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Über den Wolken! Clouds Gin - Das Interview

Seit April letzten Jahres präsentiert die Clouds Bar in Zürich stolz ihren eigenen Gin (den wir übrigens auch bei uns im Ginobility-Shop vertreiben). „Clouds“ heißt er ganz schlicht, so wie die Bar selbst. Der Dry Gin wurde in Zusammenarbeit mit der Brennerei Humbel vom Bar Manager Andreas Kloke entwickelt. Ihm durften wir einige Fragen zu diesem innovativen Gin und zu den Hintergründen stellen.

Ginobility: Herr Kloke, Sie sind Bar-Manager der Clouds Bar hoch oben im Prime Tower in Zürich, dem höchsten Gebäude der Schweiz. Wollten Sie schon immer so hoch hinaus? Erzählen Sie uns doch kurz etwas über Ihren beruflichen Werdegang.

Andreas Kloke: Meine Ausbildung habe ich im Maritim Hotel Magdeburg gemacht.
Nach verschiedenen Stationen u.a. in Wolfsburg, Maritim Köln und der Shepheard Bar bin ich 2007 nach Zürich ausgewandert und habe knapp 5 Jahre als Bar Manager im Zürich Marriott gearbeitet.
Nachdem fest stand dass es neben dem geplanten Restaurant im Primetower auch eine Bar geben wird, stand mein Entschluss dorthin zu wechseln sehr schnell fest.
Seit Oktober 2011 bin ich nun im CLOUDS als Bar Manager angestellt.

 

12136-CloudsGin Clouds Gin - Optisch und geschmacklich ein Highlight

Ginobility: Es gibt nicht viele Bars, die einen selbst entwickelten Gin vorweisen können. Wie kam es zur Idee, den Clouds zu entwickeln und wieso ist ein Gin auserkoren wurden, ihre Bar zu repräsentieren und nicht ein Wodka, ein Whisky oder ein speziell kreierter Cocktail?

Andreas Kloke: Gin war schon immer meine Lieblingsspirituose, schon während meiner Anfangszeit hinter der Bar. Natürlich hat die steigende Popularität des Gins auch noch dazu beigetragen.
Die Idee eine eigene Spirituose zu produzieren bzw. zu  gestalten hatte ich schon relativ lange.
Mit dem Clouds als Firma und der Destillerie Humbel hatte ich glücklicherweise zwei Parteien, die dem ganzen Projekt sehr offen gegenüberstanden.

 

Ginobility: Einen neuen Gin schüttelt man nicht eben mal so aus dem Ärmel und sicher gab es so manche Hürde zu nehmen….Wie lange dauerte es von der ersten Idee bis zum ersten Öffnen einer Flasche Clouds Gin in Ihrer Bar?

Andreas Kloke: Die Idee wurde das erste Mal im Februar 2012 mit dem Clouds und Lorenz Humbel diskutiert. Bis zur Marktreife hat es dann noch ein gutes Jahr gedauert.

 

Die beiden Macher des Clouds Gin - Andreas Kloke & Lorenz Humbel Die beiden Macher des Clouds Gin - Andreas Kloke & Lorenz Humbel

Ginobility: Den Clouds Gin haben Sie zusammen mit Lorenz Humbel entwickelt, der ihn in seiner Brennerei in Stetten herstellt. Warum fiel die Wahl auf diesen Partner?

Andreas Kloke: Die Firma Humbel und ihre Produkte kannte ich bereits aus dem Marriott. Die Wahl fiel letztendlich auf diesen Partner, weil sie für Regionalität und Nachhaltigkeit stehen.

 

Ginobility: Was charakterisiert den Clouds Gin und warum haben Sie ihn geschmacklich in diese Richtung gesteuert? Hatten Sie eine „Vision“, wie er sein sollte?

Andreas Kloke: Wir wollten einen Gin herstellen, der auch für die Schweizer Aromen steht. Für mich als Deutscher hatte ich in der Vergangenheit immer das Bild mit den Kräutern wie z.B. Salbei und natürlich die Kirschbrände im Kopf. Lorenz hatte mir zu Beginn eine scherzhafte Bedingung für den gemeinsamen Gin gestellt. Ich sollte seinen Kirsch mit einbeziehen bzw. verarbeiten. Ich glaube, das haben wir dann recht gut umgesetzt.

Umfangreiche Spirituosen Auswahl im Clouds Zürich Umfangreiche Spirituosen Auswahl im Clouds Zürich

Ginobility: Es soll ja in Ihrer Bar eine sehenswerte Gin & Tonic Karte geben... Wie viele Produkte bieten Sie denn an? Auf welche Specials sind Sie besonders stolz?

Andreas Kloke: Im Sortiment haben wir zurzeit ca. 40 Gins. Es sind einige Highlights dabei, die für uns in der Schweiz schon etwas schwieriger zu bekommen sind bzw. waren. Den One Key aus Singapore beispielsweise, den Cold River aus Maine USA oder Ransom Old Tom aus Oregean, USA würde ich schon als Highlight bezeichnen.

 

 

 

Ginobility: Sie bieten den Clouds Gin nun seit fast einem Jahr in Ihrer Bar an. Wie ist er bei Ihren Gästen angekommen, welche Erfahrungen haben Sie in dieser Zeit mit ihm gemacht?

Andreas Kloke: Die Reaktionen der Gäste waren sehr positiv. Zu Beginn lief natürlich alles über Empfehlungen, aber mittlerweile wird er von den Gästen direkt bestellt.

 

Ginobility: Wie trinken Ihre Gäste den Clouds Gin am liebsten, wie geht er am häufigsten über den Tresen?

Andreas Kloke: Meistens als Gin & Tonic mit einem Salbeiblatt und einer Kirsche. Einige wenige trinken ihn allerdings auch pur.

 

Ginobility: Und wie trinkt Andreas Kloke den Clouds Gin selbst am liebsten? Vielleicht haben Sie ja einen „heißen“ (oder kalten….) Tipp für uns?

Andreas Kloke: Ich trinke ihn eigentlich am liebsten pur oder als Martini mit einem Salbeiblatt gerührt.

 

Ginobility: Stichwort Bio – Sie haben sich mit Humbel für eine Brennerei entschieden, die Wert auf Fair Trade und Bioprodukte legt. Haben Sie den Eindruck, dass es auch einen Unterschied für Ihre Gäste macht? Wird auch konkret nach Bio-Spirituosen gefragt?

Andreas Kloke: Aktiv nachfragen tut aktuell noch niemand. Allerdings sind die meisten Gäste erfreut, wenn man ihnen erklärt, dass der Gin ausschließlich aus Bio Produkten besteht und dazu noch aus der Region stammt.

 

Ginobility: Gin boomt derzeit und hat sich zu einem richtigen In-Getränk entwickelt. Wie schätzen Sie seine Chancen in der Zukunft ein - wird er sich behaupten oder sehen Sie eher rückläufige Nachfragen in den kommenden Jahren?

Andreas Kloke: Das ist zurzeit noch nicht abschätzbar. Ich denke, der Gin Boom wird noch einige Zeit bleiben, da diese Spirituose natürlich so facettenreich ist.

Vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen und unsere Neugier gestillt haben!

 

Bilder: CLOUDS Gastro AG
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