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Eine süßlich scharfe Sache - SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg & Sons Tonic Water

Es ist keine Neuigkeit mehr das Gin aus deutschen Landen boomt. Da ist es kein Wunder das in regelmäßigen Abständen immer neue Edelbrände lanciert werden und in die großen Fußstapfen von Monkey 47, Adler Berlin Dry Gin, Gansloser Black Gin, The Duke Munich Dry Gin und Lebensstern Dry Gin treten wollen. Nach feel! Munich Dry Gin und zuletzt Brandstifter Berlin Dry Gin ist die deutsche Gin-Landschaft wieder um ein Kind der beliebten Spirituose reicher. Nicht aus dem Schwarzwald, Berlin oder München stammt er sondern aus der Heimatstadt des Comedian Rüdiger Hoffmann (Ich weiss nicht ob sies wussten...) - Paderborn. Der neue Gin trägt den klangvollen und inhaltsschwangeren Namen SEARS Cutting Edge Gin und stammt aus dem Hause MBG. Aus selbigen Hause stammt auch die neue Bittergetränke Marke Goldberg & Sons, auf die wir an späterer Stelle noch eingehen werden.

Cutting Edge - Marketing-Gag oder echter Zusatznutzen?
So ziemlich jeder Gin zeichnet sich durch eine Besonderheit aus. Der eine wird mit Gurke serviert und enthält eben diese als besonders Botanical. Der andere wird aus 47 Zutaten hergestellt oder mittels eines speziellen Kaltdestilationsverfahrens aufwändigst destilliert. Bei der Fülle an Gins auf dem internationalen Markt braucht es wie in allen anderen Märkten auch eine Alleinstellungsmerkmal oder zumindest eine klare und möglichst auffallende Positionierung. Die meisten neuen Gins schaffen es (noch) sehr nahe am Produkt zu bleiben und ihre Postionierung tatsächlich als echte und größtenteils glaubhafte Produktvorteile zu platzieren.

SEARS Gin - The Cutting Edge Process SEARS Gin - The Cutting Edge Process

SEARS Cutting Edge Gin (Anm.: Cutting Edge ist ein eingetragenes Warenzeichen) baut seinerseits auf die Verarbeitung der Botanicals vor der Mazeration bzw. Destillation.
Die Botanicals werden mit besonders scharfen und harten Messern sauber zerkleinert. Dass klingt erst mal relativ banal. Fakt scheint aber zu sein, dass die gewissenhafte Zerteilung der planzlichen Bestandteile einen positiven Effekt auf die Gewinnung der ätherischen Öle zu haben scheint. Ein mögliches Indiz für die Relevanz dieses Themas ist, dass die Japaner seit Jahrtausenden auf extrem scharfe Schneidewerkzeuge gesteigerten Wert legen - u.a. in der Küche.

Hat Cutting Edge einen Einfluss auf den Geschmack?
Laut MBG besticht SEARS Gin durch seinen fein abgestimmten Charakter aus floralen Noten, Bergamotte, würzigem Koriander und natürlich Wacholder. All dies bei 44% Vol. Ob es am Ende besser schmeckt wenn man besonders scharfe Messer zum Schneiden verwendet, können und wollen wir nicht bewerten! Da muss man schon Chefköche oder Messerschleifer fragen...!

Wie auch immer wurde uns von MBG netter Weise ein komplettes Tasting Kit mit einer Flasche SEARS Gin und der kompletten Range an Goldberg Bitter Drinks bereitgestellt, sodass wir uns unser eigenes, ganz objektives Bild machen konnten.

SEARS Cutting Edge Gin SEARS Cutting Edge Gin

Ginobility tastes SEARS Cutting Edge Gin
Fangen wir mal ganz vorne an und zwar beim optischen Eindruck:
Die 0,7 l Flasche kommt in einer von namhaften Gins wie Mayfair London Dry Gin oder Geranium Gin schon bekannten eckigen Form daher und hebt sich so von den meist klassischen runden und bauchigen Flaschenformen ab. Das Design ist schlicht und im positiven Sinne einfach gehalten und wirkt hierdurch modern und jung. Dies wird durch die schwarz - pinke Farbgebung noch unterstichen. Positiv anzumerken ist der Verschluss der nicht wie bei anderen ein Drehverschluss ist, sondern ein Korken. Schön wäre hier allerdings gewesen wenn tatsächlich Kork zum Einsatz gekommen wäre und nicht Kunststoff.

Das Nosing:
Hier dominiert angehmer Weise eher der Wacholder, was für "neue" Gins fast schon zur Ausnahme gehört. Die vom Hersteller herausgestellten floralen Noten halten sich aus unserer Sicht eher nachgelagert zusammen mit leichten Zitrusnuancen. Deutlich wahrnehmbarer schwingen auch Alkoholnoten mit.

Das Tasting:
Auch am Gaumen dominiert der Wacholder. Auch die fruchtigen Zitrusaromen sind klar erkennbar die sich mit den sanft blumigen Noten verbinden und einen erfrischenden Eindruck abgeben. Eine leicht pfeffrige Schärfe am Ende, was wohl die Würze des Korianders sein könnte, rundet das Bild ab.
Trotz der Alkoholnoten im Nosing ist SEARS Gin angenehm mild.

Der Abgang:
Dieser ist zwar lang und vom Wacholder dominiert, aber dabei bleibt es leider auch.

Das Fazit:
Alles in allem ist SEARS Cutting Edge ein guter, wenn auch nicht überragender Gin und bei einem Preis von ca. 20 Euro überraschend günstig für einen laut Hersteller Super Premium Gin. Die Aromen kommen schön und klar zum Tragen, auch wenn der Charakter nicht sonderlich komplex ist.
Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt zu 100%. Wir würden SEARS Gin als "Einsteiger" Gin empfehlen, den man wunderbar im Gin & Tonic genießen und dabei sehr schön mit verschiedenen Twists experimentieren kann.

Apropos Gin & Tonic
Wie schon Eingangs angedeutet hat uns MBG netter Weise auch mit dem passenden Tonic Water von Goldberg & Sons versorgt. Da lag es natürlich nahe dieses ebenfalls zu verkosten und auch gleich als G & T mit SEARS zu testen.

Goldberg Tonic Water Goldberg & Sons Tonic Water

Die Goldberg & Sons Bitter Drinks kommen standesgemäß in 200 ml Glasflaschen daher (es gibt sie aber auch in 1 Liter PET Flaschen). Die Flaschenform ist anders als die der gängigen Wettbewerber Fever-Tree oder Thomas Henry eher bauchiger und gedrungener, aber nicht weniger stylisch. Das Etikettendesign ist plakativ und durch die Rautenform sehr auffällig.

Wie von MBG im Pressetext angedeutet zeichnet sich Goldberg & Sons Tonic Water dadurch aus, dass man es auch wunderbar pur trinken kann. Das dies einen geringeren Grad an Bitterness bedeutet ist fast schon selbsterklärend.

Geschmacklich erinnert Goldberg & Sons Tonic fast schon an eine Limonade. Die fruchtig-zitronigen Aromen sind sehr präsent, allerdings gilt dies auch für die Süsse. Wie gesagt bleiben die bitteren Aspekte bei Goldberg & Sons Tonic etwas zurück, auch wenn diese auf echtem Chinin gründen. Der Gehalt an Kohlensäure ist OK und bringt Frische mit, allerdings hält sie sich nicht sehr lange im Glas, soll aber nicht heißen das das Tonic schnell schal wird.

SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg Bitter Drinks SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg & Sons Bitter Drinks

SEARS Gin & Goldberg Tonic - Das Tasting
Um es vorweg zu nehmen: Die beiden harmonieren sehr gut miteinander:
Die fruchtig-blumige Noten des SEARS Gin werden von den zitronigen Aromen des Goldberg & Sons Tonic sehr schön getragen und ergänzt. Die Wacholdernoten und würzigen Aspekte des Gins treten angenehm hervor und geben dem Drink trotz der fehlenden Bitterness des Tonics den gewünschten herben Charakter.
Insgesamt ist dieser Gin & Tonic sehr süffig und erfrischend, wobei letzteres leider durch die Süsse des Tonic etwas gemindert wird.

Tipp:
Wir haben dem G&T ein wenig Grapefruit Schale (bevor man sie ins Glas gibt, die Zesten öffnen indem man die Schale leicht drückt) und einen kleinen Zweig Rosmarin hinzugegeben. Hierdurch bringt man noch etwas mehr herbe Aspekte und Komplexität in die Sache!

Cheers!

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