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Der GINOBILITY Gin-Blog

Blue Gin Vintage Jahrgangsgin

11986_Blue-Gin-Vintage-2006Der Premium-Gin aus Österreich - wobei der Jahrgang das Jahr der Destillation bezeichnet. Hans Reisetbauer gehört zur Elite österreichischer Schnapsbrenner. Seit Jahren weltweit mit Edelbränden höchst erfolgreich, fügt er nun noch eine Spezialität hinzu. Blue Gin - mit Jahrgang - frisches, elegantes Wacholderaroma, finessenreich, mit zitronig-duftig würzigen Facetten: glasklar und erfrischend, gleichzeitig elegant und lebendig.

Blue Gin wird nur einmal im Jahr, zwischen Februar und Mai destilliert und nennt sich daher mit Recht Vintage. Die Auflage ist limitiert: Ist ein Jahrgang vergriffen, hilft nur mehr Warten auf das nächste Jahr. Versehen mit frischen Wacholderbeeren, Zitronenzesten und diversen Kräutern wurde ein Gin-Flavour kreiert, der duftig und leicht, aber gleichzeitig finessenreich ist. Die hochwertigen Botanicals stammen aus nicht weniger als zehn Ländern: Ägypten, China, Spanien, Indonesien, Mazedonien, Niederlande, Rumänien, Türkei, USA und Vietnam. Sie werden für einige Zeit in bestem Getreidealkohol angesetzt, bevor schonend destilliert wird.

Blue Gin im Ginobility-Ginshop kaufen

Blue Gin 2006 im Ginobility-Ginshop kaufen

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Bokma De Vijf Jaren - Genever

21979_Bokma-De-Vijf-JarenDieser 5 Jahre alte Genever ist ausgesprochen komplex und steht einem Brandy oder Cognac in nichts nach. Destilliert aus reinem Getreidealkohol ist dieser fassgelagerte Genever sanft und er besitzt einen delikaten Geschmack. Hergestellt nach einem streng gehütetem Rezept unter der Verwendung von ausgesuchten Kräutern, Wacholderbeeren und einem Mix verschiedener Getreidearten wie Roggen, Mais, Weizen und Gerste.

 

Herkunft: Niederlande
Hersteller: Bokma
Alkoholgehalt: 38%

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Der "Neue" aus München! feel! Munich Dry Gin - Das Ginobility Interview mit Korbinian Achternbusch.

Deutschland legt kontinierlich nach und baut seinen Ruf als neues Gin-Land weiter aus.

Es ist schon ein paar Monate her, dass Korbinian Achternbusch seinen eigenen Gin mit dem vielsagenden Namen feel! der Öffentlichkeit vorstellte. feel! Munich Dry Gin ist, für diejenigen die noch nichts von ihm gehört haben sollten, einer der "neuen jungen und wilden" Gins, die zwar die Tradition des Gins im Hinterkopf haben, aber das Augenmerkt nicht ausschließlich auf Wacholder lenken.
Damit reiht er sich nicht nur in die illustre Runde der beliebten deutschen Gins wie Monkey 47, Gansloser Black Gin, Adler Berlin Dry Gin oder den ebenfalls aus München kommenden The Duke Munich Dry Gin ein. Die Messlatte liegt hoch und der Wettbewerb ist nicht von der Hand zu weisen.

Feel_moodfeel! ist mit Sicherheit alles andere als klassisch. Durch seine Milde und dem sehr frischen Charakter schließt er aber tatsächlich eine Nische im Markt der deutschen Gins.

Wir wollten es genauer wissen was Korbinian angetrieben, inspiriert und motiviert hat, seinen eigenen Gin zu kreieren und was genau hinter feel! Munich Dry Gin steckt.

Ginobility: Woher kommt die besondere Begeisterung für Gin und wie kamst Du auf die Idee Deinen eigenen Gin zu kreieren?

Korbinian Achternbusch: Die Idee meinen eigenen Gin herstellen zu können, kam mir vor knapp 2 Jahren als ich vom Oktoberfest heimgefahren bin. Ich war auf der Suche nach einem fruchtigen Gin, den ich pur trinken konnte. Als ich nicht fündig wurde, war komischer Weise der erste Gedanke, dass ich doch selbst Gin herstellen könnte. Was ursprünglich im wahrsten Sinne des Wortes eine ,,Bieridee´´ war, nahm dann nach dem Besuch von diversen Messen Form an. Ich entschloss mich das Ganze in die Tat umzusetzen.

 

Der Macher von feel! Munich Dry Gin, Korbinian Achternbusch Der Macher von feel! Munich Dry Gin, Korbinian Achternbusch

Ginobility: Wie man liest, bist Du ursprünglich weder vom (Destillations-) Fach, noch hast Du entsprechendes Know how in Deinem unmittelbaren Umfeld verfügbar gehabt.
Wie lange dauerte es, sich ausreichend viel fundiertes Know how anzueignen um z.B. zu entscheiden, dass es eine maßgeschneiderte 150l-Destille der Firma Müller sein muss?

Korbinian Achternbusch: Ich habe viele Messen besucht und mir alle Hersteller angeschaut. Nach einem längeren Gespräch mit Herrn Müller stand es für mich fest, dass es eine 150l Destillationsanlage vom Müller sein musste. Meine Maschine hat jede technische Neuerung und Raffinesse, die es bedarf, damit ich unkompliziert und wirtschaftlich arbeiten kann.

Die Ausstattung meiner Destillationsanlage reicht von einer IP-Steuerung für das Iphone, mit der ich den Kessel anheize, bis zur Veredelung mit einer Marmorplatte auf dem Kühlwasserbehälter. Es war mir sehr wichtig gerade bei Destilleriebesichtigungen einen sehr schönen Kessel präsentieren zu können.

Zudem steht bei mir der Arbeitskomfort im Mittelpunkt, da ich nach wie vor alle Produktionsprozesse selber von Hand nacheinander weg arbeite.

 

Ginobility: feel! Munich Dry Gin hebt sich durch seinen fruchtig-frischen und komplexen Charakter klar vom klassischen Gin ab – reiht sich dafür aber in die illustre und äußerst dynamische Familie der sogenannten „New Western Dry Gins“ ein. Woher kam die Entscheidung genau diesen Weg zu gehen?

Korbinian Achternbusch: Ich denke die Kategorie des New Western Dry Gin spiegelt am besten den derzeitigen Spirituosentrend wieder. Ich bin selber ein großer Liebhaber fruchtiger Obstbrände, daher lag es für mich sehr nahe einen ,,fruchtigen Wacholdergeist´´ in Form eines New Western Dry Gin zu produzieren. Entgegen anderen Masseprodukten wollte ich, dass man den Feel! auch pur genießen kann. Von einem fruchtigen Aperitif, über einen fruchtigen Gin Tonic bis zum Verdauungsschnaps ;) ist geschmacklich keine Grenze gesetzt.

 

Ginobility: Bio spielt für Dich und feel! Munich Dry Gin eine zentrale Rolle. Dass schöne an Bio ist ja auch - neben den natürlicheren und volleren Aromen und dem Aspekt der Nachhaltigkeit – das eine Ernte an z.B. Heidelbeeren nicht wie eine Andere schmeckt. Unterliegt feel! Munich Dry Gin dadurch entsprechenden geschmacklichen Schwankungen, wie z.B. Blackwood’s Vintage Dry Gin, die genau das bewusst in Kauf nehmen?


Korbinian Achternbusch: Auch der Feel! Gin unterliegt kleinen Schwankungen im Geschmack, die aber auch bei einer direkten  Verkostung von mehreren Flaschen nur schwer auszumachen sind.

 

Ginobility: Verwendest Du für feel! Munich Dry Gin frische oder getrocknete Botanicals? Worin liegt der genaue Vorteil deiner Wahl?

Korbinian Achternbusch: Bei der Mazeration werden frische Limettenschalen und luftgetrockneten Beeren verwendet. Um eine ausgezeichnete Qualität zu gewährleisten, sind die Beeren luftgetrocknet, damit der perfekte Reifepunkt garantiert ist.   

 

Ginobility: Gibt es spezielle Besonderheiten bei der Herstellung bzw. beim Destillationsprozess die feel! von anderen Gins unterscheidet und zu dem macht was er ist?

Korbinian Achternbusch: Ja, aber dies unterliegt unserem Betriebsgeheimnis! ;)

 

Ginobility: Das Packaging- und Flaschendesign ist vergleichsweise simpel gehalten, ganz im Kontrast zum Inhalt. War das eine ganz bewusste Entscheidung und wenn ja was steckt dahinter?

Feel_bottle feel! Munich Dry Gin

Korbinian Achternbusch: Ich habe mich bewusst für ein schlichtes Design entschieden, da ich mit dem Inhalt überzeugen möchte und das Design diesen ausschließlich unterstreichen soll.

 

Ginobility: Die kleine Riege deutscher Gins hat mit allem recht einen ausgezeichneten Ruf und eine besondere Stellung auf internationaler Ebene erlangt. Kennt man sich untereinander bzw. findet ein fachlicher Austausch statt?

Korbinian Achternbusch: Im Augenblick kenne ich keinen der Ginhersteller, weil ich erst seit 4 Monaten auf dem Markt bin, aber ich profitiere sehr von der Qualität aller Gin in Deutschland, die der Branche einen sehr guten Ruf verschafft haben.

 

Ginobility: Als abschließende Frage: Wo siehst Du den Gin Markt in Deutschland in 4 Jahren? Hat Deutschland Deiner Meinung nach ein ähnliches Potenzial wie z.B. Spanien wo Gin buchstäblich in aller Munde ist?

Korbinian Achternbusch: Ich denke das Potenzial in Deutschland wird schon in 1-2 Jahren den Standard von Spanien erreicht haben, weil wir Deutschen extrem qualitätsbewusste Spirituosenliebhaber sind.  Wichtig ist bekanntlich was man trinkt, und nicht wieviel! ;)

 

Ginobility: Wir bedanken uns für Deine Zeit und wünschen Dir auch weiterhin viel Erfolg mit feel! Munich Dry Gin.

Interview mit Jamie Baxter, Master Distiller der City of London Distillery

Londons erste Destille seit vielen vielen Jahren
Das England und speziell die Hauptstadt London nicht nur gute Zeiten in Bezug auf Gin gesehen hat sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Wenn nicht empfehlen wir unser Gin e-Book!
Nachdem zwischenzeitlich keine Gin-Distillen mehr in London selbst übrig waren, hat ein Gespann aus zwei äußerst erfahrenen Gin Kennern das nun geändert. London hat seit November 2012 wieder eine Gin Destille innerhalb ihrer Stadtgrenzen! Aber nicht nur das, sie trägt auch den Namen ihrer Heimatstadt. Die Sprache ist von der "City of London Distillery".

City of London Distillery - Jamie Baxter City of London Distillery - Jamie Baxter

Gin erlebbar machen, und das mit Spass!
Das Konzept von Jonathan Clark und dem Master Distiller Jamie Baxter ist so einzigartig wie genial: Man nehme eine Bar, eine Destille und open doors sowie Workshops, packe eine Ladung Menschlichkeit und Spass, sowie jede Menge Sachverstand dazu und mische es kräftig. Heraus kommt die "City of London Distillery".
In der Bride Lane 22 - 24 kann man vor allem eines haben: Viel Spass!
Denn dies betont Jamie Baxter immer wieder, ist die Essenz aus dem dieses Konzept besteht. Spass an Geselligkeit, Spass am Mixen, Spass am Brennen, Spass an der Konversation, Spass am Gin.

26635_207456409387668_139612963_n City of London Distillery - Bar

Auch wenn wir bisher noch nicht das Vergnügen hatten die "City of London Distillery" persönlich zu besuchen, so hatten wir doch die Gelegenheit Jamie Baxter einige Frage rund um das Projekt, den Gin und das was C.o.L.D. ausmacht stellen zu dürfen.
... und ein Besuch in London steht auf jeden Fall schon auf unserer To do Liste!!

Have fun reading...!

Ginobility: Wenn man sich Eure Webseite, speziell den Bereich “Experience” anschaut, hat man den Eindruck das es Eure Mission ist den Menschen die ganze Welt des Gin näher zu bringen. Wann hast Du Deine Leidenschaft für Gin entdeckt und wie sahen Deine ersten Schritte auf Deinem Weg zum Destillations Meister aus?

Jamie Baxter: Meine ersten Berührungspunkte mit der Gin Brennerei hatte ich als ich bei der Chase Distillery arbeitete. Dort traf ich Jonathan Clark (Anm.d.Red. Besitzer der City of London Distillery) im April 2012 und das Ergebnis dieser Bekanntschaft war die City of London Distillery. Seit Weihnachten 2012 haben wir destilliert. Gleichzeitig haben wir eine komplett funktionstüchtige Destillationsanlage, eine Cocktailbar und eine echte Besucherattraktion – alles in einer Location die in dieser Form einzigartig im Vereinigten Königreich ist. Dabei versuchen wir nicht eine große globale Marke zu werden. Vielmehr konzentrieren wir uns darauf Regionalität zu leben.  Es ist gar nicht so lange her, dass ein Metzger nur seine unmittelbare Nachbarschaft, eine Brauerei nur eine Hand voll lokale Kneipen und eine Destille ein etwas größeres Einzugsgebiet mit ihren Waren versorgte.

Dadurch, dass wir  im Herzen von London sitzen und die einzige Destillerie in der Stadt sind zielen wir darauf ab eine Hauptrolle in der hiesigen Gin Community zu spielen.

 

Ginobility: Apropos Leidenschaft. Wie lange hat es gedauert, den City of London Dry Gin zu entwickeln und was macht diesen Gin so speziell im Vergleich zu anderen seiner Art?

Jamie Baxter: Jonathan und ich mögen beiden die gleichen Arten Gin, einen traditionellen London Dry mit Wacholder und Zitrusnoten als tongebende Aromen, aber fein abgestimmt und mit in paar kleinen und feinen Twists.
Es war also klar, dass unser Gin rein, frisch, würzig und zudem sehr mild sein würde. Wir wussten was wir wollten und waren und von Anfang an darüber einig – also dauerte es nicht sonderlich lange das Rezept rund zu machen.

Wie auch immer, das Rezept ist nu rein Teil der Geschichte. Die Anlage,  die Methodik, die Praxis, all das muss auch passen. Genau das muss sorgfältig geprüft bzw. geplant und letztendlich entschieden werden bevor man eine Destille baut, denn es ist äußerst kostspielig in Nachhinein Änderungen vorzunehmen wenn erst mal alles steht.

Über alle dem steht aber einzig, dass man etwas macht das man liebt und man kann nur hoffen, dass es die für die man es macht auch lieben. Glücklicher Weise ist das bei City of London Dry Gin der Fall.

 

Ginobility: Wie man auf Eurem Still lesen kann, verwendet Ihr eine speziell für Euch designte Anlage des deutschen Herstellers CARL aus dem Schwarzwald (gar nicht so weit weg von den Black Forrest Distillers bekannt für ihren Monkey 47). Warum fiel Eure Wahl gerade auf eine deutsche Anlage?

Jamie Baxter: Als ich die Chase Distillery verließ, habe ich als Berater für verschiedene kleinere Brennereien in UK und darüber hinaus gearbeitet. Dabei habe ich natürlich auch mit vielen verschiedenen Herstellern für Destillationanlagen zusammengearbeitet.
Besonders hier bei der City of London Distillery wussten wir von Anfang an, dass wir nicht nur eine erstklassige Anlage in Bezug auf die Funktion brauchten, sondern auch eine die wunderbar anzuschauen ist, denn immerhin ist sie immer im Blickfeld der Kunden. Ich glaube das Resultat spricht für sich.

 

Ginobility: Es gibt ja bekannter Maßen verschieden Arten Gin herzustellen (Mazeration, Digestion, etc.). Verwendet Ihr für die Herstellung von City of London Dry Gin spezielle Herstellungsarten?

Jamie Baxter: Wie gesagt sollte unser erster Gin, der City of London Dry Gin, ein reiner, frischer und würziger Gin werden. Um dies zu erreichen haben wir eine moderne Form des berühmten Carterhead stills verwendet. Die diesem Still zu Grunde liegende Methode wird auch als Dampfinfusion bezeichnet.

Die Anlage wurde von Anfang an so geplant und gebaut das wir extrem flexibel sind und so nicht auf eine Destillationsmethode beschränkt sind. Hierdurch ergibt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten in Bezug auf neue Rezepturen und Variationen. Letzten Endes zählt nur, welche Methode für welches Rezept am besten funktioniert um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

 

Ginobility: Die Basis für guten Gin ist der Neutralakohol. Ihr verwendet für den City of London Dry Gin den gleichen wie für Euren Vodka. Aus welchen Rohstoffen wird Euer Neutralalkohol gebrannt?

Jamie Baxter: Wir verwenden Weizen als Grundlage für unseren Neutralalkohol. Was uns von anderen Gins abhebt ist, dass wie diese Neutralalkohol erneut destillieren bevor wir ihn zu Gin machen. Der Kontakt mit dem Kupfer der Anlage und die damit einhergehende Rezifikation (Anm. d. Red.: Rezifikation , auch Gegenstromdestillation genannt, verstärkt das Destillat) erzeugt eine äußerst weiche Grundlage, die ein voluminöses und reichhaltiges Mundgefühl erzeugt, welches die Zeit, den Aufwand und das Geld die dieser Prozess in Anspruch nimmt absolut wert ist.
Unserer Meinung nach gibt es keinen Zweifel, dass dieser Mehraufwand unser Produkt von anderen deutlich differenziert.

 

City of London Dry Gin City of London Dry Gin

Ginobility: Du verwendest frische Zitrone, Orange und Pink Grapefruit für City of London Dry Gin. Macht die Verwendung von frischen Botanicals einen entscheidenen Unterschied zu getrockneten? Und harmonieren diese besser mit den anderen Botanicals die Du für Euren Gin verwendest?

Jamie Baxter: Die frischen Zitrus Botanicals steuern ihren Teil zu dem würzig frischen Geschmacksprofil bei, dass wir von Anfang an wollten. Jede Komponente des Rezeptes spielt seine ganz eigene Rolle, denn am Ende ist immer das Ganze ausschlaggebend und nicht die Summe der Einzelteile aus dem es besteht.

 

Ginobility: Wie würdest Du den Geschmack von City of London Dry Gin beschreiben, da die meisten unserer Leser wahrscheinlich nicht die Chance hatten ihn zu testen oder gar in Deutschland zu bekommen?

Jamie Baxter: Das Aroma ist weich und Wacholder dominiert, wartet aber mit einem guten Schuss würzigem Zitrus auf.
City of London Dry Gin ist noch nicht in Europa erhältlich. Man darf nicht vergessen, dass wir ein sehr neues Unternehmen sind. Natürlich hoffen wir, dass unser Gin aber seinen Weg auf den Kontinent finden wird. Meine Mutter ist aus Wien und ich fände es super wenn meine österreichischen Verwandten unser Produkt in Geschäften und Bars in ihrer Nähe finden würden, und natürlich auch in Deutschland!

Ginobility: Das Konzept eine Destille mit einer Bar zu kombinieren ist eine ziemlich einzigartige Idee.  Nutzt Ihr das Feedback das Ihr von Euren Bar Gästen bekommt auch um Eure Produkte zu verbessern bzw. zu variieren?

Jamie Baxter: In unserer Bar finden sich derzeit 170 verschiedene Marken Gin und 10 verschiedene Tonic Water. Natürlich ist gerade bei einer Spirituose leicht hoch anspruchsvoll zu sein, aber am Ende sollte vor allem der Spaß im Vordergrund stehen!

Unser Bar Team verfügt durchgängig über ein sehr umfangreiches Know how und jeder einzelne mixt herrlich elegante Drinks. Gleichzeitig aber haben sie auch ein echtes Talent jedem unserer Gäste eine wirklich tolle Zeit zu bereiten.

Die Bar und die Brennerei zu kombinieren gibt uns die Chance äußerst nah an vielen unserer Kunden zu sein. Alle unsere Gäste und Stammgäste kommen zu uns um Spaß zu haben und ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. Ich bin immer am glücklichsten wenn mir jemand sagt: „Hey, heute habe ich echt etwas Neues gelernt!“ – und dabei ist es egal ob es dabei um die Herstellung unseres Produkts, einen neuen Cocktail den sie probiert oder gar einen neuen Gin den sie entdeckt haben geht.
Genau diese Leute sind es die unsere (ganz inoffizielle) Zielgruppe bilden.

Natürlich haben wir auch viele Gäste die aus der (Destillations) Industrie kommen, und jeden Tag jemand an oder kommt vorbei der irgendwo auf der Welt eine Destille aufmachen möchte. Auch wenn ich diese Formulierung nicht gerne verwende, aber sie beschreibt unsere derzeitige Position am besten: Wir sind gerade ziemlich nah am Zentrum der Bewegung rund um das Gin-Destillations-Handwerk.

 

Ginobility: Wenn es eine „Special Edition“ von City of London Dry Gin, wie würde diese schmecken bzw. wie wäre diese generell?

Jamie Baxter: Wir arbeiten gerade an unserem zweiten Gin, der einen höheren Alkoholgehalt haben wird als City of London Dry Gin. Dabei zielen wir stärker auf die Verwendung in Martinis ab. Das Geschmacksprofil? Geduld!

 

Ginobility: Gin & Tonic ist der beliebteste Gin-basierte Drink weltweit (zusammen mit vielleicht noch dem Dry Martini). Was ist Euer Rezept für einen City of London Dry Gin & Tonic. bzw. welches Tonic passt am besten zu ihm?

Jamie Baxter: Hier bei uns in der City of London Distillery Bar servieren wir Ihn mit Fevertree Tonic Water und einem Schnitz Grapefruit. Die Garnierung akzentuiert die frischen Zitrus Botanicals und das Tonic erlaubt es den Aromen das Gins sich wunderbar zu enfalten.

 

Bar @ City of London Distillery Bar @ City of London Distillery

Ginobility: Ihr bietet auch Touren und Workshops in Eurer Destille an. Was würdest du den Gästen sagen, welche Begabungen und Fähigkeiten es braucht Master Distiller zu werden?

Jamie Baxter: Tagsüber ist jeder eingeladen sich von uns die Brennerei zeigen zu lassen, ganz ungezwungen. Immer anfangs der Woche bieten wir abends die Gin Experience Masterclass an. Jeder ist eingeladen Fragen zu stellen, ob neugieriger Laie oder Gin-Experte.
Jeder dieser Abende ist verschieden da sie durch die Gäste und ihre Fragen bestimmt werden. Ich würde nicht von mir behaupten dass ich jemanden zum Master Distiller auszubilden, aber ich hoffe das ich den interessierten Menschen den Enthusiasmus und die Begeisterung vermitteln kann die es braucht um alles über diese tolle Produkt und die dahinter stehenden Prozesse lernen zu wollen.

 

Ginobility: Eine letzte Frage: Gin erlebt gerade einen echten Boom. Nicht nur in London sondern überall in Europa, angeführt von Spanien. Wie glaubst Du, sieht der Gin Markt in fünf Jahren aus?

Jamie Baxter: Für eine Small Batch Destille wie wir es sind ist es im Grunde Zeitverschwendung sich über so etwas Gedanken zu machen. Wir können nicht mit den „Großen“ und ihren Regeln spielen. Sie sind es die den Markt diktieren und somit auch seine Zukunft steuern. Jede kleine Destille muss ihr eigenes Ding machen und ihre eigene Nische, ihren eigenen Weg finden.
Wir persönlich machen etwas Einzigartiges mit unserer „Destille – Bar – Besucherattraktion“ Kombination. Der Rest macht was sie für richtig halten.

In fünf Jahren haben wir immer noch vor hervorragenden Gin zu brennen und daran teilzuhaben das Menschen eine gute Zeit haben.

 

Vielen Dank für dieses Interview und Deine Zeit!

 

(Alle Bilder stammen von der Webseite http://cityoflondondistillery.com
oder der Facebook Fan Page https://www.facebook.com/cityoflondondistillery)

Neues aus dem Land der Eidgenossen – Clouds Gin

In Zürich will man hoch hinaus.

Clouds Gin aus der Clouds Bar in Zürich Clouds Gin aus der Clouds Bar in Zürich

Nachdem im zweiten Halbjahr 2012 die Schweiz sein erstes „offizielles“ Tonic Water in Form des Gents Swiss Roots Tonic bekam macht Zürich nun auch mit einem Gin auf sich aufmerksam.

Am 12. April wurde Clouds Gin in feierlichem Rahmen der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Ort des Geschehens war die namensgebende Clouds Bar, die ihren Namen mit gutem Recht trägt, denn sie befindet sich im Prime Tower auf 120 Meter Höhe über den Dächern Zürichs.

Die highend Bar bedient höchste Ansprüche, auf allen Ebenen. Sei es das Ambiente, die Aussicht oder - und darauf kommt es doch eigentlich an - das Angebot das der Bar Chef in petto hat. Das Angenehme daran ist, dass sich hier nicht nur die Reichen und Schönen, sondern ein bunt gemischtes Publikum einen guten Drink genehmigen.


Clouds Gin, Kopf in den Wolken, die Füße fest auf dem Boden.

Clouds Gin ist wie die Location für die Bar Manager Andreas Kloke diesen Gin zusammen mit Lorenz Humbel kreierte: Leicht und dennoch bodenständig.

Aber eines nach dem anderen.

Lorenz Humbel ist Inhaber der Schweizer Humbel Brennerei in Stetten im Kanton Aargau. Die auf Kirsch- und Obstbrände spezialisierte Destille hat zwar keine fundierten Erfahrungen in Gin, dafür aber erstklassige lokale Bezugsquellen für eine Vielzahl an Botanicals.

All dies war für Andreas Kloke ausschlaggebend für seine Entscheidung dort den Gin für seine Bar entwickeln und brennen zu lassen, denn er wollte einen Schweizer Gin der ausschließlich auf in der Schweiz wachsenden Botanicals basiert.

Clouds Gin ist ein typischer New Western Gin, denn der Wacholder steht deutlich im Aroma hinten an. Dafür tritt der Thymian deutlich hervor und Zitronen- und Orangenschalen geben Frische und Leichtigkeit dazu. Bei 42% Vol. ist er dabei angenehm mild und rund.

Ab sofort ist Clouds Gin bei GINOBILITY im Shop erhältlich.

Palatinus Dry Gin: Tasting & Geschmack

Ein deutscher Gin, und sogar ein echter P’älzer – klar, dass wir den probieren mussten. Destilliert wird der Wacholderbrand von der Nordpfälzer Edelobst und Whiskydestille. Wie der Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt der Destille eigentlich auf Edelobstschnäpsen und Whisky. Verarbeitet, vergärt und destilliert werden handverlesene Früchte und Botanicals aus der Region. Weiterlesen

Beefeater Burroughs Reserve – das Luxus Gin-Flaggschiff

Die Sache mit dem Premium Segment

Das Gin im Trend liegt ist schon länger keine Neuigkeit mehr. Fast täglich finden neue Marken und Rezepturen ihren Weg in die Gläser der Kenner und Genießer, aber auch in die der ganz normalen Longdrink Fans. Gin & Tonic ist hier sicherlich der Wegbereiter für diesen Trend und Marken wie Monkey 47, Hendrick’s, Tanqueray und nicht zuletzt Beefeater haben hier einen maßgeblichen Beitrag für die Popularität des Gins geleistet.

Was aber naturgemäß mit dem Trend kommt ist auch der Vorstoß in die hohen Preisregionen, denn Geld verdienen lässt sich mit Spirituosen auf jeden Fall. Whiskey und Cognac sind per se Stellvertreter für das Hochpreissegment der Spirituosen. Vodka tritt seit einigen Jahren in diese großen Fußstapfen – folgt nun auch der Gin?

Ja tut er. Dass eine Flasche Gin gerne auch mal deutlich über 30 Euro kosten darf ist keine Seltenheit mehr - und nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Ein Extrem ist sicherlich der Adler Dry Gin KPM Edition mit einem Verkaufspreis von rund 500 Euro. Ob dieser Preis durch herausragende und äußerst aufwendige Destillationskunst und das Bauhausdesign der Flasche gerechtfertigt ist soll an dieser Stelle nicht bewertet oder diskutiert werden, er zeigt aber, dass es auch für einen Gin mit diesem Preis einen Markt zu geben scheint.

Natürlich ist dies ein extremes Beispiel, aber Gins um die 50 Euro sind keine Seltenheit: Berkeley Square London Dry Gin, Leopold's American Small Batch Gin, No. 209 Gin, Oxley Dry Gin, The Botanicals Gin um nur einige zu nennen...!

Der Laie fragt sich spontan was genau solche Gins so besonders macht. Natürlich sind es extrem hochwertige Rohstoffe, aufwändigste Herstellungsprozesse denen meist Handarbeit zu Grunde liegt und natürlich kleinste Auflagen (Small Batches). Dazu kommt in der Regel ein herausragendes Flaschen und Etikettendesign, denn das Auge trink (kauft) bekannter Maßen mit.

Sicher, die kleinen und feinen Unterschiede erschließen sich bei den meisten Premiumgins nur Kennern die wissen worauf sie achten müssen, aber die Unterschiede sind, wenn man sie erkennt, deutlich erkennbar. Diese Lanze muss man an dieser Stelle für guten Gin brechen!

Was aber auffällt ist, das derzeit fast nur noch hoch bis sehr hochpreisige Gins auf den Markt drängen. Die Kollegen von Eye for Spirit sprechen schon seit einiger Zeit von einer „Gin-Blase“. Ist Gin jetzt schon auf dem Weg eines inflationären Prozesses?! Und welchen Anteil an solch einem Prozess haben z.B. Premium Gins?

Wie auch immer man diese Frage für sich beantworten möchte fest steht, dass nun auch eine der bedeutendsten Gin Marken an diesem Trend partizipieren wollen.

Wir stellen vor:
Das neue (Luxus) Gin-Flaggschiff aus dem ehrwürdigen Hause Beefeater:

Beefeater Burroughs Reserve

Dieser Premium Gin mit 43% Vol. wird ab Juni 2013 für stolze 70 Euro pro Flasche zunächst im europäischen Gin-Boomland Nummer 1 Spanien in den Markt eingeführt. England und weitere Länder sollen folgen.

Nicht nur der Preis und das Flaschen- und Packungsdesign wirken prunkvoll, auch die Dachmarke unter der dieser Gin von Beefeater lanciert wird macht vor allem dem Vorbild Cognac offenkundig alle Ehe: Pernod Ricard.

Was ist es aber, dass dburroghsiesen Luxus Gin so besonders machen soll?

Basierend auf einem Rezept von Beefeater Gründer James Burrough aus den 1860er Jahren hat Master Distiller Desmond Payne einen Gin kreiert der nach seiner eigenen Aussage „eine Homage an die Tradition und Destillationskunst des Hauses Beefeater verkörpern soll“.

Das Ergebnis ist ein blass goldener Gin, mit einem zarten Eichencharakter. Nach Aussage von Beefeater (respektive ) besitzt er ein langes und komplexes Finish mit subtilen Zitrusnoten, Wacholder und eine feine Würze.
Die Färbung des Beefeater Burrough Reserve Gin rührt von der Lagerung in speziell ausgewählten Eichenfässern, was man ja von der Whiskey Reifung kennt.
Die in diesem Fall verwendeten Eichenfässer wurden zuvor für die Reifung eines beliebten französischen Jahrgangs-Aperitiv namens „Jean de Lillet“ verwendet. Das die für diesen Aperitiv charakteristischen Aromen auf den Gin übergehen muss nicht extra betont werden und ist das erklärte Ziel dieses Vorgangs.

Eichenfasslagerung bei Gin

Eichenfasslagerung ist im Gin Markt eigentlich keine Neuigkeit mehr, trat doch bereits Citadelle Reserve Gin 2011 der 6 Monate in Barrique Fässern reifte, aus der Masse hervor. Oder auch der UrVater des Gin, der Genever: Z.B. Bols Zeet Oude Jenever Stehen und Henkes Jonge Jenever die traditionell in Eichenfässern gelagert werden und damit deren Eichenaromen aufnehmen.

Man kann es vielleicht mit „bemerkenswert“ kommentieren dass sich nun auch eine wirklich große Marke an diese Art der Verfeinerung wagt und damit einen ebenso feinen Preis für sein Produkt rechtfertig.

Welche Botanicals maßgeblich für den Burrough Reserve Gin verwendet werden ist übrigens nicht in der Pressemeldung bekannt gegeben worden.

Wir sind gespannt auf eine erste Verkostung und werden Euch auf dem Laufenden halten wenn es so weit ist.

Wenneker Zeer Oude Korenwijn

21997_Wenneker-Zeer-Oude-KorenwijnWenneker Zeer Oude Korenwijn wird nach alter Tradition produziert und aus ausgewählten Getreidesorten wie Weizen Mais und Roggen mit der Zugabe von Malz destilliert. Ein charaktervoller und ausgewogener Korenwijn, der durch einen sehr feinen und weichen Geschmack, milde Süße und einem leichten, feinen Roggenton überzeugt, den er auch der langen Lagerung in Eichenfässen verdankt.

 

Herkunft: Niederlande
Hersteller: Wenneker
Alkoholgehalt: 38%

Genever im Shop finden

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