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Einen richtig trockenen Martini, bitte!

So macht man einen richtig trockenen Martini!

So

Um die Entstehung des Martinis ranken sich viele Legenden. Noch mehr Meinungen gibt es darüber, wie man einen Dry Martini Cocktail eigentlich richtig zubereitet. Es existieren eine Vielzahl von Geschichten wann, wo und von wem er erfunden wurde. Eine Version lautet, dass der Martini 1911 von Martini di Arma di Taggia, einem Barkeeper des New Yorker Hotels „Knickerbocker“ erfunden wurde. Ob dies die tatsächliche Geburtsstunde des Shortdrinks war, lässt sich nicht eindeutig belegen.

Geschichte des Martini-Cocktails

Sicher ist aber die Mixtur, die der Barkeeper seinem anspruchsvollen Hotelgast servierte: Zu gleichen Teilen Gin und trockener Vermouth, ein Schuss Orangenbitter und eine Spirale von einer Zitronenschale. Nach heutigem Verständnis, nachdem der Martini ein trockener Cocktail ist, wäre dieser Mix eher als süß einzustufen. Nichtsdestotrotz wurde mit dieser Rezeptur der Dry Martini in seinen Grundzügen erfunden, lediglich das Verhältnis der Zutaten wurde noch verändert. Der Martini Cocktail gehört zu den Klassikern unter den Cocktails der in keiner Bar fehlen darf. Die Qualität einer Bar lässt sich geradezu daran messen, wie gut der dort zubereitete Martini ist!

Vermouth - Partner des Gins

In der Diskussion um das richtige Mischverhältnis eines Martinis spielt der Gin eindeutig die Hauptrolle. Vermouth ist der zweite wichtige Bestandteil eines jeden Martinis. Vermouth ist ein aus Trauben hergestellter und mit Gewürzen und Kräutern aromatisierter Likörwein mit einem hohen Zuckeranteil und einem Alkoholgehalt zwischen 16 und 21% Vol. Ohne Vermouth - egal wie klein oder groß sein Anteil in einem Martini sein mag - ist ein Martini kein Martini, sondern einfach nur ein Gin. Gin und Vermouth werden zum Teil mit den gleichen Gewürzen aromatisiert, was in der Kombination der beiden Spirituosen zu einer Intensivierung der enthaltenen Aromen führt. Um den eigentlichen Gingeschmack nicht zu überlagern empfehlen Kenner, den Anteil des Vermouths eher gering zu halten. Je komplexer das Geschmackserlebnis sein soll, umso höher sollte der Vermouthanteil ausfallen. Mehr Informationen über die Herstellung und Inhaltsstoffe des wohl bekanntesten Vermouths, dem Noilly Prat, finden sich hier.

Martini-Cocktail: Wie lautet denn nun das richtige Mischverhältnis?

Der klassische Dry Martini besteht nur aus Dry Gin und Vermouth und wird mit einer Olive im klassischen Martinikelch serviert. Das Mischverhältnis zum Gin ist nicht festgelegt, liegt aber meist bei 1:5 oder 1:6, bisweilen wird das gekühlte Martiniglas lediglich mit Vermouth benetzt. Ein echter Martini wird mit Gin gemacht, fälschlicherweise werden aber auch auf Wodka basierende Drinks als Martinis bezeichnet, deren korrekte Bezeichnung allerdings Wodkatini ist. Der Martini verbucht seit seiner Erfindung große Erfolge, er gehörte von den 1920er bis 1960er Jahren gerade in Amerika zum gesellschaftlichen Leben dazu. Jahrzehntelang spielte der Martini in den populären Medien, vor allem in Filmen und Boulevardzeitschriften oder Lifestyle-Reportagen eine führende Rolle. Der Martini vermittelt seither das Gefühl stilvollen Alkoholgenusses. Manche Martinis erlangten erst durch prominente Martini-Liebhaber ihre Berühmtheit, wie z. B. durch den damaligen US-Präsident Roosevelt, der dem Dirty Martini zu seiner Bekanntheit verhalf: In einen Dry Martini wird noch ein Schuss Olivenlake hinzugegeben, die den Drink „schmutzig” trübt.

Auch James Bond genießt in den Filmen immer einen Martini, den Vesper, bestehend aus Gin, Wodka (6:1) und Vermouth. Spezialisten unter den Barkeeper bereiten einen Martini auf folgende Weise: Crushed Ice und 1-2 cl Noilly Prat in einen Rührbecher geben und umrühren. Dann den Vermouth zusammen mit dem Schmelzwasser wegschütten und 6 cl Gin zugeben. Nochmals gut umrühren und ohne (!) Eis in einen gut gekühlten Martinikelch geben. Als Garnitur dient die obligatorische, ungefüllte Olive. Das Mischungsverhältnis von 6:1 soll nur als Anregung dienen. Variationen mit einem Gin zu Vermouth Verhältnis von 1:1 oder gar 10 :1 sind genauso möglich. Im Übrigen gibt es unzählbar viele Variationen des Martini-Cocktails. Hier einige der Bekanntesten:

  • Martini on the Rocks: Auf Eis, mit Zitronenzeste in einem Whiskyglas
  • Gibson Martini: Mit 2-3 Silberzwiebeln statt einer Olive
  • Gin Flip: Mit Eigelb und Zucker
  • Sweet Martini: Mit süßem statt trockenem Vermouth
  • Smokey Martini: Mit einem Spritzer Single-Malt-Whisky
  • Gimlet: Mit Limettensirup und Zitrone
  • Negroni: Mit gleichen Teilen Gin, Campari und Vermouth Rosso
  • Perfect Martini: Mit gleichen Teilen Vermouth Rosso und Dry Vermouth
  • Vodkatini oder Wodka Martini: Mit Wodka statt Gin

3 Gedanken zu „Einen richtig trockenen Martini, bitte!“

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