsächliches regionales Produkt ist der Weizen, aus dem der Neutralalkohol gemacht wird, den wir benutzen. Und natürlich die Wacholderbeeren, die auf der Insel wachsen. Zur Frage nach den importierten Botanicals: Wir kaufen nur von den besten Händlern, die meisten davon aus Deutschland, die beste Qualität garantieren und deren Zertifikate zuverlässig sind.

Was war die Zielsetzung bei der geschmacklichen „Komposition“ des Wannborga Ö Gins? Welche Zielgruppe möchten Sie ansprechen?

Marc: Als wir über den Gin-Typ nachgedacht haben, ging es immer darum etwas zu schaffen, das sehr klassisch im Geschmack ist. Wir haben nicht in Betracht gezogen, einen besonderen Geschmack oder Aromen zu benutzen, die nicht wirklich auf der Linie eines klassischen London Dry Gins liegen. Was für uns wirklich zählt ist die Handwerkskunst unseres Brennmeisters Gunnar Dahlberg und die Qualität der Ausgangsprodukte, die wir benutzen.

Sie arbeiten mit einer Destillieranlage der deutschen Firma Kothe (was uns natürlich ganz stolz macht). Was hat Sie bewogen, sich für diese Brenntechnik zu entscheiden?

Marc: Wir haben uns für die Kothe Destillieranlage entschieden, weil wir denken, dass sie zu den zwei, drei besten Herstellern weltweit gehört. Und für die Art, wie wir die Anlage nutzen, wegen der Vielfalt unserer Produkte, brauchten wir die beste Anlage, die auf dem Markt ist. Das ist als wenn man den Rolls Royce unter den Brennblasen besitzt.

Ich habe gelesen, Ihre Brennblase würde liebevoll „The boy’s dream“ genannt werden – ist das nicht ungewöhnlich? Ich dachte, Gin-Brennblasen tragen immer Frauennamen…

Marc: Ja, normalerweise tragen sie Frauennamen, aber man muss bedenken, dass diese Brennerei die Verwirklichung von Gunnar’s Lebenstraum ist. Und es ist natürlich der Traum vieler Jungs mit einer so unglaublichen Anlage zu arbeiten. Deshalb nennen wir sie so.

Wannborga Ö Gin ist ein Small-Batch-Gin. Wie groß sind die jeweiligen Batches?

Marc: Wir haben eine Brennblase mit 150 Liter Volumen, die rund 60 Liter feinsten Gin produziert.

Dürfen wir fragen: Sind neben dem Wannborga Ö Gin auch weitere Ginkompositionen oder vielleicht auch Sondereditionen geplant?

Marc: Im Moment konzentrieren wir uns auf die Expansion und die Konsilidierung unseres Produktes am Markt. Und obwohl wir daran denken, einige Sondereditions herauszubringen, werden wir damit noch etwas warten. Aber es tauchen eine Menge Ideen auf, wenn wir arbeiten!

Und natürlich die Frage aller Fragen: Wie trinken Sie Ihren Wannborga Gin am liebsten?

Marc: Die beste Art unseren Gin zu trinken ist so pur wie möglich. Meine Meinung ist, dass Sie ihn pur trinken sollten, nachdem sie ihn für eine Weile gekühlt haben. Oder in einem trockenen Martini mit einer Spur Fino Sherry.
Als G&T lässt er sich sehr gut mit Zitrus und weißen Pfefferkörnern kombinieren. Wir empfehlen ein neutrales hochwertiges Tonic zu benutzen wie Fever Tree oder Indi Tonic.

Vielen Dank für das Interview!
Zur Hompage der Wannborga Destillerie geht es hier.

Und weil ihr natürlich jetzt alle Lust bekommen habt, diesen schwedischen Wannborga Ö Gin zu probieren, halten wir ihn mit weiteren speziellen Produktinfos für euch in unserem Shop bereit und zwar hier. 

 

And for our English readers: The interview in the original form

Sweden is not what is supposed to be the “land of gin”. Why did a Swedish distillery decide to produce gin?
Marc: We decided to launch a Gin because of different reasons. The first reason is because we thought it could fit well with the history of spiced spirits of the island of Öland, and also because there is a big juniper production in the island due to its peculiar weather conditions, we have a very special nature landscape called Alvaret, which is a very special dry tundra full with juniper bushes.
Here in Germany we have a real gin-hype and one distillery after the other launches a gin. Do you have this trend in Sweden as well?
Marc: Not really, although we see an increase of consumption in the last years.
The prices for spirits are high in Sweden, compared with many other countries as Germany for example. Is there nevertheless a market for the Wannborga Ö Gin in your own country or is it produced for export primarily?
Marc: We are exporting mainly, this is because of two reasons: the first reason is, as you mentioned, due to the very high prices due to Swedish alcohol tax, and the second is because the very special sales channels, in Sweden we have a alcohol sale monopoly owned by the government , and we are only allowed to sell openly in the three closest shops to the distillery, which limits a lot our public sales capacity.
On the export side, besides Germany we are also present in Denmark, Holland, Spain, Italy, Portugal, Andorra, and we will start this year to export to Mexico and the USA.
One thing that is characteristic for Wannborga Gin is the 100 percent organic ingrediences. Why did you chose this way of high-value production? Does it make a difference in taste?
Marc: We chose to produce organic spirits, because the distillery, and the Wannborga farm, has been doing organic farming for many years. We used to have over 300 sheep whose meat was very appreciated by many top restaurants for years. This meat was all 100% organic. We have been producing organic spirits for the last 5 years, and this year we will release our first Organic Malt Whisky.
The botanicals you use are local to a high degree, as we can read on your homepage. Can you be indescreet and tell us which ones they are (seem to be 9 altogether) and which ones you import? Not all of them will probably grow in the Swedish climate klima. How can you asure that the imported botanicals meet your high organic requirements?
Our main local product is the wheat from which the ethanol we use is made and of course the juniper berries that grow in the island.
On the question about imported botanicals we only buy from the best providers, most of them in Germany, that guarantee the best quality and whose certificates are reliable.
What was the purpose of the „aromatic composition“ of the Wannborga Artisan Ö Gin, the vision? Is there a special group of customers you want to target?

Marc: When we where thinking on the type of Gin, we thought always to do something that was very classical in taste. We were not thinking of using any special tastes or flavours, which are not really in the line of a classical London Dry Gin. For us what really matters is the craftsmanship of our distiller Gunnar Dahlberg and the quality of the raw materials we use.
You work with a still from the German Producer Kothe (what makes us proud, indeed!). Why did you choose this technology of distilling?
Marc: We decided to use the Kothe distil pot because we think they are probably among the two, three best manufacturers in the world. And for the type of use we do of the machine, because of the variety of products we produce, we needed the best machine in the market. It is like owning the Rolls Royce of distil pots.
I read that your still is called „the boy’s dream“ – isn’t that unusual? I always thought gin stills wear women’s names….
Marc: Yes, normally they wear women names, but you need to think that having this distillery is the realization of Gunnar’s life dream, and it is indeed a dream for many boys to work with such an incredible machine, that is why we call it so.
Wannborga Artisan Ö Gin is a small-batch-gin. How big is one batch?
Marc: We have a Distil pot of 150 L of volume that produces around 60 L of the finest Gin.
May I ask something about future: Do you plan other new gin-products besides Wannborga Ö Gin? Maybe special editions?
Marc: Currently we are focused in the expansion and consolidation of our product in the market, and although we have thought about doing some special editions we will wait a bit with that project. But there are many ideas that come up when we are working!
And of course the central question: How do you like your gin best?
Marc: The best way to try our Gin is a s pure as possible, my take is that you take it pure, after having it chilled for some time, or in a dry martini, with a hint of fino sherry.
As G&T it combines very well with citrics and white pepper corns. We recommend to use a neutral high quality tonic like fever tree or Indi tonic water.

Thank you very much for the interview!

Bilder: Wannborga Bränneri & Vingard

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