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Gin Tonic: Geschichte + Rezept für den perfekten Gin Tonic

Der Gin Tonic ist ein all-time-classic. Ein Drink von solchem Charakter, das man ihn liebt, oder auch nicht, dazwischen gibt es meist nicht viel. Diesen Klassiker wollen wir in diesem Artikel beleuchten, viel Spaß beim Lesen...
Die Geschichte des Gin Tonic findet ihren Anfang in den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts, als spanische Jesuiten zwischen 1620 und 1630 von den peruanischen Inkas auf die heilsame Wirkung der Rinde des Chinarinden-Baumes (Cinchona pubescens) hingewiesen wurden. Nachdem 1638 die Countess of Chinchon, Ehefrau des Vizekönigs von Peru, durch die Tinktur aus der Rinde dieses Baumes von den Symptomen der Malaria befreit werden konnte, wurde das als Chinin bekannte Pulver bald das erfolgreichste Mittel zur Bekämpfung der Malaria und zur Fiebersenkung, und der Baum wurde zu Ehren der Countess of Chinchon als „Chinchona-Baum“ benannt.

Besonders die Britische Ostindien-Gesellschaft benötigte enorme Mengen an Chinin, um die britischen Soldaten vor den Symptomen der Malaria zu schützen. Diese machten es sich zur Angewohnheit, das bittere Pulver als Anti-Malaria-Medizin täglich als Prophylaxe zu sich zu nehmen. Anstatt es nun bei Morgengrauen in Wasser gelöst einzunehmen, kamen findige Offiziere um 1825 auf die Idee, ihren abendlichen Gin zur Cocktail-Hour mit in Sodawasser gelöstem Chinin zu versetzen – der originale Gin Tonic war geboren!

Heutige Premium Tonic Water

Der steigende Bedarf an Chinin führte zur Übernutzung der Chinchona-Wälder Perus, bis diese beinahe vom Aussterben bedroht waren, was enorm steigende Preise für dieses Medikament mit sich brachte. 1862 gelange es einem gewissen Charles Ledger, Samen dieses Baumes aus Peru nach Holland zu schmuggeln. Die dortige Regierung sorgte für die Anlage von Plantagen in ihrer Kolonie Batavia, die heute als Indonesien bekannt ist. Während des II. Weltkriegs stammten 95% allen Chinins aus indonesischem Anbau.

Obwohl Chinin 1944 in den USA erstmals synthetisch hergestellt werden konnte, liefert die Rinde des Chinchona-Baumes bis heute das beste und zudem sehr preisgünstiges Chinin für den berühmtesten Cocktail auf Gin-Basis! Durch die Zugabe von Zitronenscheiben zum Gin Tonic galt dieser Drink früher auch als Mittel gegen Skorbut, bei dem es sich um eine akute Vitamin-Mangelkrankheit handelt. - Halten wir uns also an die gute Gewohnheit der täglichen Dosis Gin Tonic, um der ständigen Bedrohung durch Malaria und Skorbut mutig entgegen treten zu können. Doch wie wird der perfekte Gin eigentlich hergstellt?

Rezept für den perfekten Gin Tonic

Die Mischverhältnisse variieren von 1:1 bis 1:4 oder höher – je nach Geschmack. Dazu einfach einen guten Gin (mindestens einen Tanqueray) in ein Longdrinkglas oder kleines Tumblerglas mit Eiswürfeln geben, und anschließend nach Geschmack mit Tonic Water auffüllen. Dekoriert wird der Gin Tonic mit einer halben Limettenscheibe (englische Art) oder einer halben Zitronenscheibe (amerikanische Art). Manche geben die Zitronenscheibe aber auch in den Cocktail.

Variation: Zusammen mit Hendrick´s Gin einige Gurkenscheiben statt einer Limette verwenden. Dabei diese etwas andrücken.

Weitere Rezepte auf Gin-Basis finden sich übrigens im kostenlosen Gin-Buch.

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