Willkommen bei Ginobility

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Neue Ginobility Babys: FEW Gin und FEW Barrel Aged Gin

FEW AmericanZwei unserer Neuzugänge möchten wir euch hier vorstellen und wärmstens ans Herz legen: Wir sind stolz darauf, jetzt den FEW American Gin und den FEW Barrel Aged Gin im Programm zu haben. Die beiden ganz besonderen Tropfen kommen aus den USA und werden in der Nähe von Chicago im FEW Barrel AgedStädtchen Evanston produziert. Paul Hletko hat die craft distillery, die jeweils nur kleine Batches herstellt, dort 2011 gegründet. Das war übrigens nicht so einfach, wie es klingt, denn Evanston war dereinst die Geburtsstätte der amerikanischen Prohibition und hat sich ihre Abstinenz in Sachen Alkoholproduktion bewahrt, bis Paul Hletko alias Few Spirits dort diese erste Brennerei eröffnen durfte.

Auf diese Prohibitionszeit spielt der Macher des FEW Gin auch mit dessen Namen an: Es ist natürlich auch richtig, wenn ihr vermutet, dass „few“ für die kleinen Batches steht, in denen der Gin produziert wird. Aber es sind gleichzeitig auch die Initialen F.E.W für Francis Elisabeth Williard, berühmte Tochter des Städtchens Evanston und Anführerin der hiesigen Prohibitionsbewegung. Jetzt heißt ein Gin nach ihr – schon ein bisschen gemein…. :-)

FEW Gin ist „grain to glass“

Aber kommen wir zum Gin: Der FEW American Gin und auch sein fassgereifter Bruder FEW Barrel Aged Gin werden „grain to glass“ hergestellt, das heißt, auch den Basisalkohols stellt die Brennerei selbst her. Sie kauft dafür Weizen und Gerste von Farmern in Indiana und Wisconsin ein und legt bei der Fermentierung bereits großen Wert auf die Geschmacksentwicklung. Um den Basisalkohol dann in Gin zu verwandeln, nutzt Paul Hletko für den FEW American Gin 11 Botanicals wie Wacholder, Zitronen- und Orangenschale, Vanille, Cassia, Paradieskörner. Ach ja – und Hopfen aus eigenem Anbau. Ergebnis ist nach dem Brand ein ausgewogener Dry Gin mit Schöner Wacholdernote und Zitrus- und Vanilleprofil.

Beim FEW Barrel Aged Gin wird eine etwas andere Botanical-Zusammenstellung verwendet, denn die viermonatige Reifung in den kleinen 5 Gallonen Fässern verändert den Geschmack des Gins so sehr, dass der zuvor eine intensivere Struktur haben sollte. Mehr Wacholder und mehr würzigere Botanicals kommen deshalb zum Einsatz. Das Ergebnis – genial. Finden wir. Aber findet es doch am besten selbst heraus...

Eine Beschreibungen der Aromatik findet ihr natürlich hier im Shop in der Produktbeschreibung des FEW Barrel Aged Gins.

Den FEW American Gin gibt’s natürlich auch im Ginobility Shop und zwar hier.

FEW Gin mal zwei

nginious! Gin auf der Hanse Spirit

nginious StandNach dem Besuch einer Spirituosenmesse bleibt bei mir nie der Eindruck zurück: Okay, war nett, aber viel Neues hast du nicht gesehen. Ganz im Gegenteil: Auf jeder Messe lassen sich immer ganz bemerkenswerte Entdeckungen machen, so auch dieses Jahr auf der Hanse Spirit in Hamburg. Eine davon betraf einen besonderen Gin und die möchte ich euch hier natürlich nicht vorenthalten: Oliver Ullrich stellte stolz sein Produkt „nginious!“ vor. Der junge Gin-Begeisterte ist Deutscher, lebt und arbeitet aber in der Schweiz. Mit Ralph Villiger und Iris Menne-Ullrich zusammen betreibt er in Zürich sehr erfolgreich die Ginbar „4 Tiere“.

Mit dem Ausschenken alleine wollte er sich irgendwann nicht mehr zufrieden geben, es reizte ihn, einen eigenen Gin zu kreieren. Etwas Besonderes sollte es sein: Einen Schweizer Charakter wünschte er sich für sein Produkt und er wollte aus den Botanicals das Beste an Aromen herausholen, was möglich ist. Getüftelt wurde, getestet und verglichen, bis Oliver Ullrich schließlich mit dem Ergebnis zufrieden war und den Brennvorgang in die Hände von Hans Erismann in seiner Brennerei in Eschenmosen abgeben konnte: nginious! war geboren.

nginious Flasche

18 Botanicals prägen den Geschmack des nginiuos!, der stark an Kräuter und Bergwiesen erinnert - so, wie man sich ein Schweizer Produkt typischerweise vorstellt, meint Ullrich. Und das Aroma des nginious! entsteht nicht einfach so in einer Destillation aller Botanicals miteinander, Olliver Ulrich hat sich für das Destillieren in einzelnen Chargen und das anschließende Blenden entschieden. So entsteht also ein etwas anderer Gin, ganz so, wie er es immer gewollt hat.

nginious 18 Botanicals

In vier verschiedenen Gruppen werden die Botanicals zusammengestellt und gebrannt, jeweils in kleinen Chargen von rund 100 Litern. Dieser Brennvorgang dauert etwa 3 bis 4 Stunden und das ist das Maximum, was Ullrich den Botanicals zumuten möchte. Größere Chargen würden stundenlang vor sich hinkochen, meint er, und die ganze Geschmackskomposition durch die sorgfältige Mazeration in unterschiedlicher Dauer zwischen 6 und 10 Stunden wäre wieder zerstört.

Sicher interessiert es euch, welche Botanicals denn im nginious! in diesen vier Gruppen verwendet werden:

  • Frucht: Wacholder, Berberitze, Lorbeerfrüchte
  • Kräuter: Heublumen, Rotkleeblüten, Goldmelisse, Verveine, Ysop, Kamille, schwarze Johannisbeerblätter, Iriswurzel, Silberdistelwurzel, Galgant
  • Citrus: frische Grapefruit, Zitronen- und Orangenschalen, dazu zur Abrundung ganzer geschälter Kardamom
  • Süßholz

Beim Blenden kommen dann von jeder Gruppe 3 bis 4 Chargen zusammen, lediglich vom Süßholz wird nur eine Charge zum Abrunden herangezogen. Weitere Süßstoffe kommen übrigens in den nginious! Gin nicht hinein. An das Blenden schließt sich eine Ruhezeit von 6 bis 8 Wochen an, in der alle Stoffe und Aromen eine harmonische Verbindung miteinander eingehen können.

nginious BotanicalsNeben diesem nginiuos! Swiss Blended Gin in der klaren Glasflasche stehen da aber noch weitere Produkte auf der Präsentationstheke vor Oliver Ullrich. Feines Leder umgibt diese Flaschen. Es ist der nginious! Vermouth Cask Finish, erfahre ich - wiederum etwas Außergewöhnliches. Als Ullrich die Idee hatte, die Kräuteraromen seines nginious! durch ein Finish mit denen eines Vermouths zu verbinden, stieß er zunächst einmal auf eine Schwierigkeit: Roberto Bava von Cocchi in Piemont klärte ihn auf, dass er seinen Vermouth längst nicht mehr in Fässern lagert, sondern in Edelstahltanks. Doch auch er fand den Gedanken an einen fassgefinishten Gin verführerisch und lagerte extra seinen Vermouth di Torino für ein halbes Jahr in einem Barolofass.

Nachdem der Vermouth das Fass (ca. 250 l) verlassen hatte (keine Angst, ein guter Unternehmer verschwendet nichts: Auch der Vermouth wurde von Oliver Ullrich abgefüllt), kam der nginious! hinein. Nach einer Woche hatte das frische Vermouthfass den Gin derart aromatisiert, dass er herausgenommen und gegen frischen Gin ausgetauscht wurde. Der wiederum durfte dann fast 8 Wochen darinnen verbleiben und wurde anschließend mit der ersten Füllung verschnitten. Voilà: Der nginious! Vermouth Cask Finish war geboren. Er hat sich aromatisch leicht verändert, die Aromen sind „dunkler“ geworden, komplexer, aber der Grundcharakter des nginious! ist erhalten geblieben und bleibt erkennbar. So war der Plan und der ist gelungen.

Ob es ein weiteres Finish geben wird, frage ich. Mal sehen, vielleicht. Noch sei nichts Konkretes in Planung. Bezugsquellen für den Gin gibt es bisher nur für die Schweiz, zu finden auf der Homepage von nginious!

Edit: So schnell ganz gehen....Nachdem ich den Bericht heute morgen veröffentlicht hatte, meldete sich kurz darauf Oliver Ullrich mit der frohen Botschaft, dass der nginious! auch in Österreich zu haben ist und ganz ganz neu jetzt auch in Deutschland und Benelux!

Von Krannawetz und Filtersteinen: Stefan Penninger im Interview über den Granit Gin

Heute haben wir besonderen Lesestoff für euch: Stefan Penninger, Juniorchef der Alten Hausbrennerei Penninger GmbH, stand uns für ein Interview zur Verfügung. Nehmt euch doch einen Gin & Tonic, lehnt euch gemütlich zurück und lasst euch von Stefan Penninger über den Granit Bavarian Gin und einige Hintergründe informieren.

Stefan PenningerDu bist Juniorchef der Hausbrennerei Penninger quasi durch „Geburtsrecht“. Wurde dir dadurch auch ganz selbstverständlich die Liebe für Spirituosen und das Brennen in die Wiege gelegt? War dein Berufsziel nie in Frage gestellt?

Stefan: Ich bin natürlich hier auf dem Hof der Brennerei aufgewachsen und bin daher von Kindesbeinen an mit der Familientradition des Schnapsbrennens vertraut. Die Nachfolge in einem Familienunternehmen wie dem unseren anzutreten, bedeutet aber nicht nur Liebe zur Spirituose an sich und zur Destillationskunst zu zeigen. Dabei geht es auch um Verantwortung, nicht nur für die eigene Familie, sondern auch für die Arbeitsplätze unserer knapp 60 Mitarbeiter. Diese Entscheidung ist mir zugegebenermaßen nicht leicht gefallen. Aber letzten Endes hat sich das eher als Angst vor der eigenen Courage herausgestellt – bereits nach kurzer Zeit war mir klar, dass mir die Arbeit in unserer Schnapsbrennerei unglaublich viel Spaß macht. Das ist ja auch etwas, was nur sehr wenige erleben können und beileibe kein Allerweltsberuf.

Welche Ausbildung hast du absolviert, wie hast du dich auf deinen Job vorbereitet?

Stefan: Bei der Wahl eines Studienfachs hatte mein Vater mir bereits den Rat gegeben, dass doch eine kaufmännische Ausbildung längerfristig gesehen wichtiger sei als beispielsweise ein Studium der Lebensmitteltechnologie. Also habe ich mich für klassisches BWL mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik entschieden. Nach meinem Studium habe ich begonnen, mich in Seminaren und Fortbildungen in die fachliche Seite unseres Handwerks einzuarbeiten. Dazu gehören Brenner- und Destillateurskurse wie auch meine Ausbildung zum geprüften Edelbrandsommelier bei der Hochschule Weihenstephan. Bei uns ist es genauso wichtig wie in den meisten anderen Branchen auch, ständig am Ball zu bleiben und sich immer weiterzubilden.

Erzählst du uns, welche Aufgaben du in deiner Firma alles wahrnimmst? Wo liegen deine Schwerpunkte?

Stefan: Aktuell obliegt mir noch im Alltagsgeschäft klassisch der Bereich Marketing und Kommunikation. Jedoch hat unser Betrieb noch eine so überschaubare Größe, dass wichtige Entscheidungen zusammen in kleiner Runde getroffen werden können. Das bedeutet, dass sich je nach Frage diejenigen zusammensetzen, bei denen es jeweils am sinnvollsten ist. In der Produktentwicklung wären dies beispielsweise unser Destillateurmeister, mein Vater als Lebensmitteltechnologe und ich für das Marketing. Aber klar ist auch, je näher der Ruhestand meines Vaters rückt, desto mehr Aufgaben werden auch auf mich übertragen.

Euren Granit Gin gibt es seit 2014, aber einer bayrischen Traditionsbrennerei ist natürlich Wacholder nicht fremd, den gab es in eurer Historie bereits. Ist euer Gin jetzt also quasi ein Relaunch dieser Spirituose oder ist er eine völlige Neuentwicklung?

Stefan: Ich würde sagen, sowohl als auch. Es gab in den Fünfzigerjahren schon einen Doppelwacholder von meinem Großvater, und verschiedene Kräutergeiste haben wir auch bereits seit Jahrzehnten im Programm. Aber der Markt hat sich verändert, und viele Produkte in alter Form hätten heute wohl keine Chance mehr. Umso interessanter war für uns, uns mit der Expertise in der geschmacklichen Kombination dieser Beeren, Kräuter und Wurzeln in eine internationale Spirituosenkategorie zu wagen. Aber ich muss zugeben, ohne meinen Einstieg in die Brennerei und meinen Willen, unbedingt einen Gin bayerischer Art machen zu wollen, gäbe es den GRANIT mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Damit war er auch völliges Neuland für unseren sonst eher traditionell aufgestellten Betrieb.

Erzähle uns etwas über die verwendeten Botanicals. Was prägt den Geschmack des Granit Gin, worauf legt ihr Wert bei der Auswahl?

Stefan: Aus der Historie als Kräuterdestillateure war uns natürlich klar, welche unserer heimischen Botanicals wie am besten harmonieren. Die Kunst liegt nun darin, die klassischen Gin-Botanicals und unsere altbekannten, heimischen Drogen zu vermählen. Wir wollten einen Gin komponieren, der auch bei internationalen Tastings ganz klar als klassischer Dry Gin hoch bewertet wird. Andererseits sollte aber auch unsere bayerische Handschrift deutlich erkennbar sein. Beides ist uns, meiner Meinung nach, hervorragend gelungen. Die dominante Kräuternote – neben der „Krannawetz“, dem bayerischen Wort für Wacholder - ist die Melisse, gefolgt von Angelikawurzel, Arnika, Kamille, aber auch Bärwurz und Enzian.

Beim schier unüberschaubaren Ginangebot, das es derzeit gibt, scheint einer den anderen doch noch innovativere, noch neuere Ideen und noch speziellerem Geschmack zu übertrumpfen. Kann sich ein klassischer Gin mit einer so starken Wacholdernote wie der Granit Gin überhaupt unter der immer jüngeren Gin-Gemeinde eine große Anhängerschaft bewahren?

Stefan: Das war mir auch beim ersten Nachdenken darüber, was unseren Gin ausmachen soll, bereits klar: Einen weiteren New Western Style Gin, von denen viele von Kritikern eher als „Flavored Vodkas“ eingeordnet werden, wird es bei uns nicht geben. Bayerisches Lebensgefühl bedeutet für mich auch, mit neuen Ideen etwas Modernes zu erschaffen, ohne dabei die Tradition zu vergessen. Daher auch die klassische, wacholderlastige Interpretation eines Gin.
In Gesprächen mit interessierten Gästen an unseren Messeständen wie auch mit Spirituosenkritikern und Sommeliers zeigt sich, dass dieser Ansatz sehr gut ankommt. Bei der schieren Übermenge von Agentur-Gins, bei denen die Gestaltung der Flasche wichtiger war als der Geschmack des Produkts, kann sich ein so bodenständiger, regional verwurzelter Gin wie GRANIT deutlich hervorheben.
Und weil du die jünger werdende Fanbasis im Bereich Gin ansprichst: Ich finde, es ist eine wundervolle Entwicklung, wenn sich auch im Altersbereich zwischen Mitte 20 und Mitte 30 eine interessierte Anhängerschaft bildet, die sich sensorisch aus- und weiterbildet. Junge Menschen, denen Geschmack und Qualität von Spirituosen wichtig ist, und nicht nur der schnelle Wirkungskonsum.

Stichwort Bio: Eure bisherigen Spirituosen sind nicht bio-zertifiziert, warum war euch das jetzt beim Gin wichtig?

Stefan: Es ist gar nicht so einfach, erfolgreich bio-zertifizierte Spirituosen herzustellen. Vor allem die höhere Kostenseite bei bio-zertifizierten Ausgangsstoffen resultiert in einem höheren Preis des Produkts für den Endkunden – und wer ist das dann auch wirklich bereit zu bezahlen? Bei einem Premium-Gin in der Preisklasse um die 30 Euro ist dies aber durchaus machbar.
Prinzipiell geht es mir aber nicht nur darum, dass die Qualität der Ausgangsstoffe höher ist – auch die Schonung von Natur und Umwelt durch den Verzicht auf Pestizide und Düngemittel kommt hinzu. Ich bin generell ein Fan von Produkten, die bio und möglichst regional hergestellt werden.

Aquavitae Granit

Wenn man über Granit Gin spricht, kommt man am Granitstein natürlich nicht vorbei. Er ziert nicht nur jede Flasche, sondern kommt auch beim Herstellungsprozess zum Einsatz. Erzählst du uns, was ihr da entwickelt habt und welchen Einfluss dieser Vorgang auf den Gin hat?

Stefan: Spezielle und ungewöhnliche Filtrationsmethoden gibt es schon seit langer Zeit. Unser Filtrationsgerät, das wir mit Granitsteinen und –kiesel gefüllt haben, stammt ursprünglich aus den Sechzigerjahren. Damals war dieser Oxy-Esterator mit Silberkügelchen gefüllt, welche einen geschmacklichen Effekt auf das Destillat haben sollten. Wir konnten das Gerät, das sich bei uns im Fundus des Ersten Bayerischen Schnapsmuseums befand, restaurieren und mit Granitsteine befüllen – der von uns erhoffte Silberschatz wurde aber anscheinend schon vom Vorbesitzer gehoben.
Vom Filtrationseffekt her hat unsere physikalische Granitfiltration kein signifikant anderes Ergebnis als ein klassischer Zellulosefilter. Aber sie ist der Produktionsschritt, der den Gin mit dem namensgebenden Granit aus unserer Heimatstadt Hauzenberg verbindet. Es ist also ein eher symbolischer Aufwand, den wir hier eingehen. Mir ist aber wichtig, dies zu erklären, damit wir hier nicht mit esoterischem oder sonstigem Voodoo in Verbindung gebracht werden.

Ich habe vor ein paar Tagen gelesen, dass man die kleinen Granitsteine jetzt auch separat nachkaufen kann. Werden die Granitsteine denn tatsächlich eurem Vorschlag gemäß als Eiswürfelersatz verwendet?

Stefan: Ich persönlich mache das nur, wenn Gäste da sind. Aber wir haben sehr viele Nachfragen nach einzelnen Granitsteinen bekommen. Daher gehe ich davon aus, dass Fans von GRANIT auch sehr gerne diesen hochwertigen Gin mit der entsprechend ungewöhnlichen Darreichungsform zelebrieren. Ein Wunsch, auf den wir nun gerne reagieren.

Stillstand bedeutet im Business Rückschritt, heißt es ja immer so schön. Seht ihr das im Hinblick auf den Bavarian Gin auch so? Gibt es bald eine Variation eures Gins? Eine weitere Abfüllung, auf die wir gespannt sein können?

Stefan: Natürlich kommen einem bei einem erfolgreichen Produkt gleich noch die üblichen Gedanken und Hoffnungen. Ein Sloe Gin, ein Distiller’s Cut, Fassgelagert und in Barrel Strength – es gibt ja nichts, an das nicht schon jemand gedacht hätte. Und einige dieser Ideen haben auf jeden Fall ihren Reiz – wir machen ja auch beispielsweise schon seit Jahrzehnten Schlehenliköre. Aber aktuell haben wir nichts in Planung, erst soll GRANIT in seiner jetzigen Form die Aufmerksamkeit erhalten, die er verdient hat.

Wenn du dich als Prophet betätigen würdest, was hättest du über die Entwicklung des Gin-Marktes zu erzählen, international oder vielleicht in Deutschland im Speziellen? Wie wird das Angebot deiner Meinung nach in 10 Jahren aussehen?

Stefan: Vorneweg: Das ist natürlich alles Kaffeesatzleserei oder bestenfalls Bauchgefühl. Ich denke, der deutsche Gin-Markt wird sich bald konsolidieren, vor allem in der Breite des Angebots. Viele Quereinsteiger werden nach einer schnellen Erfolgsphase von der Realität eines schrumpfenden Spirituosenmarktes eingeholt werden. Toll finde ich, dass Gin mittlerweile zu einer Standardkategorie auch für deutsche Hersteller werden konnte. Diejenigen von uns Schnapsbrenner-Kollegen, die es bereits seit Jahrzehnten gibt, werden auch weiterhin existieren. Von den vielen Selfmademännern und –frauen werden sich manche halten können und manche nicht, wir werden sehen. Viele dieser Marken werden wieder verschwinden, andere im Portfolio der Großkonzerne landen.
Wichtig für uns alle – uns Hersteller ebenso wie die Gastronomen oder die privaten Genießer zu Hause – ist, dass sich der Geist langsam wandelt. Hochwertige Spirituosen werden von immer mehr Konsumenten getrunken, denen etwas am Genuss und an der Philosophie hinter dem naturnahen Schnapsbrennen liegt. Davon profitieren wir letzten Endes alle.

Stefan Penninger und Granit

Ganz klar, jeder Ginhersteller mag sein Produkt am liebsten. Traust du dich, uns andere Gins zu nennen, die du auch ab und zu einmal gerne im Glas hast?

Stefan: Ich wäre ja auch ein ziemlich schlechter Sommelier und Schnapsbrenner, wenn ich nicht meinen Gin so machen würde, wie er mir selbst am besten schmeckt. Aber wenn es darum geht, mal was anderes zu probieren – mein guter Spezl und Kollege Johannes Anleitner aus Bad Kötzting macht mit seinem Horsetown Gin einen hervorragenden Cousin zum GRANIT.

Irgendwie ist es einfach eine obligatorische Frage: Wie trinkst du selbst deinen Bavarian Gin am liebsten? Wie kommt er am besten zur Geltung? Und wenn mit Tonic, dann mit welchem?

Stefan: Am liebsten trinke ich GRANIT pur im Sipping Glas. Aber als Drink empfehle ich unseren Signature Drink NIGHTSKY, mit Thomas Henry Tonic Water und 2cl Penninger Edellikör „Wilde Schlehe“ – die Schlehe in Kombination mit dem Duft des Tonic Water ergibt wundervolle ätherische Noten in der Nase. Beim klassischen Gin-Tonic nehme ich eines der Elderflower-Tonics, welche hervorragend zur würzigen Kräuternote des GRANIT Gin passen.

Stefan Penninger2

Dankeschön ☺
Stefan: Bitte gerne ☺

Zur Homepage des Granit-Gins geht es hier.
Und hier könnt ihr den Granit Gin in unserem Shop kaufen

 

Bildrechte: 2x Penninger, 1x selbst

Schon probiert? Greyling Gin aus Michigan

greyling_bottle_small_1 Seit Frühjahr 2014 haben wir den Greyling Gin in unserem Programm. Habt ihr ihn schon probiert? Im Moment ist er im Ginobility-Shop gerade reduziert, deshalb möchten wir euch hier an dieser Stelle noch einmal kurz auf ihn aufmerksam machen. Wäre doch gerade eine gute Möglichkeit, diesen US-amerikanischen Gin einmal zu testen, oder? Hier findet ihr ihn im Shop.

Der Greyling Gin kommt aus Michigan und wird von Two Birds Artisan Spirits als Small Batch Gin hergestellt. Benannt ist er nach einer kleinen bedrohten Fischart des Bundesstaates. Das soll die lokale Bindung des Unternehmens unterstreichen. Keine Sorge, im Geschmack macht sich das nicht bemerkbar….. Da hatte ich mir mehr Gedanken über den Zusatz „Modern“ auf dem Etikett gemacht. „Modern Dry Gin“. Also eher etwas im New Western Stil, weg vom typischen Wacholder-Bild?

Beim persönlichen Tasting konnte ich mich überzeugen: Der Wacholdercharakter ist deutlich da, der Greyling will traditionellen Geschmack nicht völlig über Bord werfen.greylingkickstarterimage1

Was ebenfalls zum Vorschein komm, sind deutliche Zitrusaromen und eine sehr angenehme florale Note. Neben Wacholder kamen auch Orangen- und Grapefruitschale, Koriander und einheimischer Lavendel zum Einsatz (jede Menge Hintergrundinformation könnt ihr hier im Interview mit den beiden Vätern des Greyling Gin nachlesen, das wir letztes Jahr geführt haben). Es ist ein schöner solider Gin, bei dem die verarbeiteten Botanicals sehr gut herauskommen und ein angenehmes geschmackliches Miteinander ergeben. Ich finde den Greyling sehr gut zum Pur trinken, aber auch ideal beispielsweise für einen Martini.

So, das sind meine Eindrücke. Wie sind eure?

Iris Dry Gin vom Scholerhof

Iris Dry Gin Bild: Iris Krader/Scholerhof

Nein, das ist nicht Iris Krader auf dem Label des Iris Dry Gin! Doch sie könnte es durchaus sein, denn sie ist ein richtiges Schwarzwaldmädel. 100 Jahre Weinbau und Brennerfahrung über drei Generationen hinweg hat ihre Familie aufzuweisen und die bringt Iris Krader nun als Weinbauerin und Brennmeisterin auf dem Scholerhof ein. Ihr ganzer Stolz ist die neue Brennanlage, die mit Wasserbad und Holzbefeuerung arbeitet und 150 Liter umfasst. Mit ihr konnte sich Iris Krader 2013 ihren Wunschtraum erfüllen, neben ihren prämierten Weinen und Obstbränden auch Gin herzustellen.

Mehr als 20 Botanicals hat sie als Geschmacksgeber für ihren Iris Dry Gin herausgesucht. Zum Teil wachsen sie im eigenen Garten des Scholerhofes im Schwarzwald heran und sind typische lokale Kräuter wie Lavendel, Minze oder Brombeer- und Rosenblätter. Die Gin-typischen Basisbotanicals wie Wacholder, Kardamom und Koriander importiert Iris Krader aus Asien und Italien.

Ich habe vor einigen Tagen den Iris Dry Gin probiert, der vielleicht demnächst auch im Ginobility Shop erhältlich sein wird.

Tastingnotes Iris Dry Gin:

Iris Dry Gin SampleAls ich das Sample-Fläschchen öffne, strömt mir sofort ein unverkennbarer Hauch von Lavendel in die Nase. Ins Glas eingefüllt, geht dieser erste dominante Lavendelduft deutlich zurück. Er ist immer noch da, aber jetzt Teil einer komplexen würzigen Kräutermischung. Der Iris Dry Gin riecht für mich nach „dunklen“ Kräutern, soweit man beim Geruch von Farbe sprechen kann. Das hängt sicher stark mit Erinnerungen zusammen und mir kommt beim Nosen Schweizer Kräuterzucker in den Sinn, diese würzigen dunkelbraunen Bonbons in gelbem Papier. Zitrusaromen entdecke ich jedenfalls so gut wie nicht.

Im Geschmack bestätigen sich die starken Kräuteraromen. Süßlich, aber auch etwas herb – en so, wie man es von Kräuterbitter kennt. Ich versuche, die Kräuter zu definieren, die den Wacholdergeschmack stark in den Hintergrund treten lassen. Ist es Anis? Fenchel? Ich schmecke Aromen, die mich an Ouzo erinnern. Thymian entdecke ich und erdige Noten.

Iris Dry Gin EisDer Alkohol ist im Gin sehr gut eingebunden und macht sich sowohl in der Nase als auch am Gaumen zu keiner Zeit unangenehm und scharf bemerkbar, obwohl der Iris Gin mit 47% vol. abgefüllt wird. Im Gegenteil: Der Gin ist sehr weich im Mund.

Ich lasse einige Würfel Eis ins Glas gleiten und der Gin trübt sofort leicht ein. (nEin, es ist definitiv nicht nur das Glas beschlagen, falls das jetzt jemand vermuten wollte). Und so eiskalt kommt der Wacholder jetzt deutlich stärker durch und die anderen Kräuteraromen treten etwas zurück. Im Gesamteindruck wird der Gin kräftiger und "klassischer".

Iris Dry Gin TonicDer Iris Dry Gin ist deshalb sehr gut für einen Gin&Tonic geeignet, finde ich, und er verträgt ein kräftiges Tonicwater mit herben Aromen und Zitrusnoten. Sie ergänzen den ausgeprägten Kräutergeschmack des Gins sehr. Ein Indi Tonic könnte hier passen oder ein Fever Tree. Bei mir war es diesmal ein Indi Schweppes mit kräftigen Bubbles, wie ihr seht...

Fazit: Ein nicht unbedingt klassischer Gin,der seine Freunde weniger unter den Wacholderfans finden wird als unter denen, die es geschmacklich fein-würzig mögen und herbe Kräuterspirituosen lieben.

Hier geht es zur Homepage vom Scholerhof

Fundsache: Monkey 47 im Handelsblatt

Deutscher Gin hat längst seinen Nischenplatz in Shops und Bars verlassen, allen voran der Monkey 47 aus dem Schwarzwald. Er hat den Sprung zur internationalen Bühne geschafft und seine Produktionszahlen haben sich in den vergangenen vier Jahren um ein Dreißigfaches erhöht.
Dass jetzt ein Interview mit Alexander Stein von Monkey 47 im Handelsblatt erschienen ist, belegt die Relevanz des Themas auch aus wirtschaftlicher Sicht. Es geht nicht nur um Genuss, auch wenn der bei euch und bei uns von Ginobility an erster Stelle steht. Es geht auch um die Wirtschaftlichkeit von Brennereien und um Umsätze. Ist der derzeitige Hype auf dem deutschen Gin Markt und das ständige Erscheinen ständig neuer deutscher Gin Marken eine Gefahr und kann dem Überleben und dem Ansehen hochwertiger Produkte schaden? Darum geht’s unter anderem in dem lesenswerten Interview im Handelsblatt, das ihr hier findet.

(Und weil es bei uns doch auch ein klein wenig um Umsatz gehen muss, könnt ihr gerne bei uns den Monkey 47 Dry Gin kaufen und zwar hier)

Gin Eva aus Mallorca: Das Interview

Gin EVA aus Mallorca Gin EVA aus Mallorca mit deutschen Wurzeln

Gin ist vielleicht nicht unbedingt das erste (und wohl auch nicht das zweite oder dritte), das einem spontan beim Gedanken an Mallorca einfällt. Und doch gibt es ihn seit Ende 2012: Der Gin Eva entsteht in Llucmajor bei Palma auf der spanischen Insel Mallorca. Stefan Winterling produziert ihn zusammen mit seiner Frau Eva Maier Gómez. „Warum eigentlich und wie?“ fragten wir uns und dann kurzerhand einfach die beiden. Wenn auch der Name „Gómez“ durchaus spanisch klingt, so tut das „Winterling“ wirklich nicht. Wo sind eure Wurzeln, seit wann ist Mallorca eure Heimat und warum hat es euch dorthin geführt?

 

Stefan Winterling bei der Arbeit an seinem Gin EVA Stefan Winterling bei der Herstellung seines Gin Eva

Stefan: Wir sind ein klassisches „Erasmus-Paar“, davon gibt es jede Menge - zumindest kennen wir so einige. Daher aufgepasst ihr Spanier, wenn ihr euere Toechter zum studieren nach Deutschland schickt ;-). Spass beiseite,  wir haben uns während des Weinbaustudiums in Geisenheim (Rheingau) kennengelernt. Eva ist aus Barcelona und ich komme aus der Pfalz. Nach dem Studium hat es uns beide nach Mallorca verschlagen, das war 2008. Mallorca hat eine unheimlich dynamische Weinszene wie heutzutage kaum noch eine Region in Spanien. Es gibt viele Investoren (hauptsächlich Deutsche) die spannende neue Weingueter auf der Insel aufbauen, das hat uns gereizt. Auserdem ist das Wetter auch ganz OK.

Nun sind ja Wein und Gin zwei absolut unterschiedliche Getränke. Wie kam es zum Entschluss, einen eigenen Gin herzustellen?

Eva: Bei Gin reizt uns die Freiheit. Gin lässt dir wesentlich mehr Spielraum neue Rezepte zu kreieren. Wein hingegen kann man nur einmal im Jahr machen und dann ist man noch dazu von unheimlich vielen Faktoren abhängig. Kein Jahr gleicht dem anderen - wobei darin natürlich auch der Reiz liegt.  Aber Gin ist genauso komplex und spannend wie Wein und dabei einfach viel umgänglicher.
Stefan: Außerdem ist Gin in Spanien einfach omnipräsent, da mussten wir einfach drüber stolpern!

Wer hat die Einrichtung der Gin-Destillerie geplant, hattet ihr Berater? Welches Destilliergerät/welche Technik verwendet ihr?

Stefan: Wir destillieren  auf einer 150 Liter Kothe-Brennerei mit aufgesetzter Feinbrennerkolonne und 6 Kochböden. Die Brennerei haben wir zusammen mit Kothe konzipiert. Berater hatten wir viele, bzw. haben wir einfach mit jedem, den wir kannten und der etwas von der Sache verstand gesprochen.  Wir verwenden eine Mischung aus Mazeration und Dampfextraktion bei unserem Gin.

Eva Winterling und ihr Gin Eva Winterling, Namensgeberin und Macherin des Gin Eva

Als Gin-Brenner wird Mann/Frau ja nicht unbedingt geboren. Erzählt uns doch, wie ihr euch die nötigen Kenntnisse angeeignet habt.

Eva:  Das stimmt. Die Brennerei ist ein Handwerk, das viel Übung und Fingerspitzengefühl erfordert. Wir haben Bücher gelesen und viel probiert, letztentlich haben wir monatelang experimentiert und geübt, wir sind eher learning by doing-Typen. Stefan hatte ja auch schon Erfahrung, da er bereits auf   einem Weingut, für das er gearbeitet hat, gebrannt hat.

Was hat für euch bei der Entwicklung des Gin Eva und der Auswahl der Botanicals eine Rolle gespielt, was war euch wichtig? Geschmack ist doch bekanntlich Geschmackssache….

Stefan: Gin Eva ist ein London Gin, alle Aromen kommen aus den Botanicals, die zusammen mazeriert und gebrannt werden. Grundlage ist ein neutraler Weizenbrand. Es war uns wichtig ein handwerkliches und eigenständiges Produkt zu kreieren mit mediterranem Charakter.

Verratet ihr uns, welche Zutaten alles bei der Herstellung des Gin Eva zum Einsatz kommen, speziell auch, woher ihr die Botanicals bezieht?

Stefan: Wir verwenden viele frische Zitrusfrüchte, vor allem Bitterorange, Zitrone und Pomelo. Außerdem verwenden wir neben pirmonteser Riesenwacholder auch noch Wacholder aus den Dünen von Es Trenc (den wir dort selbst pflücken gehen). Es kommen viele klassische Gin-Botanicals zum Einsatz wie Engelwuerz, Lavendel, Cassiazimt oder Koriandersamen. Insgesamt sind es etwa 20 Gewürze bzw. Blüten und Früchte, die wir verarbeiten. Eine unserer Lieblingszutaten ist der „Manzanilla de Mahon“ aus Menorca, auf deutsch Bitterkamille.

Wir haben Ihren Gin ja auch im Angebot unseres Ginobility—Shops. Dass Sie, Eva, Namensgeberin des Gins waren, lässt sich unschwer vermuten, aber die Dame, die auf dem Etikett abgebildet ist – da sind doch nicht Sie, oder?

Eva: Die Dame auf dem Etikett ist meine Grossmutter. Das Bild wurde in den 30er Jahren in Barcelona aufgenommen.  Meine Oma war ein absoluter Genießer und wusste, was gut ist. In dieser Berziehung hat sie mich sehr geprägt. Sie gibt unserem Gin die persönliche Note.

Und dann steht auf jedem Etikett noch das Abfülldatum als Lotnummer. Wie groß ist die Menge, die ein Lot jeweils umfasst und ist die Zahl wirklich handgeschrieben?

Stefan: Jede Abfüllung sind etwa 500 Flaschen. Wir machen alles per Hand, nichts ist automatisiert – jede Flasche Gin Eva ist 100% handcrafted, das soll die handgeschriebene Lotnummer nochmal unterstreichen.

Soll es bei der kleinen Manufaktur bleiben oder habt ihr Pläne, die Brennerei auszubauen? Und vielleicht habt ihr ja auch bereits in Sachen Gin neue Ideen….

Stefan: Erstmal sind keine neuen Produkte geplant.

Wird auf Mallorca viel Gin getrunken? Und wie trinkt ihr euren Gin Eva am liebsten?

Eva: Auf Mallorca wird jede Menge Gin getrunken, hier hat jeder Dorf-Supermarkt eine unglaubliche Vielzahl an Gins im Regal stehen. Wir probieren zuhause viele davon und dann immer solo. Außerdem macht Stefan die absolut besten Gin Tonics, wenn Freunde eingeladen sind. Da wir in Palma wohnen und es hier unheimlich viele wirklich tolle Bars gibt, lassen wir uns auch gerne vom Barkeeper überraschen. Kürzlich hat uns Sergio vom der Hemingway Bar einen unglaublich tollen Bronx mit Gin Eva gemixt.

Mallorca ist ja auch ein beliebtes Urlaubsziel. Falls einer unserer Leser demnächst einmal in Palma ist – kann man euch auch besuchen und eure Brennerei besichtigen? Stefan: Wir freuen uns immer sehr über Besuch, da wir aber viel unterwegs sind, bitte nur mit Voranmeldung. Einfach per Mail an info(ät)evasdistillery.com.  Man findet uns im Poligono Son Noguera in Llucmajor, etwa 20 min von Palma entfernt.

Recht herzlichen Dank für das Interview! Ginobility wünscht Ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg in der Sonne Mallorcas!

Gin Eva gibt es natürlich auch im Webshop von Ginobility.

Webseite des Weingutes Winterling

Bildquelle: Eva's Distillery

Eröffnung der Gin Gallery im Stollen 1930

Logo Gin Gallery Stollen 1930

Alles begann mit einer Gin-Großbestellung aus Österreich die im Februar 2014 bei uns einging. Dass war der erste Kontakt mit Tom Hausknecht dem Barchef des „Stollen 1930“ in Kufstein.

Bald danach folgte eine Einladung zur offiziellen Eröffnung der Gin Galerie am 30. April 2014 mit der Frage ob wir einen Beitrag zum Rahmenprogramm leisten wollen.

Zu diesem Zeitpunkt war uns noch in keinster Weise klar was uns erwarten wird, wussten wir doch zu diesem Zeitpunkt nur von dem Hotel zu dem die „Stollen 1930“  gehört – dem Auracher Löchl. Hier würden wir in ur-gemütlichen Zimmern übernachten und ein tolles Frühstück bekommen. Aber eines nach dem anderen.

Unser Beitrag war die Präsentation einiger Deutscher Gins vor einem Auditorium von ca 50 geladenen Gästen sowie ausgesuchter österreichischer Pressevertreter, u.a dem ORF. Neben uns sollten auch noch zwei Vertreter von Pernot Ricard – bekannter Maßen der Vertrieb von Beefeater und Beefeater 24 außerhalb Englands - einen Vortrag halten.
Dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen würden war klar!

Das Auracher Löchl in der Altstadt von Kufstein Das Auracher Löchl in der Altstadt von Kufstein

Nach einigen Stunden im Auto kamen wir also im schönen Kufstein in Österreich an, auch wenn unser Navi uns konsequent im Kreis führte da es mit der Lage des Auracher Löchels in Mitten der wunderschönen Altstadt in einer verkehrsberuhigten Zone nicht klar kam!

Wie auch immer, knapp 2 Stunden vor Beginn der Veranstaltung waren wir also da und die Vorbereitungen liefen noch auf Hochtouren. Nachdem wir im Auracher Löchl eingecheckt hatten und dann den „Stollen 1930“ direkt gegenüber von dem Hotel erstmals betraten blieb uns schlichtweg die Spucke weg!

 

Die Türen zur größten Gin Galerie der Welt im Stollen 1930 Die Türen zur größten Gin Gallery der Welt im Stollen 1930

Die Location ist einfach der Hammer: Durch eine zwei-flügelige Tür betritt man einen flachen rustikalen Gang der leicht abwärts führt. Es folgt eine Glastür hinter der nochmals ein kurzer Gang folgt an dessen linken Seite bereits die ersten Flaschen Gin in groben Käfigen präsentiert werden. Danach gelangt man über einige Holzstufen in den eigentlichen Barbereich.

Ein Gewölbekeller der direkt aus dem Fels gehauen wurde. Etwa 6 Meter hoch und gut 15 Meter lang. Die Bar befindet sich in der Mitte des Raumes und nimmt gut ein Drittel des Raumes ein – die Spielwiese von Tom und seiner Crew gesäumt von Barstühlen und Bartischen an den Wänden. Von der Decke hängen schwere Kronleuchter in riesigen Vogelkäfigen und große samtbezogene Ohrensessel stehen am Rand in Gruppen zusammen. Alles ist in dunklem Holz gehalten und versprüht den Charme der 30er Jahre ohne aber aufgesetzt zu wirken (der Stollen 1930 wirbt dahingehend auch für sich und bezeichnet sich auch als „Speak easy Bar“).

Soviel zur Location an sich.

Nachdem wir uns einen Überblick gemacht haben wurden wir dem Pernot Ricard Team Mike und Cati vorgestellt und gleich danach wurden wir in den Ablauf des Abends uns unsere Rolle eingeführt.

Der Stollen 1930 in Kufstein Der Stollen 1930 in Kufstein

Um 19 Uhr kamen die ersten Gäste und die Presse und um 20.05 Uhr begann der offizielle Teil, den Richard – seines Zeichens Inhaber des Auracher Löchls und des Stollen 1930 einläutete. Nachdem der Bürgermeister von Kufstein mit Müh und Not die Taufe mit einer Flasche Beefeater vollzogen hat (drei Anläufe brauchte es bis die Flasche endlich an der Felswand zerschellte), wurden die verhüllten Boards und Regale an den Wänden in und auf denen die derzeit 488 verschiedenen Gins und Genevers präsentiert werden enthüllt. Alle Flaschen sind nummeriert und sind in der Gin Karte entsprechend gelistet und kurz beschrieben.

Die Gin Karte des Stollen 1930 und seiner Gin Galerie Die Gin Karte des Stollen 1930 und seiner Gin Gallery

Danach war es an Mike und Cati Fachwissen zu vermitteln. Routiniert referierte Mike frei zur Herkunft und Herstellung des Gin in Allgemeinen, um anschließend für eine Einführung in die Besonderheit von London Dry Gin und das Tasting von Beefeater Gin und Beefeater 24 an Kati zu übergeben.

Parallel hierzu bekamen natürlich alle Anwesenden entsprechende Gins zur Verkostung gereicht.

Nach Mike und Kati hatten wir Gelegenheit  zunächst Ginobility und die Motivation und Hintergründe darzustellen (und ein wenig Werbung für unser Gin-Buch zu machen), um dann das Tasting weiterzuführen. Da wir uns auf deutschen Gin fokussiert haben kam – wie sollte es anders sein als erstes die Galleonsfigur der deutschen Gins Monkey 47 Dry Gin dran. Gefolgt wurde er von einem Urgestein dem Lebensstern Dry Gin, eigentlich ja eine deutsch-österreichische Koproduktion. Nach einer Pause sollten wir eigentlich noch Ferdinand’s Saar Dry Gin und zum Abschluss Hayman’s Sloe Gin präsentieren, aber trotz der Versuche von Richard die Aufmerksamkeit auf die Redner zu lenken schwand die Aufmerksamkeit der Gäste bereits bei Mike und Cati auf fast null. Ein kleiner Wehrmutstropfen an diesem Abend – es sollte aber der Einzige bleiben.

Wir machten aber aus der Not eine Tugend und luden diejenigen die interessiert waren an die Bar ein um dort das Tasting individuell weiterzuführen, was auch sehr gut funktionierte. Gemeinsam mit Mike konnten wir einigen „Neulingen“ die Faszination und Vielseitigkeit von Gin näherbringen.

Tom Hausknecht bei der Eröffnung der Gin Gallerie im Stollen 1930 Tom Hausknecht, Barchef im Stollen 1930 bei der Arbeit

Neben den genannten Gins, die sozusagen zum offiziellen Teil des Programms gehörten probierten wir uns in einer kleinen Runde, die sich im Laufe des Abends zusammenfand, durch eine Reihe weiterer herausragender Gins. Zum Beispiel den Nolet’s Dry Gin Silver, Greyling Modern Dry Gin und den Newcomer Elephant Gin.
Besonders beeindruckend war wie Tom von der Stimmung inspiriert einige spontane Drinks mit TOMR’S Tonic, den er von uns angetragen bekam, kreierte. An dieser Stelle eine kleine Ankündigung: Tom vom Stollen 1930 steuert ab sofort einige seiner Eigenkreationen für unseren Blog bei, die wir in Kürze hier präsentieren werden.

Selbstverständlich gingen auch einige perfekte Gin & Tonics in den für Spanien typischen Ballonas und tollen Garnituren über die Theke, denn auch die Auswahl an Tonic Water lässt im Stollen1930 fast keine Wünsche offen. Neben Thomas Henry, Fentiman’s Tonic und dem schon erwähnten TOMR’S Tonic ist auch Fever Tree Tonic  und Fever Tree Mediteranian sowie QTonic erhältlich. Neben dem Gin Sortiment, das wie erwähnt derzeit um die 330 Gins umfasst und stetig erweitert wird, wird auch die Tonic Auswahl sinnvoll ergänzt.

Aber nicht nur die Drinks sind unfassbar gut, auch die Küche lässt keine Wünsche offen. Das „Flying Dinner“, dass von Seiten des Auracher Löchl kam, war von Vielseitigkeit und konsequenter Frische und Kreativität geprägt.

Ginobility_Stollen1930_Gin-Gallery_2Resumee: Ein super Abend, mit tollen und sympathischen Menschen,  in einer unglaublich tollen Location mit extrem kompetentem und liebenswürdig authentischem Personal und natürlich einer unglaubliche Gin Auswahl!!
Jeder der die Chance hat dem Team von Richard und Tom sowohl im Stollen 1930 und/ oder im Auracher Löchl einen Besuch abstatten zu können wird mit Sicherheit nicht enttäuscht.

Wir freuen uns sehr, dass wir diese Gelegenheit hatten und mit Sicherheit bleiben wir mit dem Auracher Löchl und dem Stollen 1930 in engem Kontakt, denn was würde besser zusammen passen als das 1. Gin Museum mit der größten Gin Gallery der Welt mit dem Ziel um die 1000 Gins anbieten zu können und Ginobility. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Links:
Webseite des Auracher Löchl
Weblink zum Stollen 1930
Blog des Stollen 1930
Kurzportrait des Stollen 1930 als PDF zum download

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