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The Duke Munich Dry Gin - einer der ersten deutschen Gins! Ein Interview.

The Duke Munich Dry Gin gehört zu den ersten deutschen Gins die es völlig zu recht zu internationalem Ansehen gebracht haben und somit dazu beitrugen Deutschland als ernstzunehmende Größe im internationalen "Gin-Zirkus" zu etablierten.

The Duke Munich Dry Gin - klassisch in der Form, unverwechselbar im Geschmack. The Duke Munich Dry Gin - klassisch in der Form, unverwechselbar im Geschmack.

Da The Duke zu den ersten Gins in unserem Shop gehörte, haben wir die münchner Gin Pioniere zum Interview gebeten um mehr über diesen besonderen Gin zu erfahren und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Unser Interviewpartner Maximilian Wagner stieß 2010 zu den beiden Gründern Maximilian Schauerte und Daniel Schönecker von The Duke hinzu und kümmert sich seitdem um den Vertreib und die Vermarktung.

The Duke Munich Dry Gin - Die Macher v.L.n.R. Maximilian Wagner (Vertrieb und Vermarktung, Maximilian Schauerte (Gründer), DanielSchönecker (Gründer), Marcelo Fernandes (Auszubildender Destillateur) The Duke Munich Dry Gin - Die Macher
v.L.n.R. Maximilian Wagner (Vertrieb und Vermarktung, Maximilian Schauerte
(Gründer), DanielSchönecker (Gründer), Marcelo Fernandes (Auszubildender Destillateur)

Ginobility: Was macht Eurer Meinung nach einen sehr guten Gin aus?!

Maximilian Wagner: Ein sehr guter Gin sollte meiner Meinung nach insbesondere dadurch glänzen, dass er einen eigenen Geschmack hat und nicht nur eine Kopie eines vielleicht schon etablierten und „funktionierenden“ Gin ist.
Die Auswahl höchstwertiger Zutaten und eine saubere Herstellung nehme ich mal als Grundvoraussetzung.

 

Ginobility: Wie lange habt Ihr gebraucht um das Rezept für The Duke in der jetzigen Form zu kreieren? Gab es Vorbilder bei der Rezepturentwicklung bzw. woher kam die Inspiration?

Maximilian Wagner: Die Grundidee des Duke Gin war einen „ursprünglichen“ Gin zu entwickeln, einen, der wieder auf den Ursprung des Ganzen zurückgeht – die Wacholderbeere. Zusätzlich war klar, dass er nicht eintönig sein durfte, so dass eine Komposition an Kräutern und Gewürzen (Drogen) gewählt wurde, die den Duke mit einer herrlich kräftigen Wacholdernote daherkommen lassen, ihm aber auch eine Frische und Vollmundigkeit verleihen. Das Ziel war auch ganz klar, dass der Gin sich nicht z.B. von Tonic „beerdigen“ lassen sollte, sondern durch-schmeckt und den Drinks seinen eigenen Charakter und Geschmack zugibt.

 

The Duke Munich Dry Gin und der Kupfer Still der deutschen Firma CARL  The Duke Munich Dry Gin und der Kupfer Still der deutschen Firma CARL

Ginobility: Gibt es Besonderheiten bei der Herstellung von The Duke bzw. mit welchen Destillationsverfahren arbeitet Ihr?

Maximilian Wagner: Besonders ist sicherlich die Auswahl der Drogen – alle aus biologischem Anbau, was weniger einer ideologischen Vorstellung geschuldet ist sondern sich schlicht auf die gewünschte, höchste Qualität bezieht. Biologisch angebaute Wacholderbeeren sind deutlich aromatischer als konventionell ausgebaute Ware – das setzt sich auch bei den anderen Kräutern und Gewürzen und dem Grundalkohol – aus 100% biologisch angebautem Getreide gebrannt – durch…
Wir destillieren zweifach in unserer eigenen kupfernen Destille; auch Abfüllung und Etikettierung wird von uns selbst im eigenen Haus erledigt, genauso wie auch Vertrieb und Vermarktung von uns erledigt werden.
In der Produktion haben wir somit die Möglichkeiten immer und überall laufend Qualitätskontrollen durchzuführen, und man muss sich nicht z.B. auf einen „Lohnbrenner/-abfüller“ verlassen – was der ganzen Sache eh wieder seinen Charme und Authentizität nehmen würde ☺

Die Bio-Botanicals des The Duke Munich Dry Gin Die Bio-Botanicals des The Duke Munich Dry Gin

Ginobility: Was ist das typisch münchnerische bzw. bayrische an The Duke?!

Maximilian Wagner: Ich glaube hier gibt es verschiedene Punkte:

  1. Wir haben Hopfen und Malz in unserem Gin; was bei der Rezeptentwicklung zunächst mal mit einem Lächeln und Augenzwinkern ausprobiert wurde, zeigte schnell, dass es Sinn macht: Gersten-Malz ist geschmacklich kaum wahrnehmbar, macht unseren Gin trotz 45% vol aber schön weich und vollmundig; Hopfenblühten verleihen dem Gin (wie auch beim Bier) eine gewisse Würzigkeit.
  2. Der Name ist ebenfalls sehr Münchnerisch/Bayrisch, da er sich direkt auf unseren Stadtgründer bezieht – Herzog Heinrich der Löwe → Herzog = The Duke
  3. Wir sind seit den 1970er Jahren die erste Destillerie, die tatsächlich ihre gesamte Produktion mitten in München (Schwabing/Maxvorstadt) angesiedelt hat.
  4. Trotzdem verstehen wir uns nicht nur als Münchner Gin sondern auch als ein Deutsches Produkt, das man inzwischen ebenso gerne in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt oder Stuttgart genießt – natürlich auch in den ländlicheren Regionen.

 

Ginobility: Wieso habt Ihr Euch für einen so aromatischen und gehaltvollen Gin entschieden?

Maximilian Wagner: Gin ist klassischer Weise keine Spirituose die man in großen Mengen pur trinkt (auch wenn ich es jedem nur empfehlen kann den Duke nach einem opulenten Mahl auch mal pur als Digestif zu genießen!), er findet die größte Verwendung in diversen Cocktails und Longdrinks – allen voran der Gin & Tonic. Wenn man jetzt einen Gin hat, der eher etwas „schwach auf der Brust“ ist, kann es gut sein, dass er sich vom Tonic „beerdigen“ lässt – das passiert mit dem Duke Gin nicht. Man wird immer erkennen, dass ein Duke-Gin & Tonic auch ein Duke-Gin&Tonic ist.
Ginobility: Wenn Ihr eine „Special Edition“ von The Duke entwickeln würdet, wie sähe dieser bzw. wie würde dieser schmecken?

Maximilian Wagner: (lacht) wäre die Rezeptur nicht anders ausgefallen, wenn man was anderes gewollt hätte?! Wir sind immernoch sehr zufrieden mit dem eigenen, einzigartigen Geschmack des Duke Gins ☺
Aber die Gedanken sind ja frei – ich schau mir immer gerne Gin auf Navy Stregth an.
Zunächst müssen wir aber noch schauen, den Duke und auch sein neues Geschwisterchen – den LION’S Vodka – weiter voranzutreiben.

 

Ginobility: Ihr habt jetzt schon die zweite Auflage von speziell auf The Duke ausgelegten Gin & Tonic Rezepten herausgebracht. Wer kreiert diese für Euch?

Maximilian Wagner: Die Rezepturen kommen von Andreas Plucinsky, der sie zusammen mit Peter A. Wolf entwickelt hat. Der Anspruch war hier: hervorragende Drinks zu kreieren, die nicht all zu aufwändig in der „Herstellung“ sind und dazu immer wieder geschmacklich etwas Neues bieten.
Das faszinierende ist eigentlich, dass es immer „nur“ Gin & Tonic ist, die aber durch die Zugabe unterschiedlicher Garnituren unterschiedlichste Geschmacksrichtungen bekommen, der Duke Gin ist hierbei die starke Grundlage auf dessen Rücken die Geschmäcker spielen können.

 

The Duke Munich Dry Gin & Tonic The Duke Munich Dry Gin & Tonic

Ginobility: Mit welchem Tonic Water funktioniert The Duke am besten?

Maximilian Wagner: Diese Wahl überlassen wir gerne jedem selbst und ich kann nur jeden dazu ermutigen sich mal durchzuprobieren!
Herrlich, wie unterschiedlich ein Gin & Tonic schmecken kann, wenn man nur das Tonic ändert; variiert man dann auch noch dazu die Garnitur (z.B. Zitrone, Limette, Orangenzeste) ergeben sich wieder eine Vielzahl an Möglichkeiten!

 

Ginobility: Wie trinkt Ihr The Duke am liebsten?!

Maximilian Wagner: Ich denke das ist Tagesabhängig. Als Gin & Tonic, im Martini, als Digestif, im Red Snapper… die Möglichkeiten sind hier (fast) unendlich ☺
Ginobility: Deutschland geht die positive Entwicklung der Spirituose Gin in eindrucksvollem Tempo mit. Wie sieht Eurer Meinung nach die Zukunft des Gin generell bzw. in Bezug auf den Deutschen Markt aus!? Seht Ihr ein ähnlich langfristiges Potenzial wie in Spanien wo Gin & Tonic eine Art Nationalgetränk ist?

Maximilian Wagner: Viele sprechen von einem Gin-Hype, wir sehen es mehr als eine Gin-Renaissance. Gin war immer da und wird auch immer an den Bars bleiben, aber wie in jedem Segment verschieben sich die Geschmäcker von Zeit zu Zeit.
Ich glaube für eine Größe wie in Spanien – als Nationalgetränk -, wird es in Deutschland nicht reichen (dafür ist es hier nicht warm genug ;-) ). Da bleibt das Gros der Leute doch eher dem Radler und dem Bier verbunden.
Aber es ist schön zu sehen, wie die Barszene sehr kreativ und hochwertig wächst und in der Bar gehört Gin nun mal zu den wichtigsten Grundspirituosen…

 

Ginobility: Fast monatlich erscheinen neue deutsche Gins auf der Bildfläche. Wie bewertet Ihr diese Entwicklung mal abgesehen von der wachsenden Konkurrenz für The Duke? Teilweise hört man bereits von einer „Ginflation“.

Maximilian Wagner: Wenn ein Markt funktioniert, wird es immer wieder Neueintritte neuer Marken geben, damit war und ist zu rechnen.
Wettbewerb belebt das Geschäft, nicht nur, weil sich die einzelnen Firmen untereinander den Markt teilen müssen – sondern auch weil erst durch eine Mehrzahl an Firmen auch ein Markt geschaffen werden kann!
Rückblickend war es sicherlich nicht schädlich für den Deutschen Gin-Markt, dass relativ zeitgleich mit uns zwei weitere Marken auf den Markt kamen – so war keiner von uns eine „komische Rarität, denn Gin hat schließlich aus England zu kommen“, sondern zusammen weckte man die Aufmerksamkeit der Leute, dass bester Gin tatsächlich auch aus Deutschland kommen kann!
Ob man tatsächlich mehr als sechs Ginsorten im Regal stehen haben muss… das  wird die Zukunft zeigen; alles gut, so lange der Duke im Regal steht ;-) (lacht)

Vielen Dank Maximilian Wagner für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit The Duke und dem  "kleinen Geschwisterchen" LION'SVodka!

Wer sich noch ein wenig genauer über The Duke Munich Dry Gin informieren möchte, sollte mal auf www.theduke-gin.de vorbeischauen.

 

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