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Lee Daniel Hobbs mixt Spring Cocktails im Herbst

Welche Cocktails er denn für den nassgrauen Herbst empfehlen könne, hatten wir Lee Daniel Hobbs vor einer Weile gefragt. Und ohne Witz: Er hat uns neben dem Colombian Snapper, den wir euch an Halloween vorgeschlagen haben, zwei Cocktailrezepte präsentiert, die beide den Begriff „Spring“ im Namen führen. Beide sind trotzdem wunderbar passend für die kühle Jahreszeit. Und karamelisierte Apfelscheiben sind doch ideal für den ersten Advent heute, oder? Also: An die Gläser –fertig – los!

Spring GimletSpring Gimlet

5 cl Gin Colombian White
2 cl Rosés lime juice
1,5 cl Chambord
1 Bandan Blatt
1 Rosmarin Zweig
1 Thymian. Zweig

Den Gin mit dem Pandanblatt, dem Thymian und dem Rosmarin in ein Gefäß geben und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Danach werden die Kräuter herausgenommen. Wir geben Rosés Lime Juice Cordial und Chambord hinzu, alles wird in einem Rührglas kalt gerührt. Dann seihen wir den Drink in einen mit Würfeleis gefüllten Tumbler. Zu guter Letzt wird der Drink mit einer Orangenzeste abgespritzt und mit Kräutern garniert.

Spring GinSpring Gin

5 cl Gin (Windspiel)
2 cl Limettensaft
2 cl Campari
1/4 Apfel
2-3 Stängel Minze
6 cl Schweppes Ginger B
1 Dash Angostura Bitters

Alle Zutaten bis auf das Ginger B in den Shaker geben und mit dem Apfel und der Minze zerstoßen. Dann wird der Drink in ein mit Eis gefülltes Longdrink Glas doppelt abgeseiht und mit Schweppes Ginger B aufgefüllt. Abschließend den Drink mit einer Minzkrone und karamelisierten Apfelscheiben garnieren.

Gin zum Frühstück: Ganz besonderes Quittengelee

Keine Sorge, wir möchten euch nicht dazu verführen, schon früh am Morgen ein Glas Gin aufzutischen. Aber wer schon einmal Marmelade oder Gelee mit Rum, Whisky oder Wein verfeinert hat, der wird vielleicht gerne auch diesen Rezepttipp aufgreifen: Quittengelee eignet sich ganz vorzüglich dazu, mit Gin aromatisch abgerundet zu werden und so zum Star auf dem Frühstückstisch zu werden. Könnt ihr euch schon denken, welchen Gin ich verwendet habe? Richtig, Ferdinand’s Saar Quince Gin, der mit Birnenquitten veredelt wird. Na ja, eigentlich ist der Ferdinand’s Saar Quince Gin kein Gin ihm eigentlich Sinn, sondern ein Likör, aber für meinen Zweck ist er ideal geeignet. Und damit das Quittengelee einen besonders abgerundeten Geschmack mit besonderer Note bekommt, habe ich zusätzlich einen Dash Ferdinand’s Bitter Riesling Quitte hineingetan. So entsteht ein Hauch Bitterkeit, der mit dem Quittenaroma perfekt harmoniert.

Quittengelee Quitten kombiWer keinen Quittenbaum im Garten hat, kann sie auf dem Markt oder oft auch in Obstabteilungen von Supermärkten kaufen. Ich habe sie von einem ungarischen Bauernmarkt mitgebracht. Sie waren noch mit Flaum bedeckt, der bei den hier im Handel erhältlichen Quitten meist entfernt wurde. Mit einem Tuch könnt ihr diesen Flaum einfach abreiben. Und so kocht ihr das Quittengelee:

1 kg Quitten waschen, aufschneiden, Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Schälen der Quitten ist nicht nötig.
Mit 1 Liter Wasser und 2 Esslöffeln Zitronensaft zum Kochen bringen und etwa eineinhalb Stunden köcheln lassen.
Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen und die abgekochten Quitten darauf geben. Eine Stunde ablaufen lassen und dann durch das Passiertuch vorsichtig ausdrücken. Wenn ihr ganz klares Gelee gewinnen wollt, verzichtet ihr auf das Ausdrücken, dann ist die Ausbeute aber etwas geringer.
Den Saft mit der nötigen Menge Gelierzucker aufkochen. Ich hatte 800 ml Quittensaft und habe von meinem 2:1 Gelierzucker demnach 400 Gramm verwendet.
Drei bis vier Minuten sprudelnd kochen lassen, vom Herd nehmen und 8 ml Ferdinand’s Saar Quince Gin und einen kräftigen Dash vom Ferdinand’s Bitter Riesling Quitte dazugeben.
Umrühren, sofort heiß in Gläser einfüllen und diese fest verschließen.

Quittengelee Gedeck

Lee Daniel Hobbs empfiehlt Colombian Snapper

Colombian SnapperSeid ihr auf der Suche nach einem tollen herbstlichen Cocktail, der zudem auch ideal zum heutigen Halloween passt? Blutrot ist dieser Columbian Snapper, den uns Lee Daniel Hobbs gemixt hat.
Lee war unter anderem Barchef im Kempinsky Grand Hotels De Bains St. Moritz und im Christiansen‘ Fine Drinks & Cocktails in Hamburg und ist mittlerweile Barbesitzer und als selbständiger Berater unterwegs.

Uns hat er super beraten und folgendes Rezept für seinen Colombian Snapper zur Verfügung gestellt:

  • 5 cl Colombian Gin
  • 12 cl Tomatensaft
  • 1 Stängel Basilikum
  • 3 Dash Worcester Sauce
  • 2 Dash Tabasco
  • 1 Dash Balsamico Essig
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 Prise Pfeffer

Zuerst den Gin mit dem Basilikum in den Shaker geben, dann den Basilikum mit einem Stößel anmuddeln. Die restlichen Zutaten hinzugeben und leicht shaken. Ohne Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben.
Garnitur: Basilikum und Cocktailtomate

Also dann: nachmachen, genießen und feiern!!!

 

Bild: Lee Daniel Hobbs

 

Klassiker gefällig? Negroni Cocktail - lecker!

NegroniEs gibt tolle, kreative neue Drinks, doch was ein echter Klassiker ist, der setzt sich immer wieder durch. Ein Negroni fehlt auf keiner guten Barkarte und ist als Aperitif sehr beliebt. Er geht auf den Barkeeper Fosco Sarselli zurück, der ihn 1919/1920 herum in Florenz für den Grafen Camillo Negroni kreierte. Bei Mixology ist vor einiger Zeit ein ausführlicherArtikel erschienen, der sich mit der Geschichte des Negroni Cocktails beschäftigt; hier nachzulesen. Am beliebtesten ist der Cocktail heute neben Florenz vor allem in San Francisco.
Im Allgemeinen wird ein London Dry Gin verwendet, aber natürlich seid ihr bei der Auswahl ganz frei und könnt nach Herzenslust variieren. Das Grundrezept für den Negroni ist gar nicht schwer.

Ihr braucht dazu:

  • 3 cl Gin
  • 3 cl Campari
  • 3 cl Vermouth Rosso
  • 1/2 Orangenscheibe

Eiswürfel in ein gekühltes Glas (Old Fashioned, Tumbler) geben, darüber die Spirituosen, verrühren und mit der Orange verzieren. Fertig!

Negroni2Wem die bittere Note des Campari ein wenig too much ist, kann es stattdessen auch einmal mit Aperol versuchen, dann tritt die bittere Note ein wenig in den Hintergrund und der Gin kommt stärker durch. Für euch habe ich völlig selbstlos auch diese Variante ausprobiert. Sieht fast so aus wie Cocktail No. 1, ist nur ein wenig heller. Auch lecker, aber ich war schon immer Campari-Fan :-)

Ferdinand's Saar Quince Gin im Selbstversuch

Freitagabend, die Spätsommersonne scheint, keine Termine mehr – ein idealer Zeitpunkt um das Wochenende mit einem Gin Tonic zu begrüßen. Also mal geschaut, was das Regal so anbietet und da lacht mich der Ferdinand’s Saar Quince Gin an. Ich hatte ihn vor ein paar Wochen bereits geöffnet und er durfte uns pur den Abend versüßen. Zeit für einen etwas umfassenderen Check!

Der pure Genuss

Ferdinands Quince purGoldgelb, 30% Vol. Alkohol, eine Infusion von Riesling, das Aroma von Birnenquitten auf eine Weise eingefangen, wie man es sonst vom Sloe Gin kennt – der Ferdinand’s Saar Quince Gin ruft förmlich „Trink mich pur“ und damit steigen wir ein. Ist er Gin oder ist er Likör? Die Nase sagt: Ja, doch, es ist Gin – da ist Wacholder. Sehr fein, aber deutlich. Zitrone. Frucht. Birne. Quitte. Honig. Aber kaum Alkohol wahrnehmbar. Im Mund ist der dann deutlicher. Aber dafür ist es jetzt kein Gin mehr. Süß, samtig und weich macht er sich auf der Zunge breit. Die Frucht ist absolut präsent. Der Wacholder total im Hintergrund. Eine leichte Säure und angenehme Bitterkeit sorgen für ein Gleichgewicht. Pur ist Ferdinand’s Quince Gin ein leckeres Likörchen, das leicht beppige Lippen hinterlässt (hochdeutsch: leicht klebrige).

Gin und Tonic mit Ferdinand's Saar Quince Gin

Ferdinands Quince GTJetzt zur Königsklasse: Gin und Tonic mit Ferdinand’s Saar Quince Gin. Auch wenn ich von Anfang an skeptisch bin bekommt zunächst Schweppes eine Chance. In Deutschland vermutlich am weitesten verbreitet (vermutlich nicht nur hier) und für klassische Gins immer ein guter Partner. Aber Ferdinand’s Quince ist nun einmal kein Klassiker. Die Fruchtaromen leiden, die Bitterkeit lässt kaum Raum für die feinen Noten und die Süße ist nur noch süß. Der Charakter des Quince Gins geht zum großen Teil verloren. Neuer Versuch mit 1724: Ja, das geht besser. Hier haben die Zitrusnoten und Quitte Raum, lassen sich durch einen Schnitz Zitrone noch unterstreichen. Ein Drink für alle, die ihren Gin und Tonic leicht und fruchtig mögen. Ich habe übrigens immer das Verhältnis 1:2 gewählt und auch so ist der Alkohol kaum wahrnehmbar.

Shake it, Baby!

Kann sich der Ferdinand’s Saar Quince Gin auch in Cocktails bewähren? Der Hersteller selbst gibt zwei Empfehlungen, eine probiere ich aus:

Ferdinands Quince SourFerdinand’s Quince Sour
• 50 ml Ferdinand’s Saar Quince Gin,
• 30 ml frisch gepresster Zitronensaft
• 15 ml Zuckersirup
• 5 Tropfen Ferdinand’s Riesling Quince Bitters
• Garnitur: Minze und Zitronenzeste
Alles wird mit viel Eis kräftig geshakt und dann in ein gekühltes Glas gestraint. Aus der Zeste ist bei mir ein Schnitz geworden, ich habe erst hinterher bemerkt, dass ich aufmerksamer hätte lesen sollen. Aber ich sag euch: Dieser Quince Sour ist lecker. Erfrischend und fruchtig. Und was für mich überraschend ist: Der Wacholder ist deutlicher da als ich ihn erwartet hätte und macht den Sour zu einem deutlichen Gin Sour. Solltet ihr ausprobieren!

Der zweite Cocktail, den Ferdinand’s empfiehlt, ist ein abgewandelter Martini. Leider habe ich gerade keinen Ferdinand’s Saar Dry Gin im Regal und auch beim Riesling muss ich passen. Deshalb muss dieser Selbstversuch diesmal ausfallen, aber vielleicht könnt ihr den Drink ja ausprobieren und berichten? Hier ist das Rezept:

Quince Martini
• 20 ml Ferdinand’s Saar Dry Gin
• 12 ml Ferdinand’s Saar Quince Gin
• 60 ml Saar-Riesling (Kabinett, fruchtsüß)
• Garnitur: Zitronenzeste
Im Rührglas auf Eis rühren und in vorgekühlte Cocktailschale abseihen. Mit Zitronenzeste abspritzen

Den Ferdinand's Saar Quince Gin wie auch den Saar Dry Gin und die Ferdinand's Bitters bekommt ihr natürlich im Ginobility-Shop.

 

19. Juni ist Tag des Martinis

Hendrick’s Gin erinnert uns daran: Der Tag des Martinis naht!

Hendricks_Martini

Wusstet ihr, dass es einen internationalen Martini-Tag gibt?
Nein, wir meinen jetzt nicht den Martinstag am 11. November, sondern den speziellen Ehrentag für den wohl bekanntesten Cocktail der Welt. Der Tag des Martinis wird traditionell am 19. Juni gefeiert, wobei „Tradition“ natürlich ein großes Wort ist. Wer diesen Martini Day, wie ihn die Amerikaner nennen, eigentlich ins Leben gerufen hat und seit wann er gefeiert wird, konnten wir  bisher nicht gesichert herausfinden. Aber egal – der leckere Aperitif, in dem sich Gin und Wermut aufs Leckerste begegnen ist auf jeden Fall einen Feiertag wert (wobei so mancher Genießer einwerfen mag, eigentlich sei doch jeder Tag ein Martini-Tag…).

Nun ist es zwar noch eine Weile hin bis zum Tag des Martinis am 19. Juni, doch in einer Pressemitteilung hat uns Hendrick’s Gin bereits jetzt darauf hingewiesen. Und diese nette Erinnerung, doch rechtzeitig für die nötigen Zutaten zu sorgen, um den Martini Tag auch gebührend feiern zu können, geben wir natürlich gerne an euch weiter. Und für den Fall, dass jemand noch nach neuen Tipps und Rezepten für Martini und Co. sucht, hat Hendrick’s Gin uns auch einen Cucumber-Guide (Gurken-Guide) als  pdf zur Verfügung gestellt, in dem es um das wunderbare  Zusammenspiel von Gurke und Hendrick’s Gin geht.

Hendrick's - Die Gurke machts! Hendrick's - Die Gurke machts!

 

Wollte ihr lernen, wie sich ein Gin & Tonic durch kleine Gurkenkügelchen in einen reizvollen Cucumber Balls verwandeln lässt oder wie aus Hendrick’s Gin, Gurkensirup und Rosè Sekt ein Cucumber & Royale gezaubert wird? Dann holt euch hier kostenlos den Cucumber-Guide als Download!

 

 

Aber natürlich sollte man sich am Tag des Martinis auch unbedingt einen Martini genehmigen. Dazu empfielt Hendrick’s Gin:

Martini - Die Königin der Cocktails Martini - Die Königin der Cocktails

Hendrick’s Martini

Zutaten:
40 ml Hendrick’s Gin
20 ml Dry Vermouth 

Zubereitung:

Den Wermut mit Hendrick’s Gin in ein separates Glas mit Eiswürfel gießen und miteinander verrühren. Anschließend in ein Martiniglas füllen und mit einer Gurkenscheibe garnieren.

Und wenn euch als Hauptzutat der Hendrick’s Gin fehlt – kein Problem, den bekommt ihr hier in unserem Shop.

 

Quellen Bilder und pdf Cucumber-Guide:  Hendrick’s Gin / NICOLE WEBER communications

Messerückblick: Gin auf der Finest Spirits 2014

Die Finest Spirits in München war bisher eher dafür bekannt Whisk(e)y Liebhabern ein Eldorado an neuen Eindrücken zu bieten. Aber am Boom der vielleicht vielseitigsten Spirituose überhaupt - dem Gin - kommt eine Messe mit einem solch exquisiten Namen heute nicht mehr vorbei.
Hier also ein kleiner Gin und Tonic fokussierter Rückblick auf die Finest Spirits 2014 aus der Perspektive unserer freien Redakteurin und Bloggerin Petra Milde:

Finest Spirits 2014 im MVG Museum Finest Spirits 2014 im MVG Museum

Die Ausstellungsfläche der Finest Spirits in München in der Halle war ausverkauft, nicht alle Anfragen von Ausstellern konnten befriedigt werden: Veranstalter Frank Böer hat sich mit seiner Spirituosenmesse einen Namen gemacht in der Szene, auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Und nicht nur Aussteller kamen zu Hauf, sondern auch Besucher:

Finest Spirits 2014 in München weckte großes Interesse Finest Spirits 2014 in München weckte großes Interesse

Am Samstagnachmittag war es zeitweilig so voll, dass es in den Gängen stockte. Überall gut gelaunte Grüppchen im Gespräch, Interessierte und experimentierfreudige Besucher an den Ständen, freundliche Aussteller, die ihre Produkte begeistert und mit Herzblut präsentierten – so muss Messe sein!

 

 

Messethema Home Bar
Neben Whisky, Rum und Obstbränden war es dieses Jahr nicht zuletzt der Gin, der im Zentrum des Geschehens stand und deshalb kommen natürlich auch wir von Ginobility nicht daran vorbei, ein wenig über die Messe zu plaudern. Denn das diesjährige bewusst gesetzte Schwerpunktthema der Finest Spirits war wie geschaffen für Ginobility: Home Bar! Frank Böer erläuterte diese Wahl: „Erstmals nicht nur Sprit, Sprit, Sprit, sondern was kann man mit der Spirituose auch machen? München ist eine Barstadt, wir haben viele gute Barkeeper, aber auch viele Leute, die gerne gute Cocktails trinken. Wir merken das auch hier auf der Veranstaltung in den letzten Jahren. Die Leute interessiert immer mehr: Was können sie mit diesen Spirituosen auch anfangen?“

Es wurde gemixt und geschüttelt
Das demonstrierten renommierte Barkeeper während der drei Messetage eindrucksvoll. Sei es an der Theke der Barschule München, an der die Besucher demonstriert bekamen, wie perfekte Cocktails kreiert und geshakt werden oder auch beim Chivas Regal, wo der bekannte Blended Whisky als Grundlage für leckere Cocktails diente. An der hauseigenen FINEST SPIRITS Bar aber ging es um unsere Herzenssache: Richi Link von der Münchner Punkrock-Bar Wasserwerk bewies am Beispiel Gin & Tonic, dass man auch zuhause an der Home Bar mit wenigen Grundzutaten variantenreich arbeiten kann. Gin ist nicht mehr groß im Kommen – er ist längst da und ist DAS Szenegetränk schlechthin geworden. Aber es geht immer mehr weg von der klassischen dominanten Wacholdernote hin zum Spielen mit den Kombinationen unterschiedlich geprägter Gins und Tonics.

Gin & Tonic auf der Finest Spirits 2014 mit dem Leitthema "Home bar" Gin & Tonic auf der Finest Spirits 2014 mit dem Leitthema "Home bar"

Drei Gins + drei Tonics = drei absolut unterschiedliche Gin & Tonics
Richi machte es vor und lud zum Vergleich ein:

  • Der Beefeater und ein klassisches Indian Tonic (er benutzte durchgehend Tonics von Fever-Tree) ergeben einen Gin&Tonic wie er klassischer nicht sein könnte
  • Ein leichter, milder Citadelle kombiniert mit einem Fever-Tree Mediterranien Tonic beschert Thymian-, Rosmarin- und Madarinnoten – ein Kräuterzweig im Glas sorgt für Optik und Aroma
  • Den  feel! Munich Dry Gin mit seinen fruchtigen Noten kombiniert Richi mit einem Fever Tree Elderflower Tonic und gibt eine tiefgekühlte Himbeere dazu. Lecker!

Viele regionale Ginproduzenten sind vertreten
Die Macher des feel! Munich Dry Gin ließen es sich nicht nehmen, selbst auf der Finest Spirits auszustellen. Schließlich haben sie hier in München ein Heimspiel. Korbinian Achternbusch, Stella Hartmann und Michael Weißenböck sind das junge Team, das seinen weichen, bio-zertifizierten Dry Gin präsentierte. Ein Interview mit Korbinian Achternbusch haben wir letztes Jahr ja bereits veröffentlicht. Auch an vielen anderen Ständen entdeckte ich regionalen deutschen Gin. Kaiser Hill 16 beispielsweise, einen klassischen Gin, bei dem die Wacholderbeere im Vordergrund steht.

Hans-Gerhard Finks Premium-Gin Serie Albfink auf der Finest Spirits 2014 Hans-Gerhard Finks Premium-Gin Albfink auf der Finest Spirits 2014

Hans-Gerhard Fink, der bisher auf Messen vor allem seinen Schwäbischen Highland Whisky Finch vorstellte, war hier in München jetzt auch mit seiner neuen Premium-Serie Albfink vertreten. Die Wacholderheide sei schließlich das zentrale Landschaftselement der Schwäbischen Alb – was läge also näher, einen Gin herzustellen? In den letzten drei Jahren lief die Entwicklung und Produktion des Dry Gin recht stiefmütterlich neben den anderen Destillaten her, doch da  jetzt mehr und mehr Anfragen bei ihm ankommen aus der Hotellerie, entschloss sich Hans-Gerhard Fink, eine eigene Marke zu generieren. Neben dem Finch jetzt also die Schwestermarke Albfink, in der neben dem Gin beispielsweise auch ein Getreidewodka angeboten wird.

Auch Tonic Wasser fehlt nicht auf der Finest Spirits
Wo Gin ist, dürfen natürlich auch Tonic Water nicht weit sein. Ganz in der Nähe vom Albfink war der Stand von Fentimans zu finden. Hier konnte ich etwas Neues probieren, das Fentimans Light Tonic Water. Wer jetzt beim Ausdruck „light“ an irgendwelche Limonaden mit Zuckeraustauschstoffen denkt, liegt bei Fentimans falsch: Bei der Traditionsmarke setzt man  auf Qualität und verwendet weder Geschmacksverstärker noch Konservierungsstoffe.

Fentimans Tonic Water inklusive neuer Light Version auf der Finest Spirits 2014 Fentimans Tonic Water inklusive neuer Light Version auf der Finest Spirits 2014

Nils Wieczorek erklärt mir: „Mit dem Tonic Light haben wir auf die Nachfrage von Ginherstellern und Kunden reagiert, die sagen, es gibt jetzt sehr viel floralere Gins.  Zum Beispiel den Monkey , den Tanqueray 10 oder den Saffron. Es ist eigentlich sehr schade, solche Gins mit sehr süßen, herbalmäßigen Tonicwässern zu ersticken. Man darf eins nicht vergessen: Beim Gin & Tonic ist der größte Anteil der Tonic. So haben wir ein Tonic Wasser entwickelt, das weniger Zucker enthält – und das ist eigentlich schon alles. Es enthält nur weniger Zucker als das Standard Fentimans,  dadurch kommt  die Zitrusnote etwas besser heraus. Man hat das Gefühl, dass auch das Chinin ein wenig mehr herauskommt, aber der Anteil ist gleich. Auch die Botanicals sind die gleichen.“

So drehte ich also langsam meine Runden, genoss Atmosphäre, Gespräche, Gin & Tonic, Leckereien an Käse-, Chips- oder Pralinenständen und natürlich auch so manchen Dram Whisky. Schließlich ist nicht zu leugnen, dass die Anzahl der Whisky/Whiskey-Aussteller deutlich überwiegen und die Finest Spirits nicht zuletzt auch ein El Dorado für Whiskyfreunde ist. Aber das ist hier nicht unser Thema….

 

Petra Milde ist selbständige Autorin und schreibt hin und wieder auch für Ginobility.
Wer mehr von ihr lesen möchte, kann das beispielsweise auf ihrem eigenen Whiskyblog www.meinwhisky.com. Dort erfahrt ihr dann auch etwas über die Whiskys auf der Finest Spirits 2014.

Das kleine Bar-Lexikon

Im kostenlosen Gin-Buch werden über 60 Rezepte auf Gin-Basis vorgestellt. Darin werden folgende Begriffe immer wieder verwendet: Weiterlesen

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