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Destillerien

Fundsache: Spiegel Online Bericht über junge Brenner

Unter dem Titel "Junge Schnapsbrenner - Geist ist geil" ist auf Spiegel Online ein kurzer Artikel über deutsche Nachwuchsdestillateure erschienen. Im Fokus steht dabei unter anderem Korbinian Achternbusch (Feel! Munich Dry Gin). Er wird ebenso wie Alexander Stein (monkey 47) als Beispiel für die jungen Quereinsteiger genannt, die derzeit die deutsche Ginszene aufmischen. Und dann ist da noch Julian Machinek, der den Beruf des Destillateurs von der Pike auf lernt. Karrieren im deutschen Brennereiwesen - so unterschiedlich können sie laufen!
Zum Artikel geht's hier: Spiegel Online

Edinburgh Gin: Besuch der neuen Brennerei und Bar

EG 1Für Ginfreunde gibt es seit kurzem eine Adresse, die bei einem Besuch in Edinburgh unbedingt auf der Must-See-Liste stehen sollte: Die Heads & Tales Bar in 1a Rutland Place. Doch die Bar, die sich im Basement des renommierten „The Huxley“ befindet, hat sogar mehr zu bieten als ein riesiges Repertoire der besten Gins aus aller Welt: Sie beheimatet auch eine beeindruckende Schaudestillerie, die ab sofort Produktionsstätte des Edinburgh Gin ist.

Alex Nicol will an die Gintradition in Edinburgh anknüpfen

EG 3Alex Nicol ist der Mann hinter der Spencerfield Spirit Company. Er blickt auf viele Jahre Erfahrung im Whiskybusiness zurück, beispielsweise bei Whyte and Mackay oder als Marketing Director bei Glenmorangie. Sein Wissen und sehr viel Enthusiasmus und Liebe zum Brennen bringt er jetzt gemeinsam mit seiner Frau in das eigene Unternehmen ein, das auf einer Farm seit einigen Jahren sehr erfolgreich Whisky (Sheep Dip, Pig’s Nose) und den kometenhaft durchgestarteten Edinburgh Gin herstellt. Der wird nun künftig seinem Namen gerecht und entsteht hier bei Heads & Tales.

Edinburgh und Gin haben eine große gemeinsame Vergangenheit. Über 40 Gindestillerien gab es hier im 18. Jahrhundert und mit Heads & Tales will Alex Nicol an diese Tradition anknüpfen. Genau hier ins Stadtzentrum gehört diese Bar, meint er, hierhin, wo die EG 7Edinburgher selbst arbeiten, leben und sich am Abend auf einen Drink treffen. Natürlich sind auch Touristen gerne gesehen, meint er und die Schaudestillerie wird sicher viele anziehen. Auch Tastings sind geplant. Rund 200 Liter Edinburgh Gin sollen hier täglich hergestellt werden. Unter höchstmöglichen Sicherheitsvorkehrungen und großen Sicherheitsauflagen natürlich, befindet sich die Brennerei doch im Kellergeschoss einer stark frequentierten Bar und einem großen Hotel mitten in der dicht bebauten Innenstadt am westlichen Ende der Princess Street.

Eine Privatführung durch die neue Heimat des Edinburgh Gin

EG 6Einer der ersten Besucher, der sich die Brennerei des Edinburgh Gin und die Bar ansehen durfte, war wohl ich. Gegen Ende meines Schottlandsurlaubs komme ich nach Edinburgh und Wochen zuvor hatte mir Alex bei unserem Mailverkehr signalisiert, dass die Bar bis dahin geöffnet sein würde. Wie sich herausstellte, war dem nicht so.  Heads & Tales war noch nicht ganz fertig gestellt und eröffnete leider erst eine Woche später. Kein Problem, meinte Alex aber, dann gibt es eine Privatführung. Vieles ist schon fertig: Die Bar, die Sitzecken, die meisten Installationen. Auch die Brennblasen für den Gin sind bereits da und während meines Besuches wird fleißig geschraubt, um die Anlage fertig zu stellen. Ob er denn sicherstellen kann, dass sich der Edinburgh Gin in Charakter und Geschmack nicht ändert, wenn er künftig aus einer komplett neuen Brennanlage kommt. EG 5Alex Nicol hat daran keinen Zweifel. Er arbeitet intensiv mit der Heriot Watt University zusammen und Mazeration der Botanicals sowie Brennvorgang sind bis ins Kleinste ausgefeilt. Und nicht nur den beliebten Edinburgh Gin will Alex hier herstellen, es sollen auch andere Gins nach historischen Vorlagen entstehen. Wir dürfen gespannt sein!

Die Fotos hier im Beitrag habe ich von meinem Besuch der neuen Geburtsstätte des Edinburgh Gin mitgebracht. Zusätzlich hat mir Alex Nicol noch das folgende Bild geschickt, das nach der Eröffnung von Heads & Tales entstand. Vielleicht macht es euch Lust auf einen Edinburgh Trip. Oder wenigstens auf ein Glas Edinburgh Gin, den ihr natürlich im Ginobility-Shop kaufen könnt und zwar hier.

Und wenn ihr mehr über den Edinburgh Gin und die Spencerfield Spirit Company erfahren wollt, geht es hier zur Homepage des Unternehmens.

Bild: Spencerfield Spirit Company Bild: Spencerfield Spirit Company

Gin Eva aus Mallorca: Das Interview

Gin EVA aus Mallorca Gin EVA aus Mallorca mit deutschen Wurzeln

Gin ist vielleicht nicht unbedingt das erste (und wohl auch nicht das zweite oder dritte), das einem spontan beim Gedanken an Mallorca einfällt. Und doch gibt es ihn seit Ende 2012: Der Gin Eva entsteht in Llucmajor bei Palma auf der spanischen Insel Mallorca. Stefan Winterling produziert ihn zusammen mit seiner Frau Eva Maier Gómez. „Warum eigentlich und wie?“ fragten wir uns und dann kurzerhand einfach die beiden. Wenn auch der Name „Gómez“ durchaus spanisch klingt, so tut das „Winterling“ wirklich nicht. Wo sind eure Wurzeln, seit wann ist Mallorca eure Heimat und warum hat es euch dorthin geführt?

 

Stefan Winterling bei der Arbeit an seinem Gin EVA Stefan Winterling bei der Herstellung seines Gin Eva

Stefan: Wir sind ein klassisches „Erasmus-Paar“, davon gibt es jede Menge - zumindest kennen wir so einige. Daher aufgepasst ihr Spanier, wenn ihr euere Toechter zum studieren nach Deutschland schickt ;-). Spass beiseite,  wir haben uns während des Weinbaustudiums in Geisenheim (Rheingau) kennengelernt. Eva ist aus Barcelona und ich komme aus der Pfalz. Nach dem Studium hat es uns beide nach Mallorca verschlagen, das war 2008. Mallorca hat eine unheimlich dynamische Weinszene wie heutzutage kaum noch eine Region in Spanien. Es gibt viele Investoren (hauptsächlich Deutsche) die spannende neue Weingueter auf der Insel aufbauen, das hat uns gereizt. Auserdem ist das Wetter auch ganz OK.

Nun sind ja Wein und Gin zwei absolut unterschiedliche Getränke. Wie kam es zum Entschluss, einen eigenen Gin herzustellen?

Eva: Bei Gin reizt uns die Freiheit. Gin lässt dir wesentlich mehr Spielraum neue Rezepte zu kreieren. Wein hingegen kann man nur einmal im Jahr machen und dann ist man noch dazu von unheimlich vielen Faktoren abhängig. Kein Jahr gleicht dem anderen - wobei darin natürlich auch der Reiz liegt.  Aber Gin ist genauso komplex und spannend wie Wein und dabei einfach viel umgänglicher.
Stefan: Außerdem ist Gin in Spanien einfach omnipräsent, da mussten wir einfach drüber stolpern!

Wer hat die Einrichtung der Gin-Destillerie geplant, hattet ihr Berater? Welches Destilliergerät/welche Technik verwendet ihr?

Stefan: Wir destillieren  auf einer 150 Liter Kothe-Brennerei mit aufgesetzter Feinbrennerkolonne und 6 Kochböden. Die Brennerei haben wir zusammen mit Kothe konzipiert. Berater hatten wir viele, bzw. haben wir einfach mit jedem, den wir kannten und der etwas von der Sache verstand gesprochen.  Wir verwenden eine Mischung aus Mazeration und Dampfextraktion bei unserem Gin.

Eva Winterling und ihr Gin Eva Winterling, Namensgeberin und Macherin des Gin Eva

Als Gin-Brenner wird Mann/Frau ja nicht unbedingt geboren. Erzählt uns doch, wie ihr euch die nötigen Kenntnisse angeeignet habt.

Eva:  Das stimmt. Die Brennerei ist ein Handwerk, das viel Übung und Fingerspitzengefühl erfordert. Wir haben Bücher gelesen und viel probiert, letztentlich haben wir monatelang experimentiert und geübt, wir sind eher learning by doing-Typen. Stefan hatte ja auch schon Erfahrung, da er bereits auf   einem Weingut, für das er gearbeitet hat, gebrannt hat.

Was hat für euch bei der Entwicklung des Gin Eva und der Auswahl der Botanicals eine Rolle gespielt, was war euch wichtig? Geschmack ist doch bekanntlich Geschmackssache….

Stefan: Gin Eva ist ein London Gin, alle Aromen kommen aus den Botanicals, die zusammen mazeriert und gebrannt werden. Grundlage ist ein neutraler Weizenbrand. Es war uns wichtig ein handwerkliches und eigenständiges Produkt zu kreieren mit mediterranem Charakter.

Verratet ihr uns, welche Zutaten alles bei der Herstellung des Gin Eva zum Einsatz kommen, speziell auch, woher ihr die Botanicals bezieht?

Stefan: Wir verwenden viele frische Zitrusfrüchte, vor allem Bitterorange, Zitrone und Pomelo. Außerdem verwenden wir neben pirmonteser Riesenwacholder auch noch Wacholder aus den Dünen von Es Trenc (den wir dort selbst pflücken gehen). Es kommen viele klassische Gin-Botanicals zum Einsatz wie Engelwuerz, Lavendel, Cassiazimt oder Koriandersamen. Insgesamt sind es etwa 20 Gewürze bzw. Blüten und Früchte, die wir verarbeiten. Eine unserer Lieblingszutaten ist der „Manzanilla de Mahon“ aus Menorca, auf deutsch Bitterkamille.

Wir haben Ihren Gin ja auch im Angebot unseres Ginobility—Shops. Dass Sie, Eva, Namensgeberin des Gins waren, lässt sich unschwer vermuten, aber die Dame, die auf dem Etikett abgebildet ist – da sind doch nicht Sie, oder?

Eva: Die Dame auf dem Etikett ist meine Grossmutter. Das Bild wurde in den 30er Jahren in Barcelona aufgenommen.  Meine Oma war ein absoluter Genießer und wusste, was gut ist. In dieser Berziehung hat sie mich sehr geprägt. Sie gibt unserem Gin die persönliche Note.

Und dann steht auf jedem Etikett noch das Abfülldatum als Lotnummer. Wie groß ist die Menge, die ein Lot jeweils umfasst und ist die Zahl wirklich handgeschrieben?

Stefan: Jede Abfüllung sind etwa 500 Flaschen. Wir machen alles per Hand, nichts ist automatisiert – jede Flasche Gin Eva ist 100% handcrafted, das soll die handgeschriebene Lotnummer nochmal unterstreichen.

Soll es bei der kleinen Manufaktur bleiben oder habt ihr Pläne, die Brennerei auszubauen? Und vielleicht habt ihr ja auch bereits in Sachen Gin neue Ideen….

Stefan: Erstmal sind keine neuen Produkte geplant.

Wird auf Mallorca viel Gin getrunken? Und wie trinkt ihr euren Gin Eva am liebsten?

Eva: Auf Mallorca wird jede Menge Gin getrunken, hier hat jeder Dorf-Supermarkt eine unglaubliche Vielzahl an Gins im Regal stehen. Wir probieren zuhause viele davon und dann immer solo. Außerdem macht Stefan die absolut besten Gin Tonics, wenn Freunde eingeladen sind. Da wir in Palma wohnen und es hier unheimlich viele wirklich tolle Bars gibt, lassen wir uns auch gerne vom Barkeeper überraschen. Kürzlich hat uns Sergio vom der Hemingway Bar einen unglaublich tollen Bronx mit Gin Eva gemixt.

Mallorca ist ja auch ein beliebtes Urlaubsziel. Falls einer unserer Leser demnächst einmal in Palma ist – kann man euch auch besuchen und eure Brennerei besichtigen? Stefan: Wir freuen uns immer sehr über Besuch, da wir aber viel unterwegs sind, bitte nur mit Voranmeldung. Einfach per Mail an info(ät)evasdistillery.com.  Man findet uns im Poligono Son Noguera in Llucmajor, etwa 20 min von Palma entfernt.

Recht herzlichen Dank für das Interview! Ginobility wünscht Ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg in der Sonne Mallorcas!

Gin Eva gibt es natürlich auch im Webshop von Ginobility.

Webseite des Weingutes Winterling

Bildquelle: Eva's Distillery

Schweizer Bio Gin von Lorenz Humbel

Wir sind sehr stolz, dass wir Euch in unserem Shop den Clouds Gin anbieten können. Im Februar haben wir in einem Interview bereits  Barchef Thomas Kloke vorgestellt, der maßgeblich an der Entwicklung dieses Gins beteiligt war. Der zweite „Vater“ des Clouds Gin ist Lorenz Humbel, in dessen Brennerei das Bio-Produkt hergestellt wird. Auch er stand uns für ein kleines Interview zur Verfügung:

Lorenz Humbel vor seinem "Zauberkasten" Lorenz Humbel vor seinem "Zauberkasten"

Ginobility:  Sie brennen nun bereits in dritter Generation hochwertige Spirituosen. Stand es für Sie je zur Debatte, einen anderen Beruf zu ergreifen und nicht in die Familientradition einzusteigen?

Lorenz Humbel: Mich hat die Schnapsbrennerei schon gereizt, aber ich hätte auch etwas anderes machen können. Mit 22 Jahren – als ich gerade für länger in Italien weilte – wollten meine Eltern wissen, ob einer von den Kindern die Brennerei übernehmen möchte. Da meine beiden älteren Geschwister das Angebot ablehnten, habe ich zugesagt, weil ich nicht wollte, dass die Brennerei verkauft wird. Ich habe mir noch 3 „Wanderjahre“ ausbedungen und dann mit 25 Jahren die Brennerei und die Geschäftsführung übernommen.

 

Ginobility:  Seit wann haben Sie Gin in Ihrem Repertoire und wie kam es zu dem Entschluss, Ihre Produktpalette um Gin zu erweitern?

Lorenz Humbel: Wir haben 1995 mit Brennen von Bio Kirschen begonnen. Laufend haben wir unser Sortiment mit Bio Spirituosen erweitert. Ein paar Jahre später auch mit einem Bio Gin.

 

Ginobility:  Sie stellen den White Socks und den Clouds Gin her. Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden (geschmacklich, in der Zusammenstellung der Zutaten oder bei der Herstellung)?

Der White Socks Bio Gin der Brennerei Humbel Der White Socks Bio Gin der Brennerei Humbel

Lorenz Humbel: Der „White Socks“ ist aus dem Bio Gin entstanden, die Rezeptur wurde aber belassen. Wir hatten diverse Gins und Tonics auf dem Markt eingekauft und machten mit unseren Probedestillate versuche. Relativ schnell wurde klar dass die Zitronenschale den Wacholder für den Gin Tonic am besten unterstützt. Der White Socks ist straight - einfach und klar – auch heute noch.

Der Glouds Gin ist eine Zusammenarbeit mit Andreas Kloke, Barmanager von der Clouds Bar in Zürich. Er ist mit seiner eigenen Rezept-Idee auf uns zugekommen. Der Clouds ist ein harmonisch und aromatisch sehr ausgewogener Gin, das trinkt sich locker auch pur!

 

Ginobility:  Als Sie den Clouds Gin zusammen mit Barchef Andreas Kloke für die Clouds Bar entwickelten, wie lief da diese Zusammenarbeit rein praktisch ab? Haben Sie gemeinsam geschnuppert und probiert oder lief es eher über eine „Fernbeziehung“?

Lorenz Humbel: Unsere Brennerei ist gut 25 km von der City von Zürich entfernt und deshalb war und ist es keine Fernbeziehung. Rezeptur und die geschmackliche Vorgabe kamen von Andreas Kloke. Wir haben das Brenner-Knowhow beigesteuert. Geschnuppert hatten wir ein paarmal zusammen in Stetten und Andreas Kloke hat mit den Mustern auch in seiner Bar experimentiert.

 

Ginobility:  Sind Sie mit bestimmten geschmacklichen Vorgaben oder Vorstellungen an die Entwicklung des Clouds herangegangen oder haben Sie sich gesagt: Schauen wir einfach einmal, was so beim Experimentieren herauskommt?

Der Clouds Gin aus der gleichnamigen Bar in Zürich Der Clouds Gin aus der gleichnamigen Bar in Zürich

Lorenz Humbel: Andreas Kloke ist mit einer klaren Vorstellung auf uns zugekommen: Neben Wacholderbeeren soll noch Koriander, Thymian, Salbei, Zitronen und Orangenschale mit in den Gin. 
Wir stellten an die Zusammenarbeit mit ihm nur eine Bedingung: Als leidenschaftliche Kirschbrenner sollte es im Clouds auch etwas Kirsch haben. Seit Jahren „predigen“ wir, dass selbst homöopathische Dosen Kirsch ein Dessert verfeinern. Und dies trifft ebenso auf den Clouds Gin mit seinen intensiven Kräuteraromen zu. Ehrlich: Die nicht ernst gemeinte Bedingung hat zu einem Resultat geführt, das auch uns verblüfft.

 

Ginobility:  Verraten Sie uns doch noch etwas über die Herstellung des Clouds Gin: Werden die Botanicals gemeinsam verarbeitet und woraus brennen Sie den Neutralalkohol als Grundlage?

Lorenz Humbel: Die Botanicals werden nicht alle zusammen als Gemisch in den Brennhafen gegeben, sondern wir stellen einzelne Destillate her, die erst nach der Degustation gemischt werden. Der Neutralalkohol ist ein Kornbrand. Alle Zutaten sind Bio.

 

Ginobility:  Stichwort Bio – Neben Fair Trade Produkten findet man bei Humbel ja sehr viele Bio-Produkte.  Was bedeutet Ihnen diese Zertifizierung, warum legen Sie soviel Wert darauf?

Lorenz Humbel: Ich bin selber schon lange ein überzeugter Bio Konsument und nach bald 20 Jahren Bio Schnapsbrenner Erfahrung  darf ich so viel verraten, dass generell nachhaltig und extensiv angebaute Rohstoffe meist besser im Geschmack sind. Gerade in der Destillation, wo wir eine schöne Farbe, optimale Größe, knackigen Biss und gute Lagerfähigkeit nicht ins Destillat hineinbringen, sind die inneren Werte der Rohstoffe entscheidend.

 

Ginobility:  Wie sehen Sie die Zukunft von Bio-Produkten? Ist der Verkauf nicht beispielsweise durch enge EU-Vorschriften stark behindert?

Lorenz Humbel: Der Markt für Bio-Produkte ist nach wie vor gut und bei den Destillaten sicher noch gut ausbaufähig. Was die Behinderung durch Vorschriften der Behörden anbelangt, kann man einen Brenner nicht beeindrucken, darin kennt er sich aus.

 

Ginobility:  Können wir uns denn vielleicht auf weitere/andere Gins aus dem Hause Humbel freuen?

Lorenz Humbel: Zusammen mit Andreas Kloke vom Clouds ist dies schon noch möglich.

Die beiden Macher des Clouds Gin - Andreas Kloke & Lorenz Humbel Die beiden Macher des Clouds Gin - Andreas Kloke & Lorenz Humbel

Ginobility:  Und was unsere Leser natürlich auch interessiert: Wie trinkt Lorenz Humbel seinen Clouds Gin denn am liebsten? Pur, mit Tonic, als Cocktail?

Lorenz Humbel: Ich trinke am liebsten alles pur, so auch die Gins. Nur in der Clouds Bar, wenn Andreas Kloke hinter dem Tresen steht, kann ich einem Gin Tonic nicht widerstehen!

 

Das können wir sehr gut verstehen und stoßen gerne im Geiste mit Ihnen an: Cheers, Herr Humbel und vielen Dank für das Interview!

Bild: Humbel Spezialitätenbrennerei

Messerückblick: Gin auf der Finest Spirits 2014

Die Finest Spirits in München war bisher eher dafür bekannt Whisk(e)y Liebhabern ein Eldorado an neuen Eindrücken zu bieten. Aber am Boom der vielleicht vielseitigsten Spirituose überhaupt - dem Gin - kommt eine Messe mit einem solch exquisiten Namen heute nicht mehr vorbei.
Hier also ein kleiner Gin und Tonic fokussierter Rückblick auf die Finest Spirits 2014 aus der Perspektive unserer freien Redakteurin und Bloggerin Petra Milde:

Finest Spirits 2014 im MVG Museum Finest Spirits 2014 im MVG Museum

Die Ausstellungsfläche der Finest Spirits in München in der Halle war ausverkauft, nicht alle Anfragen von Ausstellern konnten befriedigt werden: Veranstalter Frank Böer hat sich mit seiner Spirituosenmesse einen Namen gemacht in der Szene, auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Und nicht nur Aussteller kamen zu Hauf, sondern auch Besucher:

Finest Spirits 2014 in München weckte großes Interesse Finest Spirits 2014 in München weckte großes Interesse

Am Samstagnachmittag war es zeitweilig so voll, dass es in den Gängen stockte. Überall gut gelaunte Grüppchen im Gespräch, Interessierte und experimentierfreudige Besucher an den Ständen, freundliche Aussteller, die ihre Produkte begeistert und mit Herzblut präsentierten – so muss Messe sein!

 

 

Messethema Home Bar
Neben Whisky, Rum und Obstbränden war es dieses Jahr nicht zuletzt der Gin, der im Zentrum des Geschehens stand und deshalb kommen natürlich auch wir von Ginobility nicht daran vorbei, ein wenig über die Messe zu plaudern. Denn das diesjährige bewusst gesetzte Schwerpunktthema der Finest Spirits war wie geschaffen für Ginobility: Home Bar! Frank Böer erläuterte diese Wahl: „Erstmals nicht nur Sprit, Sprit, Sprit, sondern was kann man mit der Spirituose auch machen? München ist eine Barstadt, wir haben viele gute Barkeeper, aber auch viele Leute, die gerne gute Cocktails trinken. Wir merken das auch hier auf der Veranstaltung in den letzten Jahren. Die Leute interessiert immer mehr: Was können sie mit diesen Spirituosen auch anfangen?“

Es wurde gemixt und geschüttelt
Das demonstrierten renommierte Barkeeper während der drei Messetage eindrucksvoll. Sei es an der Theke der Barschule München, an der die Besucher demonstriert bekamen, wie perfekte Cocktails kreiert und geshakt werden oder auch beim Chivas Regal, wo der bekannte Blended Whisky als Grundlage für leckere Cocktails diente. An der hauseigenen FINEST SPIRITS Bar aber ging es um unsere Herzenssache: Richi Link von der Münchner Punkrock-Bar Wasserwerk bewies am Beispiel Gin & Tonic, dass man auch zuhause an der Home Bar mit wenigen Grundzutaten variantenreich arbeiten kann. Gin ist nicht mehr groß im Kommen – er ist längst da und ist DAS Szenegetränk schlechthin geworden. Aber es geht immer mehr weg von der klassischen dominanten Wacholdernote hin zum Spielen mit den Kombinationen unterschiedlich geprägter Gins und Tonics.

Gin & Tonic auf der Finest Spirits 2014 mit dem Leitthema "Home bar" Gin & Tonic auf der Finest Spirits 2014 mit dem Leitthema "Home bar"

Drei Gins + drei Tonics = drei absolut unterschiedliche Gin & Tonics
Richi machte es vor und lud zum Vergleich ein:

  • Der Beefeater und ein klassisches Indian Tonic (er benutzte durchgehend Tonics von Fever-Tree) ergeben einen Gin&Tonic wie er klassischer nicht sein könnte
  • Ein leichter, milder Citadelle kombiniert mit einem Fever-Tree Mediterranien Tonic beschert Thymian-, Rosmarin- und Madarinnoten – ein Kräuterzweig im Glas sorgt für Optik und Aroma
  • Den  feel! Munich Dry Gin mit seinen fruchtigen Noten kombiniert Richi mit einem Fever Tree Elderflower Tonic und gibt eine tiefgekühlte Himbeere dazu. Lecker!

Viele regionale Ginproduzenten sind vertreten
Die Macher des feel! Munich Dry Gin ließen es sich nicht nehmen, selbst auf der Finest Spirits auszustellen. Schließlich haben sie hier in München ein Heimspiel. Korbinian Achternbusch, Stella Hartmann und Michael Weißenböck sind das junge Team, das seinen weichen, bio-zertifizierten Dry Gin präsentierte. Ein Interview mit Korbinian Achternbusch haben wir letztes Jahr ja bereits veröffentlicht. Auch an vielen anderen Ständen entdeckte ich regionalen deutschen Gin. Kaiser Hill 16 beispielsweise, einen klassischen Gin, bei dem die Wacholderbeere im Vordergrund steht.

Hans-Gerhard Finks Premium-Gin Serie Albfink auf der Finest Spirits 2014 Hans-Gerhard Finks Premium-Gin Albfink auf der Finest Spirits 2014

Hans-Gerhard Fink, der bisher auf Messen vor allem seinen Schwäbischen Highland Whisky Finch vorstellte, war hier in München jetzt auch mit seiner neuen Premium-Serie Albfink vertreten. Die Wacholderheide sei schließlich das zentrale Landschaftselement der Schwäbischen Alb – was läge also näher, einen Gin herzustellen? In den letzten drei Jahren lief die Entwicklung und Produktion des Dry Gin recht stiefmütterlich neben den anderen Destillaten her, doch da  jetzt mehr und mehr Anfragen bei ihm ankommen aus der Hotellerie, entschloss sich Hans-Gerhard Fink, eine eigene Marke zu generieren. Neben dem Finch jetzt also die Schwestermarke Albfink, in der neben dem Gin beispielsweise auch ein Getreidewodka angeboten wird.

Auch Tonic Wasser fehlt nicht auf der Finest Spirits
Wo Gin ist, dürfen natürlich auch Tonic Water nicht weit sein. Ganz in der Nähe vom Albfink war der Stand von Fentimans zu finden. Hier konnte ich etwas Neues probieren, das Fentimans Light Tonic Water. Wer jetzt beim Ausdruck „light“ an irgendwelche Limonaden mit Zuckeraustauschstoffen denkt, liegt bei Fentimans falsch: Bei der Traditionsmarke setzt man  auf Qualität und verwendet weder Geschmacksverstärker noch Konservierungsstoffe.

Fentimans Tonic Water inklusive neuer Light Version auf der Finest Spirits 2014 Fentimans Tonic Water inklusive neuer Light Version auf der Finest Spirits 2014

Nils Wieczorek erklärt mir: „Mit dem Tonic Light haben wir auf die Nachfrage von Ginherstellern und Kunden reagiert, die sagen, es gibt jetzt sehr viel floralere Gins.  Zum Beispiel den Monkey , den Tanqueray 10 oder den Saffron. Es ist eigentlich sehr schade, solche Gins mit sehr süßen, herbalmäßigen Tonicwässern zu ersticken. Man darf eins nicht vergessen: Beim Gin & Tonic ist der größte Anteil der Tonic. So haben wir ein Tonic Wasser entwickelt, das weniger Zucker enthält – und das ist eigentlich schon alles. Es enthält nur weniger Zucker als das Standard Fentimans,  dadurch kommt  die Zitrusnote etwas besser heraus. Man hat das Gefühl, dass auch das Chinin ein wenig mehr herauskommt, aber der Anteil ist gleich. Auch die Botanicals sind die gleichen.“

So drehte ich also langsam meine Runden, genoss Atmosphäre, Gespräche, Gin & Tonic, Leckereien an Käse-, Chips- oder Pralinenständen und natürlich auch so manchen Dram Whisky. Schließlich ist nicht zu leugnen, dass die Anzahl der Whisky/Whiskey-Aussteller deutlich überwiegen und die Finest Spirits nicht zuletzt auch ein El Dorado für Whiskyfreunde ist. Aber das ist hier nicht unser Thema….

 

Petra Milde ist selbständige Autorin und schreibt hin und wieder auch für Ginobility.
Wer mehr von ihr lesen möchte, kann das beispielsweise auf ihrem eigenen Whiskyblog www.meinwhisky.com. Dort erfahrt ihr dann auch etwas über die Whiskys auf der Finest Spirits 2014.

Elephant Gin - Das Interview mit den Machern

 

Elephant Gin Flasche - Design bis ins kleinste Detail Elephant Gin Flasche - Design bis ins kleinste Detail

Mitte 2013 stießen wir bei unsere täglichen Suche nach neuen, ausgefallenen und besonderen Produkten aus der Gin und Tonic Welt auf einen deutschen Gin namens Elephant Gin der uns gleich gefangen nahm und faszinierte.
Nach der ersten Kontaktaufnahme mit Inhaber Robin Gerlach waren wir uns schnell einig und hatten die Ehre als erster Händler in Deutschland Elephant Gin temporär exklusiv über unseren Shop und darüber hinaus vertreiben zu können.

Wir freuen uns darüber Euch heute endlich das Interview mit Inhaber Robin Gerlach und dem Master Destiller Benny Kohr präsentieren zu dürfen.

Was macht Eurer Meinung nach ganz allgemein betrachtet einen sehr guten Gin aus?!
RG: Ein sehr guter Gin hat einen ganz eigenen Charakter; und am besten kann man diesen erkennen wenn man den Gin nur mit Wasser verduennt kostet. In einem guten Gin suche ich nach mehr als  bloss Wacholder-und Zitrusnoten sondern auch nach anderen facettenreichen Geschmackselementen.

 

Elephant Gin ist ein echtes Gesamtkunstwerk, von der Flasche, über die Aufmachung und die Geschichte bis hin zum eigentlichen Gin, den verwendeten Botanicals und dem tollen Engagement um die "Grauen Riesen Afrikas". Wie kam es zu der Idee zu Elephant Gin?
RG: Die Idee entstand durch die Reisen von Tessa und mir in Afrika; vor allem aber die mehreren Wochen die Tessa mit Organisationen wie Space4Elephants in Suedafrika verbracht hat. Auch nach unseren Reisen wollten wir etwas für die vom Aussterben bedrohten afrikanischen Elefanten tun und Organisationen unterstützen, die vor Ort handeln. Gleichzeitig wollte ich endlich meine Idee eines neuen Gins verwirklichen. Somit stand nicht nur der Name fest, sondern auch auch das Land, das uns für die Zutaten inspirieren sollte...

Engagement für Afrikanische Elefanten - Big Life Foundation Engagement für Afrikanische Elefanten - Big Life Foundation

Afrika bildet den Kern rund um das Gesamtkunstwerk Elephant Gin. Woher stammt die Tiefe Verbundheit mit diesem Kontinent?
RG: Für diejenigen, die schon einmal in Afrika gereist sind und dort auch abseits vom grossen Tourismus das Land entdeckt haben, wissen dass Afrika etwas Magisches hat was nur schwer zu beschreiben und andererseits unmöglich zu vergessen ist. Auch zurück in Europa haben uns diese Erfahrungen nicht losgelassen und obwohl wir (zur Zeit) in Europa leben, wollen wir stets die Beziehung zu den Menschen dort aufrecht erhalten und ihre grossartige Arbeit unterstützen.

 


Auch wenn wir Elephant Gin bereits in unserem Shop eingehend portraitiert haben, wie würdet Ihr ihn aus Eurer Perspektive beschreiben, woher kam die Expertise bei der Rezepturentwicklung und was macht ihn aus Eurer Sicht so besonders?
RG: Elephant Gin ist aus einer wahren Passion entstanden und ein Produkt in dem viel Herzblut steckt. Nicht nur der Inhalt, sondern auch das Packaging macht ihn aus. Jedes Detail hat eine Bedeutung; viele davon mit Bezug auf die geschichtliche Entdeckung Afrikas und Verwendung von natürlichen Materialien.

Der Inhalt ist unser ganzer Stolz, denn da wir nicht aus einer Brennereifamilie stammen, haben wir Unterstützung von einer Reihe diverser Experten, darunter Biochemiker, Whiskey-Macher, Barbesitzer und Parfümeure, bekommen, die das Rezept mit uns entwickelt haben. Fuer mich sind es besonders die frischen Äpfel und afrikanischen Kräuter, die Elephant Gin facettenreicher macht als andere Gins. Ganz besonders hoffen wir auch, dass unser Produkt Leute anregt sich mit dem akuten Thema des vom Aussterben bedrohten afrikanischen Elefanten zu beschäftigen! Wenn wir heute nichts dagegen tun, wird es in ca. 15 Jahren keine mehr geben... 

Zwei der 14 Botanicals im Elephant Gin Zwei der 14 Botanicals im Elephant Gin

Elephant Gin basiert auf einer Vielzahl afrikanischer Botanicals. Da Afrika ja bekanntermaßen über eine extrem artenreiche Fauna verfügt ist das Angebot ja schier endlos. War das Geschmacksprofil für Elephant Gin von Anfang an klar sodass die Auswahl der "richtigen" Botanicals nicht weiter schwer fiel?


RG: Zuanfangs, hatten wir eine lange Liste von Kraeutern, die uns gefielen. Allerdings mussten wir eine Reihe davon direkt streichen, da sie in einigen europäischen Ländern nicht legal sind. Dann war uns natürlich der Geschmack wichtig und somit musste erstmal gerochen, eingelegt, gekocht und getrocknet werden. Anschliessend haben wir viele Monate getestet und dabei auf immer mehr Kräuter verzichten müssen - oft wegen ihrer bitteren Note.

Aus diesem riesigen Angebot ist ja bestimmt nicht sofort die letztendliche Botanical - Auswahl getroffen worden. Wie lange hat der Auswahlprozes bzw. der gesamte Entwicklungsprozess bis zum fertigen Elephant Gin gedauert? Wie viele "Beta-Versionen" sind bis zum Tag x entstanden?
Das ist eine schwierige Frage. Wir haben sicherlich ein Jahr im Labor gearbeitet bevor wir mit der wirklichen Anlage gearbeitet haben. Nach jeder Version wurden unsere Testnasen zu Rate gezogen; es wurde blind gekostet und immer wieder im Kreis einer Runde von Barkeepern diskutiert und verglichen. Oft habe ich schon morgens direkt nach dem Aufstehen das erste Mal gerochen um zu sehen ob sich meine Meinung vom Vortag verändert hatte. Wenn ich eine Zahl nennen müsste, dann würde ich auf um die 30 Versionen schätzen..

Frage an Benny: Die Kreation eines so hochwertigen Gins wie Elephant Gin bedarf natürlich handwerklichen Geschicks und viel Erfahrung. Wie begann Dein Werdegang? Was hat Dich zum Gin gebracht bzw. wie kamst du zu Elephant Gin und was verbindet dich mit ihm?
BK:Ich bin seit mittlerweile 15 Jahre im Unternehmen riha und mehr als 10 Jahre  als Destillateur in Schwechow beschäftigt. Als eines Tages dann ein nettes Telefongespräch mit Robin stattfand, war ich sofort von dem Thema Gin begeistert, zumal mich Gin auch im privaten Leben des öfteren begleitet hat. Ich nahm es als neue Herausforderung an und schon bald fand das erste Treffen mit Robin statt.

Frage an Benny: Elephant ist ein London Dry Gin, heißt alle Botanicals werden zusammen mazeriert und danach destilliert. Wie Du eben schon angemerkt hast kommst Du ja eher aus dem Obstbrand. Welche Herausforderungen brachte das für die Entwicklung von Elephant Gin mit sich?
BK: Als reiner obstverarbeitender Betrieb, stellte sich natürlich für mich die Frage ist es überhaupt möglich hier in Schwechow einen Gin aus technischer Sicht zu produzieren. Aber na klar, denn Gin ist ganz genau genommen eine andere Art des Obstgeistes den wir hier auch produzieren, und bei beiden Arten ist es wichtig soviel Aromen und Alkohol zu destillieren wie nur möglich. Also war es klar das wir den Gin auf unser eigenen Geistanlage destillieren werden, dazu waren im Vorfeld einige Versuche notwendig  um die optimale Kräutermischung zu finden

Frage an Benny:  Mit welchen Destillationsaparaturen arbeitet Ihr und gibt es Besonderheiten die sie auszeichnen, dass sie für Elephant Gin Verwendung finden?
BK:Für den Elephant, nutzen wir unsere dampfbeheizte 500l Obstgeistanlage von der Fa. Holstein/Bodensee (der Mercedes unter den Brennereianlagen).
Da sich aber jede Anlage auf der ganzen Welt anders  auf den Elephant Gin Destillat auswirken würde  und sein eigenen Charakter dadurch mit sich bringt, waren einige Versuche notwendig.

Elephant Gin ist ein noch sehr junger und wirklich besonderer Gin. Daher ist das vielleicht eher eine hypothetische Frage, aber denkt man bei Euch schon über einen Destillers Cut oder andere "Spielarten" des Gins nach die das Angebot ergänzen könnten?
RG: Ja, sicherlich wir sind auch schon in den Startloechern... bald mehr.

Elephant Gin ist zwar offenkundig ein aus Deutschland stammender bzw. hier hergestellter Gin, konzeptionell und bezogen auf die Botanicals aber ebenso weit weg von Deutschland. Wie wichtig ist eurer Meinung nach die Herkunft eines Gins und welche Rolle spielt sie bei Elephant Gin?
RG: Um diese Frage zu beantworten muss man einen kurzen Abstecher in die Geschichte machen, denn die erste Ginproduktion führt zurück nach Holland, dann England und ihre Kolonien in Afrika und der Welt. Heute werden fast alle Gins mit einer Vielzahl an Zutaten , und nicht konzentriert wie zum Beispiel Wein, Champagner, Liquer oder Bier, hergestellt. Das Produkt Gin ist also ein wahrer Weltenbummler und wir integrieren Zutaten aus Ländern, die uns inspirieren. Darunter die afrikanischen Botanicals, aber auch gleichzeitig die frischen Äpfel aus Deutschland, die dem Produkt einen wichtigen lokalen Charakter und Geschmack geben.

Die Abstände in denen neue Gins auf den Markt drängen werden immer kürzer. Man kann fast sagen das täglich neue Produkte das Licht der Gin-Welt erblicken.
Wie betrachtet ihr diese Entwicklung und welche besonderen Herausforderungen bringen diese aus Sicht eines so jungen neuen Unternehmens wie Ihr es seid mit sich?
RG: Das ist richtig; wir haben uns das auch oft vor Augen gehalten. Weltweit gibt es sicherlich ein paar hundert Gins, die sich gegen die grossen Marken behaupten wollen. Unser Gin hat ein sehr eigenes Geschmacksprofil welches fuer die Barszene interessant ist um neue Cocktails zu kreieren.  Die Aufmachung des Produkt spricht viele Konsumenten an, sowie die Geschichte der Entstehung und unseres Engagement in Kenya und Süd-Afrika. Man braucht im heutigen Markt nicht nur ein gutes Produkt sondern auch wahre Passion, Liebe zum Detail und Durchhaltevermögen um dem Konsumenten etwas aussergewöhnliches anbieten zu können.

Elephant Gin - Höchst vielseitig in Cocktails einsetzbar. Elephant Gin - Höchst vielseitig in Cocktails einsetzbar.

Eine letzte Frage: Wie trinkt ihr Elephant Gin am liebsten bzw. habt ihr einen Insidertipp wie man ihn mal probieren sollte?
RG: Am liebsten trinke ich Elephant Gin pur (mit etwas Wasser vermischt) um die verschiedenen Geschmacksnoten zu geniessen. Das kann ich jedem empfehlen! Ich trinke Elephant Gin ausserdem gerne in einem Negroni oder Tembe (50ml Elephant Gin, dash of Absinthe, dash of Lillet blanc, lemon twist, black pepper and lemon bitters).

Vielen Dank Euch beiden für den Einblick hinter Elephant Gin! Wir wünschen Euch alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

 

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, schaut doch mal bei uns im Shop vorbei und lest weiteres zu Elephant Gin und vor allem das Tasting. Für weitere Infos besucht einfach die neue und tolle Elephant Gin Webseite oder folgt dem Elephant auf Facebook.

The Duke Munich Dry Gin - einer der ersten deutschen Gins! Ein Interview.

The Duke Munich Dry Gin gehört zu den ersten deutschen Gins die es völlig zu recht zu internationalem Ansehen gebracht haben und somit dazu beitrugen Deutschland als ernstzunehmende Größe im internationalen "Gin-Zirkus" zu etablierten.

The Duke Munich Dry Gin - klassisch in der Form, unverwechselbar im Geschmack. The Duke Munich Dry Gin - klassisch in der Form, unverwechselbar im Geschmack.

Da The Duke zu den ersten Gins in unserem Shop gehörte, haben wir die münchner Gin Pioniere zum Interview gebeten um mehr über diesen besonderen Gin zu erfahren und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Unser Interviewpartner Maximilian Wagner stieß 2010 zu den beiden Gründern Maximilian Schauerte und Daniel Schönecker von The Duke hinzu und kümmert sich seitdem um den Vertreib und die Vermarktung.

The Duke Munich Dry Gin - Die Macher v.L.n.R. Maximilian Wagner (Vertrieb und Vermarktung, Maximilian Schauerte (Gründer), DanielSchönecker (Gründer), Marcelo Fernandes (Auszubildender Destillateur) The Duke Munich Dry Gin - Die Macher
v.L.n.R. Maximilian Wagner (Vertrieb und Vermarktung, Maximilian Schauerte
(Gründer), DanielSchönecker (Gründer), Marcelo Fernandes (Auszubildender Destillateur)

Ginobility: Was macht Eurer Meinung nach einen sehr guten Gin aus?!

Maximilian Wagner: Ein sehr guter Gin sollte meiner Meinung nach insbesondere dadurch glänzen, dass er einen eigenen Geschmack hat und nicht nur eine Kopie eines vielleicht schon etablierten und „funktionierenden“ Gin ist.
Die Auswahl höchstwertiger Zutaten und eine saubere Herstellung nehme ich mal als Grundvoraussetzung.

 

Ginobility: Wie lange habt Ihr gebraucht um das Rezept für The Duke in der jetzigen Form zu kreieren? Gab es Vorbilder bei der Rezepturentwicklung bzw. woher kam die Inspiration?

Maximilian Wagner: Die Grundidee des Duke Gin war einen „ursprünglichen“ Gin zu entwickeln, einen, der wieder auf den Ursprung des Ganzen zurückgeht – die Wacholderbeere. Zusätzlich war klar, dass er nicht eintönig sein durfte, so dass eine Komposition an Kräutern und Gewürzen (Drogen) gewählt wurde, die den Duke mit einer herrlich kräftigen Wacholdernote daherkommen lassen, ihm aber auch eine Frische und Vollmundigkeit verleihen. Das Ziel war auch ganz klar, dass der Gin sich nicht z.B. von Tonic „beerdigen“ lassen sollte, sondern durch-schmeckt und den Drinks seinen eigenen Charakter und Geschmack zugibt.

 

The Duke Munich Dry Gin und der Kupfer Still der deutschen Firma CARL  The Duke Munich Dry Gin und der Kupfer Still der deutschen Firma CARL

Ginobility: Gibt es Besonderheiten bei der Herstellung von The Duke bzw. mit welchen Destillationsverfahren arbeitet Ihr?

Maximilian Wagner: Besonders ist sicherlich die Auswahl der Drogen – alle aus biologischem Anbau, was weniger einer ideologischen Vorstellung geschuldet ist sondern sich schlicht auf die gewünschte, höchste Qualität bezieht. Biologisch angebaute Wacholderbeeren sind deutlich aromatischer als konventionell ausgebaute Ware – das setzt sich auch bei den anderen Kräutern und Gewürzen und dem Grundalkohol – aus 100% biologisch angebautem Getreide gebrannt – durch…
Wir destillieren zweifach in unserer eigenen kupfernen Destille; auch Abfüllung und Etikettierung wird von uns selbst im eigenen Haus erledigt, genauso wie auch Vertrieb und Vermarktung von uns erledigt werden.
In der Produktion haben wir somit die Möglichkeiten immer und überall laufend Qualitätskontrollen durchzuführen, und man muss sich nicht z.B. auf einen „Lohnbrenner/-abfüller“ verlassen – was der ganzen Sache eh wieder seinen Charme und Authentizität nehmen würde ☺

Die Bio-Botanicals des The Duke Munich Dry Gin Die Bio-Botanicals des The Duke Munich Dry Gin

Ginobility: Was ist das typisch münchnerische bzw. bayrische an The Duke?!

Maximilian Wagner: Ich glaube hier gibt es verschiedene Punkte:

  1. Wir haben Hopfen und Malz in unserem Gin; was bei der Rezeptentwicklung zunächst mal mit einem Lächeln und Augenzwinkern ausprobiert wurde, zeigte schnell, dass es Sinn macht: Gersten-Malz ist geschmacklich kaum wahrnehmbar, macht unseren Gin trotz 45% vol aber schön weich und vollmundig; Hopfenblühten verleihen dem Gin (wie auch beim Bier) eine gewisse Würzigkeit.
  2. Der Name ist ebenfalls sehr Münchnerisch/Bayrisch, da er sich direkt auf unseren Stadtgründer bezieht – Herzog Heinrich der Löwe → Herzog = The Duke
  3. Wir sind seit den 1970er Jahren die erste Destillerie, die tatsächlich ihre gesamte Produktion mitten in München (Schwabing/Maxvorstadt) angesiedelt hat.
  4. Trotzdem verstehen wir uns nicht nur als Münchner Gin sondern auch als ein Deutsches Produkt, das man inzwischen ebenso gerne in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt oder Stuttgart genießt – natürlich auch in den ländlicheren Regionen.

 

Ginobility: Wieso habt Ihr Euch für einen so aromatischen und gehaltvollen Gin entschieden?

Maximilian Wagner: Gin ist klassischer Weise keine Spirituose die man in großen Mengen pur trinkt (auch wenn ich es jedem nur empfehlen kann den Duke nach einem opulenten Mahl auch mal pur als Digestif zu genießen!), er findet die größte Verwendung in diversen Cocktails und Longdrinks – allen voran der Gin & Tonic. Wenn man jetzt einen Gin hat, der eher etwas „schwach auf der Brust“ ist, kann es gut sein, dass er sich vom Tonic „beerdigen“ lässt – das passiert mit dem Duke Gin nicht. Man wird immer erkennen, dass ein Duke-Gin & Tonic auch ein Duke-Gin&Tonic ist.
Ginobility: Wenn Ihr eine „Special Edition“ von The Duke entwickeln würdet, wie sähe dieser bzw. wie würde dieser schmecken?

Maximilian Wagner: (lacht) wäre die Rezeptur nicht anders ausgefallen, wenn man was anderes gewollt hätte?! Wir sind immernoch sehr zufrieden mit dem eigenen, einzigartigen Geschmack des Duke Gins ☺
Aber die Gedanken sind ja frei – ich schau mir immer gerne Gin auf Navy Stregth an.
Zunächst müssen wir aber noch schauen, den Duke und auch sein neues Geschwisterchen – den LION’S Vodka – weiter voranzutreiben.

 

Ginobility: Ihr habt jetzt schon die zweite Auflage von speziell auf The Duke ausgelegten Gin & Tonic Rezepten herausgebracht. Wer kreiert diese für Euch?

Maximilian Wagner: Die Rezepturen kommen von Andreas Plucinsky, der sie zusammen mit Peter A. Wolf entwickelt hat. Der Anspruch war hier: hervorragende Drinks zu kreieren, die nicht all zu aufwändig in der „Herstellung“ sind und dazu immer wieder geschmacklich etwas Neues bieten.
Das faszinierende ist eigentlich, dass es immer „nur“ Gin & Tonic ist, die aber durch die Zugabe unterschiedlicher Garnituren unterschiedlichste Geschmacksrichtungen bekommen, der Duke Gin ist hierbei die starke Grundlage auf dessen Rücken die Geschmäcker spielen können.

 

The Duke Munich Dry Gin & Tonic The Duke Munich Dry Gin & Tonic

Ginobility: Mit welchem Tonic Water funktioniert The Duke am besten?

Maximilian Wagner: Diese Wahl überlassen wir gerne jedem selbst und ich kann nur jeden dazu ermutigen sich mal durchzuprobieren!
Herrlich, wie unterschiedlich ein Gin & Tonic schmecken kann, wenn man nur das Tonic ändert; variiert man dann auch noch dazu die Garnitur (z.B. Zitrone, Limette, Orangenzeste) ergeben sich wieder eine Vielzahl an Möglichkeiten!

 

Ginobility: Wie trinkt Ihr The Duke am liebsten?!

Maximilian Wagner: Ich denke das ist Tagesabhängig. Als Gin & Tonic, im Martini, als Digestif, im Red Snapper… die Möglichkeiten sind hier (fast) unendlich ☺
Ginobility: Deutschland geht die positive Entwicklung der Spirituose Gin in eindrucksvollem Tempo mit. Wie sieht Eurer Meinung nach die Zukunft des Gin generell bzw. in Bezug auf den Deutschen Markt aus!? Seht Ihr ein ähnlich langfristiges Potenzial wie in Spanien wo Gin & Tonic eine Art Nationalgetränk ist?

Maximilian Wagner: Viele sprechen von einem Gin-Hype, wir sehen es mehr als eine Gin-Renaissance. Gin war immer da und wird auch immer an den Bars bleiben, aber wie in jedem Segment verschieben sich die Geschmäcker von Zeit zu Zeit.
Ich glaube für eine Größe wie in Spanien – als Nationalgetränk -, wird es in Deutschland nicht reichen (dafür ist es hier nicht warm genug ;-) ). Da bleibt das Gros der Leute doch eher dem Radler und dem Bier verbunden.
Aber es ist schön zu sehen, wie die Barszene sehr kreativ und hochwertig wächst und in der Bar gehört Gin nun mal zu den wichtigsten Grundspirituosen…

 

Ginobility: Fast monatlich erscheinen neue deutsche Gins auf der Bildfläche. Wie bewertet Ihr diese Entwicklung mal abgesehen von der wachsenden Konkurrenz für The Duke? Teilweise hört man bereits von einer „Ginflation“.

Maximilian Wagner: Wenn ein Markt funktioniert, wird es immer wieder Neueintritte neuer Marken geben, damit war und ist zu rechnen.
Wettbewerb belebt das Geschäft, nicht nur, weil sich die einzelnen Firmen untereinander den Markt teilen müssen – sondern auch weil erst durch eine Mehrzahl an Firmen auch ein Markt geschaffen werden kann!
Rückblickend war es sicherlich nicht schädlich für den Deutschen Gin-Markt, dass relativ zeitgleich mit uns zwei weitere Marken auf den Markt kamen – so war keiner von uns eine „komische Rarität, denn Gin hat schließlich aus England zu kommen“, sondern zusammen weckte man die Aufmerksamkeit der Leute, dass bester Gin tatsächlich auch aus Deutschland kommen kann!
Ob man tatsächlich mehr als sechs Ginsorten im Regal stehen haben muss… das  wird die Zukunft zeigen; alles gut, so lange der Duke im Regal steht ;-) (lacht)

Vielen Dank Maximilian Wagner für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit The Duke und dem  "kleinen Geschwisterchen" LION'SVodka!

Wer sich noch ein wenig genauer über The Duke Munich Dry Gin informieren möchte, sollte mal auf www.theduke-gin.de vorbeischauen.

 

Die Feinbrennerei Simon's und ihr ausgezeichneter Bavarian Pure Pott Still Gin

Die Feinbrennerei Simon in Alzenau läd zur Neueröffnung und natürlich lässt sich Ginobility da nicht zwei Mal bitten! Auch wenn am vorherigen Tag gebührend "World Gin Day" gefeiert wurde, schafften wir es an einem wunderschönen sonnigen Sonntag Mittag pünktlich auf den Dörsthöfen anzukommen. Malerisch in mitten von hügeligen Wäldern und Wiesen liegt der Hof direkt vor dem hauseigenen Weinberg.

Feinbrennerei Simon's in Alzenau

Der rauchende Schornstein machte die Orientierung leicht denn aus zuverlässiger Quelle wussten wir, dass der Brennkessel nicht mit Öl oder Gas, sondern mit Holz befeuert wird.

Auf der Einladung wurde schon angekündigt was uns erwarten würde: Die neue große Destille würde vorgeführt und das live Whiskey gebrannt wird. Grundsätzlich zwar nicht unser Thema, wussten wir allerdings, dass neben einem preisgekrönten Whiskey auch ein ebenso medaillenträchtiger Gin im Hause Simon gebrannt wird. Genauer gesagt sind es zwei Gins: Der Simon's Bavarian Pure Pott Still Gin und der mit 46% Vol. stärkere Bruder mit dem bezeichnenden Namenszusatz "Next Level".

Am unteren Gebäude angekommen treten wird ein und da steht das gute Stück also: Eine Verschlussbrennerei von Holstein Arnold aus Markdorf am Bodensee. Auf ihr werden allerdings ausschließlich der bereits erwähnte prämierte Whiskey und ein hervorragender Rum gebrannt.

Die Holstein Arnold Verschlussbrennerei Die Holstein Arnold Verschlussbrennerei

Severin Simon, Inhaber und Master Destiller der Feinbrennerei Simon  begrüßt uns persönlich und wir kommen gleich ins Gespräch. Im Verlauf erfahren wir unter anderem das der Urgroßvater von Severin bereits 1879 eine Brennlizenz erwarb und Obstbrände herstellte. Dies lag natürlich nahe, wenn man im Besitz eines Weinberges und der entsprechenden Infrastruktur ist. Gebrannt wurde damals meist in den Herbst- und vor allem Wintermonaten wenn der Weinbau naturgemäß brach lag. Auch heute noch wird auf den Dörsthöfen neben hochwertigsten Bränden auch eigener Wein gekelltert und in der hauseigenen Weinstube angeboten (das Essen ist grandios!!).
Ziemlich schnell kommen wird dann aber auch zu unserem gemeinsamen Thema: Gin.

Severin erklärte uns, dass er ca. 1 Jahr brauchte um das Rezept für seinen Gin auszutüfteln. Wie schon erwähnt wird der Simon's Bavatian Pure Pott Still Gin nicht auf der Verschlussbrennerei sondern auf einer deutlich keineren Pott Still Anlage im dem Wohnhaus gegenüber liegenden Gebäude gebrannt:

Simon's Adolf Adrian Pott Still Simon's Adolf Adrian Pott Still

Klein aber fein trifft es sehr gut, denn das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen! Natürlich haben  wir den Gaumenschmeichler mit immerhin 46% Vol. natürlich auch verkostet, der dieses Jahr von der Jury der World Spirit Awards mit der Silbermedaille ausgezeichnet wurde! Zurecht wie wir finden!

In der Nase fällt schon die enorme Milde und dezente Fruchtigkeit auf. Der Wacholder kommt klar und äußerst angenehm zur Geltung. Und: Von störenden Alkoholnoten keine Spur!

Am Gaumen überzeugt er zu 110%! Unglaublich mild und dabei dennoch würzig und ungemein komplex, ohne aber aufgesetzt zu wirken. Auch hier kommt der Wacholder sehr schön zur Geltung, was bei einem deutschen Gin ja nicht gerade die Regel ist. Hinzu kommen fruchtige Noten, die aber weniger präsent wirken als noch in der Nase. Was es genau war konnten wir nicht klar definieren. Auf der ausliegenden Angebotslist ist von "exotischen" Botanicals die Rede, was genau sich aber dahinter versteckt, versuchen wir in einen detaillierteren Interview mit Severin Simon herauszubekommen.

Simon's Bavarian Pure Still Pot Gin "Next Level" Simon's Bavarian Pure Still Pot Gin "Next Level"

Natürlich haben wir den feinen Brand auch als Gin & Tonic probiert, genauer gesagt mit Tonic von Thomas Henry. Auch hier funktioniert der Simon's Bavarian Pure Pott Still Gin "Next Level" ganz hervorragend und bildet seinen angenehm würzigen Charakter wunderbar aus. Eine bayrisch-schweizerische Colaboration könnten wir uns auch sehr gut in Form eines Simon's Gin & Gents Tonic vorstellen, ohne dies bereit probiert zu haben. Das werden wir aber definitiv nachholen und im Zuge des geplanten Interviews darüber berichten.

Auch wenn erfreulicher Weise viel los war auf dem Dörsthöfen, haben sich Severin Simon und seine Frau sehr viel Zeit für uns genommen, wofür wir uns an dieser Stelle herzlichst bedanken wollen.

Mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit, werden wir den Simon's Bavarian Pure Pott Still Gin in beiden Ausfertigungen sehr bald schon in unserem Shop anbieten können. Also dran bleiben...!!

Hier findet ihr die kleine aber äußerst feine Destille im Web:
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