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Tasting

Drei Frauen und acht Gins - Ein Gin & Tonic-Tasting

ArbeitEs war ein Tastingabend der besonderen Art: Julia Nourney, Independent Spirit Consultant und Autorin, MargareteMarie, Whiskybloggering, und Petra Milde, Autorin und Bloggerin im Spirituosenbereich (By the way: Verfasserin dieses Beitrages) wollten sich intensiv mit einigen Whiskys und Gins beschäftigen und mit weiblichen Geschmacksnerven gemeinsam den Aromen nachspüren. Und so wurde ein Tisch im gabiJuliaschwäbischen Balingen an einem Samstagabend im August mit Whisky, Gin, Gläsern, Wasser, Tonic, Obst, Schreibzeug, Laptop und Kameras gefüllt, um gründlich zu arbeiten - und Spaß dabei zu haben. Nun ja, aus dem Abend wurde eine ganze Nacht und ich möchte euch unsere Ergebnisse in Sachen Gin&Tonic nicht vorenthalten.

Was jetzt hier im Bericht folgt, ist keine ausführliche Vorstellung der Gins. Nein, uns ging es bei den Gins vor allem darum, herauszufinden: Wie schmeckt der mir/uns am besten, welches Tonic Water empfinden wir als ideale Ergänzung? Probiert es doch einmal aus, ob ihr da mit uns auf einer Linie seid, wir freuen uns über Feedback!

See GinSee-Gin, London Dry Gin vom Bodensee, 48% Vol.
Wir starten mit einem Gin der Brennerei Steinhauser, Kressbronn. Er hat bei der IWSC dieses Jahr Gold Outstanding erhalten, eine nicht sehr häufige vergebene Auszeichnung. Ein gradliniges Produkt, bei dem neben sanften Wacholdernoten etwas Melisse durchschimmert.
Eine ganz leichte Bitterkeit hat er für mich, kaum Zitrusnoten. Ausgewogen, da drängt sich nichts in den Vordergrund. Sensorik-Spezialistin Julia nennt ihn „Everybodies Darling“ und „komplementär“. Passt sich jedem Tonic an.
Wir kombinieren den See-Gin mit Fever Tree und Orange und erhalten eine weiche „Wintermischung“. Den leichten Sommerdrink gibt es mit Thomas Henry und Limette.

NBNB Gin, Artisan Gin aus North Berwick, Scotland, 42,% Vol.
Ein ganz neuer Gin, erst seit kurzem auf dem Markt. Wacholder und Zitrusfrüchte prägen den Small Batch Gin ganz deutlich. kommt leicht süßlich daher und sehr mild auf der Zunge herüber, trotz einer Pfeffernote. Im Nachklang bleibt mir ein Hauch Lakritze.
Hier favorisieren wir zwei Zusammenstellungen:
NB + Thomas Henry Elderflower+Orangenschnitz: Ein floral-fruchtiger Gin&Tonic für alle, die es etwas lieblicher mögen
NB + Fever Tree + Limettenschnitz: So wird die fruchtige Frische des NB unterstrichen. Wacholder tritt etwas in den Hintergrund.

NB Gin im Ginobility Online Shop.

TelserTelser Liechtenstein Dry Gin, 47% Vol.
Der Wacholder dominiert deutlich beim Telser, der zudem eine sehr florale Grundnote hat. Riecht und schmeckt „dunkler“ als die beiden Vorgänger. Würzig. Und dann ist da ein leichtes Räucheraroma…Die starken 47% machen sich deutlich bemerkbar; weniger zum pur sippen geeignet.
Hier hat uns der Fentimans als Partner am besten gefallen, zusammen mit einem Schnitz Tahiti-Limette zerreißt er die dunkle Note des Telser („declustern“ nennt es Fachfrau Julia). Ich hab bei diesem Gin&Tonic übrigens eine Art Traubenzuckernote im Mund, muss an Dextroenergen denken. Na, wenn ein G&T vielleicht Energie verleiht, ist es doch toll…

Telser Gin im Ginobility Online Shop.

SipsmithSipsmith London Dry Gin, 41,6% Vol
Sehr frisch kommt uns der Sipsmith aus dem Glas entgegen, doch allmählich gesellen sich auch dunklere Aromen hinzu, fast so wie feuchtes Heu. Auch exotische Frucht, aber so richtig überreif. Am Gaumen dann ein ähnliches Szenario: Erst frische, grüne Aromen, dann würzig. Leicht pfeffrig
Die zarten Fruchtnoten des Smipsmith wollen herausgekitzelt sein, das gelingt uns am besten mit Fever-Tree und einem Orangenschnitz.

Sipsmith Gin im Ginobility Online Shop.

GiltGILT, Single Malt Scottish Gin, 40% Vol.
Ein Gin aus Gerstenmalz, das ist etwas Spezielles. Und als speziell stellt sich auch Aroma und Geschmack heraus. Erdige, weiche Noten steigen da in die Nase, der Wacholder ist angenehm präsent, drängt sich aber nicht in den Vordergrund. Vanille ist deutlich da und eine würzige Süße, auch ein Aroma wie von Kräuterbonbons. Am Gaumen bleibt der GILT sehr weich, aber komplex und würzig, dunkel und erdig.
Diese besonderen Aromen wollen bewahrt sein im Gin & Tonic, deshalb sollte es nicht mit zu viel Macht daherkommen. Das 1724, das in anderen Gins wegen seiner Milde oft untergeht, ist hier genau das richtige. Ein Schnitz Pink Grapefruit dazu und fertig ist ein Gin & Tonic, der einen ganz eigenen Charakter hat. Aber den GILT würde ich auch durchaus pur trinken.

Gilt Gin im Ginobility Online Shop.

ElephantElephant London Dry Gin, 45% Vol.
Dezent, harmonisch in der Nase. Eine Wacholdernote, die da ist, aber nicht dominant in die Nase steigt, ebensowenig wie der Alkohol. Fruchtsüße. Süß ist der Elefant dann auch am Gaumen. Lakritze ist eines der Hauptaromen. Zitrusaromen sind kaum zu spüren, der Gin ist eher floral ausgerichtet. Ein bisschen wie im Nadelwald. Die weiche, milde Ausprägung macht ihn zu einem Gin, der sehr gut pur zu trinken ist. Der recht hohe Alkoholgehalt stört dabei überhaupt nicht.
Der Versuch mit Thomas Henry und Limette zeigt: Das Gin & Tonic schmeckt zu flach, das wird dem Elephant nicht gerecht. Fever-Tree ist besser, das lässt dem Gin genug Raum, unterstreicht die Aromen aber auch. Trotzdem: Wenn man diesen Gin richtig würdigen möchte, dann sollte man ihn pur trinken.

Elephant Gin im Ginobility Online Shop.

Gin27GIN 27, Appenzeller Dry Gin, 43% Vol.
Auch die Schweiz kann in Sachen Gin mithalten. Der GIN27 wurde von einem Kräuterbitterproduzenten entwickelt und das spiegelt sich im Aroma wieder. Beim Nosen denke ich sofort: Lebkuchen. Zimt. Auch eine leicht bittere Note ist da. Im Mund bestätigt sich der adventliche Eindruck, doch dann öffnet sich das Aroma, wird etwas floraler. Die Grundnote bleibt aber sehr würzig, leicht bitter.
Der GIN27 lädt zum Experiment ein und das verläuft erfolgreich: Fever Tree Mediterranean harmoniert wunderbar mit diesem würzigen Gin. Ein Orangenschnitz brachte die Zitruskomponente sehr gut hervor. Leider hatten wir keinen Rosmarin zur Hand, das wäre noch eine interessante Spielart gewesen.

MareGin Mare, Spanien, 42,7% Vol
Diesen spanischen und von mediterranen Kräutern geprägten Gin hatten wir zu Recht ans Ende unseres Tastings gestellt, der Unterschied ist groß: Ist das wirklich Gin? Da ist in der Nase von Wacholder nichts Vordergründiges zu spüren. Man muss ihn förmlich suchen hinter der süßen Würzigkeit und dem deutlich floralen Grundton. Süße umschmeichelt auch den Gaumen. Rosmarin kommt sehr stark herüber und eine angenehme Bitterkeit. Beim Gin & Tonic ist wieder Fever Tree unser Favorit, das lässt den Rosmarinnoten und dem floralen Charakter Raum. Wir notieren für unser nächstes Tasting: Neben Rosmarin  unbedingt auch grüne Oliven mitbringen - hier hätten wir sie gerne noch als i-Tüpfelchen ausprobiert!

Gin Mare im Ginobility Online Shop.

Wer sich auch für den ersten Teil des Abends (das Whiskytasting) interessiert, findet den Bericht hier auf meinwhisky.com.

Bilder: MargareteMarie von whiskyundfrauen. Dankeschön!

Eröffnung der Gin Gallery im Stollen 1930

Logo Gin Gallery Stollen 1930

Alles begann mit einer Gin-Großbestellung aus Österreich die im Februar 2014 bei uns einging. Dass war der erste Kontakt mit Tom Hausknecht dem Barchef des „Stollen 1930“ in Kufstein.

Bald danach folgte eine Einladung zur offiziellen Eröffnung der Gin Galerie am 30. April 2014 mit der Frage ob wir einen Beitrag zum Rahmenprogramm leisten wollen.

Zu diesem Zeitpunkt war uns noch in keinster Weise klar was uns erwarten wird, wussten wir doch zu diesem Zeitpunkt nur von dem Hotel zu dem die „Stollen 1930“  gehört – dem Auracher Löchl. Hier würden wir in ur-gemütlichen Zimmern übernachten und ein tolles Frühstück bekommen. Aber eines nach dem anderen.

Unser Beitrag war die Präsentation einiger Deutscher Gins vor einem Auditorium von ca 50 geladenen Gästen sowie ausgesuchter österreichischer Pressevertreter, u.a dem ORF. Neben uns sollten auch noch zwei Vertreter von Pernot Ricard – bekannter Maßen der Vertrieb von Beefeater und Beefeater 24 außerhalb Englands - einen Vortrag halten.
Dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen würden war klar!

Das Auracher Löchl in der Altstadt von Kufstein Das Auracher Löchl in der Altstadt von Kufstein

Nach einigen Stunden im Auto kamen wir also im schönen Kufstein in Österreich an, auch wenn unser Navi uns konsequent im Kreis führte da es mit der Lage des Auracher Löchels in Mitten der wunderschönen Altstadt in einer verkehrsberuhigten Zone nicht klar kam!

Wie auch immer, knapp 2 Stunden vor Beginn der Veranstaltung waren wir also da und die Vorbereitungen liefen noch auf Hochtouren. Nachdem wir im Auracher Löchl eingecheckt hatten und dann den „Stollen 1930“ direkt gegenüber von dem Hotel erstmals betraten blieb uns schlichtweg die Spucke weg!

 

Die Türen zur größten Gin Galerie der Welt im Stollen 1930 Die Türen zur größten Gin Gallery der Welt im Stollen 1930

Die Location ist einfach der Hammer: Durch eine zwei-flügelige Tür betritt man einen flachen rustikalen Gang der leicht abwärts führt. Es folgt eine Glastür hinter der nochmals ein kurzer Gang folgt an dessen linken Seite bereits die ersten Flaschen Gin in groben Käfigen präsentiert werden. Danach gelangt man über einige Holzstufen in den eigentlichen Barbereich.

Ein Gewölbekeller der direkt aus dem Fels gehauen wurde. Etwa 6 Meter hoch und gut 15 Meter lang. Die Bar befindet sich in der Mitte des Raumes und nimmt gut ein Drittel des Raumes ein – die Spielwiese von Tom und seiner Crew gesäumt von Barstühlen und Bartischen an den Wänden. Von der Decke hängen schwere Kronleuchter in riesigen Vogelkäfigen und große samtbezogene Ohrensessel stehen am Rand in Gruppen zusammen. Alles ist in dunklem Holz gehalten und versprüht den Charme der 30er Jahre ohne aber aufgesetzt zu wirken (der Stollen 1930 wirbt dahingehend auch für sich und bezeichnet sich auch als „Speak easy Bar“).

Soviel zur Location an sich.

Nachdem wir uns einen Überblick gemacht haben wurden wir dem Pernot Ricard Team Mike und Cati vorgestellt und gleich danach wurden wir in den Ablauf des Abends uns unsere Rolle eingeführt.

Der Stollen 1930 in Kufstein Der Stollen 1930 in Kufstein

Um 19 Uhr kamen die ersten Gäste und die Presse und um 20.05 Uhr begann der offizielle Teil, den Richard – seines Zeichens Inhaber des Auracher Löchls und des Stollen 1930 einläutete. Nachdem der Bürgermeister von Kufstein mit Müh und Not die Taufe mit einer Flasche Beefeater vollzogen hat (drei Anläufe brauchte es bis die Flasche endlich an der Felswand zerschellte), wurden die verhüllten Boards und Regale an den Wänden in und auf denen die derzeit 488 verschiedenen Gins und Genevers präsentiert werden enthüllt. Alle Flaschen sind nummeriert und sind in der Gin Karte entsprechend gelistet und kurz beschrieben.

Die Gin Karte des Stollen 1930 und seiner Gin Galerie Die Gin Karte des Stollen 1930 und seiner Gin Gallery

Danach war es an Mike und Cati Fachwissen zu vermitteln. Routiniert referierte Mike frei zur Herkunft und Herstellung des Gin in Allgemeinen, um anschließend für eine Einführung in die Besonderheit von London Dry Gin und das Tasting von Beefeater Gin und Beefeater 24 an Kati zu übergeben.

Parallel hierzu bekamen natürlich alle Anwesenden entsprechende Gins zur Verkostung gereicht.

Nach Mike und Kati hatten wir Gelegenheit  zunächst Ginobility und die Motivation und Hintergründe darzustellen (und ein wenig Werbung für unser Gin-Buch zu machen), um dann das Tasting weiterzuführen. Da wir uns auf deutschen Gin fokussiert haben kam – wie sollte es anders sein als erstes die Galleonsfigur der deutschen Gins Monkey 47 Dry Gin dran. Gefolgt wurde er von einem Urgestein dem Lebensstern Dry Gin, eigentlich ja eine deutsch-österreichische Koproduktion. Nach einer Pause sollten wir eigentlich noch Ferdinand’s Saar Dry Gin und zum Abschluss Hayman’s Sloe Gin präsentieren, aber trotz der Versuche von Richard die Aufmerksamkeit auf die Redner zu lenken schwand die Aufmerksamkeit der Gäste bereits bei Mike und Cati auf fast null. Ein kleiner Wehrmutstropfen an diesem Abend – es sollte aber der Einzige bleiben.

Wir machten aber aus der Not eine Tugend und luden diejenigen die interessiert waren an die Bar ein um dort das Tasting individuell weiterzuführen, was auch sehr gut funktionierte. Gemeinsam mit Mike konnten wir einigen „Neulingen“ die Faszination und Vielseitigkeit von Gin näherbringen.

Tom Hausknecht bei der Eröffnung der Gin Gallerie im Stollen 1930 Tom Hausknecht, Barchef im Stollen 1930 bei der Arbeit

Neben den genannten Gins, die sozusagen zum offiziellen Teil des Programms gehörten probierten wir uns in einer kleinen Runde, die sich im Laufe des Abends zusammenfand, durch eine Reihe weiterer herausragender Gins. Zum Beispiel den Nolet’s Dry Gin Silver, Greyling Modern Dry Gin und den Newcomer Elephant Gin.
Besonders beeindruckend war wie Tom von der Stimmung inspiriert einige spontane Drinks mit TOMR’S Tonic, den er von uns angetragen bekam, kreierte. An dieser Stelle eine kleine Ankündigung: Tom vom Stollen 1930 steuert ab sofort einige seiner Eigenkreationen für unseren Blog bei, die wir in Kürze hier präsentieren werden.

Selbstverständlich gingen auch einige perfekte Gin & Tonics in den für Spanien typischen Ballonas und tollen Garnituren über die Theke, denn auch die Auswahl an Tonic Water lässt im Stollen1930 fast keine Wünsche offen. Neben Thomas Henry, Fentiman’s Tonic und dem schon erwähnten TOMR’S Tonic ist auch Fever Tree Tonic  und Fever Tree Mediteranian sowie QTonic erhältlich. Neben dem Gin Sortiment, das wie erwähnt derzeit um die 330 Gins umfasst und stetig erweitert wird, wird auch die Tonic Auswahl sinnvoll ergänzt.

Aber nicht nur die Drinks sind unfassbar gut, auch die Küche lässt keine Wünsche offen. Das „Flying Dinner“, dass von Seiten des Auracher Löchl kam, war von Vielseitigkeit und konsequenter Frische und Kreativität geprägt.

Ginobility_Stollen1930_Gin-Gallery_2Resumee: Ein super Abend, mit tollen und sympathischen Menschen,  in einer unglaublich tollen Location mit extrem kompetentem und liebenswürdig authentischem Personal und natürlich einer unglaubliche Gin Auswahl!!
Jeder der die Chance hat dem Team von Richard und Tom sowohl im Stollen 1930 und/ oder im Auracher Löchl einen Besuch abstatten zu können wird mit Sicherheit nicht enttäuscht.

Wir freuen uns sehr, dass wir diese Gelegenheit hatten und mit Sicherheit bleiben wir mit dem Auracher Löchl und dem Stollen 1930 in engem Kontakt, denn was würde besser zusammen passen als das 1. Gin Museum mit der größten Gin Gallery der Welt mit dem Ziel um die 1000 Gins anbieten zu können und Ginobility. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Links:
Webseite des Auracher Löchl
Weblink zum Stollen 1930
Blog des Stollen 1930
Kurzportrait des Stollen 1930 als PDF zum download

Nolet's Dry Gin Silver meets Red Snapper

Nolet's Dry Gin Silver zählt mit Sicherheit zu den außergewöhnlichsten Gins die man derzeit bekommen kann. Alles andere als klassisch und wacholderdomineriert bestimmen türkische Rosen, weißer Pfirsich und Himbeeren sein floral-fruchtiges Aroma.
Wir haben ihn bei einer Barschulung dabei gehabt und unser Bartrainer von 4flair war schlichtweg begeistert.

Spontan hatte er den Gedanken ihn in einem Red Snapper einzubinden. Für alle die nicht wissen was ein Red Snapper ist, es ist das Gin basierte Pendant zur Bloody Mary!

Zunächst waren wir alle etwas kritisch, einen so blumigen Gin in einem so würzigen Drink zu probieren, aber wir wurden Lügen gestraft. Das Ergebnis war schlichtweg fantastisch und super lecker!!

Wenn Ihr Gelegenheit haben solltet den Nolet's Dry Gin Silver in einer Bar vorzufinden, bestellt Euch auf jeden Fall einen Red Snapper mit diesem tollen Gin! Es lohnt sich!

Red Snapper - Nolet's Dry Gin Silver Red Snapper - Nolet's Dry Gin Silver

Wer ihn selber mixen will, hier das Rezept:

5cl Nolet's Dry Gin Silver
1 cl Zitronensaft
12 cl Tomatensaft
3-5 Spritzer Worchestersauce
2 Spritzer Tabasco
gemahlener Pfeffer
Salz

 

Cheers!!

Eine süßlich scharfe Sache - SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg & Sons Tonic Water

Es ist keine Neuigkeit mehr das Gin aus deutschen Landen boomt. Da ist es kein Wunder das in regelmäßigen Abständen immer neue Edelbrände lanciert werden und in die großen Fußstapfen von Monkey 47, Adler Berlin Dry Gin, Gansloser Black Gin, The Duke Munich Dry Gin und Lebensstern Dry Gin treten wollen. Nach feel! Munich Dry Gin und zuletzt Brandstifter Berlin Dry Gin ist die deutsche Gin-Landschaft wieder um ein Kind der beliebten Spirituose reicher. Nicht aus dem Schwarzwald, Berlin oder München stammt er sondern aus der Heimatstadt des Comedian Rüdiger Hoffmann (Ich weiss nicht ob sies wussten...) - Paderborn. Der neue Gin trägt den klangvollen und inhaltsschwangeren Namen SEARS Cutting Edge Gin und stammt aus dem Hause MBG. Aus selbigen Hause stammt auch die neue Bittergetränke Marke Goldberg & Sons, auf die wir an späterer Stelle noch eingehen werden.

Cutting Edge - Marketing-Gag oder echter Zusatznutzen?
So ziemlich jeder Gin zeichnet sich durch eine Besonderheit aus. Der eine wird mit Gurke serviert und enthält eben diese als besonders Botanical. Der andere wird aus 47 Zutaten hergestellt oder mittels eines speziellen Kaltdestilationsverfahrens aufwändigst destilliert. Bei der Fülle an Gins auf dem internationalen Markt braucht es wie in allen anderen Märkten auch eine Alleinstellungsmerkmal oder zumindest eine klare und möglichst auffallende Positionierung. Die meisten neuen Gins schaffen es (noch) sehr nahe am Produkt zu bleiben und ihre Postionierung tatsächlich als echte und größtenteils glaubhafte Produktvorteile zu platzieren.

SEARS Gin - The Cutting Edge Process SEARS Gin - The Cutting Edge Process

SEARS Cutting Edge Gin (Anm.: Cutting Edge ist ein eingetragenes Warenzeichen) baut seinerseits auf die Verarbeitung der Botanicals vor der Mazeration bzw. Destillation.
Die Botanicals werden mit besonders scharfen und harten Messern sauber zerkleinert. Dass klingt erst mal relativ banal. Fakt scheint aber zu sein, dass die gewissenhafte Zerteilung der planzlichen Bestandteile einen positiven Effekt auf die Gewinnung der ätherischen Öle zu haben scheint. Ein mögliches Indiz für die Relevanz dieses Themas ist, dass die Japaner seit Jahrtausenden auf extrem scharfe Schneidewerkzeuge gesteigerten Wert legen - u.a. in der Küche.

Hat Cutting Edge einen Einfluss auf den Geschmack?
Laut MBG besticht SEARS Gin durch seinen fein abgestimmten Charakter aus floralen Noten, Bergamotte, würzigem Koriander und natürlich Wacholder. All dies bei 44% Vol. Ob es am Ende besser schmeckt wenn man besonders scharfe Messer zum Schneiden verwendet, können und wollen wir nicht bewerten! Da muss man schon Chefköche oder Messerschleifer fragen...!

Wie auch immer wurde uns von MBG netter Weise ein komplettes Tasting Kit mit einer Flasche SEARS Gin und der kompletten Range an Goldberg Bitter Drinks bereitgestellt, sodass wir uns unser eigenes, ganz objektives Bild machen konnten.

SEARS Cutting Edge Gin SEARS Cutting Edge Gin

Ginobility tastes SEARS Cutting Edge Gin
Fangen wir mal ganz vorne an und zwar beim optischen Eindruck:
Die 0,7 l Flasche kommt in einer von namhaften Gins wie Mayfair London Dry Gin oder Geranium Gin schon bekannten eckigen Form daher und hebt sich so von den meist klassischen runden und bauchigen Flaschenformen ab. Das Design ist schlicht und im positiven Sinne einfach gehalten und wirkt hierdurch modern und jung. Dies wird durch die schwarz - pinke Farbgebung noch unterstichen. Positiv anzumerken ist der Verschluss der nicht wie bei anderen ein Drehverschluss ist, sondern ein Korken. Schön wäre hier allerdings gewesen wenn tatsächlich Kork zum Einsatz gekommen wäre und nicht Kunststoff.

Das Nosing:
Hier dominiert angehmer Weise eher der Wacholder, was für "neue" Gins fast schon zur Ausnahme gehört. Die vom Hersteller herausgestellten floralen Noten halten sich aus unserer Sicht eher nachgelagert zusammen mit leichten Zitrusnuancen. Deutlich wahrnehmbarer schwingen auch Alkoholnoten mit.

Das Tasting:
Auch am Gaumen dominiert der Wacholder. Auch die fruchtigen Zitrusaromen sind klar erkennbar die sich mit den sanft blumigen Noten verbinden und einen erfrischenden Eindruck abgeben. Eine leicht pfeffrige Schärfe am Ende, was wohl die Würze des Korianders sein könnte, rundet das Bild ab.
Trotz der Alkoholnoten im Nosing ist SEARS Gin angenehm mild.

Der Abgang:
Dieser ist zwar lang und vom Wacholder dominiert, aber dabei bleibt es leider auch.

Das Fazit:
Alles in allem ist SEARS Cutting Edge ein guter, wenn auch nicht überragender Gin und bei einem Preis von ca. 20 Euro überraschend günstig für einen laut Hersteller Super Premium Gin. Die Aromen kommen schön und klar zum Tragen, auch wenn der Charakter nicht sonderlich komplex ist.
Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt zu 100%. Wir würden SEARS Gin als "Einsteiger" Gin empfehlen, den man wunderbar im Gin & Tonic genießen und dabei sehr schön mit verschiedenen Twists experimentieren kann.

Apropos Gin & Tonic
Wie schon Eingangs angedeutet hat uns MBG netter Weise auch mit dem passenden Tonic Water von Goldberg & Sons versorgt. Da lag es natürlich nahe dieses ebenfalls zu verkosten und auch gleich als G & T mit SEARS zu testen.

Goldberg Tonic Water Goldberg & Sons Tonic Water

Die Goldberg & Sons Bitter Drinks kommen standesgemäß in 200 ml Glasflaschen daher (es gibt sie aber auch in 1 Liter PET Flaschen). Die Flaschenform ist anders als die der gängigen Wettbewerber Fever-Tree oder Thomas Henry eher bauchiger und gedrungener, aber nicht weniger stylisch. Das Etikettendesign ist plakativ und durch die Rautenform sehr auffällig.

Wie von MBG im Pressetext angedeutet zeichnet sich Goldberg & Sons Tonic Water dadurch aus, dass man es auch wunderbar pur trinken kann. Das dies einen geringeren Grad an Bitterness bedeutet ist fast schon selbsterklärend.

Geschmacklich erinnert Goldberg & Sons Tonic fast schon an eine Limonade. Die fruchtig-zitronigen Aromen sind sehr präsent, allerdings gilt dies auch für die Süsse. Wie gesagt bleiben die bitteren Aspekte bei Goldberg & Sons Tonic etwas zurück, auch wenn diese auf echtem Chinin gründen. Der Gehalt an Kohlensäure ist OK und bringt Frische mit, allerdings hält sie sich nicht sehr lange im Glas, soll aber nicht heißen das das Tonic schnell schal wird.

SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg Bitter Drinks SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg & Sons Bitter Drinks

SEARS Gin & Goldberg Tonic - Das Tasting
Um es vorweg zu nehmen: Die beiden harmonieren sehr gut miteinander:
Die fruchtig-blumige Noten des SEARS Gin werden von den zitronigen Aromen des Goldberg & Sons Tonic sehr schön getragen und ergänzt. Die Wacholdernoten und würzigen Aspekte des Gins treten angenehm hervor und geben dem Drink trotz der fehlenden Bitterness des Tonics den gewünschten herben Charakter.
Insgesamt ist dieser Gin & Tonic sehr süffig und erfrischend, wobei letzteres leider durch die Süsse des Tonic etwas gemindert wird.

Tipp:
Wir haben dem G&T ein wenig Grapefruit Schale (bevor man sie ins Glas gibt, die Zesten öffnen indem man die Schale leicht drückt) und einen kleinen Zweig Rosmarin hinzugegeben. Hierdurch bringt man noch etwas mehr herbe Aspekte und Komplexität in die Sache!

Cheers!

Palatinus Dry Gin: Tasting & Geschmack

Ein deutscher Gin, und sogar ein echter P’älzer – klar, dass wir den probieren mussten. Destilliert wird der Wacholderbrand von der Nordpfälzer Edelobst und Whiskydestille. Wie der Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt der Destille eigentlich auf Edelobstschnäpsen und Whisky. Verarbeitet, vergärt und destilliert werden handverlesene Früchte und Botanicals aus der Region. Weiterlesen

Tasting: Hayman's Royal Dock Gin (57% Navy Strength)

Es gibt so einige Traditionen, vor allem im Vereinigten Königreich, die sich Jahrhunderte gehalten haben. Dazu gehört neben der Tea time um 5 Uhr nachmittags auch die tägliche Ration Gin (der sog. „Tot“) für die Offiziere bzw. Rum für den einfachen Matrosen. Ein fester Teil dieser schönen Tradition, welche im übrigen erst 1970 bei der Royal Navy eingestellt wurde ist die Geschichte der Haymann Distillers Ltd.

Hayman Royal Dock Gin Navy Strength – 57% Vol. reine Geschichte
Bereits seit 1863 wird der Hayman Royal Dock Gin Navy Strength in der etwa 40 km von London entfernten Destille hergestellt. Ebenfalls seit dieser Zeit beliefert die Hamann Disillers Ltd. die Royal Navy, die ihr größtes Dock, den Royal Victoria Yard unweit der Destille betrieben. Von eben diesem Dock brachen einige bedeutende Admiräle wie Sir Francis Drake oder Lord Nelson zu ihren Eroberungsreisen auf. Weiterlesen

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