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Besuch im Clouds: Tasting mit Andreas Kloke

SONY DSCDer Prime Tower ragt majestätisch in den blauen Himmel und auf seiner gläsernen Front spiegeln sich die wenigen Wolken, die der wunderschöne Novembertag zu bieten hat. Ganz oben in diesem höchsten Gebäude Zürichs ist die Clouds Bar zuhause und dort habe ich eine Verabredung mit Barchef Andreas Kloke. Anlass ist das Release einer Limited Edition des Clouds Gin, die ich unbedingt kennen lernen möchte. Begleitet werde ich von Julia Nourney, Spirituosen-Fachfrau und selbst erfolgreiche Blenderin mehrerer Gins. Auf ihr fachmännisches – pardon, fachfrauliches Urteil bin ich natürlich sehr gespannt. Tom Wyss, dessen Thema sonst eher die Schweizer Whiskys sind, steht uns netterweise als Fotograf zur Seite. In die Clouds Bar gelangt man durch einen separaten Eingang und einen Lift, der die rund 120 Meter in wenigen Sekunden überwindet.

SONY DSC SONY DSC SONY DSCEs ist noch ruhig im Barbereich und auch im ebenfalls hier oben befindlichen Clouds Restaurant, denn offiziell ist noch nicht geöffnet. Die Crew ist mit den Vorbereitungen und dem Eindecken beschäftigt, doch auf uns wartet bereits ein vorbereiteter Tisch. Der Hausherr empfängt uns: Hier ist das Revier von Andreas Kloke, seit dreieinhalb Jahren Barmanager des Clouds, nachdem er zuvor fünf Jahre die Bar des Züricher Marriott Hotels leitete.

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SONY DSCAus der Leidenschaft für Gin erwuchs 2012 die Zusammenarbeit mit dem Spezialitätendestillateur Lorenz Humbel, um einen eigenen Gin für das Clouds zu kreieren (Darüber haben wir euch Anfang dieses Jahres ausführlich in Interviews mit Andreas Kloke und Lorenz Humbel berichtet). Natürlich wartet auch dieser Clouds Gin in seiner einzigartigen grünen Flasche bereits auf uns. Neben ihm, in weißer, aber formgleicher Flasche präsentiert sich die neue Limited Edition des Cloud Gin, um den es heute im Besonderen geht.

SONY DSCWas denn die beiden Gins unterscheidet, wollen wir wissen, nachdem wir Platz genommen haben. Welche Gemeinsamkeiten haben sie, welche Unterschiede erwarten uns? Wichtig wäre zunächst, so erläutert Andreas Kloke, dass zwar eine Verwandtschaft erkennbar sein sollte zwischen den beiden Geschwister-Gins, dass man aber nicht nur einfach das bisherige Rezept verändert oder ergänzt habe, sondern den Gin für die Limited Edition ganz neu aufgebaut und komponiert hat. Der ursprüngliche Clouds Gin ist sehr frisch und fruchtig, hat viel Zitrusaromen zu bieten und relativ wenig Wacholderaroma. Ein Hauch Salbei, ein Hauch Kirsche. Die Limited Edition ist wesentlich kräuterlastiger. Sie wird neben Wacholder vor allem von Ringelblume, Verveine und Holunderbeeren geprägt. Auch Salbei ist wieder dabei, aber verhaltener, Thymian und auch Bohnenkraut wurde als Botanical herangezogen. „Kornblume haben wir auch probiert“, meint Andreas Kloke, „aber das ging daneben…“.

SONY DSCDas Endprodukt aber ging ganz und gar nicht daneben: Wir verkosten beide Gins. Den bereits bekannten und genialen Clouds Gin, der mit seinem frisch-fruchtigen Charakter ein idealer Partner für Cocktails ist und dann die neue Limited Edition. Der Unterschied ist deutlich: Viel herbaler, dunkler im Grundton ist dieser neue Gin. Ringelblume – ja! Verveine schmecken Andreas Kloke und Julia Nourney. Ich muss gestehen, dass ich dabei nicht mit kann – Wie um alles in der Welt riecht oder schmeckt Verveine? Das muss unbedingt auf meine To-Do-Liste! Im Nachklang lässt sich auch Kakao erahnen. „Würzige Alpenkräuter, erinnert auch irgendwie an die erste Maht“, meint Julia Nourney und ist deutlich begeistert von diesem außergewöhnlichen Gin. Ihre Begeisterung wird noch größer, als Andreas Kloke erzählt, dass alle Botanicals separat vergeistet wurden und der Gin dann daraus geblendet wurde. Das ist die Methode, die auch sie bei der Ginherstellung bevorzugt, um das jeweils Beste aus den unterschiedlichen Früchten und Kräutern herauszuholen.

SONY DSCWährend der Standard Clouds Gin mit 42% vol. abgefüllt wird, hat die Limited Edition 48% vol. zu bieten. Diese Stärke steht ihm gut und da ist überhaupt kein Gedanke an zu heftigen Alkohol oder Schärfe. Beiden Gins gemeinsam ist die regionale Herkunft der Botanicals und dass Wert gelegt wird auf Bioqualität. Als Mixer für den ersten Gin empfiehlt Andreas Kloke Fever Tree, entweder das normale oder auch mediterrean, als Garnish greift er vor allem zu Salbeiblatt oder alternativ zu eingelegter Kirsche. Bei der Limited Edition verwendet er lieber Gents Tonic und dekoriert mit Thymian und Zitronenzeste. Oder er trinkt ihn pur – dafür ist der würzige Clouds Limited Edition wunderbar geeignet. Ob es denn weiter geht mit dem Clouds Gin, ob wir denn noch andere Limited Editions erwarten können, wollen wir wissen. Ja, das ist geplant, meint Andreas Kloke. Eine Neuauflage dieser ersten Limited Edition wird es nicht geben, da bleibt es bei den 1.000 Flaschen. Aber die Zusammenarbeit mit Lorenz Humbel wird auf jeden Fall weitergehen und er wird dem Clouds Gin auch weiter treu bleiben. Wenn auch nicht mehr als Barmanager des Clouds, merkt er an, denn er wird nur noch bis Ende Januar hier sein und dann als Verantwortlicher für Bar und Beverage Management ins demnächst eröffnende Kameha Grand Zürich wechseln.

Mit einem kleinen Rundgang durch die Etage und das benachbarte Restaurant beschließen wir unseren Besuch im Clouds. Was für eine einzigartige Aussicht man von hier oben hat! Wir verabschieden uns von unserem Gastgeber Andreas Kloke und sagen herzlichen Dank für das ausführliche Gespräch und das tolle Tasting!

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Bilder: Tom Wyss

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