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Schweizer Bio Gin von Lorenz Humbel

Wir sind sehr stolz, dass wir Euch in unserem Shop den Clouds Gin anbieten können. Im Februar haben wir in einem Interview bereits  Barchef Thomas Kloke vorgestellt, der maßgeblich an der Entwicklung dieses Gins beteiligt war. Der zweite „Vater“ des Clouds Gin ist Lorenz Humbel, in dessen Brennerei das Bio-Produkt hergestellt wird. Auch er stand uns für ein kleines Interview zur Verfügung:

Lorenz Humbel vor seinem "Zauberkasten" Lorenz Humbel vor seinem "Zauberkasten"

Ginobility:  Sie brennen nun bereits in dritter Generation hochwertige Spirituosen. Stand es für Sie je zur Debatte, einen anderen Beruf zu ergreifen und nicht in die Familientradition einzusteigen?

Lorenz Humbel: Mich hat die Schnapsbrennerei schon gereizt, aber ich hätte auch etwas anderes machen können. Mit 22 Jahren – als ich gerade für länger in Italien weilte – wollten meine Eltern wissen, ob einer von den Kindern die Brennerei übernehmen möchte. Da meine beiden älteren Geschwister das Angebot ablehnten, habe ich zugesagt, weil ich nicht wollte, dass die Brennerei verkauft wird. Ich habe mir noch 3 „Wanderjahre“ ausbedungen und dann mit 25 Jahren die Brennerei und die Geschäftsführung übernommen.

 

Ginobility:  Seit wann haben Sie Gin in Ihrem Repertoire und wie kam es zu dem Entschluss, Ihre Produktpalette um Gin zu erweitern?

Lorenz Humbel: Wir haben 1995 mit Brennen von Bio Kirschen begonnen. Laufend haben wir unser Sortiment mit Bio Spirituosen erweitert. Ein paar Jahre später auch mit einem Bio Gin.

 

Ginobility:  Sie stellen den White Socks und den Clouds Gin her. Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden (geschmacklich, in der Zusammenstellung der Zutaten oder bei der Herstellung)?

Der White Socks Bio Gin der Brennerei Humbel Der White Socks Bio Gin der Brennerei Humbel

Lorenz Humbel: Der „White Socks“ ist aus dem Bio Gin entstanden, die Rezeptur wurde aber belassen. Wir hatten diverse Gins und Tonics auf dem Markt eingekauft und machten mit unseren Probedestillate versuche. Relativ schnell wurde klar dass die Zitronenschale den Wacholder für den Gin Tonic am besten unterstützt. Der White Socks ist straight - einfach und klar – auch heute noch.

Der Glouds Gin ist eine Zusammenarbeit mit Andreas Kloke, Barmanager von der Clouds Bar in Zürich. Er ist mit seiner eigenen Rezept-Idee auf uns zugekommen. Der Clouds ist ein harmonisch und aromatisch sehr ausgewogener Gin, das trinkt sich locker auch pur!

 

Ginobility:  Als Sie den Clouds Gin zusammen mit Barchef Andreas Kloke für die Clouds Bar entwickelten, wie lief da diese Zusammenarbeit rein praktisch ab? Haben Sie gemeinsam geschnuppert und probiert oder lief es eher über eine „Fernbeziehung“?

Lorenz Humbel: Unsere Brennerei ist gut 25 km von der City von Zürich entfernt und deshalb war und ist es keine Fernbeziehung. Rezeptur und die geschmackliche Vorgabe kamen von Andreas Kloke. Wir haben das Brenner-Knowhow beigesteuert. Geschnuppert hatten wir ein paarmal zusammen in Stetten und Andreas Kloke hat mit den Mustern auch in seiner Bar experimentiert.

 

Ginobility:  Sind Sie mit bestimmten geschmacklichen Vorgaben oder Vorstellungen an die Entwicklung des Clouds herangegangen oder haben Sie sich gesagt: Schauen wir einfach einmal, was so beim Experimentieren herauskommt?

Der Clouds Gin aus der gleichnamigen Bar in Zürich Der Clouds Gin aus der gleichnamigen Bar in Zürich

Lorenz Humbel: Andreas Kloke ist mit einer klaren Vorstellung auf uns zugekommen: Neben Wacholderbeeren soll noch Koriander, Thymian, Salbei, Zitronen und Orangenschale mit in den Gin. 
Wir stellten an die Zusammenarbeit mit ihm nur eine Bedingung: Als leidenschaftliche Kirschbrenner sollte es im Clouds auch etwas Kirsch haben. Seit Jahren „predigen“ wir, dass selbst homöopathische Dosen Kirsch ein Dessert verfeinern. Und dies trifft ebenso auf den Clouds Gin mit seinen intensiven Kräuteraromen zu. Ehrlich: Die nicht ernst gemeinte Bedingung hat zu einem Resultat geführt, das auch uns verblüfft.

 

Ginobility:  Verraten Sie uns doch noch etwas über die Herstellung des Clouds Gin: Werden die Botanicals gemeinsam verarbeitet und woraus brennen Sie den Neutralalkohol als Grundlage?

Lorenz Humbel: Die Botanicals werden nicht alle zusammen als Gemisch in den Brennhafen gegeben, sondern wir stellen einzelne Destillate her, die erst nach der Degustation gemischt werden. Der Neutralalkohol ist ein Kornbrand. Alle Zutaten sind Bio.

 

Ginobility:  Stichwort Bio – Neben Fair Trade Produkten findet man bei Humbel ja sehr viele Bio-Produkte.  Was bedeutet Ihnen diese Zertifizierung, warum legen Sie soviel Wert darauf?

Lorenz Humbel: Ich bin selber schon lange ein überzeugter Bio Konsument und nach bald 20 Jahren Bio Schnapsbrenner Erfahrung  darf ich so viel verraten, dass generell nachhaltig und extensiv angebaute Rohstoffe meist besser im Geschmack sind. Gerade in der Destillation, wo wir eine schöne Farbe, optimale Größe, knackigen Biss und gute Lagerfähigkeit nicht ins Destillat hineinbringen, sind die inneren Werte der Rohstoffe entscheidend.

 

Ginobility:  Wie sehen Sie die Zukunft von Bio-Produkten? Ist der Verkauf nicht beispielsweise durch enge EU-Vorschriften stark behindert?

Lorenz Humbel: Der Markt für Bio-Produkte ist nach wie vor gut und bei den Destillaten sicher noch gut ausbaufähig. Was die Behinderung durch Vorschriften der Behörden anbelangt, kann man einen Brenner nicht beeindrucken, darin kennt er sich aus.

 

Ginobility:  Können wir uns denn vielleicht auf weitere/andere Gins aus dem Hause Humbel freuen?

Lorenz Humbel: Zusammen mit Andreas Kloke vom Clouds ist dies schon noch möglich.

Die beiden Macher des Clouds Gin - Andreas Kloke & Lorenz Humbel Die beiden Macher des Clouds Gin - Andreas Kloke & Lorenz Humbel

Ginobility:  Und was unsere Leser natürlich auch interessiert: Wie trinkt Lorenz Humbel seinen Clouds Gin denn am liebsten? Pur, mit Tonic, als Cocktail?

Lorenz Humbel: Ich trinke am liebsten alles pur, so auch die Gins. Nur in der Clouds Bar, wenn Andreas Kloke hinter dem Tresen steht, kann ich einem Gin Tonic nicht widerstehen!

 

Das können wir sehr gut verstehen und stoßen gerne im Geiste mit Ihnen an: Cheers, Herr Humbel und vielen Dank für das Interview!

Bild: Humbel Spezialitätenbrennerei

Ein Gedanke zu „Schweizer Bio Gin von Lorenz Humbel“

  • christina Alderete 9. Dezember 2014 um 00:17

    Durfte heute in meiner Lieblings Bar einen Clouds Gin probieren...........das Beste, was mir je untergekommen ist!!!

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