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Beefeater Burroughs Reserve – das Luxus Gin-Flaggschiff

Die Sache mit dem Premium Segment

Das Gin im Trend liegt ist schon länger keine Neuigkeit mehr. Fast täglich finden neue Marken und Rezepturen ihren Weg in die Gläser der Kenner und Genießer, aber auch in die der ganz normalen Longdrink Fans. Gin & Tonic ist hier sicherlich der Wegbereiter für diesen Trend und Marken wie Monkey 47, Hendrick’s, Tanqueray und nicht zuletzt Beefeater haben hier einen maßgeblichen Beitrag für die Popularität des Gins geleistet.

Was aber naturgemäß mit dem Trend kommt ist auch der Vorstoß in die hohen Preisregionen, denn Geld verdienen lässt sich mit Spirituosen auf jeden Fall. Whiskey und Cognac sind per se Stellvertreter für das Hochpreissegment der Spirituosen. Vodka tritt seit einigen Jahren in diese großen Fußstapfen – folgt nun auch der Gin?

Ja tut er. Dass eine Flasche Gin gerne auch mal deutlich über 30 Euro kosten darf ist keine Seltenheit mehr - und nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Ein Extrem ist sicherlich der Adler Dry Gin KPM Edition mit einem Verkaufspreis von rund 500 Euro. Ob dieser Preis durch herausragende und äußerst aufwendige Destillationskunst und das Bauhausdesign der Flasche gerechtfertigt ist soll an dieser Stelle nicht bewertet oder diskutiert werden, er zeigt aber, dass es auch für einen Gin mit diesem Preis einen Markt zu geben scheint.

Natürlich ist dies ein extremes Beispiel, aber Gins um die 50 Euro sind keine Seltenheit: Berkeley Square London Dry Gin, Leopold's American Small Batch Gin, No. 209 Gin, Oxley Dry Gin, The Botanicals Gin um nur einige zu nennen...!

Der Laie fragt sich spontan was genau solche Gins so besonders macht. Natürlich sind es extrem hochwertige Rohstoffe, aufwändigste Herstellungsprozesse denen meist Handarbeit zu Grunde liegt und natürlich kleinste Auflagen (Small Batches). Dazu kommt in der Regel ein herausragendes Flaschen und Etikettendesign, denn das Auge trink (kauft) bekannter Maßen mit.

Sicher, die kleinen und feinen Unterschiede erschließen sich bei den meisten Premiumgins nur Kennern die wissen worauf sie achten müssen, aber die Unterschiede sind, wenn man sie erkennt, deutlich erkennbar. Diese Lanze muss man an dieser Stelle für guten Gin brechen!

Was aber auffällt ist, das derzeit fast nur noch hoch bis sehr hochpreisige Gins auf den Markt drängen. Die Kollegen von Eye for Spirit sprechen schon seit einiger Zeit von einer „Gin-Blase“. Ist Gin jetzt schon auf dem Weg eines inflationären Prozesses?! Und welchen Anteil an solch einem Prozess haben z.B. Premium Gins?

Wie auch immer man diese Frage für sich beantworten möchte fest steht, dass nun auch eine der bedeutendsten Gin Marken an diesem Trend partizipieren wollen.

Wir stellen vor:
Das neue (Luxus) Gin-Flaggschiff aus dem ehrwürdigen Hause Beefeater:

Beefeater Burroughs Reserve

Dieser Premium Gin mit 43% Vol. wird ab Juni 2013 für stolze 70 Euro pro Flasche zunächst im europäischen Gin-Boomland Nummer 1 Spanien in den Markt eingeführt. England und weitere Länder sollen folgen.

Nicht nur der Preis und das Flaschen- und Packungsdesign wirken prunkvoll, auch die Dachmarke unter der dieser Gin von Beefeater lanciert wird macht vor allem dem Vorbild Cognac offenkundig alle Ehe: Pernod Ricard.

Was ist es aber, dass dburroghsiesen Luxus Gin so besonders machen soll?

Basierend auf einem Rezept von Beefeater Gründer James Burrough aus den 1860er Jahren hat Master Distiller Desmond Payne einen Gin kreiert der nach seiner eigenen Aussage „eine Homage an die Tradition und Destillationskunst des Hauses Beefeater verkörpern soll“.

Das Ergebnis ist ein blass goldener Gin, mit einem zarten Eichencharakter. Nach Aussage von Beefeater (respektive ) besitzt er ein langes und komplexes Finish mit subtilen Zitrusnoten, Wacholder und eine feine Würze.
Die Färbung des Beefeater Burrough Reserve Gin rührt von der Lagerung in speziell ausgewählten Eichenfässern, was man ja von der Whiskey Reifung kennt.
Die in diesem Fall verwendeten Eichenfässer wurden zuvor für die Reifung eines beliebten französischen Jahrgangs-Aperitiv namens „Jean de Lillet“ verwendet. Das die für diesen Aperitiv charakteristischen Aromen auf den Gin übergehen muss nicht extra betont werden und ist das erklärte Ziel dieses Vorgangs.

Eichenfasslagerung bei Gin

Eichenfasslagerung ist im Gin Markt eigentlich keine Neuigkeit mehr, trat doch bereits Citadelle Reserve Gin 2011 der 6 Monate in Barrique Fässern reifte, aus der Masse hervor. Oder auch der UrVater des Gin, der Genever: Z.B. Bols Zeet Oude Jenever Stehen und Henkes Jonge Jenever die traditionell in Eichenfässern gelagert werden und damit deren Eichenaromen aufnehmen.

Man kann es vielleicht mit „bemerkenswert“ kommentieren dass sich nun auch eine wirklich große Marke an diese Art der Verfeinerung wagt und damit einen ebenso feinen Preis für sein Produkt rechtfertig.

Welche Botanicals maßgeblich für den Burrough Reserve Gin verwendet werden ist übrigens nicht in der Pressemeldung bekannt gegeben worden.

Wir sind gespannt auf eine erste Verkostung und werden Euch auf dem Laufenden halten wenn es so weit ist.

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