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Der GINOBILITY Gin-Blog

Über den Wolken! Clouds Gin - Das Interview

Seit April letzten Jahres präsentiert die Clouds Bar in Zürich stolz ihren eigenen Gin (den wir übrigens auch bei uns im Ginobility-Shop vertreiben). „Clouds“ heißt er ganz schlicht, so wie die Bar selbst. Der Dry Gin wurde in Zusammenarbeit mit der Brennerei Humbel vom Bar Manager Andreas Kloke entwickelt. Ihm durften wir einige Fragen zu diesem innovativen Gin und zu den Hintergründen stellen.

Ginobility: Herr Kloke, Sie sind Bar-Manager der Clouds Bar hoch oben im Prime Tower in Zürich, dem höchsten Gebäude der Schweiz. Wollten Sie schon immer so hoch hinaus? Erzählen Sie uns doch kurz etwas über Ihren beruflichen Werdegang.

Andreas Kloke: Meine Ausbildung habe ich im Maritim Hotel Magdeburg gemacht.
Nach verschiedenen Stationen u.a. in Wolfsburg, Maritim Köln und der Shepheard Bar bin ich 2007 nach Zürich ausgewandert und habe knapp 5 Jahre als Bar Manager im Zürich Marriott gearbeitet.
Nachdem fest stand dass es neben dem geplanten Restaurant im Primetower auch eine Bar geben wird, stand mein Entschluss dorthin zu wechseln sehr schnell fest.
Seit Oktober 2011 bin ich nun im CLOUDS als Bar Manager angestellt.

 

12136-CloudsGin Clouds Gin - Optisch und geschmacklich ein Highlight

Ginobility: Es gibt nicht viele Bars, die einen selbst entwickelten Gin vorweisen können. Wie kam es zur Idee, den Clouds zu entwickeln und wieso ist ein Gin auserkoren wurden, ihre Bar zu repräsentieren und nicht ein Wodka, ein Whisky oder ein speziell kreierter Cocktail?

Andreas Kloke: Gin war schon immer meine Lieblingsspirituose, schon während meiner Anfangszeit hinter der Bar. Natürlich hat die steigende Popularität des Gins auch noch dazu beigetragen.
Die Idee eine eigene Spirituose zu produzieren bzw. zu  gestalten hatte ich schon relativ lange.
Mit dem Clouds als Firma und der Destillerie Humbel hatte ich glücklicherweise zwei Parteien, die dem ganzen Projekt sehr offen gegenüberstanden.

 

Ginobility: Einen neuen Gin schüttelt man nicht eben mal so aus dem Ärmel und sicher gab es so manche Hürde zu nehmen….Wie lange dauerte es von der ersten Idee bis zum ersten Öffnen einer Flasche Clouds Gin in Ihrer Bar?

Andreas Kloke: Die Idee wurde das erste Mal im Februar 2012 mit dem Clouds und Lorenz Humbel diskutiert. Bis zur Marktreife hat es dann noch ein gutes Jahr gedauert.

 

Die beiden Macher des Clouds Gin - Andreas Kloke & Lorenz Humbel Die beiden Macher des Clouds Gin - Andreas Kloke & Lorenz Humbel

Ginobility: Den Clouds Gin haben Sie zusammen mit Lorenz Humbel entwickelt, der ihn in seiner Brennerei in Stetten herstellt. Warum fiel die Wahl auf diesen Partner?

Andreas Kloke: Die Firma Humbel und ihre Produkte kannte ich bereits aus dem Marriott. Die Wahl fiel letztendlich auf diesen Partner, weil sie für Regionalität und Nachhaltigkeit stehen.

 

Ginobility: Was charakterisiert den Clouds Gin und warum haben Sie ihn geschmacklich in diese Richtung gesteuert? Hatten Sie eine „Vision“, wie er sein sollte?

Andreas Kloke: Wir wollten einen Gin herstellen, der auch für die Schweizer Aromen steht. Für mich als Deutscher hatte ich in der Vergangenheit immer das Bild mit den Kräutern wie z.B. Salbei und natürlich die Kirschbrände im Kopf. Lorenz hatte mir zu Beginn eine scherzhafte Bedingung für den gemeinsamen Gin gestellt. Ich sollte seinen Kirsch mit einbeziehen bzw. verarbeiten. Ich glaube, das haben wir dann recht gut umgesetzt.

Umfangreiche Spirituosen Auswahl im Clouds Zürich Umfangreiche Spirituosen Auswahl im Clouds Zürich

Ginobility: Es soll ja in Ihrer Bar eine sehenswerte Gin & Tonic Karte geben... Wie viele Produkte bieten Sie denn an? Auf welche Specials sind Sie besonders stolz?

Andreas Kloke: Im Sortiment haben wir zurzeit ca. 40 Gins. Es sind einige Highlights dabei, die für uns in der Schweiz schon etwas schwieriger zu bekommen sind bzw. waren. Den One Key aus Singapore beispielsweise, den Cold River aus Maine USA oder Ransom Old Tom aus Oregean, USA würde ich schon als Highlight bezeichnen.

 

 

 

Ginobility: Sie bieten den Clouds Gin nun seit fast einem Jahr in Ihrer Bar an. Wie ist er bei Ihren Gästen angekommen, welche Erfahrungen haben Sie in dieser Zeit mit ihm gemacht?

Andreas Kloke: Die Reaktionen der Gäste waren sehr positiv. Zu Beginn lief natürlich alles über Empfehlungen, aber mittlerweile wird er von den Gästen direkt bestellt.

 

Ginobility: Wie trinken Ihre Gäste den Clouds Gin am liebsten, wie geht er am häufigsten über den Tresen?

Andreas Kloke: Meistens als Gin & Tonic mit einem Salbeiblatt und einer Kirsche. Einige wenige trinken ihn allerdings auch pur.

 

Ginobility: Und wie trinkt Andreas Kloke den Clouds Gin selbst am liebsten? Vielleicht haben Sie ja einen „heißen“ (oder kalten….) Tipp für uns?

Andreas Kloke: Ich trinke ihn eigentlich am liebsten pur oder als Martini mit einem Salbeiblatt gerührt.

 

Ginobility: Stichwort Bio – Sie haben sich mit Humbel für eine Brennerei entschieden, die Wert auf Fair Trade und Bioprodukte legt. Haben Sie den Eindruck, dass es auch einen Unterschied für Ihre Gäste macht? Wird auch konkret nach Bio-Spirituosen gefragt?

Andreas Kloke: Aktiv nachfragen tut aktuell noch niemand. Allerdings sind die meisten Gäste erfreut, wenn man ihnen erklärt, dass der Gin ausschließlich aus Bio Produkten besteht und dazu noch aus der Region stammt.

 

Ginobility: Gin boomt derzeit und hat sich zu einem richtigen In-Getränk entwickelt. Wie schätzen Sie seine Chancen in der Zukunft ein - wird er sich behaupten oder sehen Sie eher rückläufige Nachfragen in den kommenden Jahren?

Andreas Kloke: Das ist zurzeit noch nicht abschätzbar. Ich denke, der Gin Boom wird noch einige Zeit bleiben, da diese Spirituose natürlich so facettenreich ist.

Vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen und unsere Neugier gestillt haben!

 

Bilder: CLOUDS Gastro AG

Messerückblick: Gin auf der Finest Spirits 2014

Die Finest Spirits in München war bisher eher dafür bekannt Whisk(e)y Liebhabern ein Eldorado an neuen Eindrücken zu bieten. Aber am Boom der vielleicht vielseitigsten Spirituose überhaupt - dem Gin - kommt eine Messe mit einem solch exquisiten Namen heute nicht mehr vorbei.
Hier also ein kleiner Gin und Tonic fokussierter Rückblick auf die Finest Spirits 2014 aus der Perspektive unserer freien Redakteurin und Bloggerin Petra Milde:

Finest Spirits 2014 im MVG Museum Finest Spirits 2014 im MVG Museum

Die Ausstellungsfläche der Finest Spirits in München in der Halle war ausverkauft, nicht alle Anfragen von Ausstellern konnten befriedigt werden: Veranstalter Frank Böer hat sich mit seiner Spirituosenmesse einen Namen gemacht in der Szene, auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Und nicht nur Aussteller kamen zu Hauf, sondern auch Besucher:

Finest Spirits 2014 in München weckte großes Interesse Finest Spirits 2014 in München weckte großes Interesse

Am Samstagnachmittag war es zeitweilig so voll, dass es in den Gängen stockte. Überall gut gelaunte Grüppchen im Gespräch, Interessierte und experimentierfreudige Besucher an den Ständen, freundliche Aussteller, die ihre Produkte begeistert und mit Herzblut präsentierten – so muss Messe sein!

 

 

Messethema Home Bar
Neben Whisky, Rum und Obstbränden war es dieses Jahr nicht zuletzt der Gin, der im Zentrum des Geschehens stand und deshalb kommen natürlich auch wir von Ginobility nicht daran vorbei, ein wenig über die Messe zu plaudern. Denn das diesjährige bewusst gesetzte Schwerpunktthema der Finest Spirits war wie geschaffen für Ginobility: Home Bar! Frank Böer erläuterte diese Wahl: „Erstmals nicht nur Sprit, Sprit, Sprit, sondern was kann man mit der Spirituose auch machen? München ist eine Barstadt, wir haben viele gute Barkeeper, aber auch viele Leute, die gerne gute Cocktails trinken. Wir merken das auch hier auf der Veranstaltung in den letzten Jahren. Die Leute interessiert immer mehr: Was können sie mit diesen Spirituosen auch anfangen?“

Es wurde gemixt und geschüttelt
Das demonstrierten renommierte Barkeeper während der drei Messetage eindrucksvoll. Sei es an der Theke der Barschule München, an der die Besucher demonstriert bekamen, wie perfekte Cocktails kreiert und geshakt werden oder auch beim Chivas Regal, wo der bekannte Blended Whisky als Grundlage für leckere Cocktails diente. An der hauseigenen FINEST SPIRITS Bar aber ging es um unsere Herzenssache: Richi Link von der Münchner Punkrock-Bar Wasserwerk bewies am Beispiel Gin & Tonic, dass man auch zuhause an der Home Bar mit wenigen Grundzutaten variantenreich arbeiten kann. Gin ist nicht mehr groß im Kommen – er ist längst da und ist DAS Szenegetränk schlechthin geworden. Aber es geht immer mehr weg von der klassischen dominanten Wacholdernote hin zum Spielen mit den Kombinationen unterschiedlich geprägter Gins und Tonics.

Gin & Tonic auf der Finest Spirits 2014 mit dem Leitthema "Home bar" Gin & Tonic auf der Finest Spirits 2014 mit dem Leitthema "Home bar"

Drei Gins + drei Tonics = drei absolut unterschiedliche Gin & Tonics
Richi machte es vor und lud zum Vergleich ein:

  • Der Beefeater und ein klassisches Indian Tonic (er benutzte durchgehend Tonics von Fever-Tree) ergeben einen Gin&Tonic wie er klassischer nicht sein könnte
  • Ein leichter, milder Citadelle kombiniert mit einem Fever-Tree Mediterranien Tonic beschert Thymian-, Rosmarin- und Madarinnoten – ein Kräuterzweig im Glas sorgt für Optik und Aroma
  • Den  feel! Munich Dry Gin mit seinen fruchtigen Noten kombiniert Richi mit einem Fever Tree Elderflower Tonic und gibt eine tiefgekühlte Himbeere dazu. Lecker!

Viele regionale Ginproduzenten sind vertreten
Die Macher des feel! Munich Dry Gin ließen es sich nicht nehmen, selbst auf der Finest Spirits auszustellen. Schließlich haben sie hier in München ein Heimspiel. Korbinian Achternbusch, Stella Hartmann und Michael Weißenböck sind das junge Team, das seinen weichen, bio-zertifizierten Dry Gin präsentierte. Ein Interview mit Korbinian Achternbusch haben wir letztes Jahr ja bereits veröffentlicht. Auch an vielen anderen Ständen entdeckte ich regionalen deutschen Gin. Kaiser Hill 16 beispielsweise, einen klassischen Gin, bei dem die Wacholderbeere im Vordergrund steht.

Hans-Gerhard Finks Premium-Gin Serie Albfink auf der Finest Spirits 2014 Hans-Gerhard Finks Premium-Gin Albfink auf der Finest Spirits 2014

Hans-Gerhard Fink, der bisher auf Messen vor allem seinen Schwäbischen Highland Whisky Finch vorstellte, war hier in München jetzt auch mit seiner neuen Premium-Serie Albfink vertreten. Die Wacholderheide sei schließlich das zentrale Landschaftselement der Schwäbischen Alb – was läge also näher, einen Gin herzustellen? In den letzten drei Jahren lief die Entwicklung und Produktion des Dry Gin recht stiefmütterlich neben den anderen Destillaten her, doch da  jetzt mehr und mehr Anfragen bei ihm ankommen aus der Hotellerie, entschloss sich Hans-Gerhard Fink, eine eigene Marke zu generieren. Neben dem Finch jetzt also die Schwestermarke Albfink, in der neben dem Gin beispielsweise auch ein Getreidewodka angeboten wird.

Auch Tonic Wasser fehlt nicht auf der Finest Spirits
Wo Gin ist, dürfen natürlich auch Tonic Water nicht weit sein. Ganz in der Nähe vom Albfink war der Stand von Fentimans zu finden. Hier konnte ich etwas Neues probieren, das Fentimans Light Tonic Water. Wer jetzt beim Ausdruck „light“ an irgendwelche Limonaden mit Zuckeraustauschstoffen denkt, liegt bei Fentimans falsch: Bei der Traditionsmarke setzt man  auf Qualität und verwendet weder Geschmacksverstärker noch Konservierungsstoffe.

Fentimans Tonic Water inklusive neuer Light Version auf der Finest Spirits 2014 Fentimans Tonic Water inklusive neuer Light Version auf der Finest Spirits 2014

Nils Wieczorek erklärt mir: „Mit dem Tonic Light haben wir auf die Nachfrage von Ginherstellern und Kunden reagiert, die sagen, es gibt jetzt sehr viel floralere Gins.  Zum Beispiel den Monkey , den Tanqueray 10 oder den Saffron. Es ist eigentlich sehr schade, solche Gins mit sehr süßen, herbalmäßigen Tonicwässern zu ersticken. Man darf eins nicht vergessen: Beim Gin & Tonic ist der größte Anteil der Tonic. So haben wir ein Tonic Wasser entwickelt, das weniger Zucker enthält – und das ist eigentlich schon alles. Es enthält nur weniger Zucker als das Standard Fentimans,  dadurch kommt  die Zitrusnote etwas besser heraus. Man hat das Gefühl, dass auch das Chinin ein wenig mehr herauskommt, aber der Anteil ist gleich. Auch die Botanicals sind die gleichen.“

So drehte ich also langsam meine Runden, genoss Atmosphäre, Gespräche, Gin & Tonic, Leckereien an Käse-, Chips- oder Pralinenständen und natürlich auch so manchen Dram Whisky. Schließlich ist nicht zu leugnen, dass die Anzahl der Whisky/Whiskey-Aussteller deutlich überwiegen und die Finest Spirits nicht zuletzt auch ein El Dorado für Whiskyfreunde ist. Aber das ist hier nicht unser Thema….

 

Petra Milde ist selbständige Autorin und schreibt hin und wieder auch für Ginobility.
Wer mehr von ihr lesen möchte, kann das beispielsweise auf ihrem eigenen Whiskyblog www.meinwhisky.com. Dort erfahrt ihr dann auch etwas über die Whiskys auf der Finest Spirits 2014.

Ferdinand's Saar Dry Gin - Das Interview

Deutschland steht schon seit längerem für Gins erster Güte, und er hat sich auch auf internationalem Parkett einen guten Ruf erarbeitet - absolut zu recht (wir berichteten).
Er überzeugt generell durch aussergewöhnliche und sehr eigene Geschmacksprofile,  die Verwendung vornehmlich heimlischer Botanicals und innovative Aromenkombinationen.

Interessante Paarung:  Gin meets Saar-Riesling Interessante Paarung:
Gin meets Saar-Riesling

Ferdinand's Saar Dry Gin ist ein weiterer ruhmreicher Vertreter seiner Art der dem eben genannten in jeglicher Art gerecht wird. Aber nicht nur das,  er fügt Gin im Allgemeinen fast schon eine neue Kategorie hinzu. Auch wenn über Ferdinand's bereits viel und eingehend berichtet wurde, so wollten wir noch ein wenig mehr von und über die Macher und ihr einzigartiges Produkt erfahren.

Wir bedanken uns schon vorab bei Denis Reinhard und Andreas Vallendar für ihre Zeit und die Einblicke die sie uns gewährten.

Und nun viel Spass bei unserem kleinen Ausflug zu Ferdinand an die schöne Saar!

 

Ginobility: Wie man liest, seid ihr drei (Anm. d. Red. Dorothee Zilliken, Denis Reinhard und Andreas Vallendar) bereits seit längerem privat befreundet und teilt die Begeisterung für eure Heimat, das Saarland und einen feinen Tropfen - mal mit mehr mal mit weniger Prozent! Wann kam das Thema „Gin“ erstmalig auf den Tisch bzw. warum viel die Wahl gerade auf diese Spirituose? Natürlich erfährt Gin gerade einen ungeheuren Boom, was den Markteinstieg ja nicht zwangsläufig einfacher macht.

Denis: Wir waren allesamt schon immer begeisterte Gintrinker und schätzen die Vielfältigkeit dieser Spirituose, wodurch man mit der Auswahl der Botanicals und der Art Herstellung eine ganz eigene Handschrift verleihen kann. Nur wenige Spirituosen lassen, wie man beim Wein sagt, eine Art Terroir-Typizität erahnen. Wir wollten gerne eine Spirituose machen, in der man unsere Region schmeckt. Als wir damit begannen unsere Idee zu konkretisieren, war noch kein so großer Hype wie jetzt, ich denke das kann einem aber auch dienlich sein in puncto Wahrnehmung.

 

Ginobility: Wie kann man sich den Prozess vorstellen, in dem Ferdinand’s entstand? Hattet ihr von Anfang an ein eindeutiges (Geschmacks)Bild vor Augen oder habt ihr euch sozusagen herangetastet? Und vor allem: Wann kam der besondere Saar Riesling ins Spiel?

Das Saarland und sein berühmter Saarburger Rausch Die Saar und sein berühmter Saarburger Rausch

 Denis: Wir haben uns erst mal die Frage gestellt: Was macht unsere Region eigentlich aus, was sind unsere Aushängeschilder? Das ist zweifelsohne unser einzigartiger Saar Riesling, der weltweit hohe Anerkennung findet. Die Weine von der Saar besitzen eine strahlende Frucht, ohne überladen zu wirken.

Wir wollten einen hocharomatischen Gin machen, der sich zugleich elegant präsentiert. Interessanterweise finden sich viele der der wahrnehmbaren Tertiäraromen gereifter Rieslingweine unter unseren regionalen Botanicals, wie z.B. die Quitte.

 

Ginobility: Wie lange hat es letztendlich gedauert bis der Ferdinand’s Saar Dry Gin in Gestalt und Geschmack vollendet vor euch auf dem Tisch stand?

 Denis: Mit dem Entstehen der Idee bis zum ersten Korken in der Hand haben wir nun schon 2 Jahre getüftelt.

Ferdinand's Botanicals Ferdinand's Botanicals

Ginobility: Im Ferdinand’s Saar Dry Gin finden sich insgesamt 30 Botanicals wieder – die meisten aus der Saar Region und sogar aus eigenem Anbau. Einige wenige kauft Ihr aus Ermangelung an hiesiger Verfügbarkeit dazu. Uns würde interessieren, ob es auf Grund der saisonalen Schwankungen bezüglich der Ernte auch zu Schwankungen im Aroma kommen kann?
Produkte wie Blackwood’s Vintage Dry  Gin nehmen das nicht nur in Kauf,  vielmehr profilieren sie sich mit dieser Tatsache und positionieren sich so am Markt.

Denis: Durchaus kann es bei einem Produkt wie unserem zu jenen Schwankungen kommen. Mitunter spielen viele Faktoren eine Rolle, angefangen bei der Riesling Infusion, aufgehört bei den regionalen Früchten und Kräutern, aber ich denke genau das macht ein handgemachtes Produkt aus. Deshalb sind unsere Flaschen natürlich auch immer mit der Nummer des aktuellen Batches versehen und der Korken trägt den Jahrgang der Riesling Infusion. Zur Zeit verwenden wir eine Spätlese vom Saarburger Rausch aus dem Jahr 2009, wovon übrigens auch noch einige wenige Flaschen pur zu haben sind.

 

Ginobility: Andreas, Deine Familie brennt schon seit Generationen feine Obstbrände – es ist dir sozusagen in die Wiege gelegt worden. Mit der Avadis Distillery hast du dir einen Traum erfüllt. Dein  Produkt-Portfolio ist beeindruckend. Dabei führst Du zum Teil die Familientradition mit einer Vielzahl an Obstbränden weiter, brennst aber ebenso Whisky und eben auch Gin. Wenn man mit dem Handwerk groß wird und nach neuen Ufern Ausschau hält, führt einen der Weg gerade heute automatisch zu Gin? Oder anders gefragt, was ist für dich  an der Spirituose Gin besonders faszinierend?

Andreas: Für mich als Destillateur ist das faszinierende an meinem Handwerk die fast unerschöpfliche Vielfalt der Aromen in der Natur. Im Vordergrund steht das Bewahren dieser in feinen Destillaten. Bei Edelobstbränden besteht die Kunst darin, einzelne sortenreine Fruchtcharaktere auszuarbeiten. Bei unserem Whisky stehen das Malz und das für die Lagerung ausgewählte Fass im Vordergrund. Die Herstellung von Gin ist eher vergleichbar mit der Kreation eines Parfüms. Die Komposition der Botanicals prägt den Gin. Dabei besteht die Kunst darin, aus einer Vielfalt von Aromen einen harmonischen Gesamteindruck zusammenzustelle, ohne das einzelne Aromen prägnant hervorstechen.

 

Das Herzstück von Ferdinand's Saar Dry Gin Das Herzstück von Ferdinand's Saar Dry Gin

Ginobility: Du stellt den Neutralalkohol für Ferdinand’s selbst aus heimischem Getreide her. Welches genau verwendest du hierfür und was qualifiziert es im Besonderen für euren Gin?

Andreas: Der Grundalkohol für die Extraktion der Botanicals wird aus einer Getreidemischung destilliert. Den überwiegenden Anteil nehmen Weizen und Roggen ein.
Durch die Destillation in unseren Kupferblasen erreichen wir neben der Neutralität auch eine „Weichheit“ des Alkohols, die bei einer industriellen Herstellung nicht zu erreichen ist.  

 

Ginobility: Manche Gins am Markt verwenden anstelle von Getreide Obst für die Herstellung des Alkohols. G-Vine aus Frankreich basiert beispielsweise auf Weintrauben aus der Region Cognac. Die Parallelen in Bezug auf Wein liegen auf der Hand. War das jemals eine Option für euch?

Andreas: Für uns war es wichtig, neue Wege zu beschreite. Ein Wein- oder Traubendestillat als Basis zu verwenden, stand nicht auf unserem Fahrplan, da wir auch die klassischen Tresteraromen vermeiden wollten. Wir arbeiten an neuen Wegen, die Riesling Traube in unserer zukünftigen "Goldcap" herauszustellen.

 

Nur eine der vielen Anspielungen Ferdinand's an das Saarland - Der Weinkorken Nur eine der vielen Anspielungen Ferdinand's an das Saarland - Der Weinkorken

Ginobility: Gibt es Besonderheiten bei der Herstellung bzw. beim Destillationsprozess, die Ferdinand’s ausmachen und zu dem macht, was er ist? Und wann genau und wie greift der Saar Riesling ins Geschehen ein?

Andreas: Sicher machen die ungewöhnliche Zusammenstellung unserer Botanicals, der Mix aus mazerierten und der zusätzlich bei der Destillation Anwendung findende Aromakorb mit frischen Botanicals in der Dampfphase eine Besonderheit aus. Unsere Lieblingszutat ist jedoch die Infusion mit Zilliken Riesling Saarburger Rausch Spätlese im aktuellen Batch aus dem Jahr 2009. 

 

Ginobility: Kommen wir nun zum Wichtigsten: Den Geschmack und den Charakter von Ferdinand’s Saar Dry Gin:  Was genau ist es, das ihn auszeichnet und welche Rolle spielt der Saar Riesling dabei?

Denis: Ferdinand’s zeichnet sich vor allem durch seine äußerst frischen Charakter und seine Fruchtigkeit aus, man erkennt eine Art „Riesling Süße-Säure-Spiel“. Die junge Wacholdernote in Kombination mit den regionalen Früchten, Blüten und die hohe Extraktdichte der restsüßen Saarrieslinge aus der Schiefersteillage Saarburger Rausch machen Ferdinand´s so besonders.

 

Ginobility: Das Gesamtpaket „Ferdinands Saar Dry Gin“ ist schlichtweg grandios! Kompliment! Packaging- und Flaschendesign bilden eine schöne Reminiszenz an alte Weinflaschen, der echte Korken rundet dies natürlich wunderbar ab und das Etikett setzt die Marke Ferdinand’s prominent in Szene. Sei es im häuslichen Barschrank, an der Bar oder im Verkaufsregal. Wer aber ist dieser „Ferdinand“?

Ferdinand's - Stilsicher und Form und Gestaltung. Ferdinand's - Stilsicher und Form und Gestaltung.

Denis: Erst mal vielen Dank für die Blumen! Ferdinand Geltz (1851-1925) war königlich-preußischer Forstmeister und Weingutsbesitzer. 1947 heiratete Fritz Zilliken die Enkelin des Forstmeisters. Ferdinand Geltz engagierte sich sehr für die Reputation des Weingutes und die der Rebsorte Riesling. So war er auch 1908 ein Gründungsmitglied des Trierer Vereins von Weingutsbesitzern der Mosel-Saar-Ruwer e.V.. Daraus bildete sich dann der Verein deutscher Naturweinversteigerer, dem heutigen VDP (Verband

deutscher Prädikatsweingüter). Als Anerkennung seines Engagements erscheint auch heute noch auf einer Vielzahl unserer Weinetiketten sein Name. Da Ferdinand für uns und die Region eine geschichtsträchtige Rolle spielt und sich stets für hohe Qualität ausgesprochen hat, haben wir den Saar-Dry-Gin nach ihm benannt.

 

Ginobility: Würde „Ferdinand“ auch Ferdinand’s trinken? ;-) Nein im Ernst: Wie trinkt ihr persönlich Euren Ferdinand’s? Habt Ihr einen speziellen Tipp für unsere Leser?

Denis: Wir trinken unseren Ferdinand`s liebend gerne pur, natürlich aber auch sehr gerne als überaus erfrischenden Gin&Tonic. Zuletzt haben uns auch einige Cocktailvarianten begeistert. In Klassikern, wie dem Negroni oder dem Martinez, setzt er sich mit einer ganz eigenen Note toll durch, sehr spannend.

 

Ginobility: Wie wir wissen habt Ihr noch weitere „Eisen im Feuer“. Was hat es mit den Aromatic Bitters  und dem Gold-Cap auf sich!?

Denis: Unsere Bitters Sweet Symphony ist eine Art Liebsagung an die regionalen Hauptbotanicals unseres Ferdinand’s. Weinrose-Lavendel zeigt die floralen Komponenten und Riesling-Quitte die fruchtigen. Beide eignen sich hervorragend als Ergänzung in Drinks, aber auch für Speisen.

Die Goldcap wird eine besondere limitierte Abfüllung des Gins, in welcher wir eine hoch-prämierte Goldkapsel des Weinguts Zilliken als Infusion verwenden. Jene ist noch konzentrierter und natürlich auch dementsprechend kostspieliger. Eine Goldkapsel ist im Weinbau eine ganz besonders hohe Qualität der Auslese und gilt als einer der Vorzeigeweine jedes Weinguts. Wir haben uns bezeichnungstechnisch daran orientiert. Darüber hinaus verarbeiten wir weitere ganz spezielle rare Botanicals, welche deshalb auch nur in der GC vorzufinden sind. Die erweiterte Flaschenausstattung wird natürlich auch noch mal das Herz höher schlagen lassen.

 

Ginobility: Werfen wir zum Abschluss noch einen kleinen Blick auf den Gin-Markt:
Die Abstände, in denen neue Gins auf den Markt drängen, werden immer kürzer. Man kann fast sagen, das täglich neue Produkte das Licht der Gin-Welt erblicken.
Wie bewertet ihr diese Entwicklung und welche besonderen Herausforderungen bringen diese aus Sicht eines so jungen neuen Unternehmens wie ihr es seid mit sich?

Denis: Erst mal zeigt das, dass das Interesse an Gin erheblich gestiegen ist und vereinfacht natürlich die Kommunikation. Wir sehen eigentlich nur Vorteile dadurch, da man sich noch besser unter anderen Gins hervorheben kann. Uns war es wichtig, einen einzigartigen Charakter mit klarer Herkunft zu vermitteln. Ohne erfundene Stories, sondern mit Tradition und Leidenschaft eine Premium Spirituose herzustellen. Wir halten an diesen Werten fest und  werden auch in Zukunft immer wieder das Besondere unseres Saar Dry Gins herausstellen.

 

Ginobility: Als abschließende Frage: Wo seht ihr den Gin Markt in Deutschland in vier Jahren? Hat Deutschland eurer Meinung nach ein ähnliches Potenzial wie z.B. Spanien, wo Gin buchstäblich in aller Munde ist?

Denis: Wir denken schon, dass wir das Potenzial dazu haben. Gin ist eine erwachsene Spirituose, in der es um Geschmack geht und nicht um reinen Konzeptalkohol. Genauso wie im Bereich Essen genießt man immer bewusster und traut sich auch mal vom Süßen hin zu adstringenten Speisen und Getränken. Gin ist sehr vielfältig, das kommt dieser positiven Entwicklung auch noch zu Gute.

 

Ginobility: Vielen Dank Denis und Andreas! Wir sind gespannt auf das, was wir sicher noch von Euch und Ferdinand hören werden.

 

Ferdinand's Saar Dry Gin ist natürlich auch bei uns im Ginobility Shop erhältlich.
Weiter Infos zu Ferdinand's gibt es auf www.saar-gin.de, bei Facebook und Google plus.

5 Jahre Chaplin Bar & Lounge Frankfurt

Die Chaplin Bar & Lounge in Frankfurt Bornheim ist eine der ersten Adressen in Frankfurt wenn es um Gin geht. Über 70 Gins und 7 verschiedene Tonic Water hat Arbi Arbedian für seine Gäste im Angebot. Und damit man als Gast nicht den Überblick verliert, gibt es neben äußerst kompetenter, individueller Beratung auch eine sehr umfangreiche Gin Karte mit Infos und Hintegründen zu einer Vielzahl der angebotenen Gins.
... es muss nicht weiter betont werden, dass die Chaplin Bar zu den Stammadressen von Ginobility zählt.

Nicht zuletzt darum freuen wir uns sehr ein Jubiläum ankündigen und hierzu herzlich einladen zu können:
Die Chaplin Bar feiert am Donnerstag, den 13.2.2014 ihr 5jähriges!
Los gehts ab 19 Uhr und gefeiert wird ohne Ende!

5 Jahre Chaplin Bar & Lounge Frankfurt 5 Jahre Chaplin Bar & Lounge Frankfurt

 

Natürlich gibt es zur Feier des Tages auch zwei hoch zwei Gin & Tonic Specials zu je € 6.50:

Gansloser Black Gin und Reisetbauer's Blue Gin zusammen mit wahlweise
FeverTree Tonic Water oder FeverTree Mediterranean Tonic Water.

Musikalisch gibts von DJ Amine Rhe 90s, R&B und Soul auf die Ohren!

... Na dann,
bis Donnerstag in der Chaplin Bar & Lounge, Berger Straße 247, 60385 Frankfurt

Gin-Tasting - "Eine Reise durch Schottland"

Es gibt wieder ein Tasting im O-Ton !

Am 23.02.2014 um 13:00 im O-Ton auf der Berger Straße 20 in Frankfurt.

Nach dem vollen Erfolg beim letzten Mal, wo es um Gin im Allgemeinen ging, steht diesmal Gin aus Schottland im Fokus. Schottland ist eigentlich eher für seinen Whisky bekannt, kann aber - wie wir beim Tasting sehen werden - auch im Gin-Bereich einiges bieten.

Antony wird auch diesmal durch das Tasting führen und alle Teilnehmer mit interessanten Facts und Hintergrundinformationen zu den Gins, deren Geschichte und über Schottland versorgen.

Es werden wieder drei Gins verköstigt, allesamt aus Schottland, einer davon mit passenden Tonic Water als Gin and Tonic.
Auf der Reiseroute stehen diesmal Edinburgh Gin, The Botanist und Caorunn Gin.

Max 15 Teilnehmer
So. 23.02.2014
13:00 - 15:00
30,- €

Verbindliche Anmeldungen unter tasting [AT] ginobility.de

Elephant Gin - Das Interview mit den Machern

 

Elephant Gin Flasche - Design bis ins kleinste Detail Elephant Gin Flasche - Design bis ins kleinste Detail

Mitte 2013 stießen wir bei unsere täglichen Suche nach neuen, ausgefallenen und besonderen Produkten aus der Gin und Tonic Welt auf einen deutschen Gin namens Elephant Gin der uns gleich gefangen nahm und faszinierte.
Nach der ersten Kontaktaufnahme mit Inhaber Robin Gerlach waren wir uns schnell einig und hatten die Ehre als erster Händler in Deutschland Elephant Gin temporär exklusiv über unseren Shop und darüber hinaus vertreiben zu können.

Wir freuen uns darüber Euch heute endlich das Interview mit Inhaber Robin Gerlach und dem Master Destiller Benny Kohr präsentieren zu dürfen.

Was macht Eurer Meinung nach ganz allgemein betrachtet einen sehr guten Gin aus?!
RG: Ein sehr guter Gin hat einen ganz eigenen Charakter; und am besten kann man diesen erkennen wenn man den Gin nur mit Wasser verduennt kostet. In einem guten Gin suche ich nach mehr als  bloss Wacholder-und Zitrusnoten sondern auch nach anderen facettenreichen Geschmackselementen.

 

Elephant Gin ist ein echtes Gesamtkunstwerk, von der Flasche, über die Aufmachung und die Geschichte bis hin zum eigentlichen Gin, den verwendeten Botanicals und dem tollen Engagement um die "Grauen Riesen Afrikas". Wie kam es zu der Idee zu Elephant Gin?
RG: Die Idee entstand durch die Reisen von Tessa und mir in Afrika; vor allem aber die mehreren Wochen die Tessa mit Organisationen wie Space4Elephants in Suedafrika verbracht hat. Auch nach unseren Reisen wollten wir etwas für die vom Aussterben bedrohten afrikanischen Elefanten tun und Organisationen unterstützen, die vor Ort handeln. Gleichzeitig wollte ich endlich meine Idee eines neuen Gins verwirklichen. Somit stand nicht nur der Name fest, sondern auch auch das Land, das uns für die Zutaten inspirieren sollte...

Engagement für Afrikanische Elefanten - Big Life Foundation Engagement für Afrikanische Elefanten - Big Life Foundation

Afrika bildet den Kern rund um das Gesamtkunstwerk Elephant Gin. Woher stammt die Tiefe Verbundheit mit diesem Kontinent?
RG: Für diejenigen, die schon einmal in Afrika gereist sind und dort auch abseits vom grossen Tourismus das Land entdeckt haben, wissen dass Afrika etwas Magisches hat was nur schwer zu beschreiben und andererseits unmöglich zu vergessen ist. Auch zurück in Europa haben uns diese Erfahrungen nicht losgelassen und obwohl wir (zur Zeit) in Europa leben, wollen wir stets die Beziehung zu den Menschen dort aufrecht erhalten und ihre grossartige Arbeit unterstützen.

 


Auch wenn wir Elephant Gin bereits in unserem Shop eingehend portraitiert haben, wie würdet Ihr ihn aus Eurer Perspektive beschreiben, woher kam die Expertise bei der Rezepturentwicklung und was macht ihn aus Eurer Sicht so besonders?
RG: Elephant Gin ist aus einer wahren Passion entstanden und ein Produkt in dem viel Herzblut steckt. Nicht nur der Inhalt, sondern auch das Packaging macht ihn aus. Jedes Detail hat eine Bedeutung; viele davon mit Bezug auf die geschichtliche Entdeckung Afrikas und Verwendung von natürlichen Materialien.

Der Inhalt ist unser ganzer Stolz, denn da wir nicht aus einer Brennereifamilie stammen, haben wir Unterstützung von einer Reihe diverser Experten, darunter Biochemiker, Whiskey-Macher, Barbesitzer und Parfümeure, bekommen, die das Rezept mit uns entwickelt haben. Fuer mich sind es besonders die frischen Äpfel und afrikanischen Kräuter, die Elephant Gin facettenreicher macht als andere Gins. Ganz besonders hoffen wir auch, dass unser Produkt Leute anregt sich mit dem akuten Thema des vom Aussterben bedrohten afrikanischen Elefanten zu beschäftigen! Wenn wir heute nichts dagegen tun, wird es in ca. 15 Jahren keine mehr geben... 

Zwei der 14 Botanicals im Elephant Gin Zwei der 14 Botanicals im Elephant Gin

Elephant Gin basiert auf einer Vielzahl afrikanischer Botanicals. Da Afrika ja bekanntermaßen über eine extrem artenreiche Fauna verfügt ist das Angebot ja schier endlos. War das Geschmacksprofil für Elephant Gin von Anfang an klar sodass die Auswahl der "richtigen" Botanicals nicht weiter schwer fiel?


RG: Zuanfangs, hatten wir eine lange Liste von Kraeutern, die uns gefielen. Allerdings mussten wir eine Reihe davon direkt streichen, da sie in einigen europäischen Ländern nicht legal sind. Dann war uns natürlich der Geschmack wichtig und somit musste erstmal gerochen, eingelegt, gekocht und getrocknet werden. Anschliessend haben wir viele Monate getestet und dabei auf immer mehr Kräuter verzichten müssen - oft wegen ihrer bitteren Note.

Aus diesem riesigen Angebot ist ja bestimmt nicht sofort die letztendliche Botanical - Auswahl getroffen worden. Wie lange hat der Auswahlprozes bzw. der gesamte Entwicklungsprozess bis zum fertigen Elephant Gin gedauert? Wie viele "Beta-Versionen" sind bis zum Tag x entstanden?
Das ist eine schwierige Frage. Wir haben sicherlich ein Jahr im Labor gearbeitet bevor wir mit der wirklichen Anlage gearbeitet haben. Nach jeder Version wurden unsere Testnasen zu Rate gezogen; es wurde blind gekostet und immer wieder im Kreis einer Runde von Barkeepern diskutiert und verglichen. Oft habe ich schon morgens direkt nach dem Aufstehen das erste Mal gerochen um zu sehen ob sich meine Meinung vom Vortag verändert hatte. Wenn ich eine Zahl nennen müsste, dann würde ich auf um die 30 Versionen schätzen..

Frage an Benny: Die Kreation eines so hochwertigen Gins wie Elephant Gin bedarf natürlich handwerklichen Geschicks und viel Erfahrung. Wie begann Dein Werdegang? Was hat Dich zum Gin gebracht bzw. wie kamst du zu Elephant Gin und was verbindet dich mit ihm?
BK:Ich bin seit mittlerweile 15 Jahre im Unternehmen riha und mehr als 10 Jahre  als Destillateur in Schwechow beschäftigt. Als eines Tages dann ein nettes Telefongespräch mit Robin stattfand, war ich sofort von dem Thema Gin begeistert, zumal mich Gin auch im privaten Leben des öfteren begleitet hat. Ich nahm es als neue Herausforderung an und schon bald fand das erste Treffen mit Robin statt.

Frage an Benny: Elephant ist ein London Dry Gin, heißt alle Botanicals werden zusammen mazeriert und danach destilliert. Wie Du eben schon angemerkt hast kommst Du ja eher aus dem Obstbrand. Welche Herausforderungen brachte das für die Entwicklung von Elephant Gin mit sich?
BK: Als reiner obstverarbeitender Betrieb, stellte sich natürlich für mich die Frage ist es überhaupt möglich hier in Schwechow einen Gin aus technischer Sicht zu produzieren. Aber na klar, denn Gin ist ganz genau genommen eine andere Art des Obstgeistes den wir hier auch produzieren, und bei beiden Arten ist es wichtig soviel Aromen und Alkohol zu destillieren wie nur möglich. Also war es klar das wir den Gin auf unser eigenen Geistanlage destillieren werden, dazu waren im Vorfeld einige Versuche notwendig  um die optimale Kräutermischung zu finden

Frage an Benny:  Mit welchen Destillationsaparaturen arbeitet Ihr und gibt es Besonderheiten die sie auszeichnen, dass sie für Elephant Gin Verwendung finden?
BK:Für den Elephant, nutzen wir unsere dampfbeheizte 500l Obstgeistanlage von der Fa. Holstein/Bodensee (der Mercedes unter den Brennereianlagen).
Da sich aber jede Anlage auf der ganzen Welt anders  auf den Elephant Gin Destillat auswirken würde  und sein eigenen Charakter dadurch mit sich bringt, waren einige Versuche notwendig.

Elephant Gin ist ein noch sehr junger und wirklich besonderer Gin. Daher ist das vielleicht eher eine hypothetische Frage, aber denkt man bei Euch schon über einen Destillers Cut oder andere "Spielarten" des Gins nach die das Angebot ergänzen könnten?
RG: Ja, sicherlich wir sind auch schon in den Startloechern... bald mehr.

Elephant Gin ist zwar offenkundig ein aus Deutschland stammender bzw. hier hergestellter Gin, konzeptionell und bezogen auf die Botanicals aber ebenso weit weg von Deutschland. Wie wichtig ist eurer Meinung nach die Herkunft eines Gins und welche Rolle spielt sie bei Elephant Gin?
RG: Um diese Frage zu beantworten muss man einen kurzen Abstecher in die Geschichte machen, denn die erste Ginproduktion führt zurück nach Holland, dann England und ihre Kolonien in Afrika und der Welt. Heute werden fast alle Gins mit einer Vielzahl an Zutaten , und nicht konzentriert wie zum Beispiel Wein, Champagner, Liquer oder Bier, hergestellt. Das Produkt Gin ist also ein wahrer Weltenbummler und wir integrieren Zutaten aus Ländern, die uns inspirieren. Darunter die afrikanischen Botanicals, aber auch gleichzeitig die frischen Äpfel aus Deutschland, die dem Produkt einen wichtigen lokalen Charakter und Geschmack geben.

Die Abstände in denen neue Gins auf den Markt drängen werden immer kürzer. Man kann fast sagen das täglich neue Produkte das Licht der Gin-Welt erblicken.
Wie betrachtet ihr diese Entwicklung und welche besonderen Herausforderungen bringen diese aus Sicht eines so jungen neuen Unternehmens wie Ihr es seid mit sich?
RG: Das ist richtig; wir haben uns das auch oft vor Augen gehalten. Weltweit gibt es sicherlich ein paar hundert Gins, die sich gegen die grossen Marken behaupten wollen. Unser Gin hat ein sehr eigenes Geschmacksprofil welches fuer die Barszene interessant ist um neue Cocktails zu kreieren.  Die Aufmachung des Produkt spricht viele Konsumenten an, sowie die Geschichte der Entstehung und unseres Engagement in Kenya und Süd-Afrika. Man braucht im heutigen Markt nicht nur ein gutes Produkt sondern auch wahre Passion, Liebe zum Detail und Durchhaltevermögen um dem Konsumenten etwas aussergewöhnliches anbieten zu können.

Elephant Gin - Höchst vielseitig in Cocktails einsetzbar. Elephant Gin - Höchst vielseitig in Cocktails einsetzbar.

Eine letzte Frage: Wie trinkt ihr Elephant Gin am liebsten bzw. habt ihr einen Insidertipp wie man ihn mal probieren sollte?
RG: Am liebsten trinke ich Elephant Gin pur (mit etwas Wasser vermischt) um die verschiedenen Geschmacksnoten zu geniessen. Das kann ich jedem empfehlen! Ich trinke Elephant Gin ausserdem gerne in einem Negroni oder Tembe (50ml Elephant Gin, dash of Absinthe, dash of Lillet blanc, lemon twist, black pepper and lemon bitters).

Vielen Dank Euch beiden für den Einblick hinter Elephant Gin! Wir wünschen Euch alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

 

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, schaut doch mal bei uns im Shop vorbei und lest weiteres zu Elephant Gin und vor allem das Tasting. Für weitere Infos besucht einfach die neue und tolle Elephant Gin Webseite oder folgt dem Elephant auf Facebook.

Gin-Tasting „Eine Einführung“

Ginobility präsentiert: Gin-Tasting für Einsteiger und Interessierte im O-Ton, Frankfurt-Berger Straße

„Gin ist in“ - nicht nur hier in Deutschland sondern weltweit. Seit gut einem Jahr erlebt diese lange unterschätzte Spirituose eine Renaissance und hat ihr Schattendasein auf dem Weg nach ganz oben längst verlassen. Angetrieben durch diesen Trend kommen immer mehr und immer wieder neue, wunderbare Gins auf den Markt, die das Spektrum des Möglichen ständig neu definieren und die Welt der Spirituosen bereichern.

Aber was genau ist Gin? Wie und woraus wird er hergestellt? Was gibt es für Arten und wie unterscheiden sich diese? Ist Gin immer trocken und wacholderlastig - wie mancher das in Erinnerung haben dürfte - vor allem beim puren Genuß?

Sehr viele hochwertige Gins kann man äusserst gut pur geniessen. Im angebotenen Tasting werden drei Gin pur verköstigt. Diese wurden ausgewählt um einen Blick auf das breite Spektrum von Gin zu geben. Zum Ausklang dürfen Sie einen Gin and Tonic mit Ihrem favorisierten Gin probieren.

Gin Tasting - Den Wacholderbrand in seiner Vielfalt kennen lernen. Gin Tasting - Den Wacholderbrand in seiner Vielfalt kennen lernen.

Das Tasting wird von Antony Konstantis geleitet. Antony ist Besitzer des O-Ton in Frankfurt, absoluter Gin-Enthusiast und Spirituosenkenner und kann aus einem umfangreichen Repertoire aus 20 Jahren Bar-Erfahrung schöpfen um Ihnen eine Vielzahl an Hintergrundinformationen zu geben.

Das Tasting richtet sich an interessierte Einsteiger und ist bewusst auf den frühen Nachmittag gelegt. Zu dieser Zeit ist die Zunge noch „frisch“ und man kann die verschiedenen Nuancen besser herausschmecken.

Das O-Ton liegt auf der Berger Straße und so kann man den Tag nach dem Tasting perfekt mit einem Essen oder bei einem Kaffee ausklingen lassen.

Tasting Daten:
Termin: Sonntag, 12. Januar 2014 um 14 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Ort: O-Ton, Berger Straße 20, 60316 Frankfurt
Preis: 25,- € pro Person

Anmeldung und Fragen unter: tasting@ginobility.de

ACHTUNG!
Teilnehmerzahl auf 10-15 Personen begrenzt!! Wer zuerst kommt tastet zu erst!!

The Duke Munich Dry Gin - einer der ersten deutschen Gins! Ein Interview.

The Duke Munich Dry Gin gehört zu den ersten deutschen Gins die es völlig zu recht zu internationalem Ansehen gebracht haben und somit dazu beitrugen Deutschland als ernstzunehmende Größe im internationalen "Gin-Zirkus" zu etablierten.

The Duke Munich Dry Gin - klassisch in der Form, unverwechselbar im Geschmack. The Duke Munich Dry Gin - klassisch in der Form, unverwechselbar im Geschmack.

Da The Duke zu den ersten Gins in unserem Shop gehörte, haben wir die münchner Gin Pioniere zum Interview gebeten um mehr über diesen besonderen Gin zu erfahren und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Unser Interviewpartner Maximilian Wagner stieß 2010 zu den beiden Gründern Maximilian Schauerte und Daniel Schönecker von The Duke hinzu und kümmert sich seitdem um den Vertreib und die Vermarktung.

The Duke Munich Dry Gin - Die Macher v.L.n.R. Maximilian Wagner (Vertrieb und Vermarktung, Maximilian Schauerte (Gründer), DanielSchönecker (Gründer), Marcelo Fernandes (Auszubildender Destillateur) The Duke Munich Dry Gin - Die Macher
v.L.n.R. Maximilian Wagner (Vertrieb und Vermarktung, Maximilian Schauerte
(Gründer), DanielSchönecker (Gründer), Marcelo Fernandes (Auszubildender Destillateur)

Ginobility: Was macht Eurer Meinung nach einen sehr guten Gin aus?!

Maximilian Wagner: Ein sehr guter Gin sollte meiner Meinung nach insbesondere dadurch glänzen, dass er einen eigenen Geschmack hat und nicht nur eine Kopie eines vielleicht schon etablierten und „funktionierenden“ Gin ist.
Die Auswahl höchstwertiger Zutaten und eine saubere Herstellung nehme ich mal als Grundvoraussetzung.

 

Ginobility: Wie lange habt Ihr gebraucht um das Rezept für The Duke in der jetzigen Form zu kreieren? Gab es Vorbilder bei der Rezepturentwicklung bzw. woher kam die Inspiration?

Maximilian Wagner: Die Grundidee des Duke Gin war einen „ursprünglichen“ Gin zu entwickeln, einen, der wieder auf den Ursprung des Ganzen zurückgeht – die Wacholderbeere. Zusätzlich war klar, dass er nicht eintönig sein durfte, so dass eine Komposition an Kräutern und Gewürzen (Drogen) gewählt wurde, die den Duke mit einer herrlich kräftigen Wacholdernote daherkommen lassen, ihm aber auch eine Frische und Vollmundigkeit verleihen. Das Ziel war auch ganz klar, dass der Gin sich nicht z.B. von Tonic „beerdigen“ lassen sollte, sondern durch-schmeckt und den Drinks seinen eigenen Charakter und Geschmack zugibt.

 

The Duke Munich Dry Gin und der Kupfer Still der deutschen Firma CARL  The Duke Munich Dry Gin und der Kupfer Still der deutschen Firma CARL

Ginobility: Gibt es Besonderheiten bei der Herstellung von The Duke bzw. mit welchen Destillationsverfahren arbeitet Ihr?

Maximilian Wagner: Besonders ist sicherlich die Auswahl der Drogen – alle aus biologischem Anbau, was weniger einer ideologischen Vorstellung geschuldet ist sondern sich schlicht auf die gewünschte, höchste Qualität bezieht. Biologisch angebaute Wacholderbeeren sind deutlich aromatischer als konventionell ausgebaute Ware – das setzt sich auch bei den anderen Kräutern und Gewürzen und dem Grundalkohol – aus 100% biologisch angebautem Getreide gebrannt – durch…
Wir destillieren zweifach in unserer eigenen kupfernen Destille; auch Abfüllung und Etikettierung wird von uns selbst im eigenen Haus erledigt, genauso wie auch Vertrieb und Vermarktung von uns erledigt werden.
In der Produktion haben wir somit die Möglichkeiten immer und überall laufend Qualitätskontrollen durchzuführen, und man muss sich nicht z.B. auf einen „Lohnbrenner/-abfüller“ verlassen – was der ganzen Sache eh wieder seinen Charme und Authentizität nehmen würde ☺

Die Bio-Botanicals des The Duke Munich Dry Gin Die Bio-Botanicals des The Duke Munich Dry Gin

Ginobility: Was ist das typisch münchnerische bzw. bayrische an The Duke?!

Maximilian Wagner: Ich glaube hier gibt es verschiedene Punkte:

  1. Wir haben Hopfen und Malz in unserem Gin; was bei der Rezeptentwicklung zunächst mal mit einem Lächeln und Augenzwinkern ausprobiert wurde, zeigte schnell, dass es Sinn macht: Gersten-Malz ist geschmacklich kaum wahrnehmbar, macht unseren Gin trotz 45% vol aber schön weich und vollmundig; Hopfenblühten verleihen dem Gin (wie auch beim Bier) eine gewisse Würzigkeit.
  2. Der Name ist ebenfalls sehr Münchnerisch/Bayrisch, da er sich direkt auf unseren Stadtgründer bezieht – Herzog Heinrich der Löwe → Herzog = The Duke
  3. Wir sind seit den 1970er Jahren die erste Destillerie, die tatsächlich ihre gesamte Produktion mitten in München (Schwabing/Maxvorstadt) angesiedelt hat.
  4. Trotzdem verstehen wir uns nicht nur als Münchner Gin sondern auch als ein Deutsches Produkt, das man inzwischen ebenso gerne in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt oder Stuttgart genießt – natürlich auch in den ländlicheren Regionen.

 

Ginobility: Wieso habt Ihr Euch für einen so aromatischen und gehaltvollen Gin entschieden?

Maximilian Wagner: Gin ist klassischer Weise keine Spirituose die man in großen Mengen pur trinkt (auch wenn ich es jedem nur empfehlen kann den Duke nach einem opulenten Mahl auch mal pur als Digestif zu genießen!), er findet die größte Verwendung in diversen Cocktails und Longdrinks – allen voran der Gin & Tonic. Wenn man jetzt einen Gin hat, der eher etwas „schwach auf der Brust“ ist, kann es gut sein, dass er sich vom Tonic „beerdigen“ lässt – das passiert mit dem Duke Gin nicht. Man wird immer erkennen, dass ein Duke-Gin & Tonic auch ein Duke-Gin&Tonic ist.
Ginobility: Wenn Ihr eine „Special Edition“ von The Duke entwickeln würdet, wie sähe dieser bzw. wie würde dieser schmecken?

Maximilian Wagner: (lacht) wäre die Rezeptur nicht anders ausgefallen, wenn man was anderes gewollt hätte?! Wir sind immernoch sehr zufrieden mit dem eigenen, einzigartigen Geschmack des Duke Gins ☺
Aber die Gedanken sind ja frei – ich schau mir immer gerne Gin auf Navy Stregth an.
Zunächst müssen wir aber noch schauen, den Duke und auch sein neues Geschwisterchen – den LION’S Vodka – weiter voranzutreiben.

 

Ginobility: Ihr habt jetzt schon die zweite Auflage von speziell auf The Duke ausgelegten Gin & Tonic Rezepten herausgebracht. Wer kreiert diese für Euch?

Maximilian Wagner: Die Rezepturen kommen von Andreas Plucinsky, der sie zusammen mit Peter A. Wolf entwickelt hat. Der Anspruch war hier: hervorragende Drinks zu kreieren, die nicht all zu aufwändig in der „Herstellung“ sind und dazu immer wieder geschmacklich etwas Neues bieten.
Das faszinierende ist eigentlich, dass es immer „nur“ Gin & Tonic ist, die aber durch die Zugabe unterschiedlicher Garnituren unterschiedlichste Geschmacksrichtungen bekommen, der Duke Gin ist hierbei die starke Grundlage auf dessen Rücken die Geschmäcker spielen können.

 

The Duke Munich Dry Gin & Tonic The Duke Munich Dry Gin & Tonic

Ginobility: Mit welchem Tonic Water funktioniert The Duke am besten?

Maximilian Wagner: Diese Wahl überlassen wir gerne jedem selbst und ich kann nur jeden dazu ermutigen sich mal durchzuprobieren!
Herrlich, wie unterschiedlich ein Gin & Tonic schmecken kann, wenn man nur das Tonic ändert; variiert man dann auch noch dazu die Garnitur (z.B. Zitrone, Limette, Orangenzeste) ergeben sich wieder eine Vielzahl an Möglichkeiten!

 

Ginobility: Wie trinkt Ihr The Duke am liebsten?!

Maximilian Wagner: Ich denke das ist Tagesabhängig. Als Gin & Tonic, im Martini, als Digestif, im Red Snapper… die Möglichkeiten sind hier (fast) unendlich ☺
Ginobility: Deutschland geht die positive Entwicklung der Spirituose Gin in eindrucksvollem Tempo mit. Wie sieht Eurer Meinung nach die Zukunft des Gin generell bzw. in Bezug auf den Deutschen Markt aus!? Seht Ihr ein ähnlich langfristiges Potenzial wie in Spanien wo Gin & Tonic eine Art Nationalgetränk ist?

Maximilian Wagner: Viele sprechen von einem Gin-Hype, wir sehen es mehr als eine Gin-Renaissance. Gin war immer da und wird auch immer an den Bars bleiben, aber wie in jedem Segment verschieben sich die Geschmäcker von Zeit zu Zeit.
Ich glaube für eine Größe wie in Spanien – als Nationalgetränk -, wird es in Deutschland nicht reichen (dafür ist es hier nicht warm genug ;-) ). Da bleibt das Gros der Leute doch eher dem Radler und dem Bier verbunden.
Aber es ist schön zu sehen, wie die Barszene sehr kreativ und hochwertig wächst und in der Bar gehört Gin nun mal zu den wichtigsten Grundspirituosen…

 

Ginobility: Fast monatlich erscheinen neue deutsche Gins auf der Bildfläche. Wie bewertet Ihr diese Entwicklung mal abgesehen von der wachsenden Konkurrenz für The Duke? Teilweise hört man bereits von einer „Ginflation“.

Maximilian Wagner: Wenn ein Markt funktioniert, wird es immer wieder Neueintritte neuer Marken geben, damit war und ist zu rechnen.
Wettbewerb belebt das Geschäft, nicht nur, weil sich die einzelnen Firmen untereinander den Markt teilen müssen – sondern auch weil erst durch eine Mehrzahl an Firmen auch ein Markt geschaffen werden kann!
Rückblickend war es sicherlich nicht schädlich für den Deutschen Gin-Markt, dass relativ zeitgleich mit uns zwei weitere Marken auf den Markt kamen – so war keiner von uns eine „komische Rarität, denn Gin hat schließlich aus England zu kommen“, sondern zusammen weckte man die Aufmerksamkeit der Leute, dass bester Gin tatsächlich auch aus Deutschland kommen kann!
Ob man tatsächlich mehr als sechs Ginsorten im Regal stehen haben muss… das  wird die Zukunft zeigen; alles gut, so lange der Duke im Regal steht ;-) (lacht)

Vielen Dank Maximilian Wagner für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit The Duke und dem  "kleinen Geschwisterchen" LION'SVodka!

Wer sich noch ein wenig genauer über The Duke Munich Dry Gin informieren möchte, sollte mal auf www.theduke-gin.de vorbeischauen.

 

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