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Der GINOBILITY Gin-Blog

Elephant Gin - Das Interview mit den Machern

 

Elephant Gin Flasche - Design bis ins kleinste Detail Elephant Gin Flasche - Design bis ins kleinste Detail

Mitte 2013 stießen wir bei unsere täglichen Suche nach neuen, ausgefallenen und besonderen Produkten aus der Gin und Tonic Welt auf einen deutschen Gin namens Elephant Gin der uns gleich gefangen nahm und faszinierte.
Nach der ersten Kontaktaufnahme mit Inhaber Robin Gerlach waren wir uns schnell einig und hatten die Ehre als erster Händler in Deutschland Elephant Gin temporär exklusiv über unseren Shop und darüber hinaus vertreiben zu können.

Wir freuen uns darüber Euch heute endlich das Interview mit Inhaber Robin Gerlach und dem Master Destiller Benny Kohr präsentieren zu dürfen.

Was macht Eurer Meinung nach ganz allgemein betrachtet einen sehr guten Gin aus?!
RG: Ein sehr guter Gin hat einen ganz eigenen Charakter; und am besten kann man diesen erkennen wenn man den Gin nur mit Wasser verduennt kostet. In einem guten Gin suche ich nach mehr als  bloss Wacholder-und Zitrusnoten sondern auch nach anderen facettenreichen Geschmackselementen.

 

Elephant Gin ist ein echtes Gesamtkunstwerk, von der Flasche, über die Aufmachung und die Geschichte bis hin zum eigentlichen Gin, den verwendeten Botanicals und dem tollen Engagement um die "Grauen Riesen Afrikas". Wie kam es zu der Idee zu Elephant Gin?
RG: Die Idee entstand durch die Reisen von Tessa und mir in Afrika; vor allem aber die mehreren Wochen die Tessa mit Organisationen wie Space4Elephants in Suedafrika verbracht hat. Auch nach unseren Reisen wollten wir etwas für die vom Aussterben bedrohten afrikanischen Elefanten tun und Organisationen unterstützen, die vor Ort handeln. Gleichzeitig wollte ich endlich meine Idee eines neuen Gins verwirklichen. Somit stand nicht nur der Name fest, sondern auch auch das Land, das uns für die Zutaten inspirieren sollte...

Engagement für Afrikanische Elefanten - Big Life Foundation Engagement für Afrikanische Elefanten - Big Life Foundation

Afrika bildet den Kern rund um das Gesamtkunstwerk Elephant Gin. Woher stammt die Tiefe Verbundheit mit diesem Kontinent?
RG: Für diejenigen, die schon einmal in Afrika gereist sind und dort auch abseits vom grossen Tourismus das Land entdeckt haben, wissen dass Afrika etwas Magisches hat was nur schwer zu beschreiben und andererseits unmöglich zu vergessen ist. Auch zurück in Europa haben uns diese Erfahrungen nicht losgelassen und obwohl wir (zur Zeit) in Europa leben, wollen wir stets die Beziehung zu den Menschen dort aufrecht erhalten und ihre grossartige Arbeit unterstützen.

 


Auch wenn wir Elephant Gin bereits in unserem Shop eingehend portraitiert haben, wie würdet Ihr ihn aus Eurer Perspektive beschreiben, woher kam die Expertise bei der Rezepturentwicklung und was macht ihn aus Eurer Sicht so besonders?
RG: Elephant Gin ist aus einer wahren Passion entstanden und ein Produkt in dem viel Herzblut steckt. Nicht nur der Inhalt, sondern auch das Packaging macht ihn aus. Jedes Detail hat eine Bedeutung; viele davon mit Bezug auf die geschichtliche Entdeckung Afrikas und Verwendung von natürlichen Materialien.

Der Inhalt ist unser ganzer Stolz, denn da wir nicht aus einer Brennereifamilie stammen, haben wir Unterstützung von einer Reihe diverser Experten, darunter Biochemiker, Whiskey-Macher, Barbesitzer und Parfümeure, bekommen, die das Rezept mit uns entwickelt haben. Fuer mich sind es besonders die frischen Äpfel und afrikanischen Kräuter, die Elephant Gin facettenreicher macht als andere Gins. Ganz besonders hoffen wir auch, dass unser Produkt Leute anregt sich mit dem akuten Thema des vom Aussterben bedrohten afrikanischen Elefanten zu beschäftigen! Wenn wir heute nichts dagegen tun, wird es in ca. 15 Jahren keine mehr geben... 

Zwei der 14 Botanicals im Elephant Gin Zwei der 14 Botanicals im Elephant Gin

Elephant Gin basiert auf einer Vielzahl afrikanischer Botanicals. Da Afrika ja bekanntermaßen über eine extrem artenreiche Fauna verfügt ist das Angebot ja schier endlos. War das Geschmacksprofil für Elephant Gin von Anfang an klar sodass die Auswahl der "richtigen" Botanicals nicht weiter schwer fiel?


RG: Zuanfangs, hatten wir eine lange Liste von Kraeutern, die uns gefielen. Allerdings mussten wir eine Reihe davon direkt streichen, da sie in einigen europäischen Ländern nicht legal sind. Dann war uns natürlich der Geschmack wichtig und somit musste erstmal gerochen, eingelegt, gekocht und getrocknet werden. Anschliessend haben wir viele Monate getestet und dabei auf immer mehr Kräuter verzichten müssen - oft wegen ihrer bitteren Note.

Aus diesem riesigen Angebot ist ja bestimmt nicht sofort die letztendliche Botanical - Auswahl getroffen worden. Wie lange hat der Auswahlprozes bzw. der gesamte Entwicklungsprozess bis zum fertigen Elephant Gin gedauert? Wie viele "Beta-Versionen" sind bis zum Tag x entstanden?
Das ist eine schwierige Frage. Wir haben sicherlich ein Jahr im Labor gearbeitet bevor wir mit der wirklichen Anlage gearbeitet haben. Nach jeder Version wurden unsere Testnasen zu Rate gezogen; es wurde blind gekostet und immer wieder im Kreis einer Runde von Barkeepern diskutiert und verglichen. Oft habe ich schon morgens direkt nach dem Aufstehen das erste Mal gerochen um zu sehen ob sich meine Meinung vom Vortag verändert hatte. Wenn ich eine Zahl nennen müsste, dann würde ich auf um die 30 Versionen schätzen..

Frage an Benny: Die Kreation eines so hochwertigen Gins wie Elephant Gin bedarf natürlich handwerklichen Geschicks und viel Erfahrung. Wie begann Dein Werdegang? Was hat Dich zum Gin gebracht bzw. wie kamst du zu Elephant Gin und was verbindet dich mit ihm?
BK:Ich bin seit mittlerweile 15 Jahre im Unternehmen riha und mehr als 10 Jahre  als Destillateur in Schwechow beschäftigt. Als eines Tages dann ein nettes Telefongespräch mit Robin stattfand, war ich sofort von dem Thema Gin begeistert, zumal mich Gin auch im privaten Leben des öfteren begleitet hat. Ich nahm es als neue Herausforderung an und schon bald fand das erste Treffen mit Robin statt.

Frage an Benny: Elephant ist ein London Dry Gin, heißt alle Botanicals werden zusammen mazeriert und danach destilliert. Wie Du eben schon angemerkt hast kommst Du ja eher aus dem Obstbrand. Welche Herausforderungen brachte das für die Entwicklung von Elephant Gin mit sich?
BK: Als reiner obstverarbeitender Betrieb, stellte sich natürlich für mich die Frage ist es überhaupt möglich hier in Schwechow einen Gin aus technischer Sicht zu produzieren. Aber na klar, denn Gin ist ganz genau genommen eine andere Art des Obstgeistes den wir hier auch produzieren, und bei beiden Arten ist es wichtig soviel Aromen und Alkohol zu destillieren wie nur möglich. Also war es klar das wir den Gin auf unser eigenen Geistanlage destillieren werden, dazu waren im Vorfeld einige Versuche notwendig  um die optimale Kräutermischung zu finden

Frage an Benny:  Mit welchen Destillationsaparaturen arbeitet Ihr und gibt es Besonderheiten die sie auszeichnen, dass sie für Elephant Gin Verwendung finden?
BK:Für den Elephant, nutzen wir unsere dampfbeheizte 500l Obstgeistanlage von der Fa. Holstein/Bodensee (der Mercedes unter den Brennereianlagen).
Da sich aber jede Anlage auf der ganzen Welt anders  auf den Elephant Gin Destillat auswirken würde  und sein eigenen Charakter dadurch mit sich bringt, waren einige Versuche notwendig.

Elephant Gin ist ein noch sehr junger und wirklich besonderer Gin. Daher ist das vielleicht eher eine hypothetische Frage, aber denkt man bei Euch schon über einen Destillers Cut oder andere "Spielarten" des Gins nach die das Angebot ergänzen könnten?
RG: Ja, sicherlich wir sind auch schon in den Startloechern... bald mehr.

Elephant Gin ist zwar offenkundig ein aus Deutschland stammender bzw. hier hergestellter Gin, konzeptionell und bezogen auf die Botanicals aber ebenso weit weg von Deutschland. Wie wichtig ist eurer Meinung nach die Herkunft eines Gins und welche Rolle spielt sie bei Elephant Gin?
RG: Um diese Frage zu beantworten muss man einen kurzen Abstecher in die Geschichte machen, denn die erste Ginproduktion führt zurück nach Holland, dann England und ihre Kolonien in Afrika und der Welt. Heute werden fast alle Gins mit einer Vielzahl an Zutaten , und nicht konzentriert wie zum Beispiel Wein, Champagner, Liquer oder Bier, hergestellt. Das Produkt Gin ist also ein wahrer Weltenbummler und wir integrieren Zutaten aus Ländern, die uns inspirieren. Darunter die afrikanischen Botanicals, aber auch gleichzeitig die frischen Äpfel aus Deutschland, die dem Produkt einen wichtigen lokalen Charakter und Geschmack geben.

Die Abstände in denen neue Gins auf den Markt drängen werden immer kürzer. Man kann fast sagen das täglich neue Produkte das Licht der Gin-Welt erblicken.
Wie betrachtet ihr diese Entwicklung und welche besonderen Herausforderungen bringen diese aus Sicht eines so jungen neuen Unternehmens wie Ihr es seid mit sich?
RG: Das ist richtig; wir haben uns das auch oft vor Augen gehalten. Weltweit gibt es sicherlich ein paar hundert Gins, die sich gegen die grossen Marken behaupten wollen. Unser Gin hat ein sehr eigenes Geschmacksprofil welches fuer die Barszene interessant ist um neue Cocktails zu kreieren.  Die Aufmachung des Produkt spricht viele Konsumenten an, sowie die Geschichte der Entstehung und unseres Engagement in Kenya und Süd-Afrika. Man braucht im heutigen Markt nicht nur ein gutes Produkt sondern auch wahre Passion, Liebe zum Detail und Durchhaltevermögen um dem Konsumenten etwas aussergewöhnliches anbieten zu können.

Elephant Gin - Höchst vielseitig in Cocktails einsetzbar. Elephant Gin - Höchst vielseitig in Cocktails einsetzbar.

Eine letzte Frage: Wie trinkt ihr Elephant Gin am liebsten bzw. habt ihr einen Insidertipp wie man ihn mal probieren sollte?
RG: Am liebsten trinke ich Elephant Gin pur (mit etwas Wasser vermischt) um die verschiedenen Geschmacksnoten zu geniessen. Das kann ich jedem empfehlen! Ich trinke Elephant Gin ausserdem gerne in einem Negroni oder Tembe (50ml Elephant Gin, dash of Absinthe, dash of Lillet blanc, lemon twist, black pepper and lemon bitters).

Vielen Dank Euch beiden für den Einblick hinter Elephant Gin! Wir wünschen Euch alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

 

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, schaut doch mal bei uns im Shop vorbei und lest weiteres zu Elephant Gin und vor allem das Tasting. Für weitere Infos besucht einfach die neue und tolle Elephant Gin Webseite oder folgt dem Elephant auf Facebook.

Gin-Tasting „Eine Einführung“

Ginobility präsentiert: Gin-Tasting für Einsteiger und Interessierte im O-Ton, Frankfurt-Berger Straße

„Gin ist in“ - nicht nur hier in Deutschland sondern weltweit. Seit gut einem Jahr erlebt diese lange unterschätzte Spirituose eine Renaissance und hat ihr Schattendasein auf dem Weg nach ganz oben längst verlassen. Angetrieben durch diesen Trend kommen immer mehr und immer wieder neue, wunderbare Gins auf den Markt, die das Spektrum des Möglichen ständig neu definieren und die Welt der Spirituosen bereichern.

Aber was genau ist Gin? Wie und woraus wird er hergestellt? Was gibt es für Arten und wie unterscheiden sich diese? Ist Gin immer trocken und wacholderlastig - wie mancher das in Erinnerung haben dürfte - vor allem beim puren Genuß?

Sehr viele hochwertige Gins kann man äusserst gut pur geniessen. Im angebotenen Tasting werden drei Gin pur verköstigt. Diese wurden ausgewählt um einen Blick auf das breite Spektrum von Gin zu geben. Zum Ausklang dürfen Sie einen Gin and Tonic mit Ihrem favorisierten Gin probieren.

Gin Tasting - Den Wacholderbrand in seiner Vielfalt kennen lernen. Gin Tasting - Den Wacholderbrand in seiner Vielfalt kennen lernen.

Das Tasting wird von Antony Konstantis geleitet. Antony ist Besitzer des O-Ton in Frankfurt, absoluter Gin-Enthusiast und Spirituosenkenner und kann aus einem umfangreichen Repertoire aus 20 Jahren Bar-Erfahrung schöpfen um Ihnen eine Vielzahl an Hintergrundinformationen zu geben.

Das Tasting richtet sich an interessierte Einsteiger und ist bewusst auf den frühen Nachmittag gelegt. Zu dieser Zeit ist die Zunge noch „frisch“ und man kann die verschiedenen Nuancen besser herausschmecken.

Das O-Ton liegt auf der Berger Straße und so kann man den Tag nach dem Tasting perfekt mit einem Essen oder bei einem Kaffee ausklingen lassen.

Tasting Daten:
Termin: Sonntag, 12. Januar 2014 um 14 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Ort: O-Ton, Berger Straße 20, 60316 Frankfurt
Preis: 25,- € pro Person

Anmeldung und Fragen unter: tasting@ginobility.de

ACHTUNG!
Teilnehmerzahl auf 10-15 Personen begrenzt!! Wer zuerst kommt tastet zu erst!!

The Duke Munich Dry Gin - einer der ersten deutschen Gins! Ein Interview.

The Duke Munich Dry Gin gehört zu den ersten deutschen Gins die es völlig zu recht zu internationalem Ansehen gebracht haben und somit dazu beitrugen Deutschland als ernstzunehmende Größe im internationalen "Gin-Zirkus" zu etablierten.

The Duke Munich Dry Gin - klassisch in der Form, unverwechselbar im Geschmack. The Duke Munich Dry Gin - klassisch in der Form, unverwechselbar im Geschmack.

Da The Duke zu den ersten Gins in unserem Shop gehörte, haben wir die münchner Gin Pioniere zum Interview gebeten um mehr über diesen besonderen Gin zu erfahren und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Unser Interviewpartner Maximilian Wagner stieß 2010 zu den beiden Gründern Maximilian Schauerte und Daniel Schönecker von The Duke hinzu und kümmert sich seitdem um den Vertreib und die Vermarktung.

The Duke Munich Dry Gin - Die Macher v.L.n.R. Maximilian Wagner (Vertrieb und Vermarktung, Maximilian Schauerte (Gründer), DanielSchönecker (Gründer), Marcelo Fernandes (Auszubildender Destillateur) The Duke Munich Dry Gin - Die Macher
v.L.n.R. Maximilian Wagner (Vertrieb und Vermarktung, Maximilian Schauerte
(Gründer), DanielSchönecker (Gründer), Marcelo Fernandes (Auszubildender Destillateur)

Ginobility: Was macht Eurer Meinung nach einen sehr guten Gin aus?!

Maximilian Wagner: Ein sehr guter Gin sollte meiner Meinung nach insbesondere dadurch glänzen, dass er einen eigenen Geschmack hat und nicht nur eine Kopie eines vielleicht schon etablierten und „funktionierenden“ Gin ist.
Die Auswahl höchstwertiger Zutaten und eine saubere Herstellung nehme ich mal als Grundvoraussetzung.

 

Ginobility: Wie lange habt Ihr gebraucht um das Rezept für The Duke in der jetzigen Form zu kreieren? Gab es Vorbilder bei der Rezepturentwicklung bzw. woher kam die Inspiration?

Maximilian Wagner: Die Grundidee des Duke Gin war einen „ursprünglichen“ Gin zu entwickeln, einen, der wieder auf den Ursprung des Ganzen zurückgeht – die Wacholderbeere. Zusätzlich war klar, dass er nicht eintönig sein durfte, so dass eine Komposition an Kräutern und Gewürzen (Drogen) gewählt wurde, die den Duke mit einer herrlich kräftigen Wacholdernote daherkommen lassen, ihm aber auch eine Frische und Vollmundigkeit verleihen. Das Ziel war auch ganz klar, dass der Gin sich nicht z.B. von Tonic „beerdigen“ lassen sollte, sondern durch-schmeckt und den Drinks seinen eigenen Charakter und Geschmack zugibt.

 

The Duke Munich Dry Gin und der Kupfer Still der deutschen Firma CARL  The Duke Munich Dry Gin und der Kupfer Still der deutschen Firma CARL

Ginobility: Gibt es Besonderheiten bei der Herstellung von The Duke bzw. mit welchen Destillationsverfahren arbeitet Ihr?

Maximilian Wagner: Besonders ist sicherlich die Auswahl der Drogen – alle aus biologischem Anbau, was weniger einer ideologischen Vorstellung geschuldet ist sondern sich schlicht auf die gewünschte, höchste Qualität bezieht. Biologisch angebaute Wacholderbeeren sind deutlich aromatischer als konventionell ausgebaute Ware – das setzt sich auch bei den anderen Kräutern und Gewürzen und dem Grundalkohol – aus 100% biologisch angebautem Getreide gebrannt – durch…
Wir destillieren zweifach in unserer eigenen kupfernen Destille; auch Abfüllung und Etikettierung wird von uns selbst im eigenen Haus erledigt, genauso wie auch Vertrieb und Vermarktung von uns erledigt werden.
In der Produktion haben wir somit die Möglichkeiten immer und überall laufend Qualitätskontrollen durchzuführen, und man muss sich nicht z.B. auf einen „Lohnbrenner/-abfüller“ verlassen – was der ganzen Sache eh wieder seinen Charme und Authentizität nehmen würde ☺

Die Bio-Botanicals des The Duke Munich Dry Gin Die Bio-Botanicals des The Duke Munich Dry Gin

Ginobility: Was ist das typisch münchnerische bzw. bayrische an The Duke?!

Maximilian Wagner: Ich glaube hier gibt es verschiedene Punkte:

  1. Wir haben Hopfen und Malz in unserem Gin; was bei der Rezeptentwicklung zunächst mal mit einem Lächeln und Augenzwinkern ausprobiert wurde, zeigte schnell, dass es Sinn macht: Gersten-Malz ist geschmacklich kaum wahrnehmbar, macht unseren Gin trotz 45% vol aber schön weich und vollmundig; Hopfenblühten verleihen dem Gin (wie auch beim Bier) eine gewisse Würzigkeit.
  2. Der Name ist ebenfalls sehr Münchnerisch/Bayrisch, da er sich direkt auf unseren Stadtgründer bezieht – Herzog Heinrich der Löwe → Herzog = The Duke
  3. Wir sind seit den 1970er Jahren die erste Destillerie, die tatsächlich ihre gesamte Produktion mitten in München (Schwabing/Maxvorstadt) angesiedelt hat.
  4. Trotzdem verstehen wir uns nicht nur als Münchner Gin sondern auch als ein Deutsches Produkt, das man inzwischen ebenso gerne in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt oder Stuttgart genießt – natürlich auch in den ländlicheren Regionen.

 

Ginobility: Wieso habt Ihr Euch für einen so aromatischen und gehaltvollen Gin entschieden?

Maximilian Wagner: Gin ist klassischer Weise keine Spirituose die man in großen Mengen pur trinkt (auch wenn ich es jedem nur empfehlen kann den Duke nach einem opulenten Mahl auch mal pur als Digestif zu genießen!), er findet die größte Verwendung in diversen Cocktails und Longdrinks – allen voran der Gin & Tonic. Wenn man jetzt einen Gin hat, der eher etwas „schwach auf der Brust“ ist, kann es gut sein, dass er sich vom Tonic „beerdigen“ lässt – das passiert mit dem Duke Gin nicht. Man wird immer erkennen, dass ein Duke-Gin & Tonic auch ein Duke-Gin&Tonic ist.
Ginobility: Wenn Ihr eine „Special Edition“ von The Duke entwickeln würdet, wie sähe dieser bzw. wie würde dieser schmecken?

Maximilian Wagner: (lacht) wäre die Rezeptur nicht anders ausgefallen, wenn man was anderes gewollt hätte?! Wir sind immernoch sehr zufrieden mit dem eigenen, einzigartigen Geschmack des Duke Gins ☺
Aber die Gedanken sind ja frei – ich schau mir immer gerne Gin auf Navy Stregth an.
Zunächst müssen wir aber noch schauen, den Duke und auch sein neues Geschwisterchen – den LION’S Vodka – weiter voranzutreiben.

 

Ginobility: Ihr habt jetzt schon die zweite Auflage von speziell auf The Duke ausgelegten Gin & Tonic Rezepten herausgebracht. Wer kreiert diese für Euch?

Maximilian Wagner: Die Rezepturen kommen von Andreas Plucinsky, der sie zusammen mit Peter A. Wolf entwickelt hat. Der Anspruch war hier: hervorragende Drinks zu kreieren, die nicht all zu aufwändig in der „Herstellung“ sind und dazu immer wieder geschmacklich etwas Neues bieten.
Das faszinierende ist eigentlich, dass es immer „nur“ Gin & Tonic ist, die aber durch die Zugabe unterschiedlicher Garnituren unterschiedlichste Geschmacksrichtungen bekommen, der Duke Gin ist hierbei die starke Grundlage auf dessen Rücken die Geschmäcker spielen können.

 

The Duke Munich Dry Gin & Tonic The Duke Munich Dry Gin & Tonic

Ginobility: Mit welchem Tonic Water funktioniert The Duke am besten?

Maximilian Wagner: Diese Wahl überlassen wir gerne jedem selbst und ich kann nur jeden dazu ermutigen sich mal durchzuprobieren!
Herrlich, wie unterschiedlich ein Gin & Tonic schmecken kann, wenn man nur das Tonic ändert; variiert man dann auch noch dazu die Garnitur (z.B. Zitrone, Limette, Orangenzeste) ergeben sich wieder eine Vielzahl an Möglichkeiten!

 

Ginobility: Wie trinkt Ihr The Duke am liebsten?!

Maximilian Wagner: Ich denke das ist Tagesabhängig. Als Gin & Tonic, im Martini, als Digestif, im Red Snapper… die Möglichkeiten sind hier (fast) unendlich ☺
Ginobility: Deutschland geht die positive Entwicklung der Spirituose Gin in eindrucksvollem Tempo mit. Wie sieht Eurer Meinung nach die Zukunft des Gin generell bzw. in Bezug auf den Deutschen Markt aus!? Seht Ihr ein ähnlich langfristiges Potenzial wie in Spanien wo Gin & Tonic eine Art Nationalgetränk ist?

Maximilian Wagner: Viele sprechen von einem Gin-Hype, wir sehen es mehr als eine Gin-Renaissance. Gin war immer da und wird auch immer an den Bars bleiben, aber wie in jedem Segment verschieben sich die Geschmäcker von Zeit zu Zeit.
Ich glaube für eine Größe wie in Spanien – als Nationalgetränk -, wird es in Deutschland nicht reichen (dafür ist es hier nicht warm genug ;-) ). Da bleibt das Gros der Leute doch eher dem Radler und dem Bier verbunden.
Aber es ist schön zu sehen, wie die Barszene sehr kreativ und hochwertig wächst und in der Bar gehört Gin nun mal zu den wichtigsten Grundspirituosen…

 

Ginobility: Fast monatlich erscheinen neue deutsche Gins auf der Bildfläche. Wie bewertet Ihr diese Entwicklung mal abgesehen von der wachsenden Konkurrenz für The Duke? Teilweise hört man bereits von einer „Ginflation“.

Maximilian Wagner: Wenn ein Markt funktioniert, wird es immer wieder Neueintritte neuer Marken geben, damit war und ist zu rechnen.
Wettbewerb belebt das Geschäft, nicht nur, weil sich die einzelnen Firmen untereinander den Markt teilen müssen – sondern auch weil erst durch eine Mehrzahl an Firmen auch ein Markt geschaffen werden kann!
Rückblickend war es sicherlich nicht schädlich für den Deutschen Gin-Markt, dass relativ zeitgleich mit uns zwei weitere Marken auf den Markt kamen – so war keiner von uns eine „komische Rarität, denn Gin hat schließlich aus England zu kommen“, sondern zusammen weckte man die Aufmerksamkeit der Leute, dass bester Gin tatsächlich auch aus Deutschland kommen kann!
Ob man tatsächlich mehr als sechs Ginsorten im Regal stehen haben muss… das  wird die Zukunft zeigen; alles gut, so lange der Duke im Regal steht ;-) (lacht)

Vielen Dank Maximilian Wagner für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit The Duke und dem  "kleinen Geschwisterchen" LION'SVodka!

Wer sich noch ein wenig genauer über The Duke Munich Dry Gin informieren möchte, sollte mal auf www.theduke-gin.de vorbeischauen.

 

Nolet's Dry Gin Silver meets Red Snapper

Nolet's Dry Gin Silver zählt mit Sicherheit zu den außergewöhnlichsten Gins die man derzeit bekommen kann. Alles andere als klassisch und wacholderdomineriert bestimmen türkische Rosen, weißer Pfirsich und Himbeeren sein floral-fruchtiges Aroma.
Wir haben ihn bei einer Barschulung dabei gehabt und unser Bartrainer von 4flair war schlichtweg begeistert.

Spontan hatte er den Gedanken ihn in einem Red Snapper einzubinden. Für alle die nicht wissen was ein Red Snapper ist, es ist das Gin basierte Pendant zur Bloody Mary!

Zunächst waren wir alle etwas kritisch, einen so blumigen Gin in einem so würzigen Drink zu probieren, aber wir wurden Lügen gestraft. Das Ergebnis war schlichtweg fantastisch und super lecker!!

Wenn Ihr Gelegenheit haben solltet den Nolet's Dry Gin Silver in einer Bar vorzufinden, bestellt Euch auf jeden Fall einen Red Snapper mit diesem tollen Gin! Es lohnt sich!

Red Snapper - Nolet's Dry Gin Silver Red Snapper - Nolet's Dry Gin Silver

Wer ihn selber mixen will, hier das Rezept:

5cl Nolet's Dry Gin Silver
1 cl Zitronensaft
12 cl Tomatensaft
3-5 Spritzer Worchestersauce
2 Spritzer Tabasco
gemahlener Pfeffer
Salz

 

Cheers!!

Gordon's London Dry Gin & Tonic - Ready to drink

Könnt Ihr Euch noch an die Zeiten erinnern als man sich sogar Apfelschorle noch selber im Glas zusammengemischt hat? Der Apfelsaft aus der Kelterei  und das gute alte Mineralwasser, wahrscheinlich damals noch aus der 0,7l Glasflasche. Tja... auch wenn der Trend wieder zurück zum selber Mischen geht, so sind fertig gemixte Getränke nicht mehr aus den Regalen des Einzelhandels wegzudenken. Kaufen, aufmachen und genießen! Das will und kann man heute!

Dass dieser Trend zu sogenannten "Convenience Produkten" im Lebensmittelmarkt allgegenwärtig und nicht nur auf alkoholfreie Getränke beschränkt ist, dass ist bei Leibe keine Neuigkeit mehr. Auch im alkoholischen Sektor tut sich da seit vielen Jahren einiges und z.B. das Radler und seine Geschwister haben den Brauereien den Hals gerettet! Auch im Spirituosen Bereich geht da auch schon länger einiges: Bacardi Cola, Jack Daniel's- oder Jim Beam Cola, Vodka Energy... die Liste an fertig gemischten Longdrinks aus der Dose ist mittlerweile sehr lang.
Das hier die gängigsten und beliebtesten Longdrinks fertig gemischt kredenzt werden ist kein Zufall, ist der Longdrink per se seit langem in und daher war es auch nur eine Frage der Zeit, wann sich auch unser geliebter Gin & Tonic in diese Liste einreiht. Sicher, gesehen haben wir die Dosen bei Facebook und Co. schon öfter, aber nun sind wir auch bei einer großen roten Handelskette fündig geworden und haben die 2,49 Euro zzgl. 25 Cent Pfand bereitwillig investiert.

Gordon's London Dry Gin and Tonic - fertig gemixt in der Dose Gordon's London Dry Gin and Tonic - fertig gemixt in der Dose

Tanqueray goes convenience
Es ist natürlich kein Wunder, dass sich gerade Tanqueray als eines der führenden Unternehmen im Ginmarkt dieses Themas annimmt. Noch viel weniger verwunderlich ist es, dass sie hierfür auf Gordon's London Dry Gin als Marke zurückgreifen, denn diese steht nun mal fast überall im Einzelhandel als Vertreter des Wacholderdestillats.
Warum man im Hause Tanqueray aber nicht wenigstens eine etwas stilvollere Verpackung als die handelsübliche 0,33l Aludose für den Marktgang ihres Gordon's & Tonic verwendet hat, bleibt ein Rätsel. Ist es denn nicht auch das Flaschendesign, das sowohl den Gin- als auch den Tonic Markt optisch so wunderbar vielfältig erscheinen lässt?!
Aber lassen wir Thesen und Spekulationen bei Seite und widmen wir uns dem eigentlich Wichtigen, dem Inhalt:

Gordon's London Dry Gin perfectly mixed with Tonic
Genau so steht es auf der Dose und das Wörtchen "perfectly" legt die Latte für einen fertig gemixten Longdrink in der Dose doch schon recht hoch. Ein Blick auf die Inhaltsangaben kann den hohen Anspruch zunächst noch stützen, entspricht das Mischverhältnis mit 27% Gin zu 73% Tonic doch der gängigen Norm, und die 10% Vol. die sich hieraus ergeben sind auch OK.  Liest man allerdings weiter wird dieser positive erste Eindruck durch die Liste an verwendeten E's etwas getrübt: E330, E331 iii, E202, was unter anderem für Konservierungsmittel und Aromastoffe steht.
Aber wollen wir mal nicht so sein, denn auch andere Tonic Water auf dem Markt bedienen sich aus dem Kasten der E's und immerhin greift man bei Tanqueray zumindest auf echtes Chinin für das Tonic zurück!
Abgefüllt wurde unsere Dose übrigens in Italien, man kann aber auch auf Dosen aus den Niederlanden stoßen, wie der Infotext aussagt. Soviel also zu den harten Fakten.
Nun aber endlich zum Geschmack....!

Das Nosing:
Die dominierenden Aromen sind die der verwendeten Zitrusaromastoffe des Tonic. Von Wacholder keine Spur. Was an dieser Stelle aber gesagt werden kann ist, das auch störende Alkoholnoten fehlen!

Das Tasting:
Auch wenn er in der Nase nicht vorhanden war, so ist der Wacholder am Gaumen ziemlich deutlich wahrnehmbar. Ergänzt durch die Zitrusaromen des Tonics, die gar nicht so künstlich schmecken wir die E's es glauben machen, und eine den Wacholder ergänzende Würze ergibt sich ein durchaus rundes und harmonisches Ganzes. Leider kommt das Tonic wenig bitter und für meinen Geschmack etwas zu süss daher, was den Gesamteindruck etwas trübt.

Das Fazit:
Wenn man seinen Gin & Tonic bisher immer selbst gemischt hat oder hat mischen lassen, und dabei auch noch viel Wert auf die Auswahl beider Komponenten gelegt hat, so kann man ein gewisses Maß an Voreingenommenheit gegenüber eines fertig gemischten G&T aus der Dose nicht verhindern, auch wenn man natürlich versucht möglichst neutral an die Sache heranzugehen.
Natürlich muss man bei einem fertig gemischten Produkt wie dem Gordon's London Dry Gin and Tonic beachten, dass es sich hierbei um ein für die Masse konzipiertes Produkt handelt, das schlicht keine Extreme oder zu viel Spezielles zulässt. Daher ist es auch nicht negativ zu werten wenn ich diesen Gin und Tonic als "Konsens-G&T" bezeichne. Der Geschmack, das Mischverhältnis und die Frische sind durchaus in Ordnung.

Für Gin Kenner ist er zwar natürlich keine Alternative, aber wie gesagt sind diese auch nicht die Zielgruppe für dieses Produkt. Unterm Strich ist der Gordon's Gin & Tonic ein solider Drink und ein würdiger Vertreter des Gin im Markt der fertig gemixten Longdrinks, den man natürlich auch mit dem ein oder anderen Twist verfeinern kann - z.B. Wacholderbeeren um den Wacholder noch ein wenig mehr zu heben.

Eine süßlich scharfe Sache - SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg & Sons Tonic Water

Es ist keine Neuigkeit mehr das Gin aus deutschen Landen boomt. Da ist es kein Wunder das in regelmäßigen Abständen immer neue Edelbrände lanciert werden und in die großen Fußstapfen von Monkey 47, Adler Berlin Dry Gin, Gansloser Black Gin, The Duke Munich Dry Gin und Lebensstern Dry Gin treten wollen. Nach feel! Munich Dry Gin und zuletzt Brandstifter Berlin Dry Gin ist die deutsche Gin-Landschaft wieder um ein Kind der beliebten Spirituose reicher. Nicht aus dem Schwarzwald, Berlin oder München stammt er sondern aus der Heimatstadt des Comedian Rüdiger Hoffmann (Ich weiss nicht ob sies wussten...) - Paderborn. Der neue Gin trägt den klangvollen und inhaltsschwangeren Namen SEARS Cutting Edge Gin und stammt aus dem Hause MBG. Aus selbigen Hause stammt auch die neue Bittergetränke Marke Goldberg & Sons, auf die wir an späterer Stelle noch eingehen werden.

Cutting Edge - Marketing-Gag oder echter Zusatznutzen?
So ziemlich jeder Gin zeichnet sich durch eine Besonderheit aus. Der eine wird mit Gurke serviert und enthält eben diese als besonders Botanical. Der andere wird aus 47 Zutaten hergestellt oder mittels eines speziellen Kaltdestilationsverfahrens aufwändigst destilliert. Bei der Fülle an Gins auf dem internationalen Markt braucht es wie in allen anderen Märkten auch eine Alleinstellungsmerkmal oder zumindest eine klare und möglichst auffallende Positionierung. Die meisten neuen Gins schaffen es (noch) sehr nahe am Produkt zu bleiben und ihre Postionierung tatsächlich als echte und größtenteils glaubhafte Produktvorteile zu platzieren.

SEARS Gin - The Cutting Edge Process SEARS Gin - The Cutting Edge Process

SEARS Cutting Edge Gin (Anm.: Cutting Edge ist ein eingetragenes Warenzeichen) baut seinerseits auf die Verarbeitung der Botanicals vor der Mazeration bzw. Destillation.
Die Botanicals werden mit besonders scharfen und harten Messern sauber zerkleinert. Dass klingt erst mal relativ banal. Fakt scheint aber zu sein, dass die gewissenhafte Zerteilung der planzlichen Bestandteile einen positiven Effekt auf die Gewinnung der ätherischen Öle zu haben scheint. Ein mögliches Indiz für die Relevanz dieses Themas ist, dass die Japaner seit Jahrtausenden auf extrem scharfe Schneidewerkzeuge gesteigerten Wert legen - u.a. in der Küche.

Hat Cutting Edge einen Einfluss auf den Geschmack?
Laut MBG besticht SEARS Gin durch seinen fein abgestimmten Charakter aus floralen Noten, Bergamotte, würzigem Koriander und natürlich Wacholder. All dies bei 44% Vol. Ob es am Ende besser schmeckt wenn man besonders scharfe Messer zum Schneiden verwendet, können und wollen wir nicht bewerten! Da muss man schon Chefköche oder Messerschleifer fragen...!

Wie auch immer wurde uns von MBG netter Weise ein komplettes Tasting Kit mit einer Flasche SEARS Gin und der kompletten Range an Goldberg Bitter Drinks bereitgestellt, sodass wir uns unser eigenes, ganz objektives Bild machen konnten.

SEARS Cutting Edge Gin SEARS Cutting Edge Gin

Ginobility tastes SEARS Cutting Edge Gin
Fangen wir mal ganz vorne an und zwar beim optischen Eindruck:
Die 0,7 l Flasche kommt in einer von namhaften Gins wie Mayfair London Dry Gin oder Geranium Gin schon bekannten eckigen Form daher und hebt sich so von den meist klassischen runden und bauchigen Flaschenformen ab. Das Design ist schlicht und im positiven Sinne einfach gehalten und wirkt hierdurch modern und jung. Dies wird durch die schwarz - pinke Farbgebung noch unterstichen. Positiv anzumerken ist der Verschluss der nicht wie bei anderen ein Drehverschluss ist, sondern ein Korken. Schön wäre hier allerdings gewesen wenn tatsächlich Kork zum Einsatz gekommen wäre und nicht Kunststoff.

Das Nosing:
Hier dominiert angehmer Weise eher der Wacholder, was für "neue" Gins fast schon zur Ausnahme gehört. Die vom Hersteller herausgestellten floralen Noten halten sich aus unserer Sicht eher nachgelagert zusammen mit leichten Zitrusnuancen. Deutlich wahrnehmbarer schwingen auch Alkoholnoten mit.

Das Tasting:
Auch am Gaumen dominiert der Wacholder. Auch die fruchtigen Zitrusaromen sind klar erkennbar die sich mit den sanft blumigen Noten verbinden und einen erfrischenden Eindruck abgeben. Eine leicht pfeffrige Schärfe am Ende, was wohl die Würze des Korianders sein könnte, rundet das Bild ab.
Trotz der Alkoholnoten im Nosing ist SEARS Gin angenehm mild.

Der Abgang:
Dieser ist zwar lang und vom Wacholder dominiert, aber dabei bleibt es leider auch.

Das Fazit:
Alles in allem ist SEARS Cutting Edge ein guter, wenn auch nicht überragender Gin und bei einem Preis von ca. 20 Euro überraschend günstig für einen laut Hersteller Super Premium Gin. Die Aromen kommen schön und klar zum Tragen, auch wenn der Charakter nicht sonderlich komplex ist.
Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt zu 100%. Wir würden SEARS Gin als "Einsteiger" Gin empfehlen, den man wunderbar im Gin & Tonic genießen und dabei sehr schön mit verschiedenen Twists experimentieren kann.

Apropos Gin & Tonic
Wie schon Eingangs angedeutet hat uns MBG netter Weise auch mit dem passenden Tonic Water von Goldberg & Sons versorgt. Da lag es natürlich nahe dieses ebenfalls zu verkosten und auch gleich als G & T mit SEARS zu testen.

Goldberg Tonic Water Goldberg & Sons Tonic Water

Die Goldberg & Sons Bitter Drinks kommen standesgemäß in 200 ml Glasflaschen daher (es gibt sie aber auch in 1 Liter PET Flaschen). Die Flaschenform ist anders als die der gängigen Wettbewerber Fever-Tree oder Thomas Henry eher bauchiger und gedrungener, aber nicht weniger stylisch. Das Etikettendesign ist plakativ und durch die Rautenform sehr auffällig.

Wie von MBG im Pressetext angedeutet zeichnet sich Goldberg & Sons Tonic Water dadurch aus, dass man es auch wunderbar pur trinken kann. Das dies einen geringeren Grad an Bitterness bedeutet ist fast schon selbsterklärend.

Geschmacklich erinnert Goldberg & Sons Tonic fast schon an eine Limonade. Die fruchtig-zitronigen Aromen sind sehr präsent, allerdings gilt dies auch für die Süsse. Wie gesagt bleiben die bitteren Aspekte bei Goldberg & Sons Tonic etwas zurück, auch wenn diese auf echtem Chinin gründen. Der Gehalt an Kohlensäure ist OK und bringt Frische mit, allerdings hält sie sich nicht sehr lange im Glas, soll aber nicht heißen das das Tonic schnell schal wird.

SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg Bitter Drinks SEARS Cutting Edge Gin und Goldberg & Sons Bitter Drinks

SEARS Gin & Goldberg Tonic - Das Tasting
Um es vorweg zu nehmen: Die beiden harmonieren sehr gut miteinander:
Die fruchtig-blumige Noten des SEARS Gin werden von den zitronigen Aromen des Goldberg & Sons Tonic sehr schön getragen und ergänzt. Die Wacholdernoten und würzigen Aspekte des Gins treten angenehm hervor und geben dem Drink trotz der fehlenden Bitterness des Tonics den gewünschten herben Charakter.
Insgesamt ist dieser Gin & Tonic sehr süffig und erfrischend, wobei letzteres leider durch die Süsse des Tonic etwas gemindert wird.

Tipp:
Wir haben dem G&T ein wenig Grapefruit Schale (bevor man sie ins Glas gibt, die Zesten öffnen indem man die Schale leicht drückt) und einen kleinen Zweig Rosmarin hinzugegeben. Hierdurch bringt man noch etwas mehr herbe Aspekte und Komplexität in die Sache!

Cheers!

Die Feinbrennerei Simon's und ihr ausgezeichneter Bavarian Pure Pott Still Gin

Die Feinbrennerei Simon in Alzenau läd zur Neueröffnung und natürlich lässt sich Ginobility da nicht zwei Mal bitten! Auch wenn am vorherigen Tag gebührend "World Gin Day" gefeiert wurde, schafften wir es an einem wunderschönen sonnigen Sonntag Mittag pünktlich auf den Dörsthöfen anzukommen. Malerisch in mitten von hügeligen Wäldern und Wiesen liegt der Hof direkt vor dem hauseigenen Weinberg.

Feinbrennerei Simon's in Alzenau

Der rauchende Schornstein machte die Orientierung leicht denn aus zuverlässiger Quelle wussten wir, dass der Brennkessel nicht mit Öl oder Gas, sondern mit Holz befeuert wird.

Auf der Einladung wurde schon angekündigt was uns erwarten würde: Die neue große Destille würde vorgeführt und das live Whiskey gebrannt wird. Grundsätzlich zwar nicht unser Thema, wussten wir allerdings, dass neben einem preisgekrönten Whiskey auch ein ebenso medaillenträchtiger Gin im Hause Simon gebrannt wird. Genauer gesagt sind es zwei Gins: Der Simon's Bavarian Pure Pott Still Gin und der mit 46% Vol. stärkere Bruder mit dem bezeichnenden Namenszusatz "Next Level".

Am unteren Gebäude angekommen treten wird ein und da steht das gute Stück also: Eine Verschlussbrennerei von Holstein Arnold aus Markdorf am Bodensee. Auf ihr werden allerdings ausschließlich der bereits erwähnte prämierte Whiskey und ein hervorragender Rum gebrannt.

Die Holstein Arnold Verschlussbrennerei Die Holstein Arnold Verschlussbrennerei

Severin Simon, Inhaber und Master Destiller der Feinbrennerei Simon  begrüßt uns persönlich und wir kommen gleich ins Gespräch. Im Verlauf erfahren wir unter anderem das der Urgroßvater von Severin bereits 1879 eine Brennlizenz erwarb und Obstbrände herstellte. Dies lag natürlich nahe, wenn man im Besitz eines Weinberges und der entsprechenden Infrastruktur ist. Gebrannt wurde damals meist in den Herbst- und vor allem Wintermonaten wenn der Weinbau naturgemäß brach lag. Auch heute noch wird auf den Dörsthöfen neben hochwertigsten Bränden auch eigener Wein gekelltert und in der hauseigenen Weinstube angeboten (das Essen ist grandios!!).
Ziemlich schnell kommen wird dann aber auch zu unserem gemeinsamen Thema: Gin.

Severin erklärte uns, dass er ca. 1 Jahr brauchte um das Rezept für seinen Gin auszutüfteln. Wie schon erwähnt wird der Simon's Bavatian Pure Pott Still Gin nicht auf der Verschlussbrennerei sondern auf einer deutlich keineren Pott Still Anlage im dem Wohnhaus gegenüber liegenden Gebäude gebrannt:

Simon's Adolf Adrian Pott Still Simon's Adolf Adrian Pott Still

Klein aber fein trifft es sehr gut, denn das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen! Natürlich haben  wir den Gaumenschmeichler mit immerhin 46% Vol. natürlich auch verkostet, der dieses Jahr von der Jury der World Spirit Awards mit der Silbermedaille ausgezeichnet wurde! Zurecht wie wir finden!

In der Nase fällt schon die enorme Milde und dezente Fruchtigkeit auf. Der Wacholder kommt klar und äußerst angenehm zur Geltung. Und: Von störenden Alkoholnoten keine Spur!

Am Gaumen überzeugt er zu 110%! Unglaublich mild und dabei dennoch würzig und ungemein komplex, ohne aber aufgesetzt zu wirken. Auch hier kommt der Wacholder sehr schön zur Geltung, was bei einem deutschen Gin ja nicht gerade die Regel ist. Hinzu kommen fruchtige Noten, die aber weniger präsent wirken als noch in der Nase. Was es genau war konnten wir nicht klar definieren. Auf der ausliegenden Angebotslist ist von "exotischen" Botanicals die Rede, was genau sich aber dahinter versteckt, versuchen wir in einen detaillierteren Interview mit Severin Simon herauszubekommen.

Simon's Bavarian Pure Still Pot Gin "Next Level" Simon's Bavarian Pure Still Pot Gin "Next Level"

Natürlich haben wir den feinen Brand auch als Gin & Tonic probiert, genauer gesagt mit Tonic von Thomas Henry. Auch hier funktioniert der Simon's Bavarian Pure Pott Still Gin "Next Level" ganz hervorragend und bildet seinen angenehm würzigen Charakter wunderbar aus. Eine bayrisch-schweizerische Colaboration könnten wir uns auch sehr gut in Form eines Simon's Gin & Gents Tonic vorstellen, ohne dies bereit probiert zu haben. Das werden wir aber definitiv nachholen und im Zuge des geplanten Interviews darüber berichten.

Auch wenn erfreulicher Weise viel los war auf dem Dörsthöfen, haben sich Severin Simon und seine Frau sehr viel Zeit für uns genommen, wofür wir uns an dieser Stelle herzlichst bedanken wollen.

Mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit, werden wir den Simon's Bavarian Pure Pott Still Gin in beiden Ausfertigungen sehr bald schon in unserem Shop anbieten können. Also dran bleiben...!!

Hier findet ihr die kleine aber äußerst feine Destille im Web:
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Website

Preisaktion zum World Gin Day 15.06.2013

World_Gin_Day_2013

Ginobility feiert den World Gin Day...2 Wochen lang!

Anlässlich des World Gin Day am 15. Juni 2013 lassen wir es uns natürlich nicht nehmen unseren Kunden und Fans etwas Gutes zu tun!

Wir haben 22 ausgesuchte Gins im Preis reduziert und bieten diese vom 15. bis zum 30. Juni zum World Gin Day-Preis  exklusiv an*.

Bei der Auswahl der Gins haben wir darauf geachtet einen Querschnitt durch unser umfangreiches Sortiment darzustellen. Zwar haben wir auch einige nahmhafte Marken wie No.3 London Dry Gin, Aviation Gin und Citadelle Gin in unserem Aktionssortiment, unser Fokus liegt aber vor allem darin unseren Kunden auch unbekanntere Produkte und echte Spezialitäten wie zum Beispiel Josephine Gin, Edinburg Gin, Lark's Godfather Gin oder Gin Xoriguer Mahon näher zu bringen.

Eine Übersicht aller Aktionsprodukte findet man auf unserer Facebookseite.

Wir wünschen allen Ginfans einen tollen World Gin Day!

* Die Angebote gelten nur so lange der Vorrat reicht und innerhalb des genannten Aktionszeitraums.

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