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Archiv für den Monat: März 2016

Von der Seele des Gins: Botanicals

Schon seit vielen Jahren wird in Lifestyle-Magazin und Spirituosenblogs der Gin regelmäßig als boomendes Trendgetränk gefeiert.  Selten fielen wohl im Zusammenhang mit einer Spirituose so oft und vor allem so lange die Begriffe „Trend“, „Boom“, „Hype“  wie beim Gin. Und allen Unkenrufen über eine drohende Ginblase zum Trotz reihen sich noch immer neue Produkte in die bunte Angebotspalette ein. Von Ginmüdigkeit keine Spur.

Woran liegt es, dass die Karawane nicht schon längst weiter gezogen ist und die Bars ihr Sortiment an Gins nicht wieder auf einige Standards heruntergefahren haben? Nicht zuletzt wohl an der sehr großzügig gehaltenen Definition dessen, was Gin ist und sein darf. Die europäische Spirituosenverordnung setzt nur einen gewissen Rahmen und fordert unter anderem einen vorherrschenden Wacholdergeschmack - aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Die Möglichkeit, natürliche und naturidentische Aromastoffe und -extrakte  zu verwenden, lässt eine breite Vielfalt an Botanicals, also Kräuter und Gewürze, zur Aromatisierung zu. Einige waren auch vor dem Beginn des angesprochenen Gin-Trends bereits klassische Mitstreiter des Wacholders, andere haben den Weg in den Gin erst ganz neu gefunden.

So kommen heute nicht nur Freunde des klassischen, vom Wacholder stark dominierten Gins auf ihre Kosten.  Auch wer sich gerne  Zitrusaromen oder floralen Geschmackserlebnissen hingibt, findet unter den Gins ein passendes Produkt. Sie lieben Schnäpse, die von kräftigen Bergkräutern geprägt sind? Oder schmelzen dahin, wenn der Duft von Rosen in der Luft liegt? Ihr Lieblingsgewürz ist der Zimt? Oder soll es doch lieber ein frischer Hauch von Pfefferminze sein? Es gibt in der bunten Welt des Gins (fast) keine Geschmacksrichtung, die es nicht gibt.

Die Favoriten unter den Botanicals

WacholderbeerenWacholder: Keine Frage, Wacholder ist das absolute Muss unter den Gin-Botanicals. Die aromatischen Beeren des „Juniperus“ sind auch in der Küche sehr beliebt und sorgen für einen süßlich-würzigen, gleichzeitig aber bitter-harzigen Geschmack. Seit Jahrhunderten ist Wacholder übrigens auch als Heilmittel beliebt. Dieser heilsamen Wirkung bei Verdauungsbeschwerde wegen verwendete der Arzt Francoise de la Boe Wacholder im 17. Jahrhundert in seinem neu erfundenen Trank namens Jenever. Zu behaupten, Gin sei eine Art von Medizin, wird als Ausrede für übermäßigen Genuss allerdings heutzutage kaum akzeptiert…

KorianderKoriander: Neben Wacholder ist Koriander sicher eines der meistverwendeten Botanicals. Im Gegensatz zum Einsatz in der Küche kommen bei der Ginherstellung nicht die Blätter, sondern die Samen des Korianders zum Einsatz. Das ätherische Öl der kleinen Kügelchen sorgt für einen leicht säuerlich-fruchtigen Unterton im Gin.

Angelikawurzel, Angelicae radixAngelika (auch Engelwurz): Nach Wacholder und Koriander macht Angelika den Reigen der Magic Three der Ginherstellung komplett. So mancher Spirituosenexperte ist der Meinung, dass alleine diese drei Botanicals genügen, um einen perfekten Gin herzustellen. Angelika (meist wird die Wurzel verwendet, manchmal auch Samen, Sprosse oder Blüten) steuert dabei eine herb-würzige, leicht bittere Note, aber auch eine gewisse Süße bei.

KardamomsamenKardamom: Es sind vor allem die Samen des grünen Kardamoms, die bei Gin-Herstellern wegen ihres süßlich-scharfen Geschmacks beliebt sind. Schwarzer Kardamom mit seinem etwas herberen Aroma wird deutlich seltener verwendet. Seinen Ursprung hat das Ingwergewächs Kardamom in Asien, wo es auch als Gewürz für Speisen sehr beliebt ist. Bei uns kennt man Kardamom hauptsächlich als Gewürz in der Weihnachtszeit oder als Brotgewürz.

Lakritzpulver und Sholz Wurzeln isoliertSüßholz: Der Name ist Programm bei diesem Botanical und es verleiht dem Gin eine natürliche Süße. Auf den ganz typischen Geschmack des Süßholzes lässt sich aber sofort aus der englischen Bezeichnung „Licorice“ schließen: Die Wurzeln sind Lieferanten der typischen Lakritzaromen.

ZitronenscheibeOrangen-, Zitronen-, Limettenschale: Kommen wir zur fruchtigen Fraktion der Botanicals. Meist getrocknet, manchmal auch frisch, sorgen Zitrusfrüchte für einen Charakterzug im Gin, der auch eine große Fangemeinde hat. Insbesondere die Schale ist es, die es den Gin Herstellern dabei angetan hat, denn sie enthält die intensiv- aromatischen Öle. Ob süße Orange oder bittere Sevilla-Orange, ob europäische Zitronen oder exotische Rangpur Limetten - die frischen Zitrusaromen können die Aromen ihrer würzigen Mit-Botanicals wunderbar ausbalancieren und unterstützen.

IngwerIngwer: „Vorsicht, scharf!“ sei jedem ans Herz gelegt, der das erste Mal rohen Ingwer probiert. In rechtem Maße dosiert sorgt Ingwer als Botanical im Gin aber für eine würzige Schärfe, die den Gaumen kitzelt.

ParadieskrnerParadieskörner (auch Guinea-Pfeffer): Einst in Europa ein beliebter Ersatz für den schwarzen Pfeffer, heute neben dem Ingwer das Botanical, mit dem Destillateure gerne ihrem Gin die nötige Schärfe verleihen. Übrigens gehört diese Pflanze auch zu den Ingwergewächsen, die scharfe Aromatik der beiden Botanicals ähnelt sich also nicht von ungefähr.

Cinnamon sticks on whiteKassia-Rinde: Wer sich unter Kassia oder Kassie nichts vorstellen kann, den bringt sicher die lateinische Bezeichnung Cinnamomum aromaticum auf die richtige geschmackliche Spur. Es handelt sich um eine mit dem echten Zimt verwandte Pflanze. Als Botanical sorgt sie für typisch „zimtige“ Noten, ohne dessen Süße zu transportieren.

Auswählen und kombinieren

Das waren neun Arten von Botanicals als beispielhafte Auflistung. Nicht alle davon finden sich jeweils in einem Gin. Die Auswahl der Botanicals ist es, die den Unterschied macht und ihre Kombination formt die Seele des Gins. Manchmal werden nur wenige Botanicals verwendet, manchmal mehr. Und  manchmal ist weniger tatsächlich mehr….

Jede gute Liste besteht aber aus 10 Punkten, meinen Sie?
Dann lassen sie uns den Punkt 10 für all die vielen anderen Botanicals reservieren, zu denen Ginhersteller hin und wieder greifen. Fenchel, Mandeln, Kamille, Thymian, Rosmarin, Iriswurzeln, Rosenblätter, Kubeben Pfeffer, Safran, Muskat, Gewürznelken, Lindenblüten, Kümmel, Kreuzkümmel, Bohnenkraut, Lavendel, Tonkabohne - ergänzen Sie hier einfach nach Lust, Laune und Wissen die Botanicals Ihres Lieblingsgins!

Petra Milde
(Erstveröffentlichung im Messejournal "Explorer"der Hanse Spirit 2016)

Luna goes Playboy. Ein Interview zu LAW Gin, Bunnys und dem Ball des Sports

LAW Gin ist in! Bei Ginobility hat der Gin aus Ibiza einen Traumstart hingelegt. Aber nicht nur bei uns! Beim Ball des Sports 2016 in Wiesbaden war LAW Gin offizieller Gin in der Playboy Lounge und wurde von zarten Bunnyhänden an Prominenz aus Sport, Politik und Gesellschaft ausgeschenkt. Mittendrin auch Luna von Eisenhart-Rothe. Neben den beiden „Vätern“ Alexander von Eisenhart-Rothe und Wolfgang Lettner ist sie die „Mutter“ des LAW Gins. Wer würde sich nicht eine so attraktive und selbstbewusste Mutter wünschen?
Hier seht ihr sie, eingerahmt von zwei der bekannten Playboy-Bunnys:

Erzähl doch mal, Luna: Wie kommt ein Gin aus Ibiza auf einen deutschen Ball des Sports?
Luna: In erster Linie haben wir das unseren findigen Vertriebspartnern von Ginobility in Deutschland zu verdanken. Als sie uns vorschlugen, auf dem berühmten Ball des Sports die Playboy-Lounge mit unserem LAW-Gin auszustatten, haben wir natürlich keine Sekunde gezögert! Außerdem fanden wir es stimmig, die Elite des Sports mit dem besten Gin der Welt zu verwöhnen (grinst)

Wir sind neugierig: Wie lief der Abend denn in etwa ab? Wie viele Gäste waren da? Was gab es an Programmpunkten und vor allem: War wirklich viel Prominenz da?
Luna: Ganz ehrlich - Ich weiß nicht, was das Programm im Saal so hergab, denn ich habe mich den ganzen Abend über nicht von der Playboy-Bar losreißen können. Die Stimmung dort war so großartig und lustig, ich habe so viele nette Leute getroffen und so viel über unseren Gin sprechen dürfen, dass mir keine Zeit für Spaziergänge durch die Location blieb. Wie viele Gäste an diesem wichtigen Ball tatsächlich teilgenommen haben, kann ich nicht einmal schätzen, aber es waren sehr, sehr viele, sehr, sehr gut angezogene Menschen da. Wie ich mir sagen ließ, tummelte sich dabei viel Prominenz, da ich jedoch selten fernsehe, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich niemanden erkannt habe.
Allerdings ließ mich zu späterer Stunde ein junger, kinnloser, frisch verheirateter Nachwuchsrennfahrer glasigen Blickes wissen, dass er schrecklich gern „Erfahrungen“ mit einer reifen Frau machen würde (ob er sich das bei Regina Hallmich auch getraut hätte?). Ihm schrieben meine Begleiter eine gewisse Prominenz zu – seinen Namen behalte ich jedoch für mich – auf dass er irgendwann eine Dame findet, die ihm seinen Wunsch erfüllt...

Was war dein persönliches Highlight an dem Abend?
Luna: Nach den ganzen Jahren harter Arbeit für unseren Gin, machte es mich ohnehin schon unheimlich stolz, dass wir uns in einem so exquisiten Rahmen präsentieren durften. Aber mitzuerleben, wie positiv und begeistert die Gäste auch hier auf LAW reagiert haben, war doch noch mal etwas ganz Besonderes! „Ihr werdet grooooooooß!“, war ein Kompliment, das ich an diesem Abend nicht nur einmal hörte – eine Formulierung, die sicherlich von sportlichen Wettkampfgedanken inspiriert war, wie es dem Rahmen entsprach...

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Wie wurde der LAW Gin in der Playboy Bar angeboten? Mit Tonic oder in Cocktails?
Luna: Die zauberhaften Bunnys haben vorzügliche LAW-Tonics gemixt. Das Tonic der Wahl an diesem Abend war Fever-Tree, weil es mit seiner trockenen Milde einen perfekten Partner für unseren Gin darstellt. Außerdem habe ich den Gästen, mit denen ich ins Gespräch kam, gerne ein Gläschen LAW pur oder auf Eis angeboten. Ich persönlich trinke ihn so am liebsten, weil ich von diesem Feuerwerk der Aromen nie genug bekommen kann.

Vielleicht erzählst du auch kurz, was den LAW Gin auszeichnet, welche Botanicals ihr verwendet und wie er sich aromatisch beschreiben lässt – nur falls der eine oder andere unserer Leser ihn noch nicht kennt…
Luna: LAW Gin ist mit seiner frischen, fruchtigen Note durch und durch ein Botschafter unserer Heimat Ibiza. Wir wollten einen Gin kreieren, der nach Sonne schmeckt und nach diesem gewissen Lebensgefühl, das uns mit der Insel verbindet. Für seinen unverwechselbaren Geschmack haben wir ganz besondere Botanicals ausgewählt, bei denen wir Wert darauf legen, dass sie aus Ibiza stammen. All unsere Inhaltsstoffe sind zu 100% natürlich, wir kennen die Bauern persönlich oder ernten selber wild von Hand. So zum Beispiel den phönizischen Wacholder (Juniperus phoeniceae), der so typisch für die Balearen ist, und den wir gemeinsam mit dem für Gin gebräuchlichen „gemeinen“ Wacholder (Juniperus communis) verarbeiten, um die Ibiza-Authentizität zu erhöhen. Ebenso außergewöhnlich wie einmalig als Gin-Botanical ist auch die Kaktusfeige, der LAW seinen fruchtigen Körper verdankt. Dazu kommen die frischen Schalen von Orangen und Zitronen – dank derer man wirklich die Sonne schmecken kann –, pikante kleine Paprikaschoten der Gattung Pimiento Padrón, delikate spanische Gurke, Iriswurzel, Koriander, Kardamom und – für eine Brise echter Meeresluft – das berühmte Salz aus den Salinen Ibizas. Destilliert in einer traditionellen Kupfer-Alambique entsteht so mit viel Liebe ein unvergleichlich aromatischer Gin der London Dry Kategorie, welcher sich – s.o. – auch und besonders pur genießen lässt.

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Hast du Feedback bekommen von den Gästen und Gastgebern? Wie ist der LAW Gin angekommen?
Luna: Wie zuvor bereits erwähnt, war das Feedback auf unseren LAW Gin durchwegs sehr positiv. Manchmal habe ich mich jedoch ein bisschen eingemischt und die Leute sozusagen mit der Nase darauf gestoßen, was sie da Feines trinken. Ganz einfach deshalb, weil bei solchen Events, wo alles kostenlos ist, die Gäste häufig einfach konsumieren, ohne ihre Sinne zu aktivieren. Sie bestellen dann „einen Wodka“ oder eben einen „Gin-Tonic“, sind im Gespräch und gucken, bzw. schmecken gar nicht hin. Da habe ich dann ein bisschen „gemuckt“, was mir aber niemand übel genommen hat. Im Gegenteil!

LAW Gin Playboy 1

Nach dem Event ist vor dem Event: Gibt es schon weitere Projekte, die anstehen in Sachen LAW Gin?
Luna: Ja, reichlich. Wobei der Schwerpunkt im Moment noch mehr auf Fachmessen und Events wie Barkeeper-Conventions liegt. Auf Ibiza startet zudem bald die Saison, die unsere erste sein wird. Entsprechend sorgen wir dafür, hier in aller Munde zu sein – und zwar sprichwörtlich, denn die beste Werbung für LAW Gin ist sein Geschmack!

Vielen Dank an Luna für dieses exklusive Interview.
Und jetzt wollt ihr natürlich alle unbedingt diesen LAW Gin probieren, von dem Luna die ganze Zeit so geschwärmt hst. Kein Problem:  LAW Gin gibt's hier im Ginobility-Shop!

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