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Gordon's London Dry Gin & Tonic - Ready to drink

Könnt Ihr Euch noch an die Zeiten erinnern als man sich sogar Apfelschorle noch selber im Glas zusammengemischt hat? Der Apfelsaft aus der Kelterei  und das gute alte Mineralwasser, wahrscheinlich damals noch aus der 0,7l Glasflasche. Tja... auch wenn der Trend wieder zurück zum selber Mischen geht, so sind fertig gemixte Getränke nicht mehr aus den Regalen des Einzelhandels wegzudenken. Kaufen, aufmachen und genießen! Das will und kann man heute!

Dass dieser Trend zu sogenannten "Convenience Produkten" im Lebensmittelmarkt allgegenwärtig und nicht nur auf alkoholfreie Getränke beschränkt ist, dass ist bei Leibe keine Neuigkeit mehr. Auch im alkoholischen Sektor tut sich da seit vielen Jahren einiges und z.B. das Radler und seine Geschwister haben den Brauereien den Hals gerettet! Auch im Spirituosen Bereich geht da auch schon länger einiges: Bacardi Cola, Jack Daniel's- oder Jim Beam Cola, Vodka Energy... die Liste an fertig gemischten Longdrinks aus der Dose ist mittlerweile sehr lang.
Das hier die gängigsten und beliebtesten Longdrinks fertig gemischt kredenzt werden ist kein Zufall, ist der Longdrink per se seit langem in und daher war es auch nur eine Frage der Zeit, wann sich auch unser geliebter Gin & Tonic in diese Liste einreiht. Sicher, gesehen haben wir die Dosen bei Facebook und Co. schon öfter, aber nun sind wir auch bei einer großen roten Handelskette fündig geworden und haben die 2,49 Euro zzgl. 25 Cent Pfand bereitwillig investiert.

Gordon's London Dry Gin and Tonic - fertig gemixt in der Dose Gordon's London Dry Gin and Tonic - fertig gemixt in der Dose

Tanqueray goes convenience
Es ist natürlich kein Wunder, dass sich gerade Tanqueray als eines der führenden Unternehmen im Ginmarkt dieses Themas annimmt. Noch viel weniger verwunderlich ist es, dass sie hierfür auf Gordon's London Dry Gin als Marke zurückgreifen, denn diese steht nun mal fast überall im Einzelhandel als Vertreter des Wacholderdestillats.
Warum man im Hause Tanqueray aber nicht wenigstens eine etwas stilvollere Verpackung als die handelsübliche 0,33l Aludose für den Marktgang ihres Gordon's & Tonic verwendet hat, bleibt ein Rätsel. Ist es denn nicht auch das Flaschendesign, das sowohl den Gin- als auch den Tonic Markt optisch so wunderbar vielfältig erscheinen lässt?!
Aber lassen wir Thesen und Spekulationen bei Seite und widmen wir uns dem eigentlich Wichtigen, dem Inhalt:

Gordon's London Dry Gin perfectly mixed with Tonic
Genau so steht es auf der Dose und das Wörtchen "perfectly" legt die Latte für einen fertig gemixten Longdrink in der Dose doch schon recht hoch. Ein Blick auf die Inhaltsangaben kann den hohen Anspruch zunächst noch stützen, entspricht das Mischverhältnis mit 27% Gin zu 73% Tonic doch der gängigen Norm, und die 10% Vol. die sich hieraus ergeben sind auch OK.  Liest man allerdings weiter wird dieser positive erste Eindruck durch die Liste an verwendeten E's etwas getrübt: E330, E331 iii, E202, was unter anderem für Konservierungsmittel und Aromastoffe steht.
Aber wollen wir mal nicht so sein, denn auch andere Tonic Water auf dem Markt bedienen sich aus dem Kasten der E's und immerhin greift man bei Tanqueray zumindest auf echtes Chinin für das Tonic zurück!
Abgefüllt wurde unsere Dose übrigens in Italien, man kann aber auch auf Dosen aus den Niederlanden stoßen, wie der Infotext aussagt. Soviel also zu den harten Fakten.
Nun aber endlich zum Geschmack....!

Das Nosing:
Die dominierenden Aromen sind die der verwendeten Zitrusaromastoffe des Tonic. Von Wacholder keine Spur. Was an dieser Stelle aber gesagt werden kann ist, das auch störende Alkoholnoten fehlen!

Das Tasting:
Auch wenn er in der Nase nicht vorhanden war, so ist der Wacholder am Gaumen ziemlich deutlich wahrnehmbar. Ergänzt durch die Zitrusaromen des Tonics, die gar nicht so künstlich schmecken wir die E's es glauben machen, und eine den Wacholder ergänzende Würze ergibt sich ein durchaus rundes und harmonisches Ganzes. Leider kommt das Tonic wenig bitter und für meinen Geschmack etwas zu süss daher, was den Gesamteindruck etwas trübt.

Das Fazit:
Wenn man seinen Gin & Tonic bisher immer selbst gemischt hat oder hat mischen lassen, und dabei auch noch viel Wert auf die Auswahl beider Komponenten gelegt hat, so kann man ein gewisses Maß an Voreingenommenheit gegenüber eines fertig gemischten G&T aus der Dose nicht verhindern, auch wenn man natürlich versucht möglichst neutral an die Sache heranzugehen.
Natürlich muss man bei einem fertig gemischten Produkt wie dem Gordon's London Dry Gin and Tonic beachten, dass es sich hierbei um ein für die Masse konzipiertes Produkt handelt, das schlicht keine Extreme oder zu viel Spezielles zulässt. Daher ist es auch nicht negativ zu werten wenn ich diesen Gin und Tonic als "Konsens-G&T" bezeichne. Der Geschmack, das Mischverhältnis und die Frische sind durchaus in Ordnung.

Für Gin Kenner ist er zwar natürlich keine Alternative, aber wie gesagt sind diese auch nicht die Zielgruppe für dieses Produkt. Unterm Strich ist der Gordon's Gin & Tonic ein solider Drink und ein würdiger Vertreter des Gin im Markt der fertig gemixten Longdrinks, den man natürlich auch mit dem ein oder anderen Twist verfeinern kann - z.B. Wacholderbeeren um den Wacholder noch ein wenig mehr zu heben.

Ein Gedanke zu „Gordon's London Dry Gin & Tonic - Ready to drink“

  • HG Hildebrandt 1. Juli 2013 um 01:21

    Bei den Recherchen zu einer möglichen Dosen-Füllung des (bei Ginobility erhältlichen) Gents Swiss Roots Tonic Water für eine Fluglinie ist mir die E-Thematik ebenfalls begegnet. Im Fall von Dosen kann es sein, dass Konservierungsmittel nötig werden, weil das Getränk in der Dose nicht genügend hoch karbonisiert werden kann. Die Dose würde nämlich die Pasteurisierung nicht überstehen, welche normalerweise in Flaschen zusammen mit der Kohlensäure für die Haltbarkeit sorgt. Um genügend hoch karbonisieren zu können, muss man also ein Konservierungsmittel beifügen und kann dann auf die Pasteurisierung verzichten. Das Produkt ist anschliessend natürlich nicht mehr ganz das gleiche. Einschränkend muss ich sagen, dass die E-Inhaltsstoffe auf den Kinley-Dosen, welche in der Luft serviert werden, nicht verzeichnet waren. Coca-Cola verfügt demnach vielleicht über eine Möglichkeit der Karbonisierung/Pasteurisierung. (Oder gibt einfach die E-Nummern nicht an.)

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